Tour zur Burg Liebeneck und über verschiedene Stationen wieder nach Hause.
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Als ich gehört habe, dass die Burg Liebeneck bei Pforzheim wieder begehbar ist, habe ich mich ad hoc entschlossen, wieder eine Tour dahin zu machen.
Ich hatte für diesen Tag allerdings eine andere Tour geplant, aber die kann ich ja immer noch machen.
Nachdem ich zwei Mal Touren zur Burg Liebeneck bei Pforzheim geplant habe und sie jedesmal geschlossen war, habe ich das in Angriff genommen.
Eine Tour haben wir damals von Enzweihingen aus gemacht und eine andere dann - die bin ich alleine geradelt - wieder von Vaihingen-Enz aus.
Dieses Mal habe ich die Tour auch wieder am Bahnhof in Vahingen-Enz angefangen. Habe sie ein wenig anders geplant, aber es war vollkommen in Ordnung, wie heisst es "viele Wege führen nach Rom".
In Großglattbach habe ich die Traubenkirsche und den blutroten Schnellkäfer entdeckt.
HIER habe ich berichtet.
Aber es gab hier noch vieles andere, schöne Akeleien und die Bergflockenblume und den Glattbach.
Der Glattbach ist ein linker Zufluss des Kreuzbaches im Enzkreis.
Der Glattbach ist 8,1 Kilometer lang entspringt Nahe Öschelbronn und fließt in Richtung Pinache und Großglattbach und mündet dort in den Kreuzbach. Durch das Kreuzbachtal bin ich schon oft geradelt.
Der Name Glattbach kommt von altdeutschen Akjetiv "glat" für "hell und klar.
Ich hatte die Tour so geplant, dass ich an dem Waldenserstädtchen Serres vorbeigekommen bin, den Abstecher zur Waldenserkirche wollte ich nicht machen, das hole ich dann mal nach, wenn ich in der Gegend bin, aber diese Pferdeköpfe haben mich interessiert.
Die Fünf von Werner Stütz
Die Skulptur der Pferde ist ein Symbol für Stärke, Krieg und Frieden, sowie gute Kommunikation zu den Menschen. Die Pferde sind ein Individuum.
Was es mit den Waldensern auf sich hat, habe ich schon lang und breit erklärt. Es waren Glaubensflüchtlinge, wie die Hugenotten auch und haben hier eine neue Heimat gefunden. Sie wurden freundlich aufgenommen, haben gearbeitet und ihr Brot verdient.
Es waren viele Handwerker dabei, die man dringend gebraucht hat.
Ich finde die Pferdeköpfe schon richtig gut nur den Platz, auf dem sie stehen, der ist nicht sehr schön, fast ein wenig verwarlost.
Entschuldigung liebe Bewohner von Serres, aber es ist so.
Wie immer ging es durch Mönsheim, bin ich auch schon durchgefahren, da gibt es auch ein Schloß und den Paulinensee.
Hier in Mönsheim gibt es ja auch diesen alten Turm. Den konnte ich nicht so recht fotografieren, die Sonne hat zu sehr gescheint.
Was ich auch noch gesehen habe, das war damals noch nicht vorhanden, als ich dort war, oder ich habs nicht gesehen, aber das kann man nicht übersehen.
Es ist das Buchelesweible. Diese Skulptur erinnert an die Jahrhundertalte Tradition des Bucheckernsammels zur alljährlichen Buchemast.
Bucheckern habe meine Oma und meine Mutter auch immer gesammelt, geschält und gemahlen und Zimtsterne draus gemacht.
Wenn man weiß, was das für eine Arbeit ist, dann weiss man, was Frauen früher haben arbeiten müssen. Kinder mußten oft hier auch mithelfen.
Die wertvollen Samen der Buchen wurden zu nahrhaftem Öl gepresst, die Reste den Schweinen gefüttert. Aus einer Spendenaktion hervorgehend schuf der aus Mönsheim stammende Kunstschmied Peter Klink das Buchelesweible und erinnert damit an die Zusammenhänge.
Das Weible steht stolz mit geschnürten Stiefeln auf einem alten Mühlstein der hiesigen Mühle. Unter dem Arm trägt sie eine "Bogazoile", das ist ein geflochtener Korb mit gekrümmtem Griff. Der Korbinhalt ist mit einem Tuch abgedeckt, auf dem das Monsheimer Wappen abgebildet ist.
Schlicht gekleidet ist der Schmuck, eine Halsketter mit Bucheckern und im Ohr ein "Budole" (Button für Knopf und "le" angehängt für klein) Das Ohrknöpfle deutet auf die Schumuckherstellung im Dorf hin. In der rechten Hand trägt das Weible Bucheckern die sie dem Marktbesucher zeigt.
Die Figur ist aus Stahl geschmiedet, feuerverzinkt und mit einem Eisenglimmerlack beschichtet.
Um nochmals auf den Korb zurückzukommen. Bogazole für Korb, das ist im schwäbischen, hier schon badisch aber auch eine Ableitung für "Zoana", ist aber auch ein Ausdruck für eine zänkische und hässliche Frau.
"Der hot a Zoana zur Fra" schwäbisch ist herzlich und direkt, manchmal auch ein wenig bissig, aber trifft so manches auf den Punkt.
Eine Übersetzung ist manchmal ist einfach.
Der Begriff stammt wieder aus dem französischen, Chaise, was Stuhl bedeutet.
Klink´s Mönsheimer Vorfahren waren über Generationen Wagner und bauten Schesen.
Auch Schesa sagt man zu hässlichen und zänkischen Frauen.
Aber auch manche Autos bekommen diesen Ausdruck.
In einem alten Mönsheimer Gedicht aus der Chronik heisst es:
Man kann den Spruch noch heute in Mönsheim hören.
Ein vor 50 Jahren zugewanderter Bottroper, welcher namentlich nicht genannt werden will, trägt Sommer wie Winter nur Sandalen. Er war der Ideengeber des Buchelesweible und mehr.
Es wurde viel renoviert und ein multifunktioneller Versammlungssaal eingerichtet.
Leider auch vollkommen zugeparkt und deshalb nicht wirklich auch schön fotografiert.
Mönsheim ganz interessant die Geschichte.
Die Michaeliskirche wird so genannt, hier war gerade ein Konzert zu Ende und es war ein großer Menschenauflauf. Schade, dass ich die Kirche nicht anschauen konnte, sie soll sehr interessant sein, aber das habe ich mir nicht angetan.
Hier meine vergeblichen Versuche, diese Burg zu besuchen.
Das hat mich schon sehr beeindruckt.
Efeukunstwerke, aber die machen das Mauerwerk kaputt.
Der Turm ist nicht begehbar, man sieht hier nur die verschlossene Türe.
Hier habe ich einen Mountainbiker getroffen, er war aus Niefern, das ist bei Öschelbronn und wir haben uns ein wenig über Fahrräder unterhalten, weil er sich ein neues Pedelc mit den neuen Bosch-Motor kaufen möchte.
Seine Wandertour betrug an diesem Tag 25 Kilometer über Pforzheim zurück nach Althengstett. Alle Achtung!
Unterwegs auf dem Würmtalrdweg gabs noch ein paar schöne Motive.
Noch kurz am Schloß Heimsheim vorbei, da war ich schon und habe darüber geschrieben. Vorbei bin ich auch in Perouse, auch hier kann man den Link anklicken. Perouse ist auch ein nettes Waldenserdorf.
Vom Würmtalradweg (die Quelle im Schönbuch werde ich auch noch besuchen) bin ich dann zum Enztalradweg gewechselt und nach Hause geradelt.
In Pforzheim fließt die Würm in die Nagold.
80 Kilometer
2.275 Höhenmeter
1.160 Climb
1.115 Downhill
Fahrzeit: 5,00 Stunden
2340 Gesamtkalorien
Wetter: 19 Grad
Luftfeuchtigkeit: 36 %
Luftqualität: 3





























































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