Von Herrenberg nach Ofterdingen zur Ammonitenplatte und zurück über die Weiler Burg
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An diesem Tage bin ich sehr früh losgeradelt um auch noch einen guten Platz in der S-Bahn zu bekommen.
Ich bin von Bietigheim-Bissingen bis Stuttgart gefahren und dort am Bahnhof in die
S-Bahn nach Herrenberg eingestiegen.
Sonntags ist um diese Zeit auch noch kein Mensch - oder nur wenige - mit dem Rad unterwegs.
Och, es war morgens recht frisch, trotzdem trug ich kurze Hosen und ein leichtes Jäckchen. Doch mir war schon frisch, als ich nach Bietigheim zum Bahnhof geradelt bin. Aber das war auszuhalten, später wurde es doch recht gut warm.
Schön war der Sonnenaufgang, der mich zum Bahnhof begleitet hat.
Ich bin in diese Richtung nun schon so oft geradelt und immer wieder mache ich das falsch, aber es pendelt sich dann auch wieder ein, so ist das nicht.
Über Gültstein, Altringen und Oberndorf bin ich in Richtung Rottenburg am Neckar geradelt. Dort kenne ich mich inzwischen auch ganz gut aus, aber alles habe ich auch noch nicht gesehen. Aber das kommt irgendwann auch noch.
Unterwegs gab es auch am Himmel einiges zu gucken.
So ist das halt, wenn man so früh dran ist, es ist frisch und es ist dunstig.
Aber man hat ja auch einige Kilo- und Höhenmeter vor sich, da muß das sein.
Aber man sieht schon den Weg, den ich damals mit dem Rad nach oben geradelt und gelaufen bin.
St.-Theodor-Kapelle, die natürlich verschlossen war.
Diese Gegend ist katholisch, weil ja auch Rottenburg am Neckar diese Diözese ist.
Das Bistum wurde im Jahr 1821/1828 vom Königreich Württemberg begründet und hat seither seinen Sitz in Rottenburg am Neckar. Seit 1978 trägt es den Namen Diözese Rottenburg-Stuttgart mit einem Co-Sitz in Stuttart.
Die Kapelle macht einen merkwürdigen Eindruck und liegt vollkommen im Dunkeln, nur auf der einen Seite kommt Sonne herein und man kann die schönen Bäume bestaunen.
Die Kapelle steht nördlich der Straße wenn man von Wendelsheim kommt.
Es ist eine spätgotische Kapelle und ein schlichter Saalbau aus der Zeit um 1500 und wird nach dem Patron Theoderich "Doderes" genannt.
Schade, dass die Kapelle nicht geöffnet war, denn im Inneren wurde sie 1898 neugotisch renoviert. 2005/2006 konnte mit Hilfe einer Spendenaktion ein Teil der alten Einrichtung (Nazareter Stil) zurückgebracht werden.
Die beiden Seitenaltäre zu Ehren der Hl Odilia und der Hl Apolonia, sowie der Flügelaltar.
Ich frage mich immer wieder, warum man hier Spendenaktionen durchführen muß.
Die Katholische Kirche hat soviel Geld, würden die ihren Prunk in Rom etwas einschränken, dann wäre das schon mal eine Spendenaktion.
Es war 9:25 Uhr und noch kaum etwas los.
Ofterdingen im Landkreis Tübingen liegt im Tal der Steinlach, einem rechten Nebenfluß des Neckars und gehört bereits zum mittleren Albvorland. Ofterdingen liegt westlich teilweise auf dem Rammert, einem bis zu 590 m u. NHN bewaldeten Höhenzug des Keuperberglandes. Ofterdingen erstreckt sich dabei auf einer Höhenlage von 401 bis 551 m ü. NHN.
Ofterdingen liegt in der südwestdeutschen Schichtstufenlandschaft. Der geologische Untergrund innerhalb der Ortsgemarkung wird geprägt von der Gesteinsabfolge des Schwarzen Jura (Lias). Prägend sind die harten Kalkschichten des
Lias α (Arietenkalk), die die Schichtfläche westlich des Ortes bis zum Rammert bilden. Sie sind ebenfalls der Grund für die Ablenkung der Fließrichtung der Steinlach nach Nordosten, sowie für den Steinlach-Wasserfall - den wollte ich gestern sehen, hat sich nicht ergeben, aber kein Grund nicht nochmals dorthin zu radeln - nördlich von Ofterdingen.
Innerhalb des Ortes fließt die Steinlach auf der Schichtfläche des Lias α 3 und hat die eingelagerten Fossilien, überwiegend Steinkerne von Ammoniten und Austern, freigelegt und so entstand in diesem Ort das Ammonitenpflaster.
Ofterdingen hat viele Fachwerkhäuser, aber davon habe ich ja nun genug. Interessant war für mich das Ammonitenpflaster. Ich habe ja sehr viele Versteinerungen hier in der Wohnung liegen, die ich gesammelt habe. Aber ich wollte da schon lange hin und nun hat es geklappt.
Aber sowas habe ich noch nie gesehen, schon wenn man an die Steinlach heranradelt, kann man das sehen.
Allerdings sieht man das nur in regenarmen Zeiten und das hat nun nichts mit der angeblichen Klimakrise zu tun, das gabs schon immer und gerade in diesen regenarmen Zeiten offenbart die Steinlach ihr Geheimnis.
Was Ammoniten sind, kann man sehr gut an der Tafel lesen.
Zum Beispiel die Natilus, das berühmte U-Boot von Jules Verne ist ein Ammonit und die Natilus nahm man als Vorbild für die U-Boote.
Ich habe früher Bücher von Jules Verne verschlungen. Heute liest das wohl niemand mehr.
Ammoniten sind eine Teilgruppe der Kopffüßer von der es 1500 Arten gibt.
So hier wollte ich hin und ich habe das alles durchwandert, denn sowas sollte man sehen, es ist schon wunderbar. Über eine Treppe kann man hinunter ins Flußbett gehen.
ABER, ich bin eine ganz andere Strecke gefahren.
Vorbei an der Burg Hohenzollern im Dunst.
Bald bin ich auch wieder dort oben.
Off-Grind hiesst soviel wie, eine unbefestigte Strecke, das kann alles sein, ist in der Regel aber meistens Schotter ob nun grober oder feiner Schotter.
Und es ging durch den Rammert. Erklärung weiter unten.
Und hier verläuft auch das wunderschöne Katzenbach-Dünnbachtal.
Es ist ein Genuß hier zu radeln und bis auf zwei Radler habe ich niemand gesehen.
Herrlich.
Das Katzenbach-Dünnbachtal im Raum Tübinen befindet sich in den Naturräumen Schönbuch und Glemswald sowie Obere Gäue. Zwischen Ofterdingen und Dettingen habe ich es erkundet. Der Katzenbach fließt durch einen Wald namens Rammert und der Dünnbach mündet aus nördlicher Richtung in den Katzbach.
Das Naturschutzgebiet Katzenbach-Dünnbachtal umfasst rund 121 ha. Geschützt werden die Erhaltung der Tallandschaft mit ihren Feuchtgebieten, den Gehölzen, der Auenlandschaft sowie dem naturnah bewirtschafteten Wald. Die Talaue des mäanderierenden Baches bietet besondere Voraussetzung für die Vielfalt durch die unterschiedlichen Bodenverhältnisse und deren Vegetation, die ihrerseits jede Menge Nahrung und Schutz für tierische Artenvielfalt bietet.
Dieses Tal ist grandios und der Biotop, an dem ich vorbeigekommen bin, auch.
Es gab hier zwar keine Schmetterling, aber Libellen der unterschiedlichsten Arten. Leider keine erwischt, denn sie flogen nur umher. Allerdings saß hier auch eine Spinne. Die habe ich mal genauer untersucht. Aber so, wie sie an der Mauer
geklettert ist, warf sie auch noch Schatten und kein Mensch kann wohl feststellen, was das für eine Spinne war.
Ich bin - war so geplant - über Weiler ein Stadtteil von Rottenburg am Neckar geradelt hier wollte ich auf die Burg und mir die Kirche ansehen.
Zuerst habe ich mir die Kirche angesehen und ja, diese Bischöfe kannte ich.
Ich war ja auch damals, als ich mir Rottenburg angesehen habe, auch im Dom und habe den Bischofsstuhl bewundern können.
Auf der Weiler Gemarkung, oberhalb des Neckartales befanden sich früher zwei Kapellen. St. Jodokus (1339) und St. Wolfgang (1450). Die St. Jodokus-Kapelle war damals das eigentliche Gotteshaus der Ortschaft.
Obwohl sich das Dorf Wilaere, 1244 erstmals erwähnt drei Kilometer entfernt befand.
Die Kapelle wurde 1809 abgebrochen und die Fundamente fast vollständig entfernt.
Die Pfarrkiche St. Wolfgang wurde 1828 auf dem alten Standort der St. Wolfgangs-Kapelle im Weinbrennerstil errichtet.
Friedrich Weinbrenner war ein Architekt, der viele Kirchen und Bauten in der Gegend um Karlsruhe erbaut hat.
Ich habe davon berichtet.
SJ steht übrigens für Jesuiten also für die Gesellschaft Jesu.
Für mich eher etwas unheimliches, Mitglieder dieses Ordens tragen meistens diesen Zusatz. Zuviel ist schon unter diesem Orden passiert.
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Recherche unter Ki
- Sexueller Missbrauch und Vertuschung: In der jüngeren Geschichte steht der Orden wegen systematischer Fälle von sexualisierter Gewalt weltweit in der Kritik. In Deutschland lösten 2010 Enthüllungen über jahrzehntelangen Missbrauch an renommierten Einrichtungen wie dem Berliner Canisius-Kolleg eine bundesweite Debatte aus. Berichte von Opfern und Untersuchungen zeigten, dass Täter oft intern versetzt und Taten über Jahrzehnte verschwiegen wurden. Ähnliche schwere Missbrauchsskandale und Vertuschungsvorwürfe trafen den Orden auch in Ländern wie Spanien, Bolivien und Chile.
- Rolle beim Kolonialismus: Im Zuge der christlichen Missionierung in Lateinamerika (z. B. in den sogenannten Jesuitenreduktionen in Paraguay) bauten die Jesuiten zwar Schutzräume für die indigene Bevölkerung vor europäischen Sklavenjägern auf. Dennoch war die Missionierung untrennbar mit der Zerstörung lokaler Kulturen, Religionen und der Unterwerfung unter das koloniale System verbunden.
- Gegenreformation und Inquisition: Als „Elitetruppe des Papstes“ kämpften die Jesuiten im 16. und 17. Jahrhundert vehement gegen den Protestantismus. Sie stellten Beichtväter an europäischen Königshöfen und nahmen starken politischen Einfluss. Obwohl die berüchtigte Spanische Inquisition staatlich gelenkt war und primär von den Dominikanern durchgeführt wurde, beteiligten sich auch einzelne Jesuiten an der Verfolgung von Andersdenkenden und der Zensur von Büchern.
Manch ist ein bisschen Wissen ganz gut.
Wie gerade die kath.Kirche sich in Sachen Nazis gegeben hat, kann man nachlesen.
Rattenlinie
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Hier geht es dann nochmals ordentlich zur Burg rauf, aber mein Rad schafft das ohne weiteres.
Oben erwartete mich ein Fest mit vielen Leuten. Die haben am offenen Feuer Würstchen gebraten. Die Würstchen waren so schwarz, also ich hätte das nicht mehr gegessen und es stank nach Knoblauch und Schweinefleisch.
Überall waren sie die Habsburger.
Dabei habe ich auf dem Navi übersehen, dass hier von der Burg direkt ein kleiner Trail in Richtung Rottenburg am Neckar angegeben ist.
Ich natürlich sauste mit Freude den Berg hinunter, radele wieder zurück in die Ortschaft und stellte fest, dass ich mich auf demselben Weg befinde, auf dem ich hierher gekommen bin.
Ich mag eben Abfahrten und das ist mir tatsächlich entgangen, also 5 Kilometer vergeblich gerdelt. Aber macht nichts, ich mag Kilometer.
Dann habe ich auf meiner Route geschaut und bin alles wieder zurückgefahren und dann diesen Trail hinunter gefahren.
Gottseidank war alles trocken, es war nicht ganz ungefährlich und dann kam schon wieder Schotter, ekelhaft, da bin ich abgestiegen.
Meine Route führte mich über Rottenburg am Neckar wieder zurück zum Ammertalradweg, wo ich noch kurz am Biberdamm gehalten habe.
Dann wollte ich noch in einem Cafe einen Kuchen essen und einen Kaffee trinken. Aber, ich sah, dass schon eine S-Bahn in Richtung Stuttgart bereit stand und habe mich beeilt, dass ich sie auf bekomme.
Alles leer, ich habe einen wunderbaren Radplatz bekommen.
Mit der Zeit in Richtung Stuttgart wurde es aber immer voller und ich habe mich entschlossen, in der Schwabstraße in Stuttgart auszusteigen und auf meine Bahn nach Bietigheim zu warten. Sie kam und auch hier alles leer und ich hatte meinen Radplatz. Aber diese Bahn füllte sich dann am Hauptbahnhof auch wieder.
Weil ich von morgens wußte, dass der Aufzug in Tamm defekt war - wann ist er es denn nicht - bin ich bis Bietigheim geradelt und von dort dann nach Hause.
War wieder mal eine sehr schöne Radtour.
Zusammenfassung:
Tour am 20. September 2026
2.046 Höhenmeter
80 Kilometer
1.024 Climb
1.022 Downhill
Fahrzeit: 4,5 Stunden
Gesamtkalorien 2.200 KCAL
Temperatur 11 Grad, sonnig und bedeckt
Luftfeuchtigkeit 80 %
Luftqualität 2
CO2 Einsparung = 12,4 KG
Man kann das alles natürlich auch mit dem Auto machen, aber man erlebt mehr, wenn man das alles radelt.
Wie es mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist? Man fährt z.B. von Stuttgart aus bis Tübingen. Steigt hier um und fährt nach Mössingen und von dort fährt ein Bus nach Ofterdingen.
Geht alles, wenn man möchte und man möchte doch etwas für das Klima tun, gell!
So und morgen bin ich wieder unterwegs.
Deshalb heute der Post.
Ja, ich hätte den Post teilen können, mache ich aber nicht gerne, weil ich diese Tour auch geradelt bin und sie am Stück lassen wollte.







































































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