Mich zu hassen, macht dich auch nicht hübscher, Schätzchen.
Aus ´ma Scheißhafa wird nie a Suppaschüssel. *Schwäbische Weisheit*
Vor a bees Gosch ka mr ned nastanda. *Schwäbische Weisheit*
Diejenigen, die zu klug sind, sich in der Politik zu engagieren, werden dadurch bestraft, dass sie von Leuten regiert werden die dümmer sind, als sie. *Platon*
Halbdackel ist im Schwäbischen komischerweise die Steigerung von Dackel. *Rolf-Bernhard Essig*
Wenn jemand ein Dackel ist, dann ist der nicht besonders geschickt und eher ein bisschen dümmlich. Aber ein Halbdackel ist ein echter Blödmann! *Rolf-Bernhard Essig*
Wer die Grünen wählt, der wird sich später mal bitterste Vorwürfe machen. *Helmut Schmidt*

Netzfund

Wir haben früher bei Regen draußen gespielt, aber manche sind bei Hagel rausgegangen und die wählen heute GRÜN!

Moderne Blicke

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Mit meiner Schwester war ich vor ca. zwei Wochen in der Ausstellung

"Moderne Blicke"

Modigliani

 

Meine Schwester mag diesen Maler schon seit sie denken kann und ist begeistert von seinen Bilder, vor allem, wie er die Gesichter und die Augen der Menschen, die er gemalt hat, gesehen hat. 

Deshalb haben wir uns entschlossen, die Ausstellung
"Moderne Blicke" in der Stuttgarter Staatsgalerie anzuschauen. 


"Wenn ich deine Seelen kenne, werde ich deine Augen malen."

Es ist ein Zitat von Modigliani und wer seine Bilder anschaut, kann es durchaus sehen, wie er die Menschen, die er gemalt hat, gesehen hat. In der Ausstellung kann man auch Bilder von Künstlern sehen, die mit Modigliani befreundet waren, 

Alles kann ich natürlich nicht zeigen, es ist nur ein kleiner Streifzug.

 Amadeo Clemente  Modigliani wird am 12 Juli 1884 als viertes und jüngstes Kind von Flaminio Modigliani und Eugenia Garsin in Livorno geboren. Beiden Elternteile stammen von sephardischen Juden ab. Das Unternehmen der ursprünglich recht wohlhabenden Familie, die mit Holz und Kohle handelt und in Finanzgeschäften tätig ist, geht kurz vor Modiglianis Geburt bankrott. In den darauffolgenden Jahren sorgt insbesondere seine aus Marsaille stammende Mutter als Privatlehrerin und Übersetzerin für das Auskommen der Familie. Auch Modigliani wird bis 1894, als er auf eine öffentliche Schule wechselt, von ihr unterrichtet und wächst unter dem Einfluss seines belesenen und kunstinteressierten Großvaters mütterlicherseits auf. Bereits als Jugendlicher äußert er den Wunsch, Maler zu werden. 

Modigliani erkrankt an Typhus. In der Folge plagt ihn zusätzlich noch eine schwere Lungenerkrankung. Er bricht die Schule ab und nimmt Zeichenunterricht bei dem Livorneser Maler Guglielmo Michaeli. Zu dieser Zeit beginnt er sich auch für die Bildhauerei zu interessieren.  



Aktfotografie Nude: Jeanne Hébuterne 1916



Jeanne Hébuterne 1918


Modiglianis Eltern 1884

 

1900 - 1901

Modigliani erkrankt an Tuberkulose. Wegen seines erneuten Lungenleidens verbringt er einige Zeit in Neapel und an der Amalfiküste, Er reist nach Rom und Florenz und besucht dort die Sammlungen der großen Museen. In Rom lebt er im Atelierhaus seiner Cousinen Olga und Corinna Modigliani, die zu dieser Zeit als Künstlerinnen in Italien erfolgreich sind. 

Modigliani studiert ab Mai 1902 Malerei an der Scuola Libera del Nudo in Florenz, wo er sich intensiv mit der Kunst der Renaissance auseinandersetzt. Im folgenden Frühjahr geht er nach Venedig und schreibt sich dort am Reale Instituto di Belle Arti ein. In der Stadt studieren weitere Mitglieder der Italienischen Avantgarde, wie Ardengo Soffici, den Modigliani 1903 in Venedig kennengelernt und 1906 in Paris wiedersieht, und der Futurist Umberto Boccioni, den er 1902 in der französischen Hauptstadt treffen wird. 

Auf den Biennalen 1903 und 1905 sieht Modigliani Kunst des Symbolismus und des Impressionismus sowie Skulpturen des fanzösichen Bildhauers Auguste Rodin .  

1906
 

Anfang des Jahres zieht Modigliani nach Paris, das damalige Zentrum der künstlerischen Avantgarde. Er mietet ein Atelier am Montmartre, in der Nähe des als Atelierhaus genutzten Bateau-Lavoir, wo Pablo Picasso und Georges Braque wenig später den Kubismus begründen. Modigliani gehört schnell zum Kreis von Picasso. André Derain, Kees van Dongen, Juan Gris und Maurice des Vlaminck. Er besucht Kurse an der Academie Colarossi und orientiert sich stilistisch zunächst an etablierten Künstern wie Paul Cézanne und Henri de Toulouse-Lautrec. Auch die Werke aus Picassos Blauer Periode regen ihn an. Durch Derain und Henry Matisse wird Modigliani mit außereuropäischen Plastiken vertraut, für deren Ausdruckskraft er sich begeistert. Gegen Ende Jahres lernt er den deutschen Maler Ludwig Meidner kennen, der wie Modigliani jüdische Wurzeln hat und diesen als letzten echten "Bohémien" bezeichnet. 

 


Amadeo Modigliani
Diego Rivera (Maler und Ehemann von Frida Kahlo)
Öl auf Karton 1914


Paul Cézanne
Madame Cézanne
Öl auf Leinwand
1886



Amadeo Modigliani
Die Bettlerin
Öl lauf Leinwand
1909
 

Amadeo Modigliani
Léopold Zberowski
Öl auf Leinwand
1916

 



La Garçonne

Die Moderne Frau

In Modiglianis weiblichen Bildnissen begegnet einem vielfach ein Frauenbild, das man heute mit der Neuen Sachlichkeit der 1920er Jahre verbindet. Zu den Künstlern des Montparnasse zählen auch Frauen vieler Nationalitäten, die als Malerin, Bldhauerin, Modeschöpferin oder Schriftstellerin arbeiten und einen unkonventionellen Lebensstil pflegen. 

Modigliani trifft hier auch auf die Modelle des Modeschöpfers Paul Poiret, die schon während des ersten Weltkrieges Kurzhaarfrisuren und männliche Kleidung tragen, wie das Porträt der Hélene (Elena Josephine Bernier Povolozky zeigt. Der Maler ist damit auch ein Chronist eines neuen Selbstbewusstseins von Frauen, die während des Krieges in vielen Bereichen der Gesellschaft Verantwortung übernehmen. 

Neben dem charakteristischen Bubikopf wird das zunächst bei Kindern beliebte Matrosenhemd bevorzugtes Kleidungsstück vieler Frauen. Nicht nur Modigliani greift diese Mode auf, sondern auch die französische Künstlerin Emilie Carmy, die wie Modigliani in der Galerie Berthe Weill ausstellte. Charmy bringt ihre Distanz zum traditonellen Frauenbild damit doppelt zum Ausdruck. Sie distanziert sich mit dem Kinderkleid vom Rollenbild der Mutter und zeigt mit der Marineuniform zugleich ihre emanzipierte Haltung. 


Amadeo Modigliani
Frauenbildnis
Öl auf Leinwand
1918
 

Amadeo Modigliani
Dienstmädchen
Öl auf Leinwand
1916


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Maud Abrantés
Eine Moderne Frau

Unter den Portraits, die Modigliani von seinem Pariser Freundeskreis anfertigt, findet sich eine Gruppe von Bildnissen der in Berlin aufgewachsenen Leontine Phipps. Nach ihrer Hochzeit mit einem Wiener Adeligen bereist sie Europa und kommt mit Kreisen in Berührung, in denen Drogen und Alkoholkonsum selbstverständlich sind. In den hier ausgestellten Werken betont Modigliani, die schweren Llder und tiefen Augenschatten der morphiumsüchtigen Freundin. 

Nach zwei Entziehungskuren sucht Phipps einen Neuanfang bei Dr. Paul Alexandre in der Rue de Delta. Sie beginnt zu zeichnen, gibt sich den Künstlernamen Maud Abrantés und pflegt eine Freundschaft mit Modigliani, mit dem sie viele Gemeinsamkeiten hat. Er kommt wie sie aus einem mehrsprachigen Elternhaus, ist literarisch und musikalisch gebildet und es ist anzunehmen, dass sie ihm als Kosmopolitin  auch von der Avantgarde in Wien oder Berlin berichtet. So lässt sich der auf der Rückseite des Portraits gemalte Halbakt mit Hut gut mit den von Jeanne Mammen in Berlin festgehaltenen Frauenstudien vergleichen, die wenig später entstehen. 

 

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Amadeo Modigliani
Jacques und Berthe Lipchitz
1916
Öl auf Leinwand

Ein Bild, das mich in seinen Bann gezogen hat und ich mich hingesetzt habe, um es zu studieren. Meine Schwester meinte, dass es ausdrucklos sein, das finde ich nicht. Aber jeder sieht es eben anders. 

 



Egon Schiele ist ein Schüler von Gustav Klimt und ich mag diesen Künstler und sein Werk sehr gerne. 
Egon Schiele

Reinerbub

Bildnis Herbert Reiner

1910

Öl auf Leinwand
Der Film ist interessant durch solche Ausstellungen erweitert man schon erheblich sein Wissen. Ich war schon beeindruckt.


Auch sehr ausdrucksstark Johanna Staude, eine moderne und selbstbewußte Frau und das strahlt das Bild auch aus,

von
Gustav Klimt
1917-1918
Öl auf Leinwand



 


1916

Modigliani lernt den polnischen Dichter und Kunsthändler Léopold Zborowski kennen, der Paul Guillaume als sein Händler und Förderer ablöst. Auch Moise Kisling und Chaim Soutine werden von ihm vertreten. Auf Zborowskis Anregung wendet sich Modigliani vertärkt der Aktmalerei zu. Im Mai gibt Hugo Ball in Zürich die erste Dada-Publikation unter dem Titel Cararet Voltaire heraus. Darin werden neben Werken von Hans Arp, Max Oppenheimer und Arthur Segal auch zwei Zeichnungen von Modigliani abgedruckt. Bei der Ausstellung Lyre et Palette in Paris zeigt Modigliani vierzehn Gemälde und eine nicht näher benannte Auswahl von Zeichnungen. Aus einer Affäre mit der Medizinstudentin Simone Thiroux geht im Mai 1917 ein Sohn hervor, den Modigliani nicht anerkennt. 

1917

Modigliani bezieht mit der neunzehnjährigen Kunststudentin Jeanne Hébuterne, die er vermutlich Ende 1916 an der Académie Colorossi kennengelernt hat, eine gemeinsame Wohnung in der Rue de la Grande Chaumiére am Montparnasse. 

Im Dezember arrangiert Zborowski Modiglianis erste und einzige Einzelausstellung zu Lebzeiten in der Galerie von Berthe Weill, bei der bereits schon Picasso, de Vlaminck und van Dogen ausgestellt haben. Das oft kolportierte einer polizeilich geschlossenen Skandalausstellung ist jedoch zu revidieren. Mindestens vier Akte mit sichtbarer Schambehaarung müssen unter dem Vorwurf der "unanständigen Entblößung" kurz nach der Eröffnung aus den Galerieräumen entfernt werden. Dei Ausstellung bleibt geöffnet, aber es werden nur zwei Zeichnungen verkauft. 

1918

Um der drohenden Invasion deutscher Truppen zu entgehen, reist Modigliani mit Jeanne Hébuterne auf Einladung Zborowskis im März an die Cote d Azur.
Am 29. November kommt in Nizza die gemeinsame Tochter Jeanne zur Welt. Eine geplante Hochzeit scheitert, weil Dokumente fehlen. Bezeugt von Zborowski unterschreibt Modigliani im folgenden Jahr ein Heiratsversprechen, das er jedoch wegen seiner fortschreitenden Tuberkuloseerkrankung nicht mehr einlösen kann. 

Paul Guillaume zeigt im Dezember in seiner Pariser Galerie die Ausstellung

Peintres d'aujourd'hui

mit Werken unter anderem von Giorgio de Chirico, Derain, Matisse, Picasso, de Vlaminck und Modigliani.


Modigliani kehrt im Mai nach Paris zurück , wohin ihm Jeanne Hébuterne - schwanger mit dem zweiten Kind - einige Zeit später folgt. Die ersten Bilder, die nach der Rückkehr entstehen, zeigen eine deutliche aufgehellte, vom Licht des Südens beeinflusste Palette. Modigliani widmet sich weiterhin vornehmlich dem Portrait und bildet den Stil seiner letzten Lebensphase heraus, der von lang gezogenen Gesichtern und schmalen Hälsen geprägt ist. Zu seinen bevorzugten Modellen gehört
Jéanne Hébuterne. Beide lieben sich sehr.


Im August zeigt Modigliani in der Ausstellung Exhibitions of French Art 1914-1919 in der Londoner Mansard Gallery neun Gemälde und fünfzig Zeichnungen, Auch beim Pariser Salon d Áutomne ist er mit vier Gemälden vertreten. 
Ende des Jahres erkrankt Modigliani erneut schwer an Tuberkulose. 
 
1920
 
Am 24. Januar stirbt Modigliani im Alter von nur 35 Jahren in Paris an den Folgen einer tuberkulösen Meningitis. Kurz darauf nimmt sich die hochschwangere Jeanne Hébuterne mit einem Sprung aus dem Fenster der elterlichen Wohnung das Leben. 
Unter großer Anteilnahme der Pariser Künstlerfreunde wird Modigliani auf dem Friedhof Pére Lachaise beigesetzt. Die vierzehn Monate alte Tochter Jeanne wird von seiner Schwester Margeritha adoptiert. 
 
Im Dezember zeigt die Galerie Montaigne in Paris die erste Retrospektive des Verstorbenen. Doger Dutilleut, ein wichtiger Sammler von Werken der École de Paris, den Modigliani noch 1919 portraitiert hat, erwirbt aus der Ausstellung fünf Gemälde. 
Modigliani wird durch einen frühen Tod schnell zu einem Mythos und sein Bekanntheitsgrad wächst im Laufe der 1920er Jahre enorm. Zborowski, der nach Modiglianis Tod sämtliche verfügbaren Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen erwirbt, kann diese in internationalen Sammlungen vermitteln, was den posthumen Erfolg des Künstlern begründet. 
 
Skandalös?
Die Galerie der Berthe Weill
Die dort gezeigten Aktgemälde erregen die Aufmerksamkeit der Sittenstrengen Polizei und führen beinahe zu Schließung der Ausstellung. 
 

Paula-Modersohn-Becker
Liegender weiblicher Akt
1905-1906
Öltempera auf Leinwand


Amadeo Modigliani






Eine wunderbare Ausstellung, die ich jedem empfehlen kann. Ich sehe Modigliani, nachdem ich diese Ausstellung gesehen habe und mir meine Schwester sehr viel erklärt hat, mit ganz anderen Augen. 
 

 

Ausstellungsfilm



 

Quelle:
Staatsgalerie Stuttgart
Buch zur Ausstellung
Fotografieren ohne Blitz war erlaubt.

Kommentare

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Auch so lapidare Kommentare, die dazu dienen, dass man die Seite des Kommentators anklickt "wie ich war schon lange nicht mehr hier" lasse ich ebenfalls nicht mehr zu, weil des koin Kommentar isch, sondern a Mischt."
Mir wäre das wirklich zu blöd, sowas zu schreiben.