Welch triste Epoche, in der es leichter ist, ein Atom zu zertrümmern, als ein Vorurteil. *Albert Einstein*
Gottes schönste Gabe ist und bleibt der Schwabe
Wenn ich meinen Purzelbaum machen kann,Was ficht die Politik mich an. *Eduard Mörike*

Mein Besuch in Colmar

 Werbung

 

Nachdem ich nun auf der Hochkönigsburg und Riquewihr

war, wollte ich noch im Mai nach Colmar. 

Colmar, wer diese Stadt nicht kennt, der schaut 
HIER 

 Colmar verbunden mit einer sagenhaften Atmosphäre, denn überall sieht man Spitzgiebel, hexenartige Gebäude und und und. Es ist gewöhnungsbedürftig, wenn man sich im Auto oder auch im Bus dieser Altstadt nähert. Bevor man sich dieser Romatik hingeben kann, muß man erst einmal eine merkwürdige Industriezone und viele Kreisverkehre überwinden. Hier mitten in einer Verkehrsinsel sieht man plötzlich die Freiheitsstatue, die die Fackel emporstreckt. Häää, ist man in New York? Nein, diese Statue existiert wirklich. Aber sie misst im Vergleich zu der im New Yorker Hafen nur 46 Meter und sie besteht aus Kunstharz, aber sonst ist die Ähnlichkeit schon vorhanden.  

Auguste Bartholdi - der Schöpfer der Freiheitsstatue in New York, ich wußte das tatsächlich nicht, wieder etwas gelernt. 

Auguste Bartholdi (1834-1904) geboren in Colmar,  ist der berühmteste elsässische Künstler des 19. Jahrhunderts. 
Man kann in der Rue de Marchands, sein Geburtshaus bewundern und es gibt auch ein Museum für ihn. 

 Die Freiheitsstatue konnte ich nicht fotografieren, denn wir waren so schnell mit dem Bus daran vorbei. Aber es gibt sie 
HIER zu sehen. 

Mit mir in Colmar war Sabine sie ist 82 Jahre alt
 

 (sie spricht sehr gut französisch und besucht auch gerade einen französisch Kurs um sich weiterzubilden, alle Achtung )

 und ich sind mit einem Busunternehmen nach Colmar gefahren. 

Ohne Sabine wäre ich verloren gewesen. Englisch spreche ich ein wenig, aber hier keine Chance und Deutsch schon gar nicht.  

 Sabine ist in Königsberg heute Kaliningrad geboren und hat die Flucht vor der Roten Armee mit der Oma mitgemacht. Sie hat mir schon sehr viel erzählt und soll mir keiner was von Flucht erzählen, was sie als kleines Kind erlebt hat, das könnte sie niederschreiben. Ich höre ihr aber immer wieder gerne zu. 
Eine ganz ganz liebe Skorpionsfrau. 

Wir hatten ein Programm, deshalb haben wir zuerst den 
Isenheimer Altar von Matthias Grünewald im Museum "Unterlinden" anschauen wollen. 

Museum "Unterlinden" war früher ein Kloster.

Das Kloster wurde 1232 von den adeligen Colmarer Witwen Agnes von Mittelheim und Agnes von Hergheim mit Unterstützung von Dominikanern aus Straßburg gegründet und 1245 in den Dominikanerorden inkorporiert. Die Kirche wurde 1252 bis 1269 von Bruder Volmar errichtet. Im Zuge der Französischen Revolution wurde das Kloster säkularisiert. die Kirche diente als Abstellraum, das Kloster wurde zur Kaserne. Im 19. Jahrhundert wurden die Gebäude zum Unterlinden-Museum für sakrale Kunst der Region. Der lang gestreckte einschiffige Bau schließt mit einem dreiseitigen Chor mit sieben Jochen. Die Kirche ist flach gedeckt. Ursprünglich war im Süden ein Seitenschiff vorhanden, das abgebrochen wurde. Die Klostergebäude aus der Gründungszeit sind noch erhalten und um einen Innenhof mit Kreuzgang gruppiert.  



 

Wir hatten allerdings nicht bedacht, dass dieses Museum am Dienstag geschlossen ist. 

Schade, aber man kann da ja wieder hinfahren, das wird öfters angeboten. 

Insgesamt waren das hin- und zurück immerhin 6 Stunden Fahrt, was für meine Venen nicht so prickelnd war. 

Ich habe da eine ganz blöde Sache am Bein. Tut nicht weh, aber es muß gemacht werden. Genau ist das eine Perforansveneninsuffizienz. Ich sterbe auch nicht daran und Angst habe ich auch keine, zu sterben, aber ich verschiebe das, auf den Herbst oder Winter. Noch ist es nicht so schlimm, aber es kann schlimm werden, die weil ich eventuell sterben muß, das muß jeder mal, aber was sich draus entwickeln kann, das ist nicht so gut. 

Schade, ich habe ja schon einiges von Matthias Grünewald gesehen, 

zuerst die Stuppacher Madonna, die ich mir erradelt habe 

HIER  

und dann in Aschaffenburg 

Die Grablegung Christi. 

HIER  

Schon als Kind kannte ich die Stuppacher Madonna, denn sie hing in der Olgstraße über den Betten meiner Eltern im Schlafzimmer. 

Colmar ist nett, aber hoffnungslos überlaufen und was man so an Bildern sieht, ist gut aufgenommen, aber sonst hat es mich nicht vom Stuhl gehauen. selbst das "Klein Venedig" fand ich nicht soooo dolle und je näher man den Attraktionen kommt, umso dichter wird das Gedränge. 

Aber es ist alles Geschmackssache. Sollte ich hier nochmals herkommen, dann aber auch nur wegen dem Isenheimer Altar. 

Auch kullinarsch war es nicht so besonders, ich hatte einen Flammkuchen, aber ich mache den tatsächlich besser. Sabine hat Reis mit Saumon = Lachs gegessen. Ich wußte das nicht, dass das Saumon heisst und nun nenne ich den Lachs Saumon. In bestem schwäbisch klingt das schon klasse.
Meine Gosch ist halt nur schwäbisch gewöhnt. 

Aber, ohne mich zu loben, ich koche schon saumäßig gut, wer bei mir gegessen hat, halt vegetarisch, der ist begeistert. 



 

Sabine ist die französische Lebensart gewöhnt und es gefällt ihr auch, denn sie war ja mit einem Franzosen verheiratet. 

Die Preise sind aber auch in Colmar moderat und ich war erstaunt. 

Es ist nett in Colmar, aber nett ist es auch in anderen Fachwerkstätten. 

Wir sind zuerst mal mit der Bimmelbahn (lohnt sich nicht und ist teuer, Dauer 30 Minuten) durch Stadtkern gegondelt. Wir hätten das andere Zügle mit den anderen Reifen nehmen sollen, bei diesem Zügle war es nicht so schön, denn wir bekamen bei jedem Stein einen Schlag in den Nacken. Da sitze ich auf meinem Fahrrad besser. Hier hat es Kopfsteinpflaster, da ist das besonders angenehm. 

Aber gut!

Vielleicht fand ich es auch nicht besonders, weil es so warm war, immerhin 35 Grad und die vielen Leute, die sich alle in diverse Cafees usw. verzogen hatten. 
Die Sonneneinstrahlung war auch gewaltig, das sieht man auf meinen Bildern. 

Schön reden ist nicht mein Fall, wenn mir etwas nicht gefällt, dann sage ich das auch, hat mir schon manche Schwierigkeiten eingebracht, aber ich bin so.
Ich muß mir Freundschaften nicht durch Schönreden oder "schmieren" erkaufen.  

Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob mir Colmar gefällt, auf jeden Fall ist es aber geschichtlich interessant und ich habe einiges wieder erfahren.  

--------------------------------- 

Der Gardehof entstand 1575 aus der alten Kapelle St. Jakob. Die Krypta mit Ossuarium aus dem 13. Jahrhundert blieb dabei vollständig erhalten. Reste der Kapelle sind im Erdgeschoss bis heute erkennbar. Es entstanden im Erdgeschoss Räume für die Garde und im Obergeschoss Prunksäle. Auffälligster Schmuck ist die Renaissance-Ädikula des Portals, deren Giebelschmuck mit der Konsole des darüber liegenden Erkers verkröpft ist. Der offene Erker mit korinthischen Säulen und Gewölbedecke wurde ursprünglich für Verlautbarungen des Stadtrates genutzt. Auf der Westseite wurde eine offene Säulenhalle mit Spitzbogen als Durchgang geschaffen. Nach 1860 wurde das Gebäude von der Polizei genutzt, später dann von Verwaltungseinheiten der Stadt und der Region.  

Keine Chance gehabt, das alles auch nur annähernd anzuschauen.  

 

Fontaine Roesselmann

Ein Brunnendenkmal für Colmars ersten Helden, Jean Roesselmann.
Er verteidigte die Stadt im 13. Jahrhundert gegen die Truppen des Bischofs von Straßburg. Die ursprüngliche Bronzestatue stammt von
 Auguste Bartholdi und wurde 1888 aufgestellt. 
Bartholdi stellt Roesselmann in der Art von Hercule de Peyerimhoff dar, Stadtbürgermeister (1855-77), der seines Amts enthoben wurde, nachdem er sich damals geweigert hatte, sich den deutschen Behörden zu unterwerfen.
Die Statue steht auf einem Sockel aus weißem Marmor mit bronzenen Fischen, aus deren Münder Wasser in ein kleines ebenerdiges Becken fließt.




 Hier unter den Linden in einem schönen Garten beim Colmarer Poeten und Pädagogen Théophiel Pfeffel (1736-1899) haben wir uns etwas ausgeruht. 

Sabine ist ja 82 Jahre alt und hat aber tapfer durchgehalten. Diese Statue ist aber eine Kopie eines Werkes von André Friedrich (1859). Ursprünglich stand sie vor dem Unterlinden-Museum. Nachdem sie beschädigt wurde, wurde die Statue 1899 durch eine Bronzekopie ersetzt. Diese Kopie wurde aber 1899 durch eine Bronzekopie ersetzt und nach Frankfurt gebracht, wo sie für die Zwecke der Bewaffnung eingeschmolzen wurde. 1927 stellte der Colmarer Charles Geiss die monumentale Statue her, die nun auf dem Platz gegenüber dem ehemaligen Palast steht. 
 



 
 
Herr Pfeffel steht inmitten wundervoller Lindenbäume, das riecht so wunderbar. 

 
 

Hier stehen auch einige Eichenblättrige Hortensien (Hydrangea quercifolia).
 Dies ist die Sorte Alice und ein Zierstrauch mit creme-weißen Blüten und sie wird bis zu 2 Metern hoch. 
 



 Hotel de Ville
 
Die Fassade des dreigeschossigen Putzbaus mit 13 Fensterachsen wird von einem repräsentativen Mittelrisaliten bestimmt. Pilaster trennen die Fensterachsen hier. Über dem Portal mit Sandsteinbändern kragt eine Verdachung weit aus und bildet in der mittleren Achse im ersten Stock einen kleinen Balkon mit schmiedeeisernem Geländer. Ursprünglich stand hier ein Hof des Klosters Pairis, der jedoch zerstört wurde. 1779 bis 1782 wurde das heutige Gebäude erbaut und im Rahmen der Französischen Revolution verstaatlicht. Es diente dann zuerst als Präfektur, später dann als Rathaus. 
 
Einer tappt halt immer ins Bild.  
 

Diese dreieckige Messingmarkierung zeigt das Motiv der Freiheitsstatue, sie führen auch zu Sehenswürdigkeiten, die im Zusammenhang mit dem Bildhauer Frédéric-Auguste Bartholdi führen, der in Colmar geboren ist. 
 
Diese Markierungen sind Teil eines Pfades, der auch zu der 12 Meter hohen Replik der Freiheitsstatue am nördlichen Stadteingang führt. 


Das Maison Kern

Das viergeschossige Gebäude mit hohem und steilem Dach wurde 1594 im Stil der Renaissance erbaut. Auffällig ist der Volutengiebel. Sohlbankgesimse gliedern den Bau bis in den Giebelbereich waagerecht.  
 

Reste der Stadtmauer

 
Um 1220 ließ König Friedrich II. die Stadt Colmar ummauern. Im 13. und 14. Jahrhundert wurde diese Stadtbefestigung nach Norden und Osten ausgedehnt und in der Renaissance modernisiert. Ende des 17. Jahrhunderts wurden die Mauern geschleift, die Türme und Tore der Stadt wurden im 18. und 19. Jahrhundert ebenfalls abgebrochen. Nur Reste im Süden der Stadt an der Lauch und am Boulevard Saint-Pierre und der Rue Schwendi blieben erhalten. 
 

Koifhus (Kaufhaus)

 Das 1480 erbaute Kaufhaus war ursprünglich ein Zollhaus, in dem die Händler ihre Waren verzollten. Die oberen Geschosse dienten ab 1698 und bis in das 19. Jahrhundert auch als Rathaus. Der Gebäudekomplex besteht aus drei Gebäuden. Im Erdgeschoss des zentralen Baus aus dem 16. Jahrhundert ist eine offene Halle untergebracht, die über Rundbögen betreten wird. Im Obergeschoss ist dem Gebäude eine hölzerne Galerie vorgelagert, die von Säulen getragen wird. Ein oktogonaler Treppenturm mit Zwiebelhaube ist in eine Gebäudeecke gesetzt. Daran schließt sich ein hoher zweigeschossiger Putzbau an auf dessen Walmdach ein Dachreiter sitzt. Auf der Traufe sitzt eine steinerne Maßwerkbalustrade mit drei Eckerkern. Im Obergeschoss ist hier ein großer Saal mit Säulen. Ein Reichsadler schmückt die beiden Portale im Norden und Süden. Im Norden liegt mit dem Ankerhaus ein weiterer Gebäudeteil, den die Stadt 1594 erworben hatte. Hier wurden vor allem Talg und Kerzen gehandelt.

Die Rundbögen habe ich fotografiert, aber die Leute kann man erkennen und damit ist das Bild auch erledigt.  
 
Das Koifhus (Kaufhaus) war heiss umlagert, das es im Inneren eine Ausstellung gegeben hat. Wunderschöner selbstgefertigter Schmuck und vor allem auch
Taschen und Teile aus alten Jeans. 
Ich habe mir ein Objekt herausgepickt, das werde ich bei Gelegenheit (vielleicht im Winter) mal in Angriff nehmen. Ich habe sowas vor vielen Jahren in der Schule schon mal gemacht und nun habe ich es wieder vor. 
 
 








Werke aus Jeans
So Taschen sind nicht mein Ding, aber ich habe etwas anders gesehen, das möchte ich dann machen. Ich bin zwar kein größer Näher, aber das kann ich sicherlich aus. Mein Projekt für den Winter. 
 
Noch habe ich ja auch keine Jeans, die ich verarbeiten kann. Diese Taschen usw. sind vom Preis her aber wirklich sehr sehr moderat. 
 


Die Bronzestatue von Lazarus von Schwendi (1522-1583). Er hält einen Rebstock in der Hand. Diese Statue wurde von Auguste Bartholdi entworfen und wie ich oben schon erwähnt habe, entwarf auch die weltberühmte Freiheitsstatue in New York City, was man nicht alles auf so Städtreisen erfahren kann.  
 


 Lazarus von Schwendi hat eine interessante Vita. Wie ich immer sage, es kommt eines zum andern und ist immer wieder interessant, wenn man sich dafür interessiert und das mache ich.  
 
Man kann hier tatsächlich in der Geschichte baden. Mir macht das richtig Spaß. Schließlich hatte ich in Geschichte in der Schule eine EINS und das brachte mir dann auch noch neben Deutsch und Geographie einen guten Durchschnitt.  
 
Am Ufer der Lauch steht die Markthalle 
 
Das 1865 entstandene Bauwerk aus Backsteinen und einem Metallgerüst wurde für verschiedene Zwecke genutzt, bevor es im September 2010 seine heutige Funktion erhielt. Das ganze Jahr über sind hier etwa 20 Händler mit ihren frischen und hochwertigen Produkten zu finden. Obst, und Gemüse, Fleisch, Wurstwaren, Käse, Back- und Konditoreiwaren, Fisch und noch weitere köstliche Produkte aus der Region. War alles auch in den Preisen moderat, hat mir wieder erstaunt. 
ABER, die Stuttgarter Markthalle steht in keiner Weise dieser Markthalle nach. Im Gegenteil die Stuttgarter Markthalle ist schon weitaus schöner. 

Ich wollte schon immer von unserer Markthalle einen Post scheiben, im alten Blog habe ich das gemacht, den habe ich leider gelöscht und das bereue ich immer wieder. 
 



Hier sieht man schon ein bisschen in die Fischerstaden. 


 In Colmar sind die Liebesschösser ROT, um die ohnehin schon märchenhafte, romantische Kuisse der Stadt zu unterstreichen. 
Rot ist bewußt gewählt, damit das Geländer von "Klein-Venedig" rosenähnlich blüht.
Mir gefallen die Liebensschlösser absolut nirgends. 

Naja, wenn es denn so wäre, man kann sich ja auch viel einbilden, aber vor lauter Menschen vermisst man schon mal einen König, oder eine prachtvolle Kutsche, oder, dass eine Fee vom Himmel herunterschwebt. 
Für Kinder - so habe ich die Erfahrung gemacht - ist diese angeblliche Idylle eher langweilig. 

 

Der Fischerstaden 
 
Am Ufer der Lauch stehen malerisch aneinandergereihte Fachwerkhäuser, die fast alle früher von Fährmännern und Fischern bewohnt wurden. Letztere konnten ihre Reusen im Fluss platzieren. Über die Rue de la Poissonnerie erreicht man "La Petite Venise", den romantischsten Teil des Viertels Krutenau, das damals das Viertel der Gemüsebauer war. In flachbödigen Booten, die an Gondeln erinnern, konnten sie ihre Waren über die Lauch bis in die Stadt transportieren. 
Man kann sich dort auch Boote mieten und "Bootle fahren" haben wir aber nicht gemacht, der Sonne wegen. 
 
Das Klein-Venedig
 

 
 
Das Colmarer-Viertel um die Lauch herum wird "La Petite Venise" genannt. Der Name entstand zweifellos aus der ursprünglichen Ausrichtung der Häuser auf beiden Seiten des Flusses, der in den Südosten der Stadt verläuft. Das Viertel Krutenau war zunächst von einer ländlichen Gemeinschaft aus Winzern, Gemüsebauern und  Fährmännern bewohnt. Es ersteckt sich um die Rue Turenne, über die 1674 der Feldwebel triumphal in die Stadt eingezogen ist. 

Wieder was gelernt. 
 








 Ich hatte ja schon geschrieben, dass der Storch im Elsass den Menschen am Herzen liegt. 
 
Seit dem Mittelalter ist er ein wichtiges Symbol. Damals galt der Storch als Tier der Fruchtbarkeit, daher kommt die Legende, dass Störche Babys zur Welt bringen. 
Als sie im Frühjahr zurückgekommen sind, kündigte man ihre Ankunft an, indem man durch die Straßen schlenderte und Hörner blies und die Storchennester auf den Dächern der Häuser, die von einer Storchenfamilie ausgewählt wurden, Glück brachten, zumal sie ja Fleischfresser sind und sich von Schädlingen ernähren.  
 
Auch hier in Colmar ist er oft zu sehen.
 




 
 
Und am Ufer der Lauch gab es sogar noch ein Storchenpaar, das auch über unsere Köpfe hinweggeflogen ist. 
 
Schön! 
 



 
Das Gerberviertel 

Es ist etwas dunkel, aber man hier Ruhe finden, denn es war dort nicht viel los, warum, das ist mir auch schleierhaft.  
Das Gerberviertel ist ein richtiges Dorfbin der Stadt, das dank des Malraux-Gesetzes,
 
Das Malraux-Gesetz (loi Malraux von 1962), benannt nach dem ehemaligen französischen Kulturminister André Malraux, ist ein bedeutendes französisches Gesetz zum Denkmalschutz und zur Stadterneuerung. Es ermöglicht die Ausweisung ganzer historischer Stadtviertel als „geschützte Zonen“ (secteurs sauvegardés), um deren architektonisches Erbe umfassend und strukturiert zu restaurieren.  
 
von 1968 bis 1974 einer esemplarischen Sanierung unterzogen wurde. Die meisten der Bauwerke sind ehemalige Häuser von Gerbern. Sie stammen alle aus dem 17. und 18. Jahrhundert, sind schmal, tief und hochund mit tragendem Fachwerk ausgestattet. Da es keine Fundamente und Keller gibt, stehen sie auf steinernen Grundplatten. Auf den Dächern finden sich zahlreiche Nischen, in denen die im nahegelegenen Wasserlauf vorbereiteten Häute getrocknet wurden. 
 
 





Es gibt auch viele feine Läden mit guten Sachen zum kaufen. 
Sabine hat einiges eingekauft und ich habe diesen roten Käse probiert. 
 
Etwas Besonderes kostet eben, aber nun ja, es ist alles Geschmackssache. 
 


 
 Wir haben dann noch einen Kaffee und ein paar Kugeln Eis gegessen. 
 
Allerdings waren auch die Eiskugeln teuer 2,50 Euro pro Stück.  
 
Einen besonderen Service gibt es in Colmar, es fahren immer wieder in bestimmten Abständen Kleinbusse in der Altstadt herum. Hier kann man Winken und sagen, wo man hin möchte. Der Fahrer bringt die Leute zum Ziel, aber immer schön der Reihe nach. 
 
Wir hatten die Abfahrt auf dem Parkplatz in Colmar um 17.15 Uhr. 
 
Sabine taten die Fußsohlen weh und wir haben uns so einen Bus herangewunken. 
Sie zeigte auf dem Stadtplan dem Fahrer den Parkplart, an dem unser Bus parkte. Nahmen Platz und und harrten der Dinge. Aber wo fuhr der Bus nur hin?
Sabine sprach nochmals mit dem Fahrer und der meinte, dass der Bus jetzt erst zum Bahnhof fährt. Du liebe Zeit, das ist ja ganz woanders. 
Dann machte der Fahrer Pause und wir mußten in einen anderen Kleinbus einsteigen. Inzwischen war es 17:00 Uhr, ich wurde leicht nervös und Sabine behielt die Ruhe. Französische Lebensart eben. 
 
Dem anderen Fahrer wurde dann erklärt, wo wir hin wollten. Gut, er hielt dann irgendwo und erklärte Sabine, dass es nur 5 Laufminuten zum Parkplatz sind. 
 
Denkste, wir mußten 2 x fragen und inzwischen war es 17:20 Uhr. 
Puhhh, ich rief den Busfahrer an, der uns gottseidank seine Handynummer gegeben hatte und sagte Bescheid. 
Gut, wir waren dann 17:25 Uhr am Bus und die Heimfahrt konnte beginnen.
 
Danke Sabine, ohne dich wäre ich verloren gewesen.  
 
Alles war gut und wir kamen gut nach Hause. 
Was ich nicht verstehen kann, ist, dass sich manche Leute einfach aus dem Staub machen, ohne dem Busfahrer ein Trinkgeld zu geben. 
 
Ich finde das erbärmlich. 
 
So, das war meine Reise nach Colmar, ich habe aber zwischenzeitlich noch einige andere Städtereisen gebucht, die finden aber erst im Juli statt und da bin ich gespannt. 

Genau gerechnet sind solche Tagesreisen doch viel teuerer, als ein geplanter Urlaub. Aber, ich konnte ja nicht in Urlaub, 
weil der Mann meiner Freundin gestorben ist und mir ja die OP bevorsteht. 
 
Da habe ich jetzt aber im Juni einen Vorbesprechungstermin bekommen.  
 
Morgen bin ich on Tour mit dem Rad, wohin die Tour geht, weiß ich noch nicht. 
Es kommt auf das Wetter an. Eigentlich will ich in Richtung Heilbronn mit dem Zug und von dort die Tour auf eine Burg beginnen, das wird wieder Höhenmeter geben. 
 
 
Heute nach dem Mittagessen werde ich einen kleinen Spaziergang hier ums Eck auf die Schmetterlingswiese machen. 

Bin gespannt, ob ich welche fange.  

Kommentare

Kommentar veröffentlichen

Laut DSGVO bin ich verpflichtet, dich darauf hinzuweisen, was mit deinen Daten passiert, die du hier in den Kommentarfeldern hinterlässt. Bitte beachte dazu die Datenschutzhinweise die du oben in der Startseite findest.

Kommentare, die nichts mit dem jeweiligen Post zu tun haben, lasse ich nicht mehr zu.