Von Backnang zum Ebnisee
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Als ich diese Tour geplant habe, wußte ich schon, was auf mich zukommen wird. Aber ich suche eben immer Herausforderungen und die hatte ich auf dieser Tour.
Dabei hätte ich es einfacher haben können und habe diese Tour auch schon vor Jahren mit meinem Freund ab Schorndorf mal etwas anders gemacht.
HIER
Gut, Anfang September bin ich mit der S-Bahn vom Favoritepark in Ludwigsburg nach Backnang gefahren und vom dortigen Bahnhof gings dann los.
Ich war erstaunt, denn ich konnte recht bequem an der Murr entlang radeln. Ich habe eine ähnliche Tour ja schon mal gemacht, als ich den Murrursprung aufgesucht habe.
Aber dann in Oberbrüden kam ich zu einer Baustelle, habe mich verfahren und eine Familie gefragt, wie ich zum Ebnisee kommen kann.
Der Herr des Hauses meinte: "Das geht hier rauf, aber das ist steil!"
Ich meinte: "Das macht nix, ich kann das und mein Rad auch!"
Die Frau: "Coooool, am hellen Sonntag machen Sie so eine Tour!
Ich dachte, was wollen die, das schaff ich schon. Ich habs ja auch geschafft, aber das war so steil. Selbst im Turbogang wars ordentlich schwer, aber es ging.
Da meint halt jeder, die hat ein Pedelec, da fährt die rauf wie nix. Man muß aber auch bedenken, dass man das, wenn man etwas jünger ist schon besser bewältigen kann. Die jungen Leute haben ja heute auch schon ein Pedelec, da wundere ich mich oft.
Das war tatsächlich etwas anders, als damals die Ochsenwanger Steige, die war wenigstens in Rampen aufgeteilt, aber hier ging es nur steil den Berg hoch.
An einer Abzweigung im Wald habe ich mal gehalten und habe hier ein Foto gemacht.
Das sieht alles nicht so schlimm aus, aber es war nicht so angenehm.
Aber wie steil es war, kann man an der Grafik unten sehen.
Der Heininger Stein ist ein bekannter Natur- und Wanderpunkt im Bereich von Auenwald-Oberbrüden (Rems-Murr-Kreis). In diesem Bereich verläuft auch der forstwirtschaftliche Weg bzw. das sogenannte Heininger Stein Sträßle.
Über diese Steige kommt man nach Rottmansberg, das ist ein Weiler und Rottmannsberg liegt 480 m ü NN. östlich von Oberbrüden.
Ich habe noch nie etwas von Rottmannsberg gehört, aber bei Wiki kann man lesen, das interessant ist.
Ich finde es aber ganz interessant, so auch mit dem Rad diese Landschaften und Orte kennenzulernen.
Hier sagen sich "Fuchs und Hase" gute Nacht und zu einem Herrn, der vor seinem Haus saß und eine Zigarette rauchte, habe ich gesagt: "Wie kann man nur hier oben wohnen?" Er meinte: "Gut so, dann kommt nicht das Gesocks hier rauf!"
Ich mußte grinsen.
Es gibt hier aber durchaus auch schöne Häuser und es gibt Lost Places, dieses Haus zog mich in seinen Bann.
Nein, es mag schön sein hier oben, aber wohnen möchte ich hier nicht, ohne Auto, da wohne ich lieber so, wie ich wohne. Man wird ja auch nicht jünger.
Ich mußte lächeln, denn ich war ja schon bei meiner Tour zum Murrursprung hier in der Gegend.
Das Bild ist von der Tour zur Murrquelle und damals war ja auch der Wahlsonntag.
Das Bild ist von der Tour im Februar 2025.
Das Bild findet man auch im Post.
Aber "No risk no Fun" und ich brauche das einfach, dass ich mich anstrengen muß.
Schließlich kostet das ja auch allerhand Kalorien und ich möchte alles, nur nicht dick werden.
Man verbraucht bei solchen Touren ganz schön Kalorien aber man futtert dafür auch wieder.
Ich hätte viele Fotomotive gehabt, aber ich wollte ja auch weiter. Die Namen von Ortschaften waren auch komisch. Fratzenwiesenhof ist ein Wohnplatz und ein um 1726 angelegtes Forstgut.
Also, was man so alles lernen kann.
Schafe gabs natürlich auch und Schilder über Schilder.
Hier sollen Windräder die Landschaft verschandeln und da müssen dann auch Wald und Bäume verschwinden.
Die Bewohner wehren sich, ich würde das auch tun.
Vier Windräder davon mitten im Wald.
HIER
Mir denkt immer noch an die Anmerkungen einer Bloggerin, als sie geschrieben hatte, Bäume sollen doch Schatten spenden. Es ging damals um die Bäume, die zum Holzverkauf gefällt werden sollten. Ja, aber für die vielen Bäume, die gefällt werden, um so ein Windrad aufzustellen, dagegen hat sie wohl nichts. Ganz abgesehen davon, dass ein Windrad nur geraume Zeit in Betrieb ist und die Entsorgung auch nicht sooo prickelnd ist.
Da habe ich vorher gelesen, dass Herr Trump den Umweltschutz gekippt hat.
Über Ebni kam ich dann zum Ebnisee.
Der Ebnisee ist ein etwa 6,3 ha großer Stausee auf dem Gebiet der Gemeinde Kaisersbach im baden-württembergischen Rems-Murr-Kreis.
Er wurde im 18. Jahrhundert als Schwellweiher für die Flößerei angelegt und dient heute der Naherholung.
Ich dachte, dass mehr Besucher am See wären, aber das alles hat sich in Grenzen gehalten.
Das Licht war schon wundervoll und die Männeradlergruppe aus Gaildorf, die ich hiermit grüße, auch.
:-)))))))
Von ihnen durfte ich auch noch ein Bild machen, das wollten sie aber nicht, dass ich das hier veröffentliche, waren alles alte Knaben in meinem Alter mit super Mountainbikes.
Ich mag übrigens keine langweiligen alten Männer mit dicken Bäuchen.
Der Wieslauftalradwanderweg führt direkt durch die Wieslaufschlucht und ist der klassische Rundweg. Ich habe ihn ja schon gemacht und werde ihn sicherlich dann von Schorndorf aus nochmals machen.
Genaue Information gibt es hier.
Man durchfährt hier auch das Erfahrungsfeld der Sinne EINS + Alles.
Waren wir auch schon mal.
Damals sind wir vom Stuttgarter Hauptbahnhof mit der dampfenden Wieslaufbahn dort hingefahren.
Es ist wunderschön durch das Wieslauftal hindurchzuradeln.
Víelleicht fahre ich aber bei Gelegenheit nochmals mit der Wieslaufbahn nach Welzheim.
Wer sich dafür interessiert, hier der Fahrplan.
So wie ich sehen konnte, fährt die Schwäbische Waldbahn im Oktober wieder.
Allerdings kann man auch mit der "normalen" Bahn, dem Wiesel fahren.
Dann habe ich einfach meine Tour auf dem Navi beendet und habe eine neue angefangen und siehe da, es ging alles wieder.
Deshalb gibt es auch unten zwei Grafiken.
Welzheim ist bestimmt ein schönes Städtchen, das ich irgendwann ab Schorndorf wieder besuchen werde.
Dieses Mal wollte ich aber, da hier ja der Limes verlaufen ist, mir den Archäologischen Park Ostkastell Welzheim anschauen.
HIER gibt es Information dazu.
Allerdings war ich hier auch nicht alleine, viele Radler waren dort.
Sicherlich auch interessant, die Gedenkstätte des Konzentrationslagers Welzheim, das möchte ich mir auch noch ansehen.
Ich meine aber, das Kastell in Öbermössingen, das haben wir auch schon angeradelt,
Oder
der Römerpark in Köngen haben mir besser gefallen.
Über ein kleines unscheinbares Weglein, das ich so gar nicht gefunden hätte ging es dann weiter.
Man kommt hier schon ordentlich rum und erfährt einiges.
Zum Beispiel durchquerte ich Tierbad.
Das gibt es so heute nicht mehr aber es ist doch interessant.
Hier in der Nähe soll sich die Ruine eines ehemaligen römischen Wachturm befinden. Ich war nahe dran, doch dann kam ich mit meinem Rad nicht mehr weiter und muße zurück.
Schade, aber was solls Wachturmruinen habe ich schon so oft gesehen, auch als ich in Murrhardt die Villa Frank angeradelt habe.
Zahlreiche Bäche und Flüsse wie z.B. die Wieslauf und die Lein führen ausreichend Wasser, um schwere Wasserräder anzutreiben. Das hügelige Gelände sorgte für das nötige Gefälle, um die Wasserkraft gut zu nutzen. Der Wald bot nicht nur unerschöpfliches Bau- und Brennholz, sondern machte auch den Betrieb von zahlreichen Sägemühlen direkt vor Ort lohnend.
Neben klassischen Mahlmühlen für Getreide brauchte man im rauen Wald auch Sägemühlen für die Holzbearbeitung. Stampfmühlen zum Beispiel für Gips oder Lohmühle zur Lederherstellung.
Eine Mühle davon ist die Hagmühle, zu ihr habe ich noch einen kleinen Abstecher gemacht.
Die Hagmühle, urkundlich das erste Mal Anfang des 14. Jahrhunderts erwähnt, liegt im schwäbisch-fränkischen Naturpark zwischen Welzheim und Alfdorf an der idyllischen Lein zwischen Wiesen und Waldrand.
Die Mühle diente bis 1975 als Getreidemühle.
Sie wird seit 2002 von Hans Schwarz Stück für Stück saniert, dadurch konnte das alte Flair und die Geschichte der Mühle erhalten bleiben.
Allerdings fand ich es hier nicht besonders prickend, weil soviele Menschen und auch Autos hier waren.
Bei einer früheren Radtour haben wir auch die Meuschenmühle besucht.
Die Tour führte mich dann in Richtung Breitenfürst so wie es aussieht, muß ich da wohl auch noch hin - und da war ich dann ganz oben auf der Ebene.
Das ist alles so interessant, da kannst du mir eine Flugreise in ferne Länder schenken, solche Sachen sind für mich interessanter.
Hier ging es wieder durch den Wald und dann sagte mir mein Navi, ich müsse links abbiegen, was ich auch gemacht habe.
Wäre ich doch geradeaus gefahren.
Der Weg war alles andere, als ein Radweg und "unter aller Sau".
Das war nicht mal ein Wanderweg und ich dachte, ich komme nie wieder nach Hause.
Grrrr!
Aber ich fand schöne Pilze, das ist doch auch etwas.
Ich bin mir sicher, dass viele solche Touren nicht machen würden, aber ich denke mir halt "no risk no fun" und wenn ich unterwegs verunglücke, dann habe ich halt Pech gehabt. Irgendwer wird mich dann schon finden und irgendwie geht es immer weiter.
Der Pilz scheint lt. Pilzbuch der Behangene Mürbling (Lacrymaria lacrymabunda) zu sein. Bekannt auch als Tränender Saumpilz.
Aber ohne Gewähr.
Freu.
Der Bärenbachsee ist wie der Ebnisee ein Schwallsee.
Ein Schwallsee, auch Floßweiher, Klause oder Schwallung genannt, ist ein künstlich angelegter Stausee für die Flößerei und Holzdrift.
Diese Gewässer dienten dazu, das Wasser kleinerer, wasserarmer Gebirgsbäche anzustauen. Sobald genügend Holzstämme oder Brennholzscheite im Bachbett unterhalb gesammelt worden waren, öffnete man die Wehre der Schwallung schlagartig. Der dabei künstlich entstehende Wasserschwall schwemmte das Holz mit enormer Kraft auch durch flache oder hindernisreiche Täler hinab zu größeren Flüssen.
Hier habe ich wieder gemerkt, dass ich in der Nähe von Menschen war.
Einige Spaziergänger waren unterwegs und Radler rauf und runter.
Es gab sogar einen Grünader-Weißling und einen Zitronenfalter an einer
Kohl-Kratzdistel (Cirsium oleraceum).
Man muß schon aufpassen, dass einem kein Moutainbike um die Ohren fliegt.
Aber das ist eine Strecke, ich habe mal ein wenig geschaut.
Wow!
Toll ist sie schon. Das überlasse ich aber der jüngeren Generation.
Aber, wenn ich jünger wäre, wäre ich sicherlich hier mit dabei.
Da ist man dann tatsächlich im Flow.
Von hier bin ich dann über Urbach und Plüderhausen, nach Schorndorf geradelt und habe mir überlegt, ob ich von hier aus mit der S-Bahn nach Hause fahren soll.
Aber die Verbindungen waren nicht so gut, da auch hier Baustellen.
Wenn man nach Schorndorf hereinradelt, kommt man sich vor, wie in einem anderen Land. Es ist eine Gegend, die man gerne sehr schnell wieder verlässt.
Deshalb bin ich dann über Winterbach, Geradstetten und Endersbach nach Waiblingen geradelt und habe dort auf die S-Bahn gewartet.
Die hat mich dann zum Stuttgarter Hauptbahnhof - hier fuhr sie noch oben - und dann nach Ludwigsburg gebracht. Da hier die Brücke noch gesperrt war, mußte ich - da der Bus keine Radler mitnimmt - nach Hause radeln.
Aber diese S-Bahn war so voll, denn in Stuttgart war hier ja gerade der
Red-Bull-Event zu Ende.
Das war ein tolles Event, wie Radler hier von der Vílla Weißenburg oben runter in die Stadt geflogen sind.
Doch es war eine schöne Tour, ich wußte, was ich getan habe, aber ich war nicht geschafft.
Zusammenfassung
Tour am 6. September 2026
87 Kilometer
1.879 Höhenmeter
945 Climb
934 Downhill
Gesamtkalorien 2.500 KCAL
Fahrzeit: 5 Stunden
Wetter 17 Grad bedeckt und sonnig
Luftfeuchtigkeit 76 %
Luftqualität: 2
CO2 Einsparung 14,0 KG
Welzheim bis Waiblingen
Ich bin verrückt nach Radeln und ich komme auch an keinem schönen Fahrrad bzw. Fahrradgeschäft vorbei.
Es ist für mich Lebensfreude.
"Fahre so viel oder so wenig, so weit oder nicht so weit wie du willst. Hauptsache, du fährst."
(Eddy Merckx)



















































Kommentare:
AntwortenLöschenWunderschöne Bilder und hier kann sich mancher jüngere eine Scheibe abschneiden. Tolle Leistung.
AntwortenLöschenKarl Lexerle