Solange der Nagellack nicht trocken ist, ist eine Frau wehrlos. *Burt Reynolds*
Ich muß doch die Bemerkung machen, daß die schönen lange nicht so gefährlich sind wie die häßlichen. Denn jene sind gewohnt, daß man ihnen den Hof macht, letztere aber machen jedem Manne die Kur und gewinnen dadurch einen großen Anhang. *Heinrich Heine*
„Tragödie ist eine Nahaufnahme; Komödie, eine Totale.“ *Buster Keaton*
Halbdackel ist im Schwäbischen komischerweise die Steigerung von Dackel. *Rolf-Bernhard Essig*
Wenn jemand ein Dackel ist, dann ist der nicht besonders geschickt und eher ein bisschen dümmlich. Aber ein Halbdackel ist ein echter Blödmann! *Rolf-Bernhard Essig*

Tour zur Kilianskirche in Mundelsheim und zu verschiedenen Orten

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An einem Freitag im Mai habe ich mir diese Tour vorgenommen.

Eigentlich wollten wir an diesem Tag eine andere Tour machen und ich diese Tour dann am Sonntag.

Wir haben aber wegen des Wetters die Touren verschoben und das war auch gut so. 

Durch Zufall habe ich diese wunderschöne Kirche in Mundelsheim entdeckt, wer hier meinen Blog liest, der weiß, dass ich öfters in Mundesheim an der Neckarschleife bin.

Es ist die Kilianskirche, die von einem Friedhof umgeben ist und es gibt dort auch viele alte Grabsteine und es gibt noch mehr zu erzählen. Aber ich habe mich an diesem Freitag der Kirche gewidmet, weil ich ja auch dort einen Termin hatte. 

 





Die Kirche wurde 742 und 811 erbaut, als Mundelsheim zum Bistum Würzburg gehörte. 

Um 689 Martyrium Kilians und zwei seiner Gefährten. 

752 Erhebung seiner Gebeine. Kilian wird Patron des Bistums Würzburg.

1016 erste urkundliche Erwähnung der Kirche.

1440 Zerstörung Mundelsheims und der Kilianskirche. 

Die Kilianskirche wurde nach einer kriegerischen Zerstörung zwischen den Jahren 1451 - 56 wieder aufgebaut. Bauherrin war Anna von Venningen. 

Die Kirche ist ungewöhlich reich mit Wandmalereien ausgestattet. Vermutlich wurden diese nach der Einführung der Reformation in Mundelsheim übertüncht. Dadurch blieben die Malereien über Jahrhunderte erhalten.

1892-1895 wurden die ersten Fresken im Zuge einer Kirchenrenovierung freigelegt und restauriert.
1974 -1977 Freilegung der restlichen Fresken in der Trattegio-Manier (Fehlstellen werden durch ganz feines Stricheln ergänzt um sie kenntlich zu machen. 

2014 -2016 Grundlegende Sanierung der gesamten Kirche und der Fresken. 

Es ist wieder so eine wundervolle Kirche, wie ich oft schon Kirchen hier schon so oft entdeckt habe. 

Anhand der Kleidung und durch den Vergleich mit anderen Malereien ist eine Datierung in die späteren 1480er Jahre wahrscheinlich. Konrad von Ahelfingen oder sein Stiefbruder Wilhelm von Urbach waren in dieser Zeit die Eigentümer von Mundelsheim. Wer von ihnen die Wandmalereien in der Kilianskirche in Auftrag ab, oder ob beide hierfür verantworlich sind, ist nicht zu klären. Für einen gemeinsamen Auftrag sprechen die Stifterdarstellungen im Chor und im Langhaus mit jeweils zwei Stiftern. Interesse an der repräsentativen Ausstattung der Kirche hatten beide. Es war die Grablege ihrer Familie.
Das Lebenswerk ihrer Mutter Anna von Venningen. Der Kirchennaubau wurde durch die umfangreiche und qualtiativen Wandmalereien vollendet. 

Die Kirche ist öfters geöffnet, aber ich hatte einen Termin mit der Mesnerin ausgemacht. die gerade dabei war, die Kirche für eine Hochzeit vorzubereiten.
Der Blumenschmuck für die Hochzeit, die dann am nächsten Tag, dem Samstag stattfinden sollte, war auch schon vorbereitet. 

Die wundervollen alten Stühle hat das Brautpaar gebracht. Ich durfte wieder einmal frei fotografieren und ein besonderer Höhepunkt war natürlich die für die Hochzeit geschmückte Kirche. 

Solche Stühle hatte auch meine Oma in Cleversulzbach in der guten Stube. 

 


Fresken Marienzyklus


Malerei Kiliansmartyrium im Chor





Die Fesken erzählen im Chor die Kilanslegende und den legendären Marientod. Enthalten sind viele Heiligendarstellungen und besondere Fresken der Mariendarstellung. 




 

Es ist schon ein Erlebnis, diese wundervollen alten Frestken anzusehen. 

Diese kleine Orgel in der Kilianskirche, die von Johann Victor Gruol dem Älteren (1766 -1835) um 1800 ursprünglich für die evangelische Ottiliakirche in Hofen gebaut wurde, ist ein eingetragenes Kulturdenkmal. 


 Sie wurde der Kirchengemeinde in Hofen abgekauft, restauriert und im Rahmen der Renovierung von 1971 bis 1974 eingebaut. 

Anna von Venningen, die Bauherrin der Kirche, starb 1469. Ihr Grabmal ist das älteste in der Kirche erhalten gebliebene und befindet sich neben der Kanzel. 

 

 

Beginnend mit dem Erbbegräbnis der Herren von Urbach spiegeln die Grabmäler die Besitzverhältnisse in Mundelsheim wieder. Den Urbachern folgte die Familie von Ahelfingen. Bis zum Verkauf an Württemberg im Jahr 1595, wurde der Ort von badischen Amtleitern verwaltet. Einige Grabplatten badischer Amtleute blieben erhalten. Der letzte und prominenteste war Johann Wolff, der am 23. Mai 1600 starb. Johann Wolff ließ für seine vor ihm verstorbenen Ehefrauen, Maria Magdalena von Niefernburg, gest. 25.2.1585, und Christina Bruehel gest. 22.08.1591, Epitaphe, jeweils mit den Figuren ihrer verstorbenen Kinder, anfertigen.

 




 Ebenso für seine Mutter Katharina Heygelin, gest. 23.11.1595. Sein eigenes Grabmahl ließ er sich zu Lebzeiten anfertigen, daher fehlt das Todesdatum auf dem Sockel. Die Grabmäler fertigte der Heilbronner Baumeister und Steinmetz Jacob Müller an, der damals ein bedeutender Künstler war. 

Nach der Besichtigung ging meine Tour weiter und zwar den Berg hinauf in die Mundelsheimer Weinberge und dort habe ich die Brücke der Autobahn A 8 überquert, unter der ich schon so oft mit dem Auto durchgefahren bin. 


Dabei kam ich auch an einer Gruhe vorbei, man sieht diese Gruhen immer wieder, hier haben die Leute früher ihre Lasten abgestellt, die sie auch auf dem Rücken getragen haben. 



 

 Es ging dann weiter in Richtung Großbottwar zum Wunnenstein und dem dortigen Turm, der ein beliebtes Ausflugsziel ist. Der Turm ist von Mai bis Oktober zu bestimmten Zeiten geöffnet. Da sollte man sich beim Schwäbischen Albverein erkundigen. 

 Der Wunnenstein ist einer der herausragendsten Berge im Bottwartal, noch bis ins 15. Jahrhundert von einer Burg gekrönt, die aber im Jahr 1413 zerstört wurde. Bedeutung erhielt der Wunnenstein im Bauernkrieg, als zu Ostern 1525 der Berg zum ersten Sammelplatz des württembergischen Bauernhaufens wurde. Nachdem der württembergische Herzog Christoph die Michaelskirche abriss, krönt heute der 1888 errichtete Wunnensteinturm den Berg. Er bietet einen herrlichen Rundblick ins Bottwartal, zu den Löwensteiner Bergen, dem Schwäbischen Wald und den Stromberg- und Remstalhöhen.






Vom Turm aus hat man eine gewaltige Aussicht, dort ist auch eine Web-Cam installiert.

Hier der Link zur Web-Cam

Man sieht

über das Bottwartal hinweg bis Marbach, Hohenasperg, Lemberg, die Höhen um Stuttgart (Fernsehturm, Solitude und Engelberg). In blauer Ferne erkennt man die Schwäbische Alb mit den, bei gutem Wetter deutlich zu sehenden Bergen Teck und Neuffen.

Im Westen erhebt sich der Höhenzug des Stromberges mit dem Michaelsberg und daneben der Heuchelberg mit der Heuchelberger Warte.

Im Norden wandert der Blick über die Autobahn ins Schotzachtal nach Ilsfeld, der Katzenbuckel, höchster Berg des Odenwaldes, ist gut zu sehen. Im Nordosten taucht das Schloss Stettenfels und der Schweinsberg bei Heilbronn auf.

Alles Ziele, die wir/ich schon angeradelt haben. Nur der Katzenbuckel fehlt mir noch, der kommt auch noch.

Interessant auch Gutav Schwabs Geschichte vom Wunnenstein

Hier


Auf dem Wunnenstein stand voreinst eine Kapelle, die dem heiligen Michael geweiht war. Im Turm der Kapelle hing eine mächtige Glocke. So oft Hagelschlag oder Ungewitter die Gegend bedrohten, brachten die umwohnenden Landleute die Glocke zum Schwingen, und ihr tönender Klang schützte die Menschen vor Not und Tod.

Quelle: http://www.lexikus.de/bibliothek/Die-Glocke-von-Wunnenstein
Auf dem Wunnenstein stand voreinst eine Kapelle, die dem heiligen Michael geweiht war. Im Turm der Kapelle hing eine mächtige Glocke. Sooft Hagelschlag oder Ungewitter die Gegend bedrohten, brachten die umwohnenden Landleute die Glocke zum Schwingen, und ihr tönender Klang schützte die Menschen vor Not und Tod.

Quelle: http://www.lexikus.de/bibliothek/Die-Glocke-von-Wunnenstein
Auf dem Wunnenstein stand voreinst eine Kapelle, die dem heiligen Michael geweiht war. Im Turm der Kapelle hing eine mächtige Glocke. Sooft Hagelschlag oder Ungewitter die Gegend bedrohten, brachten die umwohnenden Landleute die Glocke zum Schwingen, und ihr tönender Klang schützte die Menschen vor Not und Tod.

Quelle: http://www.lexikus.de/bibliothek/Die-Glocke-von-Wunnenstein

 Dann gehen wir kurz noch am Römischen Gutshof in Großbottwar vorbei. 

1710 wurde im Hof des Großbottwarer Schlösschens ein Inschriftenstein entdeckt. Er lag als Abdeckplatte auf einer steinernen Kanalisation. Die Inschrift ist Apollo und Sirona geweiht. Gestiftet wurde sie wohl von  Gaius Longinius Speratus. Man nimmt an, dass sie wahrscheinlich einen Tempel geschmückt hat. 

Im Gewann Mäurach, der Name weist auf im Boden verborgene Mauern hin, wurden 1926 durch den Archäologen Oscar Paret drei Räume eines Badegebäudes freigelegt, unter dem sich ein gut erhaltenes Kaltwasserbecken und ein gemauerter Kanal befand. 




Ja. auf einer Wiese sah ich diese tolle Blume stehen. Ganz alleine und doch so stolz, es ist eine Bocksriemenzunge, eine Orchidee, ich dachte, ich sehe nicht recht. Die kenne ich vom Leudelsbachtal. 

Schön  wäre es jetzt doch auch, wenn dort am Aufstieg zum Harzberg Orchideen wachsen würden.


Ich  habe im Juli 2020 einen Teil dieser Tour mit dem Wunnensteinturm schon mal gemacht, um am Harzberg die tollen Schmetterlinge anzuschauen. Ich werde das wieder tun, denn dort gibt es einen tolle Schmetterlingswiese und so schöne Schmetterlinge gefangen.
Hier:



Überall an den Rändern der Weinberge standen diese wunderschönen Schwertlinien.

Diese Bartlilien faszinieren mich immer weider




Noch kurz bin ich am Wehrbachsee und der Wehrbachquelle in Kleinbottwar vorbeigefahren, dort begegnete mir ein schwedisches Ehepaar. Sie haben sich nur noch gewundert, was so in Deutschland los ist.
Kleinbottwar wird auch als die Perle des Bottwartales genannt. Warum?
Abwarten, da fahre ich demnächst wieder hin und nehme diesen Ort mit in einer Tour auf. 



 Über den Bottwartalradweg und den Murtalradweg über Marbach ging meine Tour weiter Richtung Neckarweihingen. 

Auf dem Murrtalradweg bleibe ich immer an der alten Eisenbahnbrücke hängen, die über die Murr führt und die früher von der Bottwartalbahn befahren wurde.
Heute ist die Strecke der Bottwartalbahn ein Stück des Bottwartalradweges.
Viele Schilder und Erzählungen an dieser Strecke erinnern daran.
Die Brücke ist immer wieder ein Foto wert. Vor allem von der anderen Seite, wenn sie sich in der Murr spiegelt, das Vergnügen hatte ich an diesem Tag nicht. 



Dort bin ich dann am ehemaligen Kohlewerk in Marbach hängengeblieben, davon zeige ich die Bilder aber ein anderes Mal. 

Einen Teil der Turbinen habe ich ja schon
bei Weekend in Black and White gezeigt. 

Was mich auch noch fasziniert hat, sind die wunderschönen Blumen an der Straße in Ludwigsburg  von Neckarweihingen hoch nach Ludwigsburg.
Es ist ein Blütenmeer, da hat die Stadt Ludwigsburg schon was getan und pflegt das auch entsprechend. 

Großes Windröschen



Rote Gartenskabiose oder auch Mazedonische Witwenblume
 

 


Bartlilien


 Über dem Favoritepark mit vielen netten Erlebnissen gings dann nach Hause, davon aber ein anderes Mal und ich hatte viel Vergnügen mit einem Eichhörnchen. 

Wir/Ich sind/bin viel mit dem Rad unterwegs, da kommen noch recht interessante Touren. Ja, ich bin ein Kilometerfresser, aber ich bringen auch jede Menge mit.
Denn ohne Spaß am Radeln würde ich das auch nicht machen.

Wenn jetzt Jemand sagt, dass er mit Muskelkraft radelt (also ohne Motor), dann ist er wohl noch nie auf einem Pedelec gefahren. Denn solche Touren kannst du nur schaffen, wenn du mit einer geringfügigen Unterstützung fährst, bzw. auf ebener Strecke deine Unterstützung abschaltest. Das Rad fährt trotz Unterstützung nicht alleine, man muß schon auch treten.
Aber ich bin auch schon früher mit meinem Mountainbike ohne Motor so um die 70 Kilometer geradelt, dafür hat der Freund schon gesorgt, nur nicht so oft. 

Sodele wir fahren heute von Weil der Stadt aus eine gemäßigte Tour naja Höhenmeter wird es schon geben, Schwarzwald eben. Der Freund fährt morgen mit seinem Freund eine etwas stressige Trailtour. Er übt für das Karwendel. Deshalb ist die Tour heute etwas gemäßigter, aber ich komme schon auf meine Kilometer.
In diese Strecke habe ich aber einige Sehenswürdigkeiten eingebaut,  die ich sehen möchte und ich bin schon mächtig gespannt.

;-))))

Ich wünschen meinen Lesern schöne Pfingsten und bin mal wieder erstaunt, wie wenig wissen, was dieses Fest nun bedeutet. 

Tja und die Emilia weiß das ja sicherlich.

Eigentlich macht sie ihrem Namen keine Ehre.

Emilia = die Eifrige“, „die Fleißige“ und „die Nachahmende“.

Gartenwonne


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Zusammenstellung
Tour am 19.05.2023
63 Kilometer
Gesamtkalorien: 2.039 KCAL
1.857 Höhenmeter
926 Climb
931 Downhill
Fahrzeit: 3 Stunden
Wetter 11 Grad
66 % Luftfeuchtigkeit





                                                                                                        




Kommentare

  1. Liebe Eva,
    eine wirklich sehr schöne Kirche mit sovielen Malereien, wie ich so noch nie in einer Kirche gesehen habe. Sehr interessant finde ich auch die Tatsache, dass wie hier eine Erbauerin haben, ungewöhnlich.
    Wir haben übrigens ganz ähnliche Stühle in unserem Esszimmer. Mir gefallen sie sehr gut.
    Ist das der gleiche Gustav Schwab, der auch die Sagen des klassischen Altertums übersetzt hat?
    Ich wünsche Dir eine wunderschöne Woche.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

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    Antworten
    1. Wow, du kannst die Sagen des Altertums, prima, das findet man aber heutzugae selten.
      Ja, es ist derselbe Gustav Schwab, sein bekanntestes Gedicht ist ja
      "Der Reiter vom Bodensee".
      Das Sagenbuch ist, soviel ich weiß im Liesching Verlag in Stuttgart
      1838–1840: erschienen.
      Liebe Grüße Eva

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Auch so lapidare Kommentare, die dazu dienen, dass man die Seite des Kommentators anklickt, wie "ich war schon lange nicht mehr hier" lasse ich ebenfalls nicht mehr zu, weil des koin Kommentar isch, sondern a Mischt."
Mir wäre das wirklich zu blöd, sowas zu schreiben.