Giersch und Gundermann ein wunderbares Gemüse.
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Giersch, der Schrecken im Garten?
Absolut
nicht, wer damit etwas anfangen kann, ist gut dran. Meine frühere
Seniorin hat ihn im Garten und auch den Gundermann, der wunderbar auf
einem Butterbrot schmeckt. Aber auch die Vogelmiere und noch andere
Wildkräuter, die einfach so wachsen. Allerdings komme ich meist zu spät,
wenn der Sohn dann den Rasen mäht, grrr!
Zum Gundermann komme ich zum Schluß.
Erst
mache ich mal den Giersch und was man sonst noch mit Wildkräutern
machen kann, das erzähle ich dir ein anderes Mal, schließlich habe ich
das ja auch mal gelernt.
Ich habe ja früher Kräuterwanderungen im Leudelsbachtal gemacht und weiß da noch ein wenig Bescheid. Heute gibt es das nur noch ab und zu mit Orchideen.
HIER Kräuterwanderung im Leudelbachtal
Giersch ist vitamin- und nährstoffreicher, als andere Kulturgemüse.
Geißfuß,
Pedakraut und auch Erdholler wird er genannt und so manchen Gärtner
bringt der Giersch zur Weißglut. Denn er kommt immer wieder,
gottseidank.
Der Giersch gehört zu den Doldenblütlern und
bevorzugt feuchte, schattige Orte. Er wächst an Waldrändern und
stickstoffreichen Böden. Er gilt auch als Zeigerpflanze für diese
stickstoffreichen Böden.
Giersch erkennt man ganz leicht. Er hat die typische Blattform und noch erkennbarer, den dreikantigen Stängel.
Ausserdem erkennst du ihn auch am Geschmack, der leicht nach Petersilie oder Möhre schmeckt.
Eigentlich nicht schwer, oder? Der Wald ist gut bestückt damit.
Giersch ist ein altes Hausmittel und gilt als Heilmittel gegen Rheuma, Arthritis, Hexenschuß und Gicht.
Auch, wenn man damit einen Tee macht, hilft es gegen diese Beschwerden.
Gierschblätter enthalten 15-mal soviel Vitamin C, wie Kopfsalat und werden gerne als Spinat, Smoothies, Kräuter- und Wildsalat verwendet.
Man sollte allerdings zum Kochen die jungen Blätter verwenden, denn die alten bleiben zäh und lassen sich nicht so gut verarbeiten.
Also,
lass dem Giersch ein wenig Platz und bekämpfe ihn nur dezent, auch die
Blüten sind nicht zu verachten und geben einen hübschen Blumenstrauß.
Sie können aber auch wie Holunderblüten panieren und ausgebacken werden. Lecker.
Ich habe nun eine Tomaten- Gierschquiche gemacht und das Rezept kommt hier. Gleichzeitig gab es noch einen wunderbaren Erdbeernachtisch.
Knusper-Quiche
200
g Volkornmehl mi 7 EL Öl, 7 El Wasser, etwas Salz und 1 EL getrocknetem
Oregano und etwas zerkleinertem Gundermann verkneten.
Auswellen und in eine Quicheform drücken.
Ein Handvoll Gierschblätter waschen, grob hacken und auf den Teig streuen.
200 g geriebenen Käse darüber verteilen.
600
g Tomaten waschen, in Scheiben schneiden auf den Käse legen. Mit Salz
und Pfeffer würzen. Im Ofen bei ca. 200 Grad für 40 bis 45 Minuten
backen.
Dann gab es diesen göttlichen Erdbeernachtisch.
Erdbeer-Basilikum-Becher
1 Bund Basilikum
50 g Zucker
500 g Erdbeeren
100 g Baiser
300 g Schlagsahne
nach Belieben Basilikumblätter
Basilikumblätter abzupfen, mit Zucker in einem Mörser pastös zerreiben oder in einem Alleszerkleinerer hacken.
Erdbeeren waschen, trocken tupfen und putzen. Die Früchte je nach Größe halbieren und vierteln. Baiser grob zerbröseln. Schlagsahne steif schlagen.
Zum Servieren Erdbeeren, Baiser und Sahne in Gläsern oder Schalen verteilen, mit Basilikumzucker und nach Belieben Basilikum garnieren.
Auf meinem Blog gibt es sehr viele Erdbeerrezepte. Ich war selbst erstaunt, was ich da schon alles gemacht habe.
https://schwabenfrau.blogspot.com/search?q=Erdbeeren
https://schwabenfrau.blogspot.com/search?q=Erdbeer
Nun kommt der Gundermann, auch das ist ein sehr gutes Heilkraut und ein bisschen Gundermann aufs Butterbrot, wow, sehr lecker, aber auch sonst kannst du viel mit dem Gundermann anfangen.
Giersch und Gundermann habe ich aus dem Garten meiner früheren Seniorin, denn dort ist er frei von Hundepisse und dergleichen.
Was ist nun der Gundermann?
Meine Lehrerin sagte immer: "Gundelrebe". Der Name kommt von der Heilkraft dieses Krauts bei Eiter, denn früher sagte man auch "Gund" dazu.
Viele essen Gundermann auch als Gründonnerstagssuppe, sie besteht aus neunerlei Kräutern und wird auch heute noch in vielen Gegenden gekocht.
Schön ist es aus und auch in manchen Gegenden Brauch, aus dem Gundermann - er hat wunderbare biegsame und lange Stängel - einen Kranz zu winden. Er duftet dann wundervoll.
Die Kränze standen auch für die Verbundenheit der Menschen mit der Natur und den Göttern. Ich finde so etwas schön.
Ich habe nun auch eine Giersch- Kartoffelsuppe gekocht und ein Gundermannbutterbrot dazu verspeist. Schmeckt beides prima.
Die Kartoffelsuppe wird ganz normal gekocht und zum Schluß der geschnittene Giersch darüber gegeben. Mir ist leider kein entsprechendes Bild geglückt.
Bei der Gelegenheit möchte ich heute auch wieder auf das Buch mit der Wildpflanzenküche aufmerksam machen. In Wildpflanzen kenne ich mich ganz gut aus.
Ich bin zwar keine Kräuterpädagogin, dennoch sind meine Wild- und Orchideenführungen im Leudelsbachtal immer gut besuche.
Vielleicht auch deshalb, weil ich nur einen kleinen Unkostenbeitrag verlange.

















Kommentare:
AntwortenLöschenGundermannblätter kann man auch in flüssige Schokolade tauchen und dann abkühlen lassen. :) Giersch habe ich auch zuhauf im Garten, der landet auch regelmäßig im Smoothie, junge Blätter kann man auch gleich so essen. Gundermann aufs Brot probiere ich auf jeden Fall aus. LG
AntwortenLöschenDas Brot hat auch sehr gut geschmeckt.
AntwortenLöschenIchmuß immer zur Seniorin in den Garten gehen, aber jetzt ist der Rasen gemäht.
Schlecht, kann man nix machen.
Lieben Gruß Eva, ich muß ins Bett und morgen früh raus.