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Meine Radtour am letzten Sonntag sollte mich in das
33 Kilometer entfernte Lehrensteinsfeld führen. Dort gibt es einen alten Wehrturm, den schon mein Onkel (Kunstlehrer am Eberhard-Ludwigs-Gymnasium in Stuttgart) in einem Bild festgehalten hat. Meine Oma ist eine Stosfelderin gewesen.
Stosfeld=Lehrensteinsfeld.
Es war eine schöne Tour durch die Weinberge mit recht kräftigen Steigungen, aber gut mit einem Pedelec zu bewältigen. Noch sind die Weinberge ja ziemlich kahl, wie auch die Landschaft. Aber, wenn ich hier Ende März oder April fahren werde, dann wird der Ausblick auf den Necker gigantisch sein. Darauf freue ich mich.
Bis Ilsfeld und Untergruppenbach stehen dem Radler gute Radwege zur Verfügung und es hat alles recht gut geklappt. Im Bottwar- bzw. Schozachtal zu radeln macht irre Spaß. Die Bottwar und die Schozach sind zwei Flüsse Die Bottwar ist ein Nebenfluß der Murr und entspringt in den Löwensteiner Bergen. Vom Bottwartal, kommt man dann auch in das Schozachtal. Die Schozach ist ein Nebenfluß des Neckars.
Es war am diesem Tag morgens noch recht kalt, aber die Sonne kam am Nachmittag (ich habe zwar eine sehr gute Radelsonnenbrille, aber ich bekam trotz allem einen Sonnenbrand im Gesicht, das ist nicht schlimm für mich, aber als ich die Brille heruntergenommen habe, habe ich ausgesehen wie ein Waschbär) und somit war der Radweg auch gut beradelt. So gut, dass ich dann aufgegeben habe und in die andere Richtung weitergeradelt bin, Richtung Beilstein. Das ist eine Stadt im Landkreis Heilbronn, nahe Ludwigsburg.
Weithin ist er sichtbar, der "Langhans" auf der Burg Hohenbeilstein im Landkreis Heilbronn.
28 Meter hoch, fünfeckig und besteht aus einer 2,5 Meter dicken Schildmauer, sowie mehreren Nebenbereichen im Bereich der Vorburg.
Die Vorburg wird heute als Falknerei und als Gaststätte benutzt. Die heutige Gaststätte, in der eine sehr gute Küche geboten wird, ist ein Bau von Albert Benz, der im KZ Sachsenhausen verschollen ist. Albert Benz war ein deutscher Architekt und hat viele Villen und Kirchen ausgestattet.
Dort kannst du auch ein sogenanntes Rittermahl buchen, soll ja ganz toll sein, aber nichts für mich.
Du kannst dort also einen ganzen Tag verbringen.
Zur Burg gehörte noch ein Palas (Saalbau), der aber nicht mehr erhalten ist. Unter anderem befinden sich noch viele Rekonstruktionen der alten Bauten von Albert Benz.
Auf die Burg Hohenbeilstein führt ein sehr steiler Weg, den gute Radler mit ihren normalen Rädern gut bewältigen, da bin ich jedesmal mehr als erstaunt aber mit meinem Rädle mit Unterstützung im Turbo- und dem erstem Gang, kein Problem. Natürlich muß man da auch treten, aber für mich auch eine gute Übung für das Radeln im Gebirge.
Ja, ich habe sogar Rennradfahrer überholt. :-)))))))
Die Burg befindet sich mitten in den Löwensteiner Weinbergen für Weinkenner ein Eldorado.
Ich bin weder Weinkenner noch Weingenießer aber der Wein muß schon sehr gut sein.
Wie heisst es doch
Badischer Wein von der Sonne verwöhnt,
ABER
Kenner trinken Württemberger
Auf der Burg Hohenbeilstein befindet sich auch eine Falknerei.
De Vorführungen habe ich schon mal gesehen, doch ich bin hier immer wieder skeptisch, weil ich gefangene Tiere - selbst in der Wilhelma in Stuttgart, schaue ich mir nur die Gewächshäuser und die Blumen an - nicht mag.
Ich habe etwas gegen Tiere in Gefangenschaft und meine das muß nicht sein. Ist aber meine Meinung, jemand anderes mag es anders sehen.
Wenn man die Tiere anschaut, sie leiden alle unter Hospitalismus.
In diesem Weinbergen kann man wunderbar wandern, also mit dem Auto nach Beilstein fahren, die Burg besichtigen, kostet nur Eintritt, wenn Vorführungen sind. Ansonsten ist der Eintritt frei. Man kann die Greifvögel auch in ihren Käfigen besuchen, wenn man will. Das will ich aber nicht.
Die Wandermöglichkeiten sind gradios und die Aussicht in die Umgegend ist überwältigend.
Ich bin nun nicht so der große Wanderer, habe die Gegend aber auch schon abgewandert.
Die Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau befindet sich oberhalb und der Weg führt direkt dort vorbei.
Die Ursprünge der Burg liegen im 11. Jahrhundert. Die ältesten noch heute sichtbaren Bestandteile stammen aus dem 13. Jahrhundert. Bergfried und Ringmauer weisen Steimetzzeichen auf, die man auch in den umliegenden Burgen Lichtenberg (davon berichte ich auch noch), Helfenberg, Liebenstein und Neipperg finden kann.
Angeblich durch den Grafen von Calw erbaut, scheint sich die Burg im 13. Jahrhundert im Besitz der Markgrafen von Baden befunden haben und kam dann 1340 dauerhaft zu Württemberg.
Die Amtsgebäude (Sitz des württembergischen Vogts) fielen 1693 dem Pfälzischen Erfolgekrieg zum Opfer und wurden von Französischen Truppen zerstört.
Im Sommer sieht es hier so aus:
Da bekommst du noch einiges zu sehen.
Du siehst, Württemberg ist ein Land mit einer überaus interessanten und wissenwerten Geschichte und ich werde dir noch viel darüber erzählen.
Anbei hier meine Übersicht, wie ich geradelt bin.
Geradelt am 24. Februar 2019
629 Höhenmeter
74,23 Kilometer
Fahrzeit: 3:75 Std
Das ist, wie ich finde ein sehr gutes Ergebnis für mich.
Für das, dass ich geradelt bin, habe ich viele Bilder gemacht, das Körbchen war ja am Rad, so konnte ich die Camera mitnehmen. Sonst geht das nicht so einfach, da kommt meistens nur die kleine Camera zum Zug. Die passt in den Rucksack.
Kommentare hier:
AntwortenLöschenToll. Immer wenn ich Deine Berichte liest, hat man Lust, dich sofort auf das Rad zu setzen und loszuradeln...
AntwortenLöschenVielen Dank dafür, dass wir Dich auf diesem schönen Ausflug virtuell begleiten durften. Die Burg ist toll und dank Deiner Erklärungen für mich schon ein wenig vertraut.
AntwortenLöschenHabe einen schönen Sonntag.
Liebe Grüße von Ingrid, der Pfälzerin
Also, eins sollten wir mal aufklären: Der sonnenverwöhnte Badische Wein wird sowohl von den Badenern, als auch von den Kennern aus Württemberg getrunken und umgekehrt, so, das hätten wir. :) Deine Tour wieder einmal lobenswert, vor allen Dingen, dass du dein Radelvorhaben so genau einhälst, hast du Urlaub?? Nun sind wir wieder alle auf die neue Radelwoche bei dir neugierig, so lernt man das Ländle kennen, ohne selber in die Pedale zu treten.
AntwortenLöschenLiebe Grüße
aus dem Badischen
Edith
Liebe Eva,
AntwortenLöschenwieder hast Du uns auf eine wunderbare Radtour mitgenommen. Danke fürs Mitnehmen und die vielen wunderbaren Fotos, gerade auch von der Burg.
Angenehmen Sonntag und lieben Gruß
moni
Du weisst immer soviel Interessantes zu berichten von und über deine Radtouren. Mit den Bildern kann man da fast Mitradeln (ganz ohne Anstrengung).
AntwortenLöschenL G Pia
Your photos are great - I enjoyed very much!
AntwortenLöschenWouwww, wie spannend, ich galub die Gegend würde mir auch gefallen.
AntwortenLöschenGruss Ayka
Ach wie schön, die Burg, auf der die Malerin Mathilde Vollmoeller - Purrmann zeitweise gelebt hat ( die Burg hatte ihr Vater, der Trikotagenhersteller Vollmöller erworben hatte ). Sie ist eine wenig beachtete Coloristin, Frau von Hans Purrmann, über die ich hier geschrieben habe:
AntwortenLöschenhttps://lemondedekitchi.blogspot.com/2018/07/great-women-148-mathilde-vollmoeller.html
Dem alten Vollmöller haben die Beilsteiner seinen Einsatz für die Burg nicht wirklich gedankt... Hat die Familie viele nerven gekostet.
LG
Astrid
Liebe Astrid,
Löschendas stimmt, sie ist weniger bekannt. Aber ich kannte sie schon in den 60er Jahren, als meine Schwester ein Wohnung in der Vollmoeller Straße in Stuttgart-Vaihingen gemietet hatte.
Der ganze Vollmoeller-Bau steht ja heute nicht mehr, nur noch das Hauptgebäude,
das beherbert heute das Hotel Fontana und bei der Umwidmung durfte ich sogar auch von Amtes wegen mitarbeiten. Also so unbekannt ist sie mir nicht.
Lieben Gruß Eva und danke für den Kommentar. :-)
In Stuttgart-Vaihingen steht ja auch der sogenannte Eiermann-Campus.
LöschenMal sehen, vielleicht berichte ich da mal drüber.
LG Eva
Liebe Eva,
AntwortenLöschenich kann nur immer staunen über die Strecken, die du beradelst. Eine wunderschöne Gegend hast du dir wieder ausgesucht. Eine Falknerei gibt es auch im Wörlitzer Park. Eine Vorführung haben wir mal besucht. Man kann dort auch Wanderungen mit dem Falkner und seinen Vögeln buchen. Das haben wir uns auch mal vorgenommen. Muss interessant sein, die Vögel in freier Natur bei der Jagd zu beobachten. Obwohl wir ja bei unseren Spaziergängen durch die Felder auch viele Greifvögel sehen. Ich wünsche dir noch ganz oft so tolles Radelwetter.
Liebe Grüße vom Emma und Lotte Frauchen
Liebe Eva,
AntwortenLöschenda habt ihr wieder eine tolle Tour gemacht! Danke für all die so schönen Bilder und die vielen interessanten Informationen dazu!
Ich wünsche Dir einen schönen und freundlichen Tag!
♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥
Man muss nur richtig hinschauen, dann findet man auch diesen Bericht. ;-) Ich war ein wenig enttäuscht, das ich zu der Radtour nur den Kurzpost mit Foto und Video fand. Aber hier kann ich schwelgen in schönen Bildern und neidisch sein auf solch eine schöne Unternehmung! 629 Höhenmeter haben meine Bewunderung! Von Pedelecfahrerin zu Pedelecfahrerin.
AntwortenLöschenSo ein Rittermahl ist sicher etwas Ähnliches wie ein "Räuberessen". Habe ich einmal versucht, schönen Dank, nie wieder diese Sauerei mit bloßen Händen.
Liebe Grüße
Karen
Nee Karen,
Löschenin dem Post, in dem du den ersten Kommentar gefunden hast, das war eine andere Tour, über die berichte ich noch. Dieses hier war eine ganz andere.
Am Samstag kommt noch eine andere, aber ich werde künftig das Datum mit angeben, diese Tour war am 24. Febuar und die mit dem Kurzvideo ist vom
3. 3. 2019.
Lieben Gruß Eva
Liebe Eva,
AntwortenLöschenes war mir eine Freude, deinen Post über die Burg Beilstein zu lesen, denn dort bin ich nämlich zur Schule gegangen. Wenn ich Nachmittagsunterricht hatte, war ich mit meinen Schulfreundinnen oft dort oben. Und vorletztes Jahr hatten wir in dieser Gaststätte sogar Klassentreffen bzw. 60er Feier.
Herzliche Grüße
Ingrid
Schöne Fahrradtour, schöne Burg mit Aussicht - würde mir auch gefallen, dort in der Gegend zu wandern.
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