Flug Westküste Amerika

Glück ist, wenn das Pech die anderen trifft. *Horaz* -

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Melanchthonstadt Bretten und Faust Pedelectour

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Was macht man am 1. Mai?
Überall ist viel Volk unterwegs und Hinz und Kunz gehen radeln.
Manche würden besser Zuhause bleiben, denn sie gefährden nicht nur andere Radler, sondern auch sich selbst.

 Mir kamen - wir fahren immer hintereinander, denn wir brauchen die Konversation beim Radeln nicht, es sei denn, wir haben freie Bahn und können auch
ausweichen - dann drei Frauen entgegen, die fuhren direkt auf mich zu und machten Konversation, dabei waren sie so ins Gespräch vertieft, dass sie gar nicht merkten, dass ihnen Radler entgegenkommen.

Ich bin inzwischen so, dass ich bei so einem Verhalten auch nicht mehr aus dem Wege gehe, habe aber mein Rad so im Griff, dass ich bremsen kann. Manche Leute meinen, dass der Radweg ihnen gehört. Ich habe das insbesondere bei Frauen festgestellt, dass sie in 2er und vor allem 3er Reihen fahren und das auch für sich beanspruchen.

Mich wundert es nicht, dass soviele Unfälle passieren. Ich wäre dafür, dass Räder ein Nummernschild bekämen, denn was sich oftmals auf den Radwegen bewegt, das ist schon gefährlich. Aber genau diese Frauen fahren auch so Auto. Die Straße gehört mir!!!

Kurz nach Diefenbach begegnete mir ein Radler mit einem Kind im Anhänger, vorne fuhr dann noch ein Jugendlicher.
Ich überholte und dann ging es ziemlich steil den Berg hinunter.  Der Weg bestand aus Schotter, grob und fein und eben - es hatte geregnet - Schlamm.

Ich fuhr also den Berg hinunter, die Bremse im Griff. Plötzlich merkte ich, dass Jemand von hinten in mein Rad hineinfuhr.
Ein komisches Gefühl, hätte ich mein Rad nicht im Griff gehabt, wäre ich von Rad gefallen und hätte mir sonst was getan. 

Den Jugendlichen haute es nach links von mir und er fiel vom Rad. Dann kam der Radler mit dem Kind und entschuldigte sich für das Verhalten seines Sohnes.
Tenor: "Ich habe ihm gesagt, er soll nicht so schnell den Berg hinunter fahren". Nun, er war so nett und gab mir seine Telefonnummer usw. falls denn was mit dem Rad sein sollte und ich mich verletzt haben sollte.
Nee, am Rad war gottseidank nichts und mir gings auch gut. Aber was hätte passieren können. Wir haben nun aber festgestellt, dass das Hinterrad einen 8er hat.

Inzwischen haben wir schon einiges erlebt, was sich auf den Straßen so tummelt und ich muß sagen, dass ich froh bin, wenn ich wieder bei Kälte fahren darf, da sind nicht soviele Radler unterwegs.
Ich frage mich, wie die sich im Verkehr verhalten. 

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So, wir haben uns also am 1. Mai entschlossen nach Bretten zu radeln. Bretten  wird auch Melanchthonstadt genannt, wobei ich nicht glaube, dass sich Melanchthon soviel in Bretten aufgehalten hat.
Philipp Melanchthon wurde in Bretten geboren und war einer der Weggefährten von Martin Luther.

In Bretten war ich als Jugendliche schon mal mit meiner ältesten Schwester, dort wohnte eine Studienkollegin von ihr, die wir mal besucht haben. Aber was es dort gab, hat mich damals nicht so sehr interessiert. 

Der Weg führte uns über Bietigheim, SachSenheim, Horrheim, Gündelbach, Schützingen nach Knittlingen, das ca. 5 Kilometer von Bretten entfernt ist. 

Es war ein sehr schöner Weg mitten durch Rapsfelder, Wälder und interessantePflanzen.  

Immer wieder der Färberwaid, der inzwischen verblüht ist und jetzt einen tollen Fruchtstand hat.


Rapsfelder







 

In Knittlingen soll wohl um 1480 Johann Georg Faust geboren sein. Ein Wunderheiler, Doktor usw. Sein Leben nahm Goethe als Stoff für seinen Faust.
Im Kloster Maulbronn gibt es den Faustturm, den ich tatsächlich bislang übersehen habe, aber ich werde demnächst das Kloster erradeln und dann werde ich diesen Turm mal mit etwas mehr Wissen ansehen.
Vor Knittlingen gab es dann noch diesen Stausee. Das Wetter war nicht gerade prickelnd zu diesem Zeitpunkt.


 Knittlingen ist ein nettes Städtchen mit schönen Fachwerkhäusern und einem Faustmuseum. Das habe ich aber an diesem Tag nicht besichtigt, das mache ich ein anderes Mal, wenn das Wetter nicht so schön ist. 





Da gab es auch diesen wunderbaren Judasbaum. Sooo schön und in voller Blüte habe ich schon lange keinen mehr gesehen. 


 

Der Faustbrunnen am Rathaus in Knittlingen ist kein Schmuckstück, ausserdem war das Wasser noch abgestellt, Sieht ein wenig gruselig aus. Der Brunnen wurden gestaltet von Hanne-Schorp-Pflumm.  Eine bedeutende Stuttgarter Bildhauerin, die würde sich wohl im Grab umdrehen, wenn sie das sehen könnte.

Diese Stuttgarter Bildhauerin hat viele Skulpturen auch in Stuttgart gestaltet und ich wollte schon lange mal über sie berichten. 




Weiter gings dann nach Bretten, wo an diesem Tage sehr viele Menschen waren und ja, man konnte so recht nicht fotografieren. Auch das Hundle von Bretten von Menschen belagert. 

Klar, dass Herr Melanchthon auch ein Denkmal hat.
Es steht vor der Melanchthonakademie in Bretten.



 Wir haben uns zuerst mal auf dem Marktplatz in einem Cafe niedergelassen.
Der Kuchen war allerdings nicht besonders gut, dafür preiswert. 





Der Hund von Bretten hat natürlich auch eine Geschichte. 
Aber den Hund fotografiere ich mit Sicherheit auch noch. Es sind halt die Dinge, die die Leute gerne sehen. 

https://www.bretten2017.de/wissenswertes/193 

Was die Leute nicht so gerne sehen wollen ist wohl der Pfeifer-Turm, aber der war wohl auch nicht so interessant, weil dort auch gebaut wird. Überhaupt ist es zur Zeit so, dass überall an den Straßen gebaut wird. Warum das so ist, keine Ahnung. 

Der Pfeiferturm gehörte zur Befestigungsanlage der Stadt.
Schon interessant, was man darüber lesen kann. 

https://www.bretten.de/tourismus-kultur-freizeit/sehenswuerdigkeiten/stadtbefestigung


Die Brettener Ruhbank, ich finde das so spannend.




Interessant auf jeden Fall ist das Melanchthonhaus, Das aber auch nur von außen fotografiert wurde. Wir haben nicht mal geschaut, ob es geöffnet war.
Wenn ich in jedes Museum gehen würde, käme ich nicht mehr nach Hause. 




 

Auch der Nachhauseweg gestaltete sich sehr schön. 

Unterwegs gab es diese Englischen Hasenglöckchen


 

Ich wollte noch zum Heiligenbergsee und so mußten wir ein gutes Stück wieder auf derselben Strecke zurück. Es ging dann nach Sternenfels in Richtung Häfnerhaslach und dort zum Heiligenbergsee,

 



 sehr idyllisch gelegen und man hat dort eine sehr schöne Aussicht auf Häfnerhaslach.




Dort wächst auch so wunderbar das Barbarakraut bzw. Winterkresse. 

 


 

Ein kurzer Trip noch zum Oberen Seewaldsee und auf diesem Weg sahen wir diese wunderhübschen Kühe, alles männliche Wesen und für die Mast gedacht.




Am Oberen Seewaldsee 




hielten wir kurz an und besuchten - nachdem man uns per Handy angerufen hatte, noch Bekannte aus Polen, die dort den Maifeiertag begangen. Tja, Bier aus Polen war auch dabei. Aber nicht für meinen Freund und mich wir tranken Apfelschorle.





 


Eine wunderschöne Tour mit

93,9 Kilometern
986 Höhenmetern
576 Climb
410 Downhill
Fahrzeit: 5,5 Stunden
Wetter: 10 Grad, bedeckt leider
Luftfeuchtigkeit 76 %


 

So und wer mit uns raden möchte, ist am Mittwoch herzlich eingeladen.
Es geht wieder in den Enzkreis, allerdings werden es wieder einige Kilometer sein.
Wer Lust hat, den nehmen wir gerne mit.
Einen Helm setzen wir voraus.


Kommentare

  1. Guten Morgen Eva,
    wie ist das schön und ich kann wieder nicht mit.
    Ich möchte doch auch mal radeln, aber im Moment geht ein tatsächlich nicht und mit meinem Dreirad gehts nicht so schnell. Aber wir finden schon noch Zeit und ich komme dann doch lieber bei dir vorbei und trinke Kaffee und esse Erdbeerkuchen. Ich freue mich auf den Samstag und vor allem auf deinen Erdbeerkuchen und einen kleine Gang durch das Leudelsbachtal..
    Liebe Grüße Melitta,

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