Nürnberg 4. Teil in der Stadt
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Heute geht es weiter mit Nürnberg.
Der letzte Post "in der Stadt" endete
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Hier sieht man einen Teil der Nürnberger Stadtmauer.
Beim nächsten Mal werde ich sie ersteigen und begehen, soweit es geht.
Sie geht wohl bis zum Albrecht Dürer Haus.
Der Turm ist der Neutorturm, das markante Fachwerkhäuschen am Tur ist ein Erker.
Diese Wehranlagen stammen aus dem 15. Jahrhundert.
Die Straßenlampe und die Verkehrszeichen stören mich auch, aber sie wegzumachen mag ich auch nicht.
Da wollte ich hin, in die Weissgebergasse.
Information von Tourismusverband Nürnberg
In der Weissgerbergasse findet sich das größte Nürnberger Ensemble alter Handwerkerhäuser. Überwiegend mit Fachwerk versehen, zeugen die historischen Bürgerhäuser, oft mit eigenem Brunnen und einem Garten, vom Wohlstand, den das Lederhandwerk mit sich brachte. Statt der geschäftigen Gerber im Mittelalter beleben heute Cafés, Bars, kleine Läden und Handwerksbetriebe die Weissgerbergasse.
Geht man vom Hauptmarkt aus, an der Nordseite der Sebalduskirche vorbei und passiert den Weinmarkt in Richtung Westen, sieht man sich urplötzlich ins Mittelalter zurückversetzt. In der Weissgerbergasse haben mehr als zwanzig historische Handwerkerhäuser den 2. Weltkrieg unbeschadet überstanden. Von den Besitzern mit großer Unterstützung der Nürnberger Altstadtfreunde aufwändig und liebevoll restauriert, lässt ihre Architektur das bunte Treiben im alten Gerberviertel wenigstens ein klein wenig erahnen.
Glücklicherweise fehlen jedoch heute die beißenden Gerüche, die untrennbar mit der Lederherstellung verbunden waren. Die Weissgerber verarbeiteten Tierhäute von Kälbern, Schafen oder Ziegen mit Hilfe von Alaun und Salz zu feinem, hellem Leder, das an der naheliegenden Stadtmauer getrocknet wurde.
Ich hatte mir diese Gasse ein wenig anders vorgestellt, aber dennoch gibt es dort schöne Häuser und es gab auch viele Menschen. Kaum hat man ein Objekt im Visier, schon trabt ein Touri ins Bild.
Hier in dieser Gasse befindet sich das größte Ensemble mittelalterlicher Fachwerkhäuser in der Stadt.
Man muß sich nicht wundern, dass es früher so viele Stadtbrände gab. Die Häuser waren dicht an dicht gebaut, ohne Abstände und so konnte das Feuer auch wüten und es gab verheerende Stadtbrände.
Es ist auch gut, dass der Brandschutz oftmals - für manche Leute übertrieben - so hoch ist, das hat seinen Grund.
Vorsicht ist besser als Nachsicht, gell!
Dennoch ignorieren viele Leute den Brandschutz, was ich so sehe, lassen mir die Haare zu Berge stehen.
In der Ecke die Statue des Heiligen Ägidius an einem sehr schönen Fachwerkhaus.
Markant sind die reich verzierten Fassadenelemente und die historischen Haustüren.

Dieser historische Ausleger stammt vom ehemaligen Gasthof "Rotes Roß" am Weinmarkt.
Die Inschrift weist darauf hin, dass das Haus von etwas1550 bis 1894 als Gasthof genutzt wurde.
Der jetzige Ausleger ist eine Rekonstruktion, die 1990 angebracht wurde.
In diesem Haus haben viele, viele berühmt Leute genächtigt.
Das ist Geschichte, wie ich sie mag z.B. Ludwig I. von Bayern und sein Aschaffenburg, davon habe ich schon berichtet, als ich dort gewesen bin.
Aschaffenburg, Ludwigs bayerisches Nizza.
Metternich, diesen Staatsmann finde ich nur genial und ich habe mich schon eingehend mit ihm beschäftigt. Als ich in Koblenz war, der Bericht folgt noch, bin ich ihm auch leserisch begegnet, denn Metternich wurde in Koblenz geboren und war Zeit seines Leben mit dieser Gegend verbunden.
Ja, dann Blanchard, diesen Flugpionier oder besser Ballonfahrer sollte man schon kennen.
Aber die anderen Gäste waren nicht Ohne.
Wenn man das Haus sieht und man ein klein wenig Ahnung von Denkmalschutz hat, dann rollen sich einem die Fußnägel hoch.
Solche Fenster in so einem Gebäude, nein!
Hier kommt man auch an der Sebalduskirche vorbei, über die ich schon geschrieben habe.
In der Weissgerbergasse kommt man auch an einem wunderbaren Geschäft für Innenarchitektur vorbei. Da mußte ich unbedingt gucken und das waren Möbel vom Feinsten. Da ich ja innenarchitektonisch sehr interessiert bin, bin ich gleich reingegangen. Insbesondere haben mich die Bertoia-Stühle angesprochen, ich bin ein Fan von Harry Bertoia.
Die Stühle sind sehr sehr teuer und meine Schwester hat mehrere davon.
In diesem Haus war mal eine Schmiede und Herr Bodack ist glücklich, dass er das als Geschäft benützen kann. Ich finde die Lösung auch sehr gut.
Interessant ist das sogenannte Sebalder Chörlein, ein gotischer Erker.
Leider konnte ich das Gebäude nicht im Ganzen fotografieren, hier ist eine kleine Gastwirtschaft und es sind Bauarbeiten, wie auch an dem wunderschönen Rathaus in der Stadt.
Das ist das Schürstabhaus, ein bedeutendes Patrizierhaus aus der Zeit des Mittelalters. Es befindet sich in der Sebalder Altstadt am Albrecht-Dürer-Platz und ist eine Station auf der historischen Meile der Stadt.
Als ich dieses Haus gesehen habe und auch die Schleppgauben, mußte ich an einen Chef von mir denken. Einen Architekten und Bausachverständigen im Amt, der bekam immer Atemnot, wenn es um Schleppgauben ging.
Schleppgauben sind so eine Sache, die Statik muß unbedingt von einem Fachmann berechnet werden und die rückwärtige Neigung verändert die Lastverteilung auf dem Dach.
Die Abdichtung ist kritisch, denn das Regenwasser kann nicht einfach abfließen, wie bei einer normalen Gaube.
Damit habe ich mich jahrelang beschäftigt und ich wundere mich manchmal, was es so auf dem baulichen Sektor alles gibt.
Ich frage mich immer wieder, wie die das im Mittelalter gelöst haben, aber da gab es ja immer wieder größere Schäden.
Gefreut habe ich mich über diese Flagge, wenn auch nur zur Fußball-Weltmeisterschaft, aber Nationalstolz gehört halt auch dazu.
Inzwischen habe ich auch eine deutsche Flagge auf dem Balkon.
Weiter oben befindet sich noch ein Denkmal für Wilhelm I., da hatte ich aber keine Lust mehr rauf zu laufen.
Es war warm und ich wollte noch durch den Laufener Schlagturm, der um 1250 erbaut wurde.
Der Laufener Schlagturm gehört zur Nürnberger Stadtbefestigung und befindet sich in der Nähe des Inneren Laufener Platzes und ist eines der bekannten Wahrzeichen der Stadt.
Im Cramer-Klett-Park (das war ein Industrieller)
Info
habe ich mir noch den Apollo-Tempel angeschaut, in dem ein Marionettentheater untergebracht ist.
Der klassizistische Apollotempel wurde um 1820 erbaut.
Der Park ist sehr schön und es gibt auch sehr schöne Bäume, nur er gehört ein wenig besser gepflegt.
Aber alles kostet Geld, das halt woanders hin fließt und dort eben den Bach hinunter geht.
Ich mußte ein ganzes Stück laufen, um über die Straße zu kommen, die mich aber dann an der Stadtmauer und der Pegniz entlang zu dem
Denkmal des Blauen Reiters geführt hat.
Dabei habe ich auch das Kasemattentor kennengelernt, das ist ein historischer Übergang zur alten Stadtmauer.
Interessant ist, dass diese Holzkonstruktion auf steinernen Pfeilern, in die Tratzenzwinger-Anlage integriert ist.
Man sieht auch hier, wie interessant diese Stadt ist.
Das Graffiti auf der anderen Seite habe ich leider zu spät gesehen, mir taten auch die Beine und die Füße weg, aber ich war immer noch nicht fertig.
Sie ist von Karl Reidel.
Die Figuren wurden im expressionistischen Stil gestaltet und zeichnen sich durch ihre kantige Formgebung aus.
Die Skulptur wurde in den 1960er Jahren aufgestellt und ist ein bekanntes Werk im öffentlichen Raum der Stadt.
So und dann habe ich mich auf den Weg zum Bahnhof begeben und unterwegs noch etwas gegessen.
Aber ich wollte noch zur Marientormauer, die die Pegnitz überbrückt.
Es ist eine historische Steinbrücke und ein schönes Fotomotiv, aber da bewölkte sich der Himmel.
Sie ist aus rötlichem Sandstein und verfügt über charakteristische Bögen.
"Blauen B" Turm an der Marientormauer.
Auch ein Teil der historischen Stadtbefestigung, die als eine der besterhaltenen in Deutschland gilt.
Die Brücke führt über einen Seitenarm der Pegnitz in die Nähe der Insel Schütt.
Peter Henlein, dem Erfinder der Taschenuhr, sein Denkmal möchte ich auch noch besuchen.
Das Albrecht-Dürer-Haus, Saal 600 im Justizgebäude und noch so ein paar interessante Sachen.
Man kann von hier aus ganz bequem mit Bus und Bahn nach Nürnberg fahren. Was ich an diesem Tage auch gemacht habe. Mit dem Bus zum Bahnhof hier, mit der S-Bahn nach Stuttgart und dann mit dem RE 90 nach Nürnberg.
Man ist halt eine Weile unterwegs, aber ich habe die Zeit und die nehme ich mir auch. Schließlich bin ich umweltbewußt und spare CO2.
Die Hinfahrt mit dem Tri-Zug war ein wenig komisch, weil es schon arg warm war und der alte Zug keine Klimaanlage hatte. Aber auszuhalten.
Auf dem Bahnhof bin ich dann auf demselben Weg wieder nach Hause gefahren, dieses Mal war aber der RE 90 ein gelber Zug.
Ich war früh am Bahnhof und konnte eine Sitzplatz ergattern. Der Zug war zum Bersten voll. Ich habe eine nette Frau aus Weimar kennengelernt, die nach Stuttgart gefahren ist. Alles mit der Deutschlandcard und wir haben uns sofort verstanden.
Wie kommt man von Weimar nach Nürnberg mit der Deutschlandcard.
Kein Problem von Weimar wurde sie von ihrem Mann nach Erfurt gebracht und ist dort in den Zug nach Nürnberg eingestiegen und von dort dann in den RE 90 nach Stuttgart.
Ich glaube, ich probiere das auch mal, dass ich auch mal wieder nach Erfurt komme. Ich war vor vielen Jahren mal dort, kann mich nur noch an die Straßenbahn erinnern, die dort durchgefahren ist.
Ich müßte hier aber in einem Hotel übernachten. Wer mir dazu Tips geben kann, das wäre nett.
Aber es gibt ja viele Hotels in der Nähe der City.
Gelaufen bin ich an diesem Tag ohne Witz
25.000 Schritte. Das sind bei mir 18,5 Kilometer, verteilt auf einen Tag ist das nicht soooo viel.
Aber ich konnte mich ja auch im Zug ausruhen, man ist schon einige Zeit unterwegs.
Alles über Nürnberg von der Burg bis zur Stadt
Heute ist putzen angesagt, morgen bin ich auf einer Tour, die mich auch durch ein unbekanntes Tal führen, das bin ich mal gespannt.
Inzwischen habe ich 2 Radtouren ausstehen, die zeige ich aber noch und ich möchte ja auch meine Butterkuchen-Geschichte zu Ende bringen, da folgen noch zwei Kapitel.
Gestern habe ich wieder entdeckt, dass aus einem
Scheißhafa keine Suppenschüssel wird.
Wie gut doch schwäbische Weisheiten sind.
Aus ´ma Scheißhafa wird nie a Suppaschüssel. *Schwäbische Weisheit*




































Kommentare:
AntwortenLöschenWow Eva, da hast du dir aber soviel Mühe gegeben. Alle Achtung und vielen Dank für den Stadtrundgang.
AntwortenLöschenGruß Waldi