Geh' in dich, nimm dein Ende wahr! Wirst nicht noch einmal hundert Jahr. *Mörike* Der alte Turmhahn

»Ich glaube, eine Frau kann viel leichter bei einem Mann etwas erreichen, wenn sie einen runden Busen hat. Deshalb habe ich mir vorgenommen, mir morgen vier Taschentücher in den Ausschnitt zu stopfen...« Annemarie Selinko "Desiree"
Gottes schönste Gabe ist und bleibt der Schwabe
Denn es ist nicht genug, einen guten Kopf zu haben; die Hauptsache ist, ihn richtig anzuwenden. *René Descartes*

Tour von Herrenberg über verschiedene Stationen und wieder nach Herrenberg zurück

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Am Pfingsonntag hatte ich mir eine Tour vorgenommen. 

Ich bin mit der S-Bahn nach Herrenberg gefahren um von dort einige Ziele anzuradeln. Es ist eine sehr schöne Strecke mit Höhen und Tiefen. 

 In der Gegend um die 800 oder auch ein wenig mehr Höhenmeter aufwärts bewege ich mich ja immer. Dabei nehme ich aber nie die Turbostufe, sondern fahre brav in der Eco-Stufe, oder in der Tour oder, wenn es ganz hart kommt in der MTB-Stufe, dank der Flow-App kann ich das individuell einstellen. Ist eine feine Sache. 

Los ging es in Herrenberg, da war dann gleich mal der Aufzug kaputt und ich konnte aber mein Rad die Treppen herunterlassen. Das geht schon. Herrenberg hat dann eine Rampe, um nach oben zu kommen, das ist schon auch prima. 

In Herrenberg war ich schon so oft, dort findet sich auch eine Skulptur von Peter Lenk. 

Herrenberg und der Herrenberger Altar von Jerg Ratgeb sind ja durchaus bekannt. 

HIER  

Bei meiner Tour kam ich auch am Eisweiher vorbei. Es ist sehr schön dort und Bänke laden zum Sitzen ein.

Das Gewässer eigenet sich hervorragend zum Fischfang, aber das interessiert mich weniger, bin doch Vegetarier. 

 



Schön sind die Sumpf-Schwertlinlien, die dort wachsen. 

 

Das Wahrzeichen von Herrenberg, die Stiftskirche, sie rückt jedes Jahr ein paar Milimeter weiter ins das Tal. Sie beherbergte auch früher den Herrenberger Altar, der steht heute im Landesmuseum in Stuttgart. 


Landschaftlich sehr reizvoll und auf dem Rad kann man die Landschaft schön vorüberziehen lassen. Man könnte auch ständig fotografieren. 


Unterwegs habe ich noch einige Distelfalter gesehen und hätte auch einen richtig erwischt, aber in diesem Augenblick kam ein Radler daher und der Distelfalter war weg. 




Kurzer Halt in Hailfingen, dort befand sich das KZ Außenlager Hailfingen. Hier  befand sich ein Flugplatz, der so erweitert werden sollte, dass er sich für den Einsatz von Nachtjägern eignet. 
Der Hailfinger Flugplatz sollte im Jahr 1944 so erweitert werden, dass er sich für den Einsatz von Nachtjägern eignet. Aus Mangel an deutschen Arbeitskräften wurden bei den Bauarbeiten bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs ca. 2000 Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge zur Arbeit gezwungen.


 


Am 19.11.1944 traf ein Transport vom Konzentrationslager Stutthof (bei Danzig) ein, der 601 Häftlinge nach Tailfingen brachte, wo das „Arbeitslager Hailfingen“, ein KZ-Außenlager von Natzweiler/Struthof (Elsass), eingerichtet wurde. Die KZ-Häftlinge waren für den Ausbau des Nachtjägerflugplatzes beantragt worden, auf dessen ehemaliger Startbahn heute ein Mahnmal an sie erinnert. Gearbeitet wurde überwiegend in den umliegenden Steinbrüchen, am Ausbau der Startbahn und am Bau von zwei Rollwegen.

Die Gefangenen waren zwischen 14 und 60 Jahre alt und stammten aus 16 verschiedenen Ländern. Die meisten waren, bevor sie hierher kamen, in Auschwitz gewesen. Viele hatten dort ihre Eltern, Geschwister oder Kinder verloren. Etwa 50 der Häftlinge kamen aus dem Baltikum.

Als Lager diente eine umzäunte und bewachte Flugzeughalle. Die Häftlinge schliefen anfangs auf dem blanken Boden, der nur mit Stroh ausgestreut war. Es gab unzulängliche sanitäre Einrichtungen und keine ärztliche Versorgung. Viele Häftlinge starben in Folge von schwerer Arbeit, Kälte, Krankheiten und Unterernährung. Einzelne Überlebende erinnern sich, auf dem Weg zur Arbeit etwas Essbares von Anwohnenden erhalten zu haben.

Mitte Februar 1945 wurde das Lager geräumt und die überlebenden Häftlinge in die Konzentrationslager Vaihingen/Enz, Dautmergen, Allach und Bergen-Belsen gebracht, wo viele von ihnen starben. In Hailfingen selbst ist der Tod von 189 Häftlingen nachgewiesen: Zwischen dem 21.11.1944 und dem 5.1.1945 wurden im Krematorium in Reutlingen 99 Tote des Lagers verbrannt. 15 Häftlinge, die zwischen dem 4.12. und dem 9.12.1944 starben, wurden im Krematorium in Esslingen eingeäschert. In einem Massengrab, das am 1.6.1945 entdeckt wurde, lagen 75 Leichen. 
 



 
Richtung Weitingen begegnete ich diesen Schafen, sind sie nicht goldig. 
Die hatten aber ihren eigenen bockigen Kopf und haben gar nicht posiert. 
 
 
 
 
 
Wunderschöne Strecken gabs direkt durch den Wald und das war schön kühl. 
 


Kirche in Nebringen







Hier wollte ich einem Schloß einen Besuch machen, aber das habe ich total verfehlt, konnte man eh nicht besuchen und auf der Rückfahrt habe ich es doch noch gesehen. 
 
Hier bei Nebringen geht es den Berg hinunter und es ist eine sehr befahrene Straße, warum das als Radweg ausgezeichnet ist, ist mir schleierhaft. 

Aber in Ordnung, dort habe ich kurz an der Brücke Halt gemacht und habe die Eyach, die hier fließt fotografiert. 
 
Die Eyach ist ein ca. 50 Kilometer lang es Neckars und entspringt auf der Schwäbischen Alb und mündet bei Eutingen in den Neckar.  




Und da sehe ich es schon, wo ich hinwollte. 
 
Das Schloß Hohenmühringen 

Schoß Hohenmühringen hat einen markanten, vielstöckigen Hauptturm mit neugotischen Zinnen und einem spitzen Ecktürmchen, der Stilelemente des Mittelalters, der Renaissance und des Historismus vereint. 
Das Schloß troht auf einem bewaldeten Bergsporn und ist von einem dichten Baumbestand sowie markanten Nadelbäumen (Zypressen und Mammutbaum) umgeben.
Die geschichtsträchtige Anlage befindet sich heute in Privatbesitz. 

Das das Betreten verboten ist, habe ich es nur von außen fotografiert, aber auch das ist schon schön.  
 
Mühringen ist ein Stadtteil der Stadt Horb, dass ich auf dieser Tour so überall herumkomme und Horb gar nicht weit ist, hätte ich nie gedacht, aber das gibt dann schon wieder eine neue Tour. Gestern hat mir mein Freund wieder was von einer Burg erzählt, das ist dann mein nächstes Ziel, das geht aber dann in Richtung Heilbronn.
Möchte ich unbedingt diese Woche noch radeln.  

Erbaut wurde das Schloß im 12./13. Jahrhundert.
Im 16. Jahrhundert wurde eine Neuer Bau eingefügt und 1875 wurde es im neugotislchen Stil bzw. Stil des romantischen Historismus, Entwurf Bauinspektor V.Rupp ausgebaut.  
 
 
 
Also, es geht steil nach oben, freu! 
 







Es geht weiter den Berg steil nach oben, ich dachte, das hört nimmer auf.  Aber dann kommt eine wunderbare, aussichtsreiche Strecke, die mich tief in den Wald führt.
 
"Im Wald, wo die wilden Männer husten", pflegte meine Schwiegermutter zu sagen. 
Tatsächlich ist es tiefer Wald und ich hatte ein wenig ein komischen Gefühl in der Magengrube, wohin mich dieser doch recht gruseliger Weg führt. 
 
Ein Blick auf den Navi, doch, ich hatte den mir selbst herausgesucht, hier geht es zur Ruine Frudeck

Das alles ist aber eher ein Wanderweg, hätte mir Komoot auch sagen können. 
Von der Ruine allerdings ist nicht mehr viel zu sehen. Aber die Aussicht ist klasse und ich hatte ordentlich Fracksausen, ob es hier so weitergeht.
Aber meine Devise
 
"No rist, no fun" hat sich bewährt es ist so.  
 
Die Burgruine Frundeck, auch bekannt als Ruine Frundeck, thront stolz auf einer Höhe von 490 Metern im Landkreis Freudenstadt in Baden-Württemberg. Östlich von Ahldorf in Horb am Neckar gelegen, bietet diese historische Höhenburgruine einen faszinierenden Einblick in mittelalterliche Zeiten inmitten einer ruhigen Waldlandschaft. Als bedeutende historische Stätte und Aussichtspunkt zieht sie Besucher an, die die Überreste ihrer Vergangenheit erkunden möchten.  

 






Ich habe es schon oft erlebt, aufgeben hat keinen Zweck und es ging weiter, ein kleiner Abwärtsweg tats sich mir auf, aber der war so schmal, dass ich hier nicht heruntergeradelt bin. 

Gottseidank war ich dann endlich unten und ich sah die kleine Eisenbahbrücke über die Eyach. 



Hier am Bahnhof in Eyach hätte ich abbiegen sollen, war aber nirgends eine Abzweigung zu sehen. Komoot halt, ist nicht immer gut, obwohl Komoot eine Programm von den schlechteren ist, ist es dennoch das Beste davon. 
 
Zweimal bin ich hin und her geradelt, habe Radler gefragt, die haben die Abzweigung auch nicht gefunden. Die gabs einfach nicht. Aber zwei Radler haben mir dann gesagt, dass ich auf dem Neckartalradweg in Richtung Rottenburg am Neckar bin. Da wollte ich nicht hin, aber in der Not. Neee, die Tour mache ich nächstens, aber nicht heute. 
 
Nochmals zwei Radler gefragt und gesagt, dass ich zum Schloß Weitenburg möchte. Sie haben mir den Weg gezeigt, aber das war schon eine halbe Offenbarung. 
Ich bin ja ein geogrphischer Bildgänger aber manchmal klappts halt doch und Komoot hat mich doch hier auch wieder durch die gestrichelte Linie gezeigt, wie ich wieder auf den richtigen Weg komme. 
Danke, soooo schlecht biste tatsächlich nicht. 
Gottseidank speichere ich meine Touren immer ab, so habe ich die Verbindung immer. 
Ich wäre verloren gewesen. 
Manchmal hänge ich tatsächlilch in den Seilen, aber es geht immer weiter.  
 
Irgendwie kam ich dann - auch durch Wegweiser - nach Börsingen und von dort konnte ich von weitem das Schloß Weitenburg sehen. 
 
 


 
Es ist ein sehr schönes Schloß, da wollte ich ja zuerst hin, aber es hat so nicht geklappt. Ich mache mir da jetzt auch keinen Kopf. 
 
Schloß Weitenburg ist in Privatbesitz und kann für Events auch gemietet werden. 
Ich bin dran vorbeigeradelt, aber ich hatte - hatte ja auch nix gebucht - auch keine Lusst mehr, das kurze Stück dahin zu radeln. 

Ich bin dann weiter nach Eckenweiler geradelt und habe Bondorf passiert und bin dann durch die Ammeraue, dort entspringt die Ammer, (die Ammer ist ein 22 Kilometer langer Nebenfluß des Neckars) die bei Tübingen in den Neckar mündet. 
 
Quelle der Ammer, ich bin aber nicht ins hohe Gras gelaufen, mit kurzen Hosen muß das nicht sein.  
 


Die Alb, die blaue Mauer, eine Schöpfung von Eduard Mörike. 
Er sah mit großen Freuden von der Bempflinger Höhe auf die Alb als wundersame blaue Mauer.

  
 
Auch das gibt noch eine Radtour, allerdings macht man Tübingen nicht an einem Sonntag, das macht man unter der Woche und dann zahlt man eben für sein Rad 7,50 Euro. Aber die Tour steht schon und ich habe sie für das nächste Mal geplant. 

Ich sag ja, ich bin so mit Touren beschäftigt, aber mir gefällt das und ich sehe auch sehr viel. 
 
Hier entspringt die Ammer, von hier aus ging es dann nach Herrenberg und ich habe es bestimmt schon mal geschrieben. 
 
In Herrenberg gibt es die Firma Gustav Knoll.
 
Eine Firma, die spezielle Designermöbel herstellt. 
Mein Schwager, der in Stuttgart Architekt war, hat viel mit dieser Firma zusammengearbeitet. 
 
Auch in Korb gibt es diese Firma Knoll International. 
Die haben meinen Lieblingssessel, meine Schwester hat einige davon. 

 
Wer sich mit Innenarchitektur beschäftigt, kommt an diesen Firmen und vor allem an diesem Designer nicht vorbei. 

Harry Bertoia war ein italo-amikanischer Designer. Selbst die echten "alten" Bertoira Sessel haben heute noch einen hohen Marktwert.
 
Mir hat der Gründerzeitbau gefallen, natürlich etwas modernisiert, aber schon wunderschön und ich habe für diese Backsteinbauen etwas übrig.
 









 
 
Die Geschichte der Familie Knoll ist interessant. 
 HIER 
 
Auch interessant ist, wie das alles zusammenhängt, 
der Schwiegervater von Gustav Knoll war Karl Vollmöller, bekannt in Stuttgart ist das
Vollmöller Areal, da möche ich schon lange darüber berichten. 
Ein Tochter von Karl Vollmöller war die Malerin Mathilde Vollmöller, die
mit dem Maler Hans Purrmann verheiratet war. 
Es gibt viel zu berichten, manche mag es nicht interessieren, aber mich. 
 
Mathilde Vollmöller lebte lange auf der Burg Beilstein, die Karl Vollmöller kurzerhand gekauft hatte. 
 
Hier habe ich davon berichtet.
 
und






Hier beim Gebäude befindet sich auch der Bahnhof von Herrenberg, hier fahren sowohl die S-Bahn, nach Stuttgart und auch die Nahverkehrszüge.
Ich habe mich für die S-Bahn entschieden, weil sie schon hier stand und der Aufzug war wieder in Ordnung. 
 
Bin dann in die S-Bahn eingestiegen und habe mir meinen Radplatz gesichert, was dann kam war schon sehr ignorant und unverschämt. 
 
Drei Leute kamen herein, hatten keinen Platz und haben ihre Räder einfach in die 1. Klasse gestellt und dort Platz genommen. 
 
Wie das Prozerdere weitergegangen ist und was die anderen Radler gesagt haben, 
das erspare ich mir. 

Ich bin dann an der Schwabstraße in Stuttgart ausgestiegen und dann in die S-Bahn nach Bietigheim eingestiegen. Das war prima und keiner wollte was von mir. 
 
Zusammenfassung
Tour am 24.Mai 2026
76 Klometer
1.710 Höhenmeter
855 Climb
855 Downhill 
5,5 Stunden Fahrzeit
2.343  Gesamtkalorien KCAL
Wetter: 20 Grad, sonnig
Luftfeuchtigkeit 68 %
Luftqualität: 2 
CO2 Einsparung = 12,2 KG 



Ich lese nachher nochmals durch, vielleicht hat sich ein Fehler versteckt, den bitte ich zu entschuldigen.  



 


 

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