„Die Hosenknöpfe sind so teuer geworden, dass es sich wieder lohnt, echte Münzen in den Klingelbeutel zu werfen.“ *Gabriela Mistral"

Die Kapelleninsel am Monrepossee in Ludwigsburg

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Wer am Seeufer von Schloss Monrepos steht, hat sie im Blick: die idyllisch liegende Kapelle auf einer kleinen Insel. Das Umrunden mit einem Ruder- oder Tretboot ist erlaubt, das Betreten ist jedoch verboten – für alle, die keine Ausnahmegenehmigung haben. Die kann man bekommen, wenn man ein Führung bucht. 




Weithin sieht man das Kreuz des Kirchturms, das in die üppigen Baumkronen hineinreicht. Interessant ist der Kirchturm, der sich nach oben verjüngt und auf gotische Spitzbogenfenster folgt ein Maßwerk aus runden Herzen. Eklektizismus nannte man im 19. Jahrhundert diese Vermischung historischer Stile.




Doch das Kirchlein ist viel älter.
Herzog Carl Eugen von Württemberg ließ die kleine Kapelle für sich und seine zweite Gemahlin, Franziska von Hohenheim, in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts errichten, im „englischen Dörfle“ von Hohenheim. Auf die Insel im See im Ludwigsburger Stadtteil Eglosheim kam sie erst im Jahre 1810.

 Unter König Friedrich I. – 1806 war der Herzog von Kaiser Napoleon in diesen Rang erhoben worden – wurde sie dort wieder aufgebaut. Friedrich I. ließ damals das im Dornröschenschlaf liegende Seeschloss Morepos, das einst sein Onkel Carl Eugen initiierte und aufgab, wieder in Schuss bringen. Leider wurde das Schiff (das man im Herbst ganz deutlich sehen kann, wenn die Bäume ihre Blätter verlieren) im Krieg durch einen Bombentreffer zerstört. 




Da das Schloß Monrepos nicht weit von mir entfernt ist, bin ich öfters am See und kann mir dieses Kirchlein ansehen.




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