Mich zu hassen, macht dich auch nicht hübscher, Schätzchen.
Aus ´ma Scheißhafa wird nie a Suppaschüssel. *Schwäbische Weisheit*
Vor a bees Gosch ka mr ned nastanda. *Schwäbische Weisheit*
Diejenigen, die zu klug sind, sich in der Politik zu engagieren, werden dadurch bestraft, dass sie von Leuten regiert werden die dümmer sind, als sie. *Platon*
Halbdackel ist im Schwäbischen komischerweise die Steigerung von Dackel. *Rolf-Bernhard Essig*
Wenn jemand ein Dackel ist, dann ist der nicht besonders geschickt und eher ein bisschen dümmlich. Aber ein Halbdackel ist ein echter Blödmann! *Rolf-Bernhard Essig*
Wer die Grünen wählt, der wird sich später mal bitterste Vorwürfe machen. *Helmut Schmidt*

Koblenz 2. Teil

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Ich möchte heute mit Koblenz fortfahren. 
Einen 1. Teil habe ich schon geschrieben und einen anderen Post zur Bücherei habe ich auch gezeigt. 

 HIER und HIER  

 Wenn ich eine Stadt besuche, mache ich mir vorher immer Notizen, was ich sehen möchte, da kann es auch sein, dass eben diese Punkte, die ich mir vorgemerkt habe, nicht im üblichen Touri-Programm sind. 

Gerade bei Koblenz ist ja der Höhepunkt das Deutsche Eck und die Burg Ehrenbreitstein. 
Die Burg werde ich mir noch ansehen und habe ich mir vorgemerkt. Laut Information braucht man aber, um diese Burg anzusehen, mindestens drei Stunden, mal sehen. 

So war ich, als ich am Deutschen Eck war, auch bei der Bronzefigur "Le Pouce" (Der Daumen). Er wurde von dem französischen Künstler
 César Baldaccini geschaffen.  

Dieser Daumen stellt einen übermannsgroßen Daumen dar und ist nun in verschiedenen Ausführungen weltweit zu finden. 

Diese bekannte Version steht im Hof des Ludwig-Museums in Koblenz. 

Leider wird hier gebaut, so dass man gar nicht so recht an das geniale Kunstwerk heran konnte. Es ist für mich wieder ein Beweis, was Kunst ausmacht. Nachmachen kann ich es auch, aber darauf kommen, das ist die Kunst.  

Interessant ist, dass Baldaccini unter seinem Nachnamen so gut wie gar nicht bekannt ist. Bekannter ist er unter dem Namen César, denn er schuf den César, das ist der Name der Figur des französischen Filmpreises. 

Der Künstler nahm 1965 einen Abdruck seines eigenen Daumen und vergrößerte diesen in verschiedenen Maßstäben als Bronzefigur. Der erhobene Daumen steht für Optimusmus und ist auch eine ironische Hommage an die menschliche Anatomie und industrielle Perfektion.  

Der Künstler gehört zur Nouveau Réalisme (neuer Realismus) und bezeichnet eine Künstlergruppe um den Kunstkritiker Pierre Restany, eine Bewegung, die 1960 entstanden ist. 

Dazu gehört z.B. auch die bekannte Niki de Saint Phalle.

Ich hätte den Daumen gerne von allen Seiten fotografiert. Aber schaun mer mal, wenn ich wiederkomme, dann ist er ja bestimmt noch da und das drumherum ist fertig. 


 In der Nähe befindet sich auch die Skulptur "22.5" ARC x 5 und wurde von Bernar Venet 2007 geschaffen. 
Die Skulptur ist aus Cortenstahl.  

Eigentlich finde ich die Beschreibung des Kunstwerkes schon interessant.  Es geht hier um die rein geometrische Form, das Material (Cortenstahl) und die mathematische Logik.

Der Titel beschreibt exakt und nüchtern das, was man sieht. Eine Gruppe aus fünf Bögen, die einen Kreisausschnitt von 224,5 Grad haben, und eine zweite Gruppe aus fünf Bögen mit 225 Grad. 

Ich meine, wenn man diese Beschreibung kennt , sieht man ein Kunstwerk schon mit anderen Augen an und Künstler haben sich auch dabei schon etwas gedacht.

Ich hoffe übrigens, dieses Jahr kann man wieder am Tag des offenen Denkmals an die Kunstakademie in Stuttgart gehen und dort eine Führung mitmachen. 

Wie man auf den Fotos sehen kann, ist man auch hier eifrig am Bauen. 
 


Hier kann man den Wilhelm I. auch von hinten anschauen, das machen wohl die wenigsten Leute. 
 
Man sieht man aber auch, was dieses Monument für ein Fundament hat.
 


 

Was ebenfalls hier in der Nähe am Deutschen Eck ist, ist die wunderschöne 
Basilika St. Kastor. Was ist eine Basilika?

Es ist ein ursprünglich antiker römischer Bautyp für Markt- und Gerichtshallen. Im Christentum wurde dieser Begriff übernommen und beschreibt heute einen speziellen Kirchenbaustil sowie einen besonderen, vom Papst verliehenen Ehrentitel. 
 
Die Basilika St. Kastor, die Stiftskirche des ehemaligen trierschen St.-Kastor-Stiftes, steht heute als freistehender Baukörper inmitten einer Grünanlage.

 Der urkundlichen Überlieferung zufolge wurde die karolingische Kirche im Auftrag Kaiser Ludwigs des Frommen ausgebaut und am 12. November 836 durch den Trierer Erzbischof Hetti geweiht. 
In der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts ließ Probst Buvo St. Kastor zu einer romanischen, dreischiffigen Pfeilerbasilika umbauen. Die Umgestaltung der Kirche mit der doppelförmigen Westfassade, dem Querhaus, dem Chor mit halbrunder Apsis, Nebenkapellen und zwei schlanken Chorflankentürmen fand mit der Weihe 1208 ihren Abschluß. 
1802 wurde das St.-Kastor-Stift auf Befehl der französischen Regierung aufgehoben und die Stiftsgebäude abgebrochen. Die Kirche St. Kastor blieb jedoch als Pfarrkirche erhalten. 1991 hat Papst Johannes Paul II. sie zur basilika minor erhoben.

 Diese Basilika ist eine der ältesten Kirchen von Koblenz. 

Diese Kirche erinnert mich schon ein wenig an den Dom zu Speyer, da möchte ich auch nochmals hin. 
 
 
Die Geschichte dieser Kirche ist so interessant. 
 
 









 
Hier kann man sehr schön herumgehen und auch an den Epitaphen lesen. Gleich daneben befinden sich Überreste einer alten Kapelle. 
 
 
 


Ich habe den Baum gleich erkannt, die Blasenesche oder den Blasenbaum.
Die Blüten sind so wunderschön. 



Natürlich habe ich diese Kirche auch besucht. 
 
Ich war begeistert. 
 
Da ich ein Kirchenfensterfan bin, habe ich mal geschaut, von wem die Kirchenfenster sind. Ich kannte Alois Stettner nicht, aber er ist wohl für den Mittelrhein zu einem Begriff geworden. 

Das werde ich mich auch mal nach Alois Stettner umsehen.  
 





Sicherlich wundert sich mancher, was dieser "Regenschirm" hier am Altar zu bedeuten hat. Es ist eine sogenannte Padiglione, die die traditionellen Farben Rot-Gelb hat. Dieser kegelförmige Schirm diente dem Priester bei Prozessionen als Schutz. Heute ist der Schirm die offizielle Auszeichnung von Basiliken und und symbolisiert die besondere Verbindung zum Papst in Rom. Die Farben Gelb-Rot sind die Zeichen des Papstums. 
Diese Padiglione bekommen auch nur Basiliken, die die Auszeichnung
basilika minor  haben. 

 
Was ich auch nicht wußte, 
Koblenz ist eine Musikstadt.
Nun gibt es doch noch ein wenig Musik am Samstag. 
 
 
Vier große Komponisten des 19. Jahrhunderts sind mit Koblenz verknüpft.  
Ehrenbreitstein, Maria Magdalena Leym, die Mutter von Ludwig van Beethoven, stammte aus Ehrenbreitstein, das heute ein Stadtteil von Koblenz ist und sich auf der rechtsrheinischen Seite befindet. 

Beethoven hatte wohl ein gutes Verhältnis zu seiner Mutter, war aber selbst nie in Koblenz. 

Dann gab es hier noch einen Dr. Franz Gerhard Wegeler, einen Sanitätsrat und Mitbegründer des Musik-Institutes. Dr. Wegeler war einer der ersten, dem Beethoven von seiner beginnenden Schwerhörigkeit berichtete.

Auch interessant, die Korrespondenz zwischen den Beiden befindet als Dauerleihgabe im Bonner Beethoven-Haus und das Ehrenbreitsteiner Beethoven-Haus ist erhalten geblieben und kann besichtigt werden. 
 
Felix Mendelssohn Bartholdy erholte sich in Koblenz und suchte dort auch nach Inspiration. Er war öfters als Musikdirektor in Düsseldorf hier und besuchte das Weingut seines Onkels Joseph Mendelssohn im Stadtteil Horchheim. In Koblenz finden auch seit einigen Jahren die Koblenzer Mendelssohn-Tage statt. 
 
Max Bruch, dessen Violinkonzert ich so mag, war in den Jahren 1864 bis 1867, auch Leiter des Musikinstitutes. 
Dieses Violinkonzert schrieb er in seinen Koblenzer Jahren, es wurde 1866 in Koblenz uraufgeführt. 



Mein Vater konnte ja Geige spielen und versuchte sich immer an diesem Konzert, es wurde aber nie etwas. Dafür durften wir an Weihnachten ihn "sägen" hören und dazu singen. 

Auch Engelbert Humperdinck, der einer der bekanntesten Komponisten der Romantik war, hinterließ seine Spuren in Koblenz. 

Der Schöpfer von Hänsel und Gretel hatte 1897 in Boppard am Rhein, ca. 30 Kilometer von Koblenz eine Villa am Berg erstanden und dort komponierte er eines seiner größten Orchesterwerke, die

Maurische Rapsodie. 


 

Humperdinck holte sich auf seiner Reise nach Marokko und Spanien hier seine Inspiration. 
 
Ach, ich glaube, der nächste Besuch von Koblenz wird noch umfangreicher werden.  
 
Das wäre es jetzt erst mal, es gibt noch einen 3. und wohl auch noch 4. Teil von Koblenz, eben Dinge, die mich interessieren.  

 

Kommentare

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Kommentare, die nichts mit dem jeweiligen Post zu tun haben, lasse ich nicht mehr zu.
Auch so lapidare Kommentare, die dazu dienen, dass man die Seite des Kommentators anklickt "wie ich war schon lange nicht mehr hier" lasse ich ebenfalls nicht mehr zu, weil des koin Kommentar isch, sondern a Mischt."
Mir wäre das wirklich zu blöd, sowas zu schreiben.