Chicorée geschmort
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Chicorée ist ein sehr wertvolles Gemüse, manche essen ihn als Salat z.B. mit Ackersalat oder auch Radiccio.
Es ist ein Gemüse, das man auf viele Arten zubereiten kann.
Die Mutter meiner Schwiegermutter war Belgierin, genauer gesagt, sie kam aus Flamen.
Ich habe sie leider nicht mehr kennengelernt. Aber meine Schwiegermutter ist in Brüssel geboren und aufgewachsen, mußte aber im 1. Weltkrieg mit der ganzen Familie das Land verlassen.
Der Vater meiner Schwiegermutter war Deutscher und leitete die Niederlassung einer Bank in Brüssel.
Von meiner Schwiegermutter, die sehr gut kochen konnte, habe ich viele Rezepte u.a. auch dieses. Es ist nicht jedermanns Sache, ich mags aber sehr.
Chicorée hat eine ganz interessante Geschichte.
Chicorée ist eine Nutzpflanze und eine Varietät der Gemeinen Wegwarte und gehört zur Familie der Korbblütler.
Chicorée bildet eine Rübe, die ca. 15 cm lang und 3 bis 5 cm dick ist.
Das ist die Zichorienrübe.
Chicorée ist sehr gesund. Kalorienarm, reich an Vitaminen (A,B,C,K) und Mineralstoffen (Kalium, Kalzium, Zink), und sein Bitterstoff Lactucopikrin regt die Verdauung an, fördert die Darmflora dank Inulin, stabilisiert den Blutzuckerspiegel und wirkt entzündungshemmend. Er ist ein ideales Wintergemüse, das roh oder gekocht gegessen werden kann.
Wie nun der Chicorée emtstandem ist, ist unbekannt.
Bekannt ist, dass ein Herr Bresier 1846, ein Gartenbauer wahrscheinlich den ersten Chicorée angebaut hat. Er hat die Wurzeln, die sogenannten Zichorienwurzeln, aus denen man ja den Ersatzkaffee macht, wachsen lassen, verhüllte sie lichtdicht mit Sprossen und so entwickelten sie nur ein Minimum der unerwünschten Bitterstoffe und blieben dann auch noch weich.
Deshalb kauft man im Laden den Chicorée auch meistens in einer öffenbaren Kiste.
Um die zur Verwendung von Ersatzkaffee gezüchteten Zichorienwurzeln in schlechten Zeiten nicht zu verlieren, versteckten brabanter Bauern sie in der Revolution von 1830 durch das Abdecken mit Erde.
Beim Ausgraben wurden dann die schönen, knackigen, weißen Blättern (weißes Laub) entdeckt.
Also Chicorée ist eine Spielerei oder auch Abart der Gemeinen Wegwarte.auch der Radiccio gehört dazu.
Und aus den Wurzeln der Zichorie wird ja dieser Muckefuck gemacht.
Ganz schön interessant finde ich.
Das Rezept möchte ich aber hier auch noch einflechten.
Es gibt aber noch viel mehr Rezepte, wie man ihn zubereiten kann.
HIER habe ich schon mal darüber geschrieben und einen schönen Salat hergerichtet.
Geschmorter Chicorée
750 g Chicorée putzen, längs halbieren, den etwas bitteren Kern herausschneiden, die Chicoréehälften waschen, gut abtropfen lassen.
50 g Butter zerlassen die Chicoréehälften dann in etwa 6 Minuten von allen Seiten leicht anbräunen und mit Salz, Pfeffer, Zucker würzen.
Einen säuerlichen Apfel schälen, vierteln, entkernen, in kleine Stücke schneiden, zu dem Chicorée geben, kurz durchschmoren lassen.
2 - 3 Esslöffel Wasser hinzufügen, das Gemüse im geschlossenen Topf 4 - 5 Minuten schmoren lassen, mit Salz und Pfeffer, Zucker abschmecken.
Dazu gabs Kartoffelbrei, mein Freund mag das allerdings nicht, ich habs für mich gekocht.
Den Kartoffelbrei mache ich auch immer selbst, ich habe noch nie einen in der Packung gekauft.










Kommentare:
AntwortenLöschenDas sieht wieder sehr lecker aus. Ich brate Chicoree ohne Apfel, dafür mit ein klein wenig Honig, dann ist er nicht so bitter (obwohl er das ja durch das
Löschenbraten auch schon nicht mehr ist). Aber mit Apfel probiere ich das auch mal. - Zu Deinem Post über Peter Hahne: Er tourt auch durch D. und hält Vorträge über aktuelle Themen. In unserer Kleinstadt war er auch schon. Beste Grüße.