Die Währung der Scheinheiligkeit
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Die Währung der Scheinheiligkeit
Einst flog der Blick mit Stolz vorbei,
man schimpfte laut, es war einerlei.
Ein Naserümpfen, ein böses Wort,
man wünschte jene Menschen fort.
Kein Gruß, kein Blick, nur stumme Wut –
dafür reichte der Hochmut gut.
man schimpfte laut, es war einerlei.
Ein Naserümpfen, ein böses Wort,
man wünschte jene Menschen fort.
Kein Gruß, kein Blick, nur stumme Wut –
dafür reichte der Hochmut gut.
Doch Zeiten ändern sich geschwind,
wenn Gier und Eitelkeit gewinnt.
Plötzlich kriecht man aus dem Bau,
macht auf Freundschaft, ganz genau.
Man schmeichelt dem, den man verfemt,
und hat sich nicht einmal geschämt.
wenn Gier und Eitelkeit gewinnt.
Plötzlich kriecht man aus dem Bau,
macht auf Freundschaft, ganz genau.
Man schmeichelt dem, den man verfemt,
und hat sich nicht einmal geschämt.
Ein nettes Wort, ein falscher Klick,
ein krampfhaft süßer Augenblick.
Man biedert sich im Staube an,
damit man Beifall ernten kann.
Für drei Kommentare, zahm und klein,
schließt man den Pakt im Scheinwerferschein.
ein krampfhaft süßer Augenblick.
Man biedert sich im Staube an,
damit man Beifall ernten kann.
Für drei Kommentare, zahm und klein,
schließt man den Pakt im Scheinwerferschein.
Wie billig ist der Stolz geworden,
für einen winzigtönen Orden?
Wer gestern spuckte und heute fleht,
hat nicht kapiert, worum es geht.
Die Klicks vergehn, der Applaus verhallt –
zurück bleibt ein Charakter, kalt.
für einen winzigtönen Orden?
Wer gestern spuckte und heute fleht,
hat nicht kapiert, worum es geht.
Die Klicks vergehn, der Applaus verhallt –
zurück bleibt ein Charakter, kalt.
E.H.











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