Mich zu hassen, macht dich auch nicht hübscher, Schätzchen.
Aus ´ma Scheißhafa wird nie a Suppaschüssel. *Schwäbische Weisheit*
Vor a bees Gosch ka mr ned nastanda. *Schwäbische Weisheit*
Diejenigen, die zu klug sind, sich in der Politik zu engagieren, werden dadurch bestraft, dass sie von Leuten regiert werden die dümmer sind, als sie. *Platon*
Halbdackel ist im Schwäbischen komischerweise die Steigerung von Dackel. *Rolf-Bernhard Essig*
Wenn jemand ein Dackel ist, dann ist der nicht besonders geschickt und eher ein bisschen dümmlich. Aber ein Halbdackel ist ein echter Blödmann! *Rolf-Bernhard Essig*
Wer die Grünen wählt, der wird sich später mal bitterste Vorwürfe machen. *Helmut Schmidt*

Tag der Hitze

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 Schwesterchen wird 90 Jahre alt. Hat sich immer durchgebissen, egal was war. 


 Das war meine Schwester als kleines Kind, da liegen 86 Jahre dazwischen. 

 


 

 

Ich traute meinen Augen nicht, als ich heute gelesen habe, dass am 4.6. der Tag der Hitze ist. 

 HIER 

 


 

An diesem Tag sollen die Vorkehrungen getroffen werden, die die Menschen vor Hitze schützen. 

Man soll viel trinken, aber das ist bei alten Leuten manchmal gar nicht so einfach. 
 

Nun, ich denke da immer an die Sommerferien bei meiner Oma in Cleversulzbach. 
Die Oma mochte meine langen Schillerlocken nicht, es war ihr zuviel Pflege.
Sie ging mit mir nach Neuenstadt zum Friseur und zack waren die Haare ab. Meine Mutter hat fast der Schlag getroffen, als ich nach Hause kam. 

Ist ja egal, ich war ja auch eher ein Junge, bei dem, was ich alles angestellt habe.  


 

In den Sommerferien oder, wenn meine Eltern zur Kur nach Bad Ischl gegangen sind, das waren immer sechs Wochen, mußte/durfte ich zur Oma. Wir beide waren hier gar nicht mit einverstanden, denn wir mochten uns Beide nicht so sehr. Aber Oma und ich wir haben es überstanden. 

Im Sommer war es so heiß, dass ich mir oft einen Sonnenbrand geholt habe, weil ich mit auf dem Feld war und das Heu gewendet habe oder beim Ernten des Getreides mit dabei war. Das waren oft 30 Grad und mehr und abends gab es dann immer ein Gewitter mit Donner und Blitz,Regen und oft auch kräftigen Hagel. Die Sicherung im Keller haute es heraus und man drehte wieder eine Sicherung rein und gut wars.
Oma war immer darauf bedacht, genug Sicherungen im Haus zu haben. 
Es war kein Vergnügen, die lange Steintreppe im Haus, mit der Kerze in der Hand in den Gewölbekeller zu gehen. Denn es gab ja kein Licht und Taschenlampe war tatsächlich ein Fremdwort. Aber oft war das ein richtiges Unwetter und die Keller in Cleverich liefen voll. 
Da half man dann, den die Feuerwehr konnte das damals nicht alleine bewältigen. 

Wenn die Oma und ich bei der Tante Hedwig in Grantschen zu Besuch waren, hat sie uns immer bei Gewitter in der Nacht einen guten Vanillepudding auf ihrem Elektorherd gekocht. Ich kannte das damals nicht, weil die Oma einen mit Feuer betriebenen Herd hatte und wir Zuhause Gas hatten. 

Erst nach dem Umzug ins Haus nach Leonberg kam der Elektroherd, das war eine Umstellung. 

Tante Hedwig hatte Angst vor Gewitter und deshalb bekamen wir immer dieserhalb einen Vanillepuddig auf dem Elektroherd. 

Ich bin oft auf dem Heuwagen, der vom Traktor oder auch ganz früher von den Pferden oder Kühen gezogen wurde, ganz oben auf dem Wagen, der mit Heu beladen war, mitgefahren.  Da gibt es auch schwarz/weiß Bilder, aber da ist man so weit weg von der Camera, dass man nur erahnen kann, wer hier sitzt. 

Das ist heute undenkbar, denn - da dachte keiner daran -, es war nicht ungefährlich, besonders dann nicht, wenn "dr Weber" beim Mörikestüble oder beim Briefbot in Cleverich um d Eck gfara isch. 

Briefbot = Postannahmestelle
 

Herr Weber, der Bauer von nebenan in Cleversulzbach, saß dann vorne auf dem Heuwagen und drehte an einer verrosteten Kurbel herum, ich habe das lange nicht kapiert, warum er das gemacht hat. Heute weiß ich, dass das die Bremse war, die wohl im Erstfall auch nicht mehr viel gebracht hätte. 

Es ging morgens so gegen 9.00 Uhr nach dem Melken und wenn das Vieh versorgt war, auf das Feld und hier wurde dann gearbeitet. Da wurde kein Sonnenöl oder ähnliches benutzt. Übrigens Melken mit der Hand, bei immerhin 20 Kühen, das war Arbeit. 

Beim Zwölfeläuten vom Kirchturm ging man dann nach Hause, zu Fuß oder fuhr auch manchmal mit dem Rad, hintendrauf jemand auf dem Gepäckträger und aß dort zu Mittag oder vesperte. 

Oft blieb man auf dem Feld und verspeiste das, was man morgens mitgebracht hatte. 
War eigentlich so richtig schön und gemütlich. 

Dann wurde weiter geschafft und die Sonne brannte tatsächlich vom Himmel herunter. 

Beim Viereläuten vom Kirchturm gab es wieder Vesper und getrunken wurde auch ganz viel. Moschd, der selbst gemacht war und manchmal wunderte ich mich - ich durfte ja keinen Moschd trinken -, nur Saft auch selbst gemacht, warum die Leute sich so merkwürdig aufgeführt haben. Heute denke ich, sie hatten einen in der Krone. Aber geschafft haben sie trotzdem.  

Damals waren die Menschen total braun (natürlich nur am Körper)und hatten eine Haut wie Leder und Falten, so wie mancher Mann oder manche Frau, die ständig ins Solarium gehen oder in der Sonne liegen. 

Übrigens die Landmaschinen trugen den Namen "Mengele". Man sieht sie vereinzelt heute noch. Ich wußte aber schon damals was mit diesem Namen anzufangen. 

HIER  

Es hat sich kein Mensch darum gekümmert, ob man nun an einem Hitzeschock stirbt oder sonst einen Schaden davonträgt. 

Heute ist die körperliche Farbe "Braun" eher was für die reichen Leute, damals war es das nicht. Da war das "Weiß" den Reichen vorbehalten. Denn die mußten ja nix schaffen.  

Da gabs auch kein Gejammer, dass man Depressionen hat, die Leute hatten für solche Sachen gar keine Zeit.  Da gabs auch noch keine Psychologen, die dann später festgestellt haben, warum dieser Kriegsheimkehrer so und so reagiert.

Aber um diese Kriegsheimkehrer hat man sich weder im 1. noch nach dem 2. Weltkrieg gekümmert. Dabei hätten sie es mehr als notwenig gehabt.
 
Besonders mein Onkel aus Grantschen, der seine Jugend in einem Erzbergwerk in Russland in Kriegsgefangenschaft verbracht hat und nach der Heimkehr Frau und Sohn fast zu Krüppeln geschlagen hat. Kein Mensch hat das unterbunden. 
Dabei hätte er dringend Hilfe gebraucht.  

Aber die Menschen wußten ja auch gar nicht, was Depressionen sind. Die konnten sich die Bauersleute gar nicht leisten. Das war eher was für die feinen Leute.  

Vor allem gab es damals keine Medien, die einem Dies und Das suggerierten. 
Vielleicht ein altes Radio aber Fernsehen, eher nicht, das kam erst viiiieeel später. 

Da gabs halt die "Heilbronner Stimme", die es heute noch gibt, die las man und gut wars. Oma hatte die auch abonniert und ich habe mir immer überlegt, warum diese Zeitung "Heilbronner Stimme" heisst. 

Mein Vater las die Stuttgarter Nachrichten und abonniert war die auch und pünktlich am Morgen zum Frühstück in der Olgastraße im Briefkasten. 

Im Winter ist man dann gelaufen, ob es Schnee hatte oder Glatteis und hat seine Waren auf verschiedenen Märkten verkauft, wie auch im Sommer bei großer Hitze. 

Mein Opa hat seine Bohnen, die er geerntet hat, immer nach Möckmühl in die Mühle gebracht und das Öl, dann wieder im Leiterwägele nach Cleversulzbach per Fuß zurückgebracht.  Ich meine das war - ein Weg - so 20 Kilometer,  aber wie schon geschrieben, das waren keine Wege wie heute.

Wie haben die das nur ohne Handy hingebracht?

 Ich weiß, es war eine andere Zeit, aber ich muß oft daran denken, wie die Leute damals gearbeitet haben und heute meckern sie rum, wenn sie keine Freizeit haben und überlastet sind, aber zum bloggen und handarbeiten reichts immer noch. 

Oma hat ihr Brot und ihre Kuchen immer selbst im Backhäusle gebacken, das gibt es heute nicht mehr. Das war damals auch so was wie das Armenhaus, denn oben über der Backstube wohnten arme Leute. 

Da mußte schon frühmorgens der Ofen angeheizt werden. Ich war oft dabei, kann mich aber nicht mehr dran erinnern. Nur daran, dass ich immer im Leiterwägele mit zum Backhäusle gefahren bin und währenddessen den Streuselbelag vom Kuchen gefuttert habe. Das gab dann auch immer ein Donnerwetter. 

Ich war ja nicht gerne in Cleversulzbach bei der Oma, aber heute denke ich, es war doch gar nicht mal sooo schlecht. Habe viel erlebt und vor allem Mörike kennengelernt. Da schreibe ich morgen etwas darüber.  

Vielleicht liegt die Klimaveränderung auch daran, dass die Menschen viel zu viel Zeit haben und somit auch der Umwelt nicht gut tun. 

Ich habe neulich einen Bericht über arme Leute in Hongkong gesehen, wie sie in Sargwohnungen leben und alle zwei Jahre 14 Tage Urlaub haben. 

Manchmal schüttele ich nur den Kopf, wenn ich manch wehleidigen Post lese, aber gut, ich muß das ja nicht lesen. 

Aber, das war ja nicht nur bei uns so, es war in der damaligen Zeit überall so, wenn ich nur mal an die Bergmänner usw. denke. Da hat auch jeder seine Geschichte und daran sollte man doch denken, wenn man meint, dass einem alles über den Kopf wächst.  

Aber auch in der heutigen Zeit wird doch noch schwer körperlich gearbeitet. Ich sehe es jeden Tag auf der Baustelle nebenan, da ist viel Handarbeit dabei. 

Alle Achtung!

Da fällt mir das Wort Empathie ein, das war damals auch ein Fremdwort.

Das gabs nicht, weder in Cleversulzbach noch in der Schule und geschweige denn nicht in meiner Lehre noch im Beruf. Da hatte man zu funktionieren und gut ist.   

Empathie ist auch für viele, die in der Pflege arbeiten, ein Fremdwort. 
Das habe ich neulich in einem Altenheim erleben müssen. 

Da geht man lieber eine rauchen, ist ja meine Pause und man lässt die alten Menschen in der Sch.... liegen. 

Aber ich habe das gemeldet, so geht das nicht und auch wie mit den alten Menschen ungegangen wird, das ist schon nicht mehr schön. Die alten Menschen getrauen sich nicht etwas zu sagen, denn dann bekommen sie es von den Pflegekräften wieder zu spüren. 
Es ist so!

Da nimmt man sich doch lieber eine Pflegerin oder einen Pfleger aus Polen und bleibt in der Wohnung, ich kann das nur empfehlen. Ich habe eine Bekannte in Pleidelsheim, die das für ihren Mann gemacht hat. Der Pfleger hat Kost und Wohnung frei und ist immer vor Ort und es kostet auch nicht soviel, wie ein Pflegeheim. 

 

Warum Blogger heute spinnt, weiß ich nicht, jedenfalls berichtige ich etwas und er macht nur Mist draus. Ich verstehe es nicht. 

 

Kommentare

  1. Antworten
    1. Wow, sieht Ihre Schwester gut aus. 90 Jahre alt, alle Achtung und macht alles noch selbst.
      Viele Grüße Sabine G.

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  2. Hallo Eva,
    ich habe drei Mal angefangen einen Kommentar zu schreiben, immer kam was dazwischen.
    Deiner Schwester wünsche ich alles Gute zum Geburtstag.
    Denen fällt immer etwas ein, die sollen es doch einfach lassen.
    Deine Erlebnisse geben ja einen guten Eindruck auf das frühere Leben.
    Meine Güte soll doch jeder selbst entscheiden ob er sich stundenlang in der Sonne brutzeln oder trinkt oder auch nicht.
    Dann sollen sie doch Trinkbrunnen aufstellen, an verschiedenen Orten habe ich diese schon gesehen.
    In den 90.ern waren wir auf Sizilien in Urlaub und dort gab es z.B. in Catania Trinkbrunnen
    Wir sind da auch in der Mittagshitze rumgelaufen, wir fliegen doch nicht in Urlaub um uns dann im Zimmer aufzuhalten.
    Wir fliegen allerdings schon lange nicht mehr und machen Urlaub in Deutschland, Anreise nur mit Bahn, zum Bahnhof mit dem Bus. Das geht alles.
    Also von Hitze ist hier nichts zu spüren, nach Pfingsten soll es ja heiß werden.
    Hitzewarnungen ab 25 Grad, wo sind wir nur hingekommen???
    Schöne Pfingsten
    L.G.
    Hannelore

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    1. Es wird einem suggeriert, dass es Hitze gibt.
      Wir haben in der Schule bei 25 Grad Hitzefrei bekommen. Wir hatten im Büro im Sommer teilweise fast 38 Grad und keine Klimaanlage, das ist eben öffentlicher Dienst und wir mußten da arbeiten und Kundenpflege betreiben. Interessiert hat das keinen.
      Im Sommer 1976 hatten wir teilweise um Stuttgart usw. 35 bis 38 Grad, ich weiß das deshalb so genau, weil wir damals einen sehr schweren unverschuldeten Autounfall hatten und ich hier ab Juni 1976 sechs Wochen eine Minervagipst, der ging vom Kopf, der auch eingegipst war bis zum Bauchnabel. Es hat auch keinen interessiert. In dieser Zeit hat es auch nicht geregnet. Mein Gips war so weich, das man ihn mit der Schere aufschneiden konnte und ich habe wahrscheinlich schrecklich gestunken, denn ich konnte ja den Oberkörper nicht waschen.
      Der Gips war weg und das Wetter änderte sich.
      Wir haben damals alles gemacht, wir haben uns mit Trinken selbst versorgen müssen.
      Heute wird alles hochgespielt, manche fliegen ja ins warme Land, um bei 38 Grad im Meer zu baden usw.

      Liebe Grüße Eva

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  3. Hallo Eva,
    auch von mir unbekannterweise alles GUTE zum Geburtstag für deine Schwester. Sie schaut ja noch vergnüglich und froh gesinnt in die Welt. ;-)
    Mit dem ganzen Getue und Gedöns muß ich dir recht geben. Das Meiste maßlos überdreht und übertrieben. Wie ich schon oft schrieb, sie können nicht das Wetter richtig und vernünftig vorhersagen wollen aber dasselbe für das Klima für 20 oder gar 50 Jahre tun und in ihrer totalen Verblendung auch noch zu meinen sie könnten es ändern. Das ist krankhafter narzißtischer Größenwahn.
    In meiner Kindheit in Nordhessen wuchs ich ein paar Jahre auf einem Bauernhof auf. Da durfte ich öfters mit dem Bauern auf dem Pferdegespannwagen auf dem Kutschbock sitzen und die Leine führen. Interessant war immer die Getreideernte mit solch einem Holzungetüm von Dreschmaschine mit so Bandriemenantriebe, die ein Traktor (Trecker) antreiben mußte. Als Kind war ich oft allein auf weiter Flur unterwegs und damals konnte man oft aus solchen Dorfbrunnen noch Wasser trinken oder aus Waldquellen. Wir haben als Kinder viel natürlicher und gesünder gelebt und waren deshalb auch nicht so aus der Spur wie die Heutigen.
    Wünsche dir ein schönes (Rad?) Wochenende.
    VG
    Oskar

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    1. Hier hast du recht, ich war oft stundenlang unterwegs in Stuttgart und meine Mutter wußte nicht, wo ich war. Mir ist aber nie etwas passiert.
      Handy usw. gabs ja damals nicht und Helicoptereltern auch nicht.
      Ich weiß gar nicht, wie wir das jemals überstanden haben.
      So was, gell!
      Ebenfalls ein schönes Wochenende und ja meine Schwester ist noch recht fit, heute hat sie auch wieder mit ihrem Stock und Einkaufswagen eingekauft.
      Sie überwindet Rolltreppen usw. und zieht ihren Einkaufswagen hinter sich her.
      Liebe Grüße und auch schöne Pfingsten.

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Auch so lapidare Kommentare, die dazu dienen, dass man die Seite des Kommentators anklickt "wie ich war schon lange nicht mehr hier" lasse ich ebenfalls nicht mehr zu, weil des koin Kommentar isch, sondern a Mischt."
Mir wäre das wirklich zu blöd, sowas zu schreiben.