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Nun geht es weiter im 2. Teil unserer "Ähndl"-Tour. Den 1. Teil gibt es hier:
Einen kurzen Abstecher haben wir noch zum Froschhauser See und zum Riegsee gemacht,
dort kann man sehr schön baden und auch schwimmen. Es waren einige Leute
dort, aber alles mit Abstand und es gab kein Gedränge.
Der Froschhauser See ladet zum Baden ein, während der Riegsee, den siehst du auch noch in einem anderen Post, an ganz verschwiegenen Stellen auch zum Baden einlädt.
Aber der Riegsee
ist in fester Hand und die meisten Zugänge zum See sind verkauft bzw. vermietet. Aber ich habe mit einer Dame gesprochen und so durfte ich kurz auf ihr Grundstück.
Den Riegsee siehst du aber noch besser in einer anderen Tour
Noch eine kleine Fahrt um den Riegsee und schnell noch den Staffelsee mit eingepackt.
Dort
waren doch etwas mehr Menschen, als am Froschhauser See, das liegt
daran, dass der Staffelsee schon eine sehr angenehme Temperatur hat. Es
ist ein sehr warmer See.
Ein kleiner Abstecher noch zum Garten vom Münterhaus, den ich immer wieder gerne besucht.
Man
kann ins Haus hinein, aber ich war schon ein paar Male drin und meine
Vermieterin kannte Gabriele Münter, so war das Haus Anfang der 1960er Jahre
nicht. Münter ist ja 1962 gestorben.
Es gab da auch noch einen Anbau, auf dem eine Terrasse war
und in diesem Anbau hat Gabriele Münter vor den Nazis die Kandinsky
Bilder versteckt, die sie dann dem Lenbachhaus in München vermacht hat.
Meine
Vermieterin hat ein Bild von Gabriele Münter, es heisst "Haus mit
dem roten Dach" Gabriele Münter hat meist mit ihren Bildern
bezahlt. Aber die Murnauer mochten das "Geschmiere" gar nicht. und
schenkten dann Gabriele Münter teilweise die gewünschten Sachen.
Der
Markt Murnau hat ja Gabriele Münter unterstützt. Sie war eine sehr
einfache und bescheidene Frau und hatte immer einen traurigen
Gesichtsausdruck und kaum Geld zur Verfügung. Ich hätte sie gerne kennengelernt und bin vor ihrem Grab gestanden. Der Mark Murnau war damals etwas pikiert, als die Bilder nach München gegangen sind.
Vom Münter Haus sieht man auf die St. Nikolaus-Kirche ( Nicolai Kirche) und vom Grab von Münter und Eichler (ihr 2. Lebensgefährte) kann man direkt auf das Münter Haus blicken. Die Murnauer sagten immer "Russenhaus" dazu aber im allgemeinen meinen sie "Hurenhaus". Es war ihnen nicht geheuer, was für Menschen hier ein- und ausgingen. Gabriele Münter war zudem evangelisch, was schon schlimm war, zudem war sie ja nicht verheiratet und zu dieser Zeit war das ganz schlimm, weil sie dort ja auch mit Kandinski (er kam ab und an auf Besuch) und auch Eichler lebte.
Durch diesen Eingang gingen ganz berühmte Männer und Frauen.
Von Franz Marc bis hin zu Werefkin und Jawlensky.
Ödon von Horwath ist in Murnau auch allgegenwärtig und ich wollte am Samstag eine Ausstellung besuchen. Die Idee, weil Regen hatte nicht nur ich und so war das Museum wegen zu vielen Besuchern schon wieder geschlossen.
Ich stehe vor solchen Eingängen immer ganz ehrfürchtig und wünschte mir, ich hätte all diese Persönlichkeiten kennengelernt.
Auch im Münterhaus herrscht die Sicherheit vor. nur im Garten nicht. Aber ins Haus wollte ich ja sowieso nicht.
Der Garten im Münter Haus ist ein Gedicht und auch in vielen Büchern kommt auch das Gartenhäusle vor.
Auf den Friedhof in Murnau gehen wir bei einer anderen Tour.
Da
ich unbedingt nun noch das Geburtshaus von Christoph Probst sehen
wollte, haben wir uns dann auch auf die Suche gemacht. Wir bogen in eine
Straße ein und dort reinigte eine junge Frau ca. 20 Jahr alt ihr Auto
und wir fragten sie nach dem Haus von Christoph Probst.
Sie antwortete:
"Da brauchen Sie gar nicht weiter fahren, hier endet der Weg!"
Nun, wir sind aber trotzdem weitergefahren und standen vor dem Geburtshaus von
Christoph Probst.
Heute ist es verkauft und Privatbesitz, deshalb habe ich das Haus auch nur von außen aufgenommen.
Was mich wundert ist, dass die junge Frau, sie wohnt ca. 2 Häuser weiter weg, nicht wußte, wer Christoph Probst war.
Dabei
kann man in Murnau soviel über diesen Widerstandkämpfer der Mitglied
der Weißen Rose war und mit den Geschwister Scholl hingerichtet wurde,
lesen.
Man kann und muß nicht alles wissen, aber was die "Weiße Rose" war, das sollte man schon wissen.
Ich machte die junge Frau bei der Rückfahrt darauf aufmerksam und sie sah mich an und meinte::
Nun, man kann sich vorstellen, wie mir die Kinnlade auf dem Boden gekippt ist
Ich habe nur noch gemurmelt, "nun aber das gehört wirklich zur Allgemeinbildung".
Ich war ziemlich fassungslos.
Wie sollen wir an diese Zeit erinnert werden, wenn die "Jugend" das alles vergisst, geschweige, davon noch nie etwas gehört hat. Es gibt soviele Straßen auch in Murnau, in denen Menschen wohnen, aber die meisten wissen nicht mal, wer derjenige war, dessen Namen die Straße trägt, in der sie wohnen. Für mich unverständlich, nun ich bin ja auch nicht das Maß aller Dinge, aber ich darf mich ja wundern. .
Nun
denn, ich habe noch mehr so Bildungslücken erlebt, z.B. dass man das
Allgäu an die Nordsee verschiebt usw. Ich frage mich, was lernen die
Leute heute denn noch und was vor allem, bleibt sitzen.
Der 1. Tag in Murnau war dann auch gelaufen und die nächste Tour stand fest.
Wohin die dann am nächsten Tag ging, das kommt in einem anderen Post.
Kommentare:
AntwortenLöschenMuss herrlich sein da unterwegs zu sein, Danke für die tollen " Mitbringsel"
LöschenAyka
Schön, schön, schön
AntwortenLöschenund wieder ein interessanter Bericht von dir.
♥lichst Jutta
Liebe Eva,
AntwortenLöschenwas für eine wunderschöne Gegend, ich hab mir nun mal einen kleinen Urlaub in Gedanken genommen. Viele schöne Eindrücke und viel interessantes was Du uns mitgebracht hast.
Liebe Grüße
Brigitte
wunderschön
AntwortenLöschenauch wieder so herrliche Bilder ..
nun ja die Geschichte .. da wissen wohl die meisten der jungen Leute nicht mehr Bescheid
es interessiert sie auch kaum
sie leben in ihrer Welt
man mag es bedauern aber das wird sich wohl kaum ändern
wer sich aber durch Schule oder Elternhaus motiviert damit beschäftigt hat heute aber viele Möglichkeiten solche Orte der Erinnerung zu finden
ich finde es schön wenn es erhalten bleibt
liebe Grüße
Rosi