Viel zuviel Wert auf die Meinung anderer zu legen ist ein allgemein herrschender Irrwahn. *Arthur Schopenhauer*
„Nichts ist vergleichbar mit der einfachen Freude, Rad zu fahren.“John F. Kennedy*

Das Leben ist kurz. Verschwende es nicht damit, ein langsamer Radfahrer zu sein. *Unbekannt*

Ein kommunistisches System erkennt man daran, dass es die Kriminellen verschont und den politischen Gegner kriminalisiert. *Alexander Solschenizyn*

Lieber aus ganzem Holz eine Feindschaft, als eine geleimte Freundschaft! *Friedrich Nietzsche*

Ich fahre kein Fahrrad, um meinem Leben Tage hinzuzufügen. Ich fahre Fahrrad, um meinen Tagen Leben hinzuzufügen! *Unbekannt*

Die Glücklichen sind neugierig. *Friedrich Nietzsche*

Tour zur Burg Liebeneck und über verschiedene Stationen wieder nach Hause.

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Als ich gehört habe, dass die Burg Liebeneck bei Pforzheim wieder begehbar ist, habe ich mich ad hoc entschlossen, wieder eine Tour dahin zu machen. 
 Ich hatte für diesen Tag allerdings eine andere Tour geplant, aber die kann ich ja immer noch machen. 

Nachdem ich zwei Mal Touren zur Burg Liebeneck bei Pforzheim geplant habe und sie jedesmal geschlossen war, habe ich das in Angriff genommen.

Eine Tour haben wir damals von Enzweihingen aus gemacht und eine andere dann - die bin ich alleine geradelt - wieder von Vaihingen-Enz aus. 

Dieses Mal habe ich die Tour auch wieder am Bahnhof in Vahingen-Enz angefangen. Habe sie ein wenig anders geplant, aber es war vollkommen in Ordnung, wie heisst es "viele Wege führen nach Rom". 

In Großglattbach habe ich die Traubenkirsche und den blutroten Schnellkäfer entdeckt. 

HIER habe ich berichtet.  





Aber es gab hier noch vieles andere, schöne Akeleien und  die Bergflockenblume und den Glattbach. 

Der Glattbach ist ein linker Zufluss des Kreuzbaches im Enzkreis. 
Der Glattbach ist 8,1 Kilometer lang entspringt Nahe Öschelbronn und fließt in Richtung Pinache und Großglattbach und mündet dort in den Kreuzbach. Durch das Kreuzbachtal bin ich schon oft geradelt. 
Der Name Glattbach kommt von altdeutschen Akjetiv "glat" für "hell und klar.  

Ich hatte die Tour so geplant, dass ich an dem Waldenserstädtchen Serres vorbeigekommen bin, den Abstecher zur Waldenserkirche wollte ich nicht machen, das hole ich dann mal nach, wenn ich in der Gegend bin, aber diese Pferdeköpfe haben mich interessiert. 

Die Fünf von Werner Stütz

Die Skulptur der Pferde ist ein Symbol für Stärke, Krieg und Frieden, sowie gute Kommunikation zu den Menschen. Die Pferde sind ein Individuum. 

Was es mit den Waldensern auf sich hat, habe ich schon lang und breit erklärt. Es waren Glaubensflüchtlinge, wie die Hugenotten auch und haben hier eine neue Heimat gefunden. Sie wurden freundlich aufgenommen, haben gearbeitet und ihr Brot verdient. 

Es waren viele Handwerker dabei, die man dringend gebraucht hat. 
Ich finde die Pferdeköpfe schon richtig gut nur den Platz, auf dem sie stehen, der ist nicht sehr schön, fast ein wenig verwarlost. 

Entschuldigung liebe Bewohner von Serres, aber es ist so.  

 



Wie immer ging es durch Mönsheim, bin ich auch schon durchgefahren, da gibt es auch ein Schloß und den Paulinensee. 

HIER  

HIER 

Hier in Mönsheim gibt es ja auch diesen alten Turm. Den konnte ich nicht so recht fotografieren, die Sonne hat zu sehr gescheint. 


 Dieser Bergfried stammt aus dem 13. Jahrhundert. Es ist Rest der ehemaligen Diepolsburg der Burg Mönsheimer Burg. 
Er ist baufällig und nicht begehbar.  

Was ich auch noch gesehen habe, das war damals noch nicht vorhanden, als ich dort war, oder ich habs nicht gesehen, aber das kann man nicht übersehen. 

Es ist das Buchelesweible. Diese Skulptur erinnert an die Jahrhundertalte Tradition des Bucheckernsammels zur alljährlichen Buchemast.

Bucheckern habe meine Oma und meine Mutter auch immer gesammelt, geschält und gemahlen und Zimtsterne draus gemacht. 

Wenn man weiß, was das für eine Arbeit ist, dann weiss man, was Frauen früher haben arbeiten müssen. Kinder mußten oft hier auch mithelfen. 

Die wertvollen Samen der Buchen wurden zu nahrhaftem Öl gepresst, die Reste den Schweinen gefüttert. Aus einer Spendenaktion hervorgehend schuf der aus Mönsheim stammende Kunstschmied Peter Klink das Buchelesweible und erinnert damit an die Zusammenhänge. 

Das Weible steht stolz mit geschnürten Stiefeln auf einem alten Mühlstein der hiesigen Mühle. Unter dem Arm trägt sie eine "Bogazoile", das ist ein geflochtener Korb mit gekrümmtem Griff. Der Korbinhalt ist mit einem Tuch abgedeckt, auf dem das Monsheimer Wappen abgebildet ist. 

Schlicht gekleidet ist der Schmuck, eine Halsketter mit Bucheckern und im Ohr ein "Budole" (Button für Knopf und "le" angehängt für klein) Das Ohrknöpfle deutet auf die Schumuckherstellung im Dorf hin. In der rechten Hand trägt das Weible Bucheckern die sie dem Marktbesucher zeigt. 

Die Figur ist aus Stahl geschmiedet, feuerverzinkt und mit einem Eisenglimmerlack beschichtet. 

Um nochmals auf den Korb zurückzukommen. Bogazole für Korb, das ist im schwäbischen, hier schon badisch aber auch eine Ableitung für "Zoana", ist aber auch ein Ausdruck für eine zänkische und hässliche Frau. 

"Der hot a Zoana zur Fra" schwäbisch ist herzlich und direkt, manchmal auch ein wenig bissig, aber trifft so manches auf den Punkt. 

Eine Übersetzung ist manchmal ist einfach.  





Neben dem Weible steht das Schesabänkle, eine markante Sitzbank. Mit dem Rad auf der linken Seite erinnert sie an einen Kutschbock. Die Achse ohne Rad rechts ruht auf der Astgabel einer geschmiedeten Buche. Bequeme Bankbretter laden zum Sitzen ein. 
Solche eine einachsige Kutsche nennt man landläufig hier Schesa. 

Der Begriff stammt wieder aus dem französischen, Chaise, was Stuhl bedeutet. 
Klink´s Mönsheimer Vorfahren waren über Generationen Wagner und bauten Schesen. 

Auch Schesa sagt man zu hässlichen und zänkischen Frauen. 
Aber auch manche Autos bekommen diesen Ausdruck. 

In einem alten Mönsheimer Gedicht aus der Chronik heisst es:
 
"In Mösa fahrt dr Teufel mit dr Schesa"

Man kann den Spruch noch heute in Mönsheim hören. 
Schaut man näher auf die geschmiedete Buche, so liest man auf den Blättern eingeschlagene Worte. Es sind die Namen der Spender, welche das Ensemble realisiert haben. Und was bedeutet die kleine Sandale auf der Astgabel?

Ein vor 50 Jahren zugewanderter Bottroper, welcher namentlich nicht genannt werden will, trägt Sommer wie Winter nur Sandalen. Er war der Ideengeber des Buchelesweible und mehr. 
 


Das Alte Rathaus von Mönsheim.
Über das genaue Alter ist nichts bekannt. Sein Vorgänger, das ehemalige "Fleckenhaus" befand sich ca. 70 m oberhalb an der Einmündung der "Buchgasse" in die Hauptstraße. 
 
Man glaubt, dass das Gebäude ursprünglich die Funktion einer Art Markthalle mit Speichermöglichkeiten hatte. 
 
1836 erhielt das Rathaus eine deutliche Verbesserung. Bis in die 1950er Jahre diente das Erdgeschoss hinter den grünen Bogentoren als Milchsammelstelle, daneben war die Arrestzelle untergebracht. 

Es wurde viel renoviert und ein multifunktioneller Versammlungssaal eingerichtet.  

Leider auch vollkommen zugeparkt und deshalb nicht wirklich auch schön fotografiert. 
 
Ich finde, man sollte ALLE Innenstädte für Autos sperren und außerhalb Parkplätze einrichten. 
 

Es gibt noch einige andere Skulpturen, das mache ich aber dann das nächste Mal. 

Mönsheim ganz interessant die Geschichte. 

 
Wimsheim ist erreicht und hier wurde ich auf den Dom aufmerksam. 
Die Michaeliskirche wird so genannt, hier war gerade ein Konzert zu Ende und es war ein großer Menschenauflauf. Schade, dass ich die Kirche nicht anschauen konnte, sie soll sehr interessant sein, aber das habe ich mir nicht angetan. 
 
HIER eine Beschreibung 
 


In Richtung Burg Liebeneck ging es nun durch Felder, Auen und Wälder und es gab Schmetterlinge, dort habe ich mindestens 10 Zitronenfalter gesehen. 
Was ich fotografiert habe, waren meistens Männchen. 
 


 
Unterwegs gab es noch mindestens 10 Zitronenfalter und auch Tagpfauenaugen, die sind dieses Jahr auch so zahlreich, dass ich sie nicht mehr fotografiere. 
 


 Ein schöner Waldweg zur Burg Liebeneck
 

Und hier ist sie die Burg Liebeneck und sie ist geöffnet. 
 
Hier meine vergeblichen Versuche, diese Burg zu besuchen. 
 
 
Sie ist nicht groß, aber man kann einiges entdecken, zum Beispiel dieses Kunstwerk der Natur. 

Das hat mich schon sehr beeindruckt.  
 
Die Geschichte der Burg Liebeneck ist sehr interessant, aber hier verweise ich auf diesen Link.
 
 






Efeukunstwerke, aber die machen das Mauerwerk kaputt. 






Der Turm ist nicht begehbar, man sieht hier nur die verschlossene Türe. 






Hier habe ich einen Mountainbiker getroffen, er war aus Niefern, das ist bei Öschelbronn und wir haben uns ein wenig über Fahrräder unterhalten, weil er sich ein neues Pedelc mit den neuen Bosch-Motor kaufen möchte. 
 
Als ich so rummarschiert bin, kam noch ein junger Mann ganz alleine und hat sich auch noch übere alles mögliche mit mir unterhalten. Der junge Mann war aus Althengstett (bei Weil der Stadt, kann man mit der Hesse-Bahn erreichen), hatte einen herrlichen schwäbischen Akzent und wandert alleine, was mich wunderte ist, dass er genau den gleichen Trinkbeutel mit 3 Litern im Rucksack hatte, wie ich auch. Diese Trinkbeutel sind eine richtig gute Sache. Ich habe davon mehrere. Trinken ist sehr wichtig und man kann auch während der Fahrt trinken. Nur zum Sauberhalten sind sie etwas schwierig. Aber da gibt es genügend Putzmittel dazu. 

Seine Wandertour betrug an diesem Tag 25 Kilometer über Pforzheim zurück nach Althengstett. Alle Achtung!
 
Das Schöne an dieser Burg ist, dass sie nie überfüllt ist, denn der Parkplatz ist weit und man muß schon ordentlich wandern oder laufen, bis man hier ist. 
 
Ich bin dann weiter geradelt und runter zur Würm, d.h. vor der Ortschaft Würm, denn ich wollte den Würmtalradweg, der von WeilderStadt bis Pforzheim führt, dieses Mal in der anderen Richtung fahren. Ich bin ihn schon so oft geradelt. 

Unterwegs auf dem Würmtalrdweg gabs noch ein paar schöne Motive. 
 





Noch kurz am Schloß Heimsheim vorbei, da war ich schon und habe darüber geschrieben. Vorbei bin ich auch in Perouse, auch hier kann man den Link anklicken. Perouse ist auch ein nettes Waldenserdorf. 


 
Bei Mühlausen an der Würm habe ich dieses schöne Stück gesehen. 
 

 
Hier in Mühlhausen bin ich auch an der schönen Marienkapelle vorbeigekommen. Leider ist sie wegen Baufälligkeit geschlossen, aber ich war schon dort, als wir den Kapellenweg geradelt sind und habe gesehen, wie es innen aussieht. 
 
  
Immer wieder schön, die gelben Rapsfelder. 
 



Vom Würmtalradweg (die Quelle im Schönbuch werde ich auch noch besuchen) bin ich dann zum Enztalradweg gewechselt und nach Hause geradelt. 

In Pforzheim fließt die Würm in die Nagold.
 
War eine sehr schöne Tour. 
 
Es ist total schön, auf dem Rad zu sitzen und die Landschaft anzuschauen. Es wird noch mehr Schlösser, Burgen, und Quellen geben. Ich habe soviele Touren auf Halde, ob ich das alles dieses Jahr schaffe, weiss ich nicht. 
 
Ich weiss, es ist ein langer Bericht, aber es war eine schöne Tour, mir hats gefallen und das ist die Hauptsache. 
 
Zusammenfassung:
 
Tour am 26. April 2026
80 Kilometer 
2.275 Höhenmeter
1.160 Climb
1.115 Downhill
Fahrzeit: 5,00 Stunden
2340 Gesamtkalorien
Wetter: 19 Grad
Luftfeuchtigkeit: 36 %
Luftqualität: 3


 

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