Die Begriffe vereinfachen, ist die erste Tat aller Diktatoren "Erich Maria Remarque*

Ich dachte immer, jeder Mensch ist gegen den Krieg, bis ich heraus fand, dass es welche gibt, die nicht hingehen müssen. *Erich Maria Remarque*
Das Alter hat zwei große Vorteile: Die Zähne tun nicht mehr weh und man hört nicht mehr all das dumme Zeug, das ringsum gesagt wird. *Georg Bernhard Shaw*
Für eine Frau ist Schönheit unbedingt wichtiger als Intelligenz, denn für Männer ist Sehen leichter als Denken. *Lil Dagover*

Man soll Frauen nichts erklären, man soll handeln. *Erich Maria Remarque*

Ein kommunistisches System erkennt man daran, dass es die Kriminellen verschont und den politischen Gegner kriminalisiert. *Alexander Solschenizyn*

Nicht das Beginnen wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten. *Siena*

Eine Jugendsünde ist, wenn man jung ist und es verpasst. *Erich Maria Remarque*

Die Glücklichen sind neugierig. *Friedrich Nietzsche*

Tour ins Remstal, nach Winterbach, zum Schloß Engelberg, zum Monopteros, zum Winterbacher Stausee und zum Rehfeldsee und Winterbach

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 Eigentlich wollte ich ja bei der Tour zu den Grunbacher Wasserfällen das Schloß Engelberg besuchen, aber das war mir dann doch zuviel. Deshalb habe ich es mit einer erneuten Tour verbunden und habe noch einiges andere mit eingeflochten. 

HIER 

Es ist sehr schön im Remstal und die Blicke, sind unbeschreiblich.

 Über den Remstalradweg bin ich gen Waiblingen geradelt und habe dort schnell ein Foto von der Rems gemacht.
Ich finde sie hier in diesem Kernstück von Waiblingen besonders schön.


 Mein Weg führte mich dann auf den Weißen Pfad in Richtung Engelberg, das ist ein Stadtteil von Winterbach im Rems-Murr-Kreis mit 240 Einwohnern.
Engelberg liegt auf einer Anhöhe des Schurwaldes über dem Remstal.
Im Spätmittelalter gab es hier mal ein Kloster, das aber zum Teil abgebrochen wurde. 

Der Weiße Pfad

 
ist ein herrlicher Wanderweg (sehr steil) mit wunderbaren Ausblicken ins Remstal und mehreren LandArt-Stationen des Künstlers David Kopp. Da kann man staunen und mitmachen. Es gibt auch eine Holzkugelbahn für Kinder, die ist aber im Moment nicht bespielbar.


 Engelberg wird geprägt von der Freien Walddorfschule, die im Herbst 1945 gegründet wurde. 

Kommt man den Weißen Pfad hochgeradelt, erblickt man zuerst einen Walddorfkindergarten


Radelt man weiter, kommt man direkt zum Jagdschloß Engelberg.

Vor diesem Jagdschloß stand im Mittelalter ein 1466 vom Graf Ulrich V. von Württemberg gestiftetes Kloster, das abgebrochen wurde. 1602 wurde an dieser Stelle, ein Jagdschloß erstellt und war ab 1623 der Wohnsitz des Oberforstmeisters von Schorndorf. Im 30jährigen Krieg wurde das Schloß schwer beschädigt und 1649 wieder aufgebaut. Es wurde dann 1818 an private Eigentümer verkauft und wechselte in den folgenden Jahren immer wieder den Besitzer. Seit den 1960er Jahren wird das Schloß von der Freien Waldorfschule genützt. 

Das Jagschloß ist ein langgestreckter, zweigeschossiger Bau mit Treppengiebeln und Fachwerkobergeschoß auf Steinsockel mit Satteldach.
Es gibt noch einen Terrassengarten, der aber nicht besucht werden kann. 

Als ich dort war, sprangen die Kinder fröhlich herum und es war gerade Mittagszeit und es roch gruselig nach Kantine. Wirklich schlimm. 





Noch ein Stückchen wurde nach oben geradelt und dann gings auf einen Trail im Wald.  Das ist sooo schön und es wird einem nicht langweilig. 
 



 Gottseidank gings immer den Berg hinunter. 

Es ist ja nicht so, dass ich das nicht fahren, bzw. laufen könnte, aber irgendwie wird es einem dann doch zuviel und ich war froh, dass ich endlich wieder auf einen normalen Weg gekommen bin, der war zwar sehr schmutzig,  aber immerhin besser, als der Trail. 

Hier gibt es hübsche Kunstwerke aus Naturmaterialien, die beweglich sind und mit denen man spielen kann. Aber Vorsicht, die Teile sind glitschig. 

 
 
 
Interessantes gabs an den Bienenstöcken zu sehen. 


 
 



 
 
Sodele, auch Winterbach hat ein Monopteros. 
 
Ein weises, weißes Haus wurde an dieser Stelle zur Remstal Gartenschau 2019 auf einer Steuobstwiese auf der Gemarkung Weiherwasen südlich von Winterbach erstellt. 
Ein spiralförmiger Weg führt zum Monoperos, der aus einer kreisförmigen Stufenanlage und fünf sternförmig angeordneten Trennwänden besteht, die in der Mitte zusammentreffen.

Sie tragen das kreisrunde, in Entsprechung zu den Stufen getreppte Dach. Das Haus - entworfen von den Burger Kudacs Architekten aus München - ist gebaut für Einheimische und Besucher, für die Aussicht und Einsicht, für Kleine, wie für Große, für Schutzsuchende und für Geschützte, für Solos und Duette, für Träumer und Sternegucker, für Liebende und sich Küssende, für sich Verlobende und sich Bejahende - für die Schönheit. 

Mir gefällt dieser Monopteros, aber ich hab noch eines im Visier, das werde ich demnächst dann anradeln. 

Übrigens der Monopteros ist maskulin,
der Plural heißt somit die Monopteren.
 
Die Akustik ist klasse, von dort oben ruft man was ins Tal und probiert es einfach mal aus. Herrlich!










Abwärts gings dann und recht rasant, inzwischen habe ich das auch im Griff, da erreicht man schon mal 30 bis 40 km/h.

Bei meinem alten Rad hatte ich da immer Schwierigkeiten, aber bei diesem Rad - das war die beste Anschaffung meines Lebens - mit diesen breiten Stollenreifen, ist das alles kein Problem mehr und seitdem brauche ich auch nicht mehr soviele Bremsbeläge. Ich habe welche mit Kühlrippen und die sind nicht so billig, also kann man es rollen lassen. 
 
Ich wollte auch noch zu verschiedenen Seen und habe mir hier den
Winterbacher Stausee herausgesucht.

Der Winterbacher Stausee ist die perfekte Gelegenheit, um an heißen Tagen eine Abkühlung zu bekommen. Auf einer Seite des Sees gibt es eine kleine, versteckte Treppe (Fischtreppe), die den Gang ins Wasser erleichtert. Hier trifft man öfters Nacktbadegäste und Leute, die mit ihren Hunden Gassi gehen.
 
Tja und ich wieder mal, mußte samt Fahrrad um den See herumgehen und versank fast im Dreck. Aber ich habs schon geschafft, aber meine neuen Radschuhe waren dann eben nicht mehr sauber und hätte ich das gewußt, hätte ich andere Schuhe angezogen. Ja, ich bin eben immer dreckig, wenn ich Rad fahre, das ist nun mal so. Für mich ist das Sport und Abenteuer, im Sundichshäs mag ich hier nicht fahren.
Aber es gibt auch Leute, die das tun, aber das ist mehr ein Spazierradeln. 

Also man hat hier schöne Eckchen, wenn man um den See herumgeht, total romantisch. Allerdings sollte es da trocken sein. 








Dann gabs noch einen kleinen Abstecher zum Rehfeldsee vor Schorndorf. 

Dieser See ist nur 6,5 ha groß und dennoch hat er eine Vielzahl von Biotophypen.
Er hat Wasserflächen mit Steilufern und Flachwasserbereichen. Schilfröhricht und vieles mehr. Was ganz interessant ist, ist, dass er bewachsene Inseln mit Nasswiesen hat, auf diesen wachsen Orchideen.
Ferner sind hier Amphibien, Reptilien und Insekten zu sehen.
150 Vogelarten sind nachgewiesen u.a. der Teichrohrsänger, Wasserralle und Rohrammer. Da muß ich im Sommer nochmals auf einer anderen Tour hinraden.
 





Zurück ging es dann wieder nach Winterbach ins Städtle. Hier habe ich in einem Cafe, eine Mandelschnecke und einen Latte getrunken und hatte auch die Gesellschaft eines netten Herrn, der sich gerne mit mir unterhalten hat. 
 
 Danach habe ich mich noch ein wenig in Winterbach aufgehalten. 
Ich radele da leider immer nur durch, wenn ich auf dem Remstalradweg fahre, aber das Städtchen hat es in sich. Das muß ich noch näher erforschen.
Aber es gibt noch soviele interessante Ziele, da werde ich ja im Leben nicht mehr fertig.

Ich weiß nur noch nicht wann.
Morgen machen wir eine Osterbrunnentour, da bin ich auch mal gespannt und am Sonntag möchte ich gleich zwei Touren auf einmal machen, denn ich kann mich nicht entscheiden.

Was ich noch gesehen habe, hat mich - um es zu erfahren - 1 1/2 Tage Recherche gekostet.

Da muß ich mich bei der Gemeinde Winterbach so sehr bedanken, aber letztendlich habe ich die Geschichte vom Künstler selbst erfahren. 

Vor der Michaelskirche in Winterbach 
 
 
 
steht dieses Schiff, es hat eine ganz besondere Geschichte, die ich vom Künstler Richard W. Allgaier erfahren habe.

Wieder ein neuer Künstler, von dessen Kunst ich absolut begeistert bin. 


Die Skulptur heisst:

"Es kommt ein Schiff geladen" und ist von 2018.
" Es kommt ein Schiff geladen ist ein Weihnachtslied und von Max Reger.



Genau Weihnachten 2018 gab es in Winterbach eine Ausstellung
"Maria und Josef vor der Bierbrauertüre".






Ein etwas komischer Titel, aber
im Keller einer ehemaligen Brauerei fand die Ausstellung in 16 Braubecken statt.

Verschiedene Künstler konnten jeweils in einem Braubecken Kunst zum Thema erstehen lassen.

Der Künstler Richard W. Allgaier hat "sein" Braubecken mit Wasser gefüllt und darauf dieses Schiff, als Original in Holz, darauf schwimmen lassen. 
Daraufhin wurden fünf Bronzeabgüsse von diesem Holzschiff von der

Kunstgießerei Kollinger

erstellt.

Die Ausstellung beinhaltete auch noch den Titel:

"In der Fremde daheim".

Man hat es offengelassen, was es eigentlich darstellen soll, jeder soll sich seine Gedanken selbst machen. 

Das Originalholzschiff steht heute bei Aesculap in Tuttlingen.

Ein Bronzeschiff steht ja bekanntlich in Winterbach,
ein anderes in Bad Waldsee.

Leider habe ich vergessen, wo die anderen drei stehen.

 
Auf der Steinmauer sitzt der Quintinus von der Künstlerin
Anette Mürdter.



„Quintinus“ sitzt gemütlich auf der Steinmauer,  die Beine gekreuzt und die Arme übereinander gelegt

Zuerst dachte ich, dass diese beiden Skulpturen etwas mit der Kirche zu tun haben, aber diese Kunstwerke wurden von der Gemeinde hier gekauft.
 
Von Anette Mürdter ist auch der "Kauernde" der zur Remstal Gartenschau erstellt wurde.  Eine ähnliche Figur der Künstlerin  steht auch an einem Turm in Bietigheim, ich fahr immer dran vorbei, jetzt muß ich sie doch mal fotografieren.
 


Die Michaeliskirche, die eine offene Kirche ist und einen reichen Innenschatz und eine sehr große Geschichte hat. Leider war ich zu spät dran und konnte - ich mußte ja noch heimradeln, nicht mehr die Kirche. 
 
 
Das alte Rathaus mit einer Skulptur von Christoph Traub, der in Schorndorf zum "Armen Konrad" viele Skulpturen erstellt hat. 

Interessant 








 
Danach machte ich mich auf den Heimweg. Eines muß ich sagen, es ist erstaunlich, wie die Radler sich untereinander helfen.
 
Ich bin vom Rad abgestiegen und bin ein Stück gelaufen, weil ich ein Plätzchen suchte, dann kamen zwei Radler und fragten, ob alles in Ordnung ist. 
Das mache ich aber auch immer. 
 
Unterwegs gabs noch einen Bild zum Remstalturm, den ich auch schon erstiegen habe. 
 


 
Ja und da komme ich öfters vorbei, es ist der "Wegweiser" von Prof. Ulrich Nuss.
Er steht hier auf Privatgelände des Bühlerhofes. 

Wer mal Zeit hat schaut sich mal den Skulpturenpfad von Prof. Ulrich Nuss an.




 
 
Dann bin ich im Eiltempo über Winnenden und Neckarweihingen nach Hause durch den Favoritepark geradelt. 
Gottseidank bleibt es nun länger hell am Abend. Das finde ich so schön. 

Übrigens, ja, ich fahre ein Rad mit einem sehr starken Motor. Aber, ich bin auch jenseits der 70. Da kenne ich fast Niemand, der solche Touren macht, außer eben meinen Radlern und ohne Motor macht das sowieso Keiner. 
Als ich noch jünger war, habe ich das mit meinem Moutainbike ohne Motor auch gemacht, aber mit meinen nun bald 75 Jahren ist mir das einfach zu viel. 

Wenn dann Äußerungen dazu von Jemand kommen, der bis vor ein paar Jahren nicht mal gewußt hat, was NM (Newtonmeter sind) und sich ein Rad nur wegen der Farbe kauft, dann fällt mir dazu nichts mehr ein.
Vor alllem auch, wenn man weiß, wie man radelt und wie schnell man schwächelt.  Eine Herausforderung brauche ich in meinem Alter nicht mehr, die habe ich oft genug gehabt.

 
Tourbeschreibung:
Tour am 14. März 2014
98 Kilometer
1.979 Höhenmeter
990 Climb
988 Downhill
4,5 Stunden Fahrzeit
2.800 KCAL Gesamtkalorien
Wetter: 8 Grad, bedeckt
87 % Luftfeuchtigkeit





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