Meinen Lesern und Leserinnen wünsche ich eine besinnliche Adventszeit.
Der Traum mancher Frau ist es, dass ihr Mann sie ins Bett wirft und während sie schläft, das ganze Haus putzt. *Unbekannt*

Wir denken selten an das, was wir haben, aber immer an das, was uns fehlt. *Arthur Schopenhauer*

Für gewöhnlich handelt es sich bei Traumfrauen um eine optische Täuschung. *Peter Ustinov*
Was wohl Katzen hören, Wenn Caruso singt? *Joachim Ringelnatz *

"Ich bin ein großer Jäger, ich jage wilde Vögel, Opernlibretti und schöne Frauen." *Giacomo Puccini*

Giacomo Puccini, Madame Butterfly

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 Ansatzweise habe ich diese Oper mit einigen Arien schon vorgestellt.  

  Allerdings nichts weiteres dazu geschrieben. Madame Butterfly enthält soviele schöne Opernarien, dass man nur staunen kann. 

Gesehen habe ich die Butterfly 2014 an der Oper Stuttgart.
Inzwischen gibt es aber auch eine Neuinszenierung, die mir aber nicht so absolut nicht zusagt. Nein, absolut nicht. 

HIER  

Es ist - wie meist so - das Bühnenbild, aber auch die Inszenierung hat mit der Handlung der Oper nicht mehr viel zu tun. Was blieb, ist die Musik und die schönen Stimmen. 

Auf der Website gibt es auch eine Einführung des Stücks in Kürze.  
Allerdings ist es sehr kurz. 

:-)))

  Die junge Japanerin Cio-Cio San, genannt Butterfly, hat sich von ihrer eigenen Kultur entfremdet und sieht in der Heirat mit dem US-Marineoffizier B.F. Pinkerton eine Chance auf eine neue, amerikanische Identität. Pinkerton sucht allerdings nur das erotische Abenteuer und lässt sie kurz darauf schwanger und mittellos sitzen. Erst nach drei Jahren kehrt er zurück, aber nur, um mit seiner amerikanischen Frau Kate das Kind in die USA zu holen. Cio-Cio San nimmt sich aus Verzweiflung das Leben.

Ich war schon immer ein großer Fan von Puccini und alle seine Opern sind so wunderschön, dass man bei manchen Arien weinen muß. Gerade in der Butterfly gibt es so einige Arien. Die Butterfly habe ich auch mit meinem Bruder Udo in der Olgastraße in Stuttgart gehört, so recht kapiert habe ich die Oper im Alter von 9 Jahren nicht, aber die Musik hat mir schon immer gefallen. 

 "Ich bin ein großer Jäger, ich jage wilde Vögel, Opernlibretti und schöne Frauen."
Giacomo Puccini


Nun so war es ja auch. Puccini hatte zahlreiche Liebschaften, hat geraucht und das Leben genossen. Ich glaube fast, ich wäre auch auf ihn hereingefallen, wer so schöne Musik schreibt.....!!!

Ich habe ja schon einmal einen Post über Puccini geschrieben und hatte hier die Oper Turandot vorgestellt.  

Hier

Auch eine Oper, die ich schon aus Kindheitstagen in der Olgastraße von meinem Bruder Udo mitbekommen habe. 

Hier habe ich schon mal La Boheme vorgestellt.  

Hier die Oper Tosca

Alle diese Opern auch die Butterfly habe ich schon in der Oper Stuttgart gesehen. 

Vor Jahren mal Turandot, da war ich so hin und weg, dass ich sogar die Eintrittkarte aufgehoben habe.  

In Puccinis Opern enden die Frauen meist tragisch. 
Butterfly begeht Seppuku, das ist ein Ritual der Samurai, um ehrenvoll zu sterben. Ein grausames Ritual. Frauen stroßen sich hier mit einem scharfen Messer ins Herz oder in die Halsschlagader. 

Auch hier schreibe ich die Entstehungsgeschichte der Oper. 

Die Handlung der Oper gibt es wie immer bei Wiki

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Madame Butterfly

Japanische Tragödie in 3 Akten von Luigi Illica und Giuseppe Giacosa.
Uraufführung am 17. Februar 1904 in Mailand, Teatro alla Scala 

Overtüre und die ganze Oper, es lohnt sich 


 

Die Vorlage zu Madama Butterfly entdeckte Puccini in London, wohin er zur Erstaufführung seiner Tosca im Juni 1900 gereist war. Im Duke of York´s Theater sah er an einem Abend zwei Stücke des amerikanischen Autors David Belasco (1859-1931), die Posse Naughty Anthony und des tragischen Einakters  Madame Butterfly, dessen rührenden Effekt Puccini bei der Aufführung sofort erkannte. 

Das Stück basiert auf einem 1898 im Century Magazine erschienenen Fortsetzungsroman von John Luther Long.

 Long wiederrum fand die Geschichte in Pierre Lotis (1850-1923) Roman Madame Chrysantheme (1887), der bereits 1893 Andre Messager als Opernsujet gedient hatte. 

Zurück in Torre del Lago wälze Puccini zwar noch andere Themen, so dachte er an Opern über Marie Antoinette nach Daudet Tartarin de Tarascon,

Gerhard Hauptmanns Die Weber 
Victor Hugos Les Misérables, 
 Edmond Rostands Cyrano de Bergerac. 

Doch gegen Ende des Jahres 1900 hatte er sich für Madame Butterfly entschieden und im September 1901 wurde der Vertrag mlit Belasco abgeschlossen. 

Es begann ein Ringen um die endgültige Form des Operntextes. Die Librettisten zogen eine Einteilung in 3 Akte vor.  Puccini aber setzte sich durch mit seiner Vorstellung eines Zweiakters, dessen zweiter Teil durch die stumme Wachszene nochmals unterteilt war. Ein Autounfall im Februar 1903 hielt den Komponisten für längere Zeit von der Arbeit ab, doch am 28. Dezember konnte er die Beendigung der Butterfly notieren.   

Die Uraufführung an der Scala knapp zwei Monate später gehört in die Reihe der großen Uraufführungsskandale der Operngeschichte. Puccini war geschlagen. 

Er zog das Werk zurück und machte sich an eine Umarbeitung, die hauptsächlich in der Unterteilung in 3 Akte bestand  (aus dem Zwischenspiel, welches das nächtliche Warten Butterflys illustriert, wurde das Vorspiel zum 3. Akt), 


der Zufügung der Tenorarie  (Addio fiorito asil) 

 


im 3. Akt und insgesamt eine in der Kürzung um rund 300 Takte. 

Am 28. Mai des gleichen Jahres errang diese Version am Teatro Grande in Brescia einen großen Erfolg. Die Endfassung in der heutigen Form ergab sich anlässlich der Pariser Erstaufführung 1906 an der Opéra-Comique, gegenüber der in Brescia gespielten Fassung war sie abermals um mehr als 450 Takte gekürzt. 

Am 27.9.1907 erfolgte die deutschsprachige Erstaufführung an der Berliner Hofoper (deutsch von Alfred Brüggemann). Joachim Herz hat 1978 an der Komischen Oper Berlin für seine Inszenierung nochmals die Fassung aus Brescia rekonstruiert. 

Madame Butterfly steht gewissermaßen in der Tradition einer Reihe von Opern, die sich an exotischen, orientalischen Stoffen berauschten. 

Direkter Vorläufer und Auslöser war Mascagnis 1908 uraufgeführte Iris, von der Puccini teilweise das Instrumentarium,  darunter die japanischen Glöckchen während der Hochzeitszermonie, übernahm.  


 Ferner bezog Pucccini, um ein möglichst typisches Lokalkolorit zu erzielen, japanische Nationalmelodien in seine Partitur mit ein. 

Authentische japanische Musik wurde ihm durch die Gattin des japanischen Botschafters in Italien , durch ihre Schallplatten, Notensammlungen und ihr Koto-Spiel (jap. Seiteninstrument) zugänglich.  



 

Sakura = japanisch Kirschblütenbäume und ihre Blüten. Sakura sind für Japaner ganz besondere Blüten, die den Frühling, die Schönheit der Natur und die Erneuerung und Vergänglichkeit des Lebens symbolisiert. 

Sakura ist das populärste japanische Volkslied, diese Melodie hat auch in Puccinis Butterfly Eingang gefunden. 



Aufgrund dieser akribischen Vorarbeiten wurde Madame Butterfly im Gegensatz zu anderen Opern mit exotischen Themen eine dramaturgisch sinnvolle Verschmelzung von charakteristisch japanischem und europäischen Kolorit. Mehr als seine anderen Opern hat die Butterfly Puccini den Vorwurf der Operettennähe und des Kitsches eingebracht. 

Doch bei sorgfältiger Interpretation behauptet sich auch in dieser Musik  Puccinis Streben nach emotionaler Wahrhaftigkeit  das in Butterflys 

Un bel di vedremo

  (Eines Tages sehen wir.

Die berühmteste Arie aus dieser Oper. 

Die Callas mein Idol)

 

ihren Abschied 
Tu? Tu? Piccolo Iddio 

 


 

und dem überwältigenden Blumen-Duett mit Suzuki bezwingend zum Ausdruck kommt.


Dagegen klingt das Duett am Ende des 1. Aktes, eines der umfangreichsten und effektvoll gesteigertsten in Puccinis Werk, zu schön, um den Widerstreit der Gefühle zwischen Pinkertons Begierde und Butterflys tiefer Liebesempfindung auszudrücken. 
 
Bimba dagli occhi pieni di malìa 
  
Mädchen in deinen Augen ....
 
 

Vogliatemi bene (liebe mich)

 Finale


 

Madame Butterfly eine der schönsten Opern, mit wunderbaren Arien. 

 Quellen: 
Oper Stuttgart
Wikipedia
Knaurs Opernführer
Rolf Fath  

 

Ein Opernstar ohne Allüren

Renata Tebaldi 

Un bel dì vedremo


 

 

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