Tour von Kirchheim-Teck über Bissingen und die Bissinger- bzw. Ochsenwanger Steige auf den Breitenstein, ins Schopflocher Moor ....!
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Das war eine absolut wunderbare Graveltour, die war wirklich knackig.
Gestartet sind mein Freund und ich hier am Ort beim Bahnhof und sind nach Stuttgart mit der S-Bahn gefahren, danach am Hauptbahnhof in die S-Bahn nach Kirchheim-Teck umgestiegen, aber was wir so erlebt haben, da kann ich einen Roman schreiben.
Die Leute sind stinksauer, wenn sie nicht auf den Plätzen sitzen dürfen, die für die Räder da sind und rücken dann das Rad zur Seite und setzen sich hin, meckern dann, wenn sie etwas Öl von der Kette abbekommen.
Leute:
DAS IST EIN PLATZ FÜR RÄDER
und es steht extra geschrieben, bei Bedarf PLATZ machen.
Der Platz ist nicht dazu da, dass ihr Euere Füße ausstrecken könnt.
Ich bin es ja gewohnt, dass Radler in den Zügen nicht gerne gesehen sind, aber mein Freund wird so schnell nicht mehr mit dem Zug fahren.
Gestartet sind wir nun in Kirchheim-Teck, das ist da, wo die Burg Teck ist und von hier stammt ja auch die Großmutter von König Charles von England.
Diese Gegend vom Neuffen, über die Falkensteiner Höhle, die Teck usw. haben wir schon alles abgeradelt.
Über Nabern ging es nach Bissingen an der Teck und dort haben wir uns den Bissinger See angeschaut und hier oben wollten wir hin, das ganz oben über dem See, das ist der Breitenstein und natürlich noch weiter.
Es war ganz schön diesig, der Tag begann ja auch erst. Wir waren früh dran, es sollte ja auch eine anspruchsvolle Graveltour werden.
Blick zur Burg Teck
Der Bissinger See ist ein netter Badesee und im Sommer auch gut besucht.
Blick zum Breitenstein.
Wer sich über Bissingen informieren möchte, der schaut
HIER. Wir haben hier Verwandschaft wohnen.
Meistens wenn ich auf der Alb bin, oder am Albtrauf (eine Bezeichnung, die von Eduard Mörike stammt, genauso wie die "Blaue Mauer"), so sagt man auch zur Schwäbischen Alb, freue ich mich ganz besonders, weil ich hier richtig Berg und Tal radeln kann.
Eduard Mörike (mein Lieblingsdichter wie Friedrich Hölderlin auch) hat den Albtrauf mal als "Blaue Mauer" beschrieben. Bis auf 1000 Meter erhebt sich die 200 Kilometer lange Felskante, die das rauhe Hochplateau vom sanften Albvorland trennt. Es ist natürlich viel schöner diese Erhebung unter die Füße zu nehmen oder diese Erhebung sich zu erradeln, als mit dem Auto zu fahren.
Ich hatte gewußt, als ich die Tour plante, was uns erwartet.
Vom See aus geht nun die Ochsenwanger Steige nach oben. Es gibt leider keinen anderen Weg, als auf dieser Straße, auf der zwar der Verkehr nicht so stark ist, aber wenn dann mal ein Laster oder auch ein Auto an einem vorbeidonnert, wird das schon ein wenig komisch und man wir - ich sag jetzt mal - verschüttelt .
Viele Rennradler benützen die Ochsenwanger Steige als Training, denn es geht ganz schön hoch.
Mein Freund und ich, wir haben ja sehr gut ausgerüstete Räder, aber dennoch muß man ganz ordentlich treten.
Ich bin meistens im MTB-Gang geradelt und mein Freund auch. Erst die letzten paar Meter, bin ich in den Turbo-Gang gegangen, wenn jetzt jemand meint, auf geht es.
Rennradler haben die Kraft in den Beinen und schaffen das, aber ich mußte doch zwei Mal anhalten und ausschnaufen und das auf der Straße. Aber ich habe hier nur rücksichtsvolle Autofahrer erlebt.
Zudem sind Rennradler auch eheblich jünger als ich und mein Freund.
Aber, wenn man über den Brenner will, muß man eben trainieren.
Es führt zwar ein Mountainbike-Trail um die Teck herum nach oben, aber ich denke, der ist auch nicht gerade prickelnd.
Eduard Mörike war vor seiner Zeit in Cleversulzbach Pfarrer in Ochsenwang, das ist eine Teilgemeinde von Bissingen-Teck.
Es gibt hier auch den sogenannten Mörike-Felsen, den haben wir mitsamt den Rädern, das ist ein Trail mit Steinen und Wurzeln und eigentlich ein Wanderweg, erklommen.
Mörike in Ochsenwang HIER
Ich muß hier nochmals mit meinem Rädle rauf, denn ich möchte eine Burg besuchen und das geht nur über
Der Anstieg überwindet auf relativ kurzem Weg knapp 380 Höhenmeter.
Ganz schön!
Es gibt vier Rampen, die nach einer kurzen Etappe nach 3,4 Kilometer kurz nachlassen. Auf den letzten 2 Kilometern verbleibt die Steigung jedoch konstant im zweistelligen Bereich, wobei die Straße in mehreren kleinen Rampen bis zu 15 -17 % Steigung ansteigt.
Die durchschnittliche Steigung liegt bei über 10 % (teils mit ca. 8,3 % bis
10,1 % über die gesamte Strecke angegeben).
Die Auffahrt führt am Hang entlang durch den Wald, mit einer zentralen Kehre bei Kilometer 4,6.
So und da kann man nicht meckern und sagen, dass die Höhenmeter, die ich mache, Fantasie sind. Das ist Fakt.
Ich bin ja jemand, der sich da durchbeißt, aber ich hatte schon meine Probleme, aber ich habe es geschafft und das geht auch in die Beine.
Ich mache allerdings auch selten schlapp.
Hätte ich aber mein altes Rad noch, ich kann nicht garantieren, ob ich das geschafft hätte.
Fotografieren konnte ich an dieser Steige nicht, aber wer will kann sich
HIER informieren.
Man hat auch keine Zeit und keine Lust, hier zu fotografieren, man ist froh, wenn man oben ist. Mein Freund radelte vorne draus und ich hintendrein.
Er ermunterte mich immer wieder, "halte durch, wir sind gleich oben".
Ich frage mich oft, wann ist für ihn "gleich".
Ist man oben, gehts nochmals ein Stück hoch und zwar zum Breitenstein und das ist gewaltig.
Der Breitenstein ist ein 811,2 m ü. NHN hohes Felsplateau in Baden-Württemberg. Es liegt nahe dem Dort Ochsenwang an der Kreisstraße 1220.
Der Rettungsring für Bergübersetzung hilft hier bei einem Pedelc auch.
Als "Rettungsring" bezeichnet man den leichtesten Gang am Fahrrad.
Weitere Information hier und da gibt es auch Fotos.
Es ist gigantisch, es ist nur schön und man ist überwältig,
1. weil man es geschafft hat, hier heraufzuradeln und
2. die Aussicht zu genießen.
Mit dem Auto gehts natürlich einfacher aber ob besser, das weiß ich nicht. Das kann Jeder.
Es ist auch wunderbar, was es so alles hier auf der Schwäbischen Alb gibt, da brauche ich wirklich nicht Weißderkuckuck wohin fahren.
Mir reicht Frankreich, oder sagen wir eher das Elsass, von gestern, darauf komme ich aber noch zurück.
Der Ausblick und man sieht auch "meine" Kaiserberge, die Stammberge der Staufer. Die möchte ich auch mal wieder erradeln, schaun wir mal, aber ich möchte vorher noch andere Dinge erradeln.
Die Kaiserberge
Hohenstaufen, Rechberg und Stuifen
Der Hohenstaufen ist der Kegel, der leicht anlaufende ist der Stuifen und der Rechberg zeichnet sich durch seine bewaldete Kuppe aus.
Hohenstaufen und Rechberg kann man erradeln und haben wir auch schon gemacht. Stuifen eher nicht.
Ich hätte auch gerne schönes Wetter gehabt. Es war wirklich sehr sehr frisch und wir hatten mit besserem Wetter gerechnet, der Wind war schon schlimm und wir waren zu leicht angezogen. Erst gegen Mittag wurde es besser und der Wind war hier oben noch schlimmer.
Aber mein Wahlspruch
NO RISK NO FUN!
Da ist was dran.
Video vom Breitenstein
Ein Foto mußte am Abhang sein, nein stylisch bin ich nicht gekleidet, ich radele und da brauch ich nicht stylisch aussehen.
Wenn ich sportlich bin, dann muß ich nicht stylisch aussehen.
Rucksack und Trinkbeutel 3 Liter, das ist wichtig. Da kann man während der Fahrt trinken und ich trinke während meiner Touren die 3 Liter schon.
Hurraaaa, ich habe die Ochsenwanger Steige geschafft.
Gelegentlich mache ich sie nochmals.
Vom Breitenstein ging es dann direkt hinunter zum Schopflocher Moor.
Das Schopflocher Torfmoor ist das einzige größere Hochmoor auf der Schwäbischen Alb und befindet sich nördlich von Schopfloch, das ist ein Ortsteil der Gemeinde Lenningen.
Mehr Information HIER
Im Sommer werde ich nochmals die Ochsenwanger Steige hochradeln und nochmals in Moor gehen und dann sieht es bestimmt anders aus.
Der Rote Holunder lässt sich an seinen markanten Blütenständen erkennen, die in aufrechten eiförmigen Rispen wachsen. Im Gegensatz zu Schwarzem Holunder, der eher flache Schirmdolden bildet.
Eduard Mörike war ja nicht nur Pfarrer, sondern auch sehr naturverbunden und hat auch hier in Ochsenwang, wo er Pfarrer war, bevor er in Cleversulzbach war, viele Touren gemacht, es ist auch unglaublich, was Mörike alles geschrieben hat. Schade, dass ihn so wenige kennen.
Er wollte alles andere als Pfarrer werden, bezeichnete seine Zeit in Cleversulzbach als die schönste in seinem Leben.
Er war eben ein Schöngeist und hatte eine sehr gute Freundschaft zu
Wilhelm Hartlaub, der ebenfalls Pfarrer war und Mörike auch unterstützte.
Mörikes Verhältnis zu Frauen war nicht gerade gut.
Brief Mörike an seine Braut
Luise Rau
Und so sind wir zum sogannten Mörikefelsen geradelt. Das ist ein Trail, der eigentlich ein Wanderweg ist, ganz dicht am Abgrund, Steine und Wurzeln inbegriffen. Meine Freund machte das nix aus, er radelte weiter. Ich bin abgestiegen, weil ich mir das nicht zugetraut habe.
Es ist gigantisch, ein Blick wunderbar und es geht ganz schön in die Tiefe.
Roland Krämer hat sich die Mühe gemacht und nachgeforscht und er kam zu einem ganz anderen Ergebnis.
Wir sind dann durch das Randecker Maar geradelt, das waren wir auch schon ab und an und sind dann durch die Zipfelbachschlucht hintergeradelt und ganz schön schmutzig geworden.
Michaelshof, Hepsisau, Weilheim Teck und Holzmaden haben wir passiert. Allerdings ging das recht schnell auf unseren Rädern, denn wir wollten die S-Bahn in Plochingen, die nach Bad Cannstatt fährt noch bekommen und sind so recht schnell geradelt.
Geplant war die Tour bis Bad Cannstatt, aber leider gibt es den schönen Abschnitt am Neckar ab Esslingen nicht mehr, da wird gebaut und wir hätten auf der Straße fahren müssen. Sind wir schon geradelt, aber schön ist das nicht. Bei dem Verkehr an diesem Tage ist es uns vergangen.
In Bad Cannstatt sind wir ausgestiegen und sind von dort aus nach Hause geradelt.
Auch hier habe ich keine Fotos mehr gemacht, weil es auf der Strecke auch nicht soviel zu sehen gab.
Diese Ochsenwanger Steige war schon eine Herausforderung, aber ich mag das ja und meine Odenwaldtour, die ich am Sonntag radeln will, wird ähnlich. Da bin ich richtig gespannt drauf und freue mich.
Aber ich habe noch mehr vor und Flachetappen sind so gar nicht meines.
Pssssstttt: Ich habe noch 35 % Strom mit nach Hause gebracht.
Da ich in Plochingen meine Tour abgeschlossen habe (sonst nimmt der Navi die S-Bahn-Fahrt mit auf) und erst in Bad Cannstatt eine neue begonnen habe, gibt es nun eben zwei Zusammenfassungen.
1. Zusammenfassung
Tour am 30. April 2026
56 Kilometer
1.713 Höhenmeter
822 Climb
891 Downhill
Gesamtkalorien: 1.738 KCAL
Fahrzeit: 3,50 Stunden
Temperatur: 10 Grad, viel Gegenwind
Luftfeuchtigkeit: 30 %
Luftqualität: 2
Tour am 30. April 2026
von Bad Cannstatt nach Hause
22 Kilometer
533 Höhenmeter
286 Climb
247 Downhill
1,5 Stunden Fahrzeit
Wetter: 14 Grad, es wurde etwas wärmer
Luftfeuchtigkeit: 45 %
Gesamtkalorien 520 KCAL
Luftqualität: 2
Sodele, ich mußte den Post zurückholen, weil es - ich weiß nicht warum - alles "verhauen" hat.
Ich hoffe, dass das jetzt klappt.
Ich weiß bis jetzt nicht, an was das lag.















































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