Foto: Spitz-Ahorn, Acer platonoides

Angst ist immer ein Zeichen von Unwissenheit. Je mehr wir wissen, desto weniger Angst haben wir. *Marie Curie*
"Wer weiß, wie Gesetze und Würste zu Stande kommen, kann nachts nicht mehr ruhig schlafen." *Otto von Bismarck*

Man selbst ist immer die Ausnahme. Das macht uns alle ausnahmslos. *Esther Klepgen*

ANGST ist wie eine Falle, die uns gefangen hält. *John Leonnon*

Eine Rundtour mit dem Rad zu den Wasserbüffeln und noch ein tolles Quittengelee

Werbung wegen Verlinkungen und Orts- und Namensnennungen. 

Endlich habe ich es geschafft, die Wasserbüffel vor die Linse zu bekommen.


Letzten Samstag bin ich mit dem Rad nach Großbottwar gefahren und habe eine kleine Rundtour unternommen. 



Sechs weibliche Wasserbüffel stehen seit geraumer Zeit in der Bottwaraue zwischen Groß- und Kleinbottwar und locken immer wieder neugierige Bürger auf das zwölf Hektar große Gelände. 

Bei der Einweihung des Geländes im September 2019 meinte der Initiator Claus-Peter Hutter in seiner Festrede, dass er sich ein bißchen wie bei der Mondlandung fühle.  Nachdem John F. Kennedy verkündet hatte, man werde auf dem Mond landen, vergingen acht Jahre, bis dies 1969 gelang. Bei den Wasserbüffeln liegt es zehn Jahre zurück, dass diese Idee entstanden ist.
"Es ist also einfacher auf dem Mond zu landen, als ein paar Wasserbüffel vor der Haustüre anzusiedeln", meinte er.

Bei der Planung gab es einige Bedenken, was bei der Einweihung auch nicht verschwiegen wurde.
Landrat Rainer Haas betonte, dass er einmal gefragt worden sei, ob dieses Projekt denn überhaupt umgesetzt werden soll.  "Aber klar", antwortete er und ohne Bedenken ist so ein Projekt ja auch gar nicht möglich.  
Der Gedanke der Beweidung ist es, die Ökologie zu stärken und einen Lebensraum zu bieten. Allen voran Insekten, Amphibien und Vögeln. 
"Der Nutzen ist vielfältigst", betonte Graf Adelmann, zweiter Vorsitzender des Vereins für Landschaftspflege und Naturschutz durch Beweidung im Bottwartal.
Man rette mit dem Projekt weder die Welt noch das Tal. "Aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung."
"Das Bottwartal beweise damit aufs Neue", so Graf Adelmann, dass es in Sachen Umwelt- und Naturschutz "ganz vorne mit dabei" sei.  


So ganz nebenbei kehren die Wasserbüffel auch nach 
200 000 Jahren wieder ins Bottwartal zurück, wie Hutter schätzt.
Vom Bodensee kamen sie. Die Kosten für das Projekt wurden nicht genannt. Aber hätte man alle Sachleistungen bezahlten müssen, wären das 170 000 bis 180 000 Euro gewesen. Dank an alle Sponsoren, ohne die das Projekt nicht möglich gewesen wäre. Für die laufenden Kosten hofft man auf Zuschüsse vom Land. 


Nun ja, die Büffeldame "Margot" hatte beim Einzug  wohl zugenommen und keiner hat gemerkt, dass sie schwanger war. Nun ist ein junger Wasserbüffel im Bottwartal und springt putzmunter und tiefschwarz über die Weiden. Der Junge wird in einem Modellprojekt zum Artenschutz groß. 

Uli Weigle schaut täglich nach den Büffeln und als er an einem Wochentag vor kurzem die Wasserbüffel besuchte sah er ein Wasserbüffeljunges, das wohl am späten Abend, in der Nacht oder am frühen Morgen geboren worden ist. 

Der Züchter vom Bodensee wurde informiert und er meinte, dass ein männlicher Büffel die Herde mit rund 60 Kühen begleitet hat. Anzeichen, dass eine der Büffeldamen beim Einzug ins Bottwartal trächtig war, hätte es nicht gegeben.  

Mich hats gefreut, dass die Wasserbüffel hier waren, denn meistens baden sie in der Bottwar oder in einem großen Wasserloch, hier sieht man sie nicht. 
Aber, leider kam ich auch nicht ganz ran. Die Herrschaften hatten keine Lust, aber trotzdem wars ein Vergnügen diese Herde zu fotografieren und anzuschauen. 


Einfach mal hinfahren und anschauen, aber nicht mit dem Auto, das geht nicht, da kann man nur hinradeln oder hinwandern, immer von Groß- oder Kleinbottwar aus.

Quelle: Marbacher Zeitung
Bottwartal Bote

Mein Heimweg führte mich auch wieder an Steinheim und dem dortigen Wasserrad der ehemaligen Sägmühle vorbei. Dieses Haus ist heute ein Geschäfts- und Wohnhaus. Man bleibt hier gerne stehen und schaut auf das Wasserrad und auf diesen idyllischen Teil der Bottwar. Hier stehen viele Bäume und in den Bann gezogen haben mich die Früchte der Hainbuche. 





Am Neckar entlang ging es dann weiter an den Weinbergen in Steillage vorbei. Eine elende Arbeit, die die Weingärtner hier aber gerne machen. 






Ich kam auch noch an den Quittenbäumen 




einer Bekannten vorbei und erntete Quitten. Die sind dieses Jahr aber auch besonders schön und groß. Die ersten Gläser Quittengelee  habe ich schon gemacht und weitere werden folgen.


So toll ist mir das Quittengelee noch nie gelungen, es muß so schön durchsichtig sein und vor allem diese rötliche Farbe haben. Ich nehme fürs Quittengellee auf einen halben Liter Flüssigkeit 400 Gramm Zucker, lasse es aufkochen und dann ca. 45 Minuten köcheln, immer herumrühren und die Gelierprobe nicht vergessen. Ich mag keinen Gelierzucker oder sonstige Chemie im Gsälz. Je eine Zitrone nicht vergessen. 

So muß es aussehen, man muß durchsehen können und es sollte diese rötliche Farbe haben.




Ich habe nochmals ganz viele Quitten geschenkt bekommen, hier gibt es einen Quittenkuchen und nochmals Gelee. Meine Bekannte schenkt mir die Quitten und ich mache das Gelee für sie. 

Ich habe die Fotos der Blüten vom Frühjahr dieser Quitten noch gefunden, ich wußte, dass die Quittenernte dieses Jahr wieder so reichhaltig werden wird. 





Kommentare

  1. Da ist er ja, der Quittenbaum.
    Der trägt wirklich reichlich.
    Und Dein Gelee schaut toll aus.
    Wie lieb von Dir, dass Du Deiner Bekannten das Gelee kochst.
    Dir einen schönen Start in den Tag, lieben Gruß
    Nicole

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  2. Ja genau liebe Eva, genau so muss mein Lieblingsgelee aussehen. Leider findet man bei uns fast keine Quitten und der Aufwand bis es so durchsichtig rosa in der Sonne glänzt ist auch nicht zu verachten. Schade bin ich nicht deine Bekannte. Spannend zu lesen die Reportage über die Wasserbüffel, der kleine Prinz wird wohl eines Tages der König in der Herde sein.
    L G Pia

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  3. Quitten in jeglicher Form kenne ich leider nicht.
    Aussehn tun sie ja herrlich, so ein sattes gelb !
    Sicherlich schmecken sie auch großartig, toll, wenn man da die Möglichkeit hat selber Gelee zu machen.
    Die Wasserbüffel sind mit Sicherheit eine Bereicherung.
    Und das Kleine ist ja sooo niedlich.
    Danke für die Verlinkung zum "DND".
    Ein toller Beitrag, der es wert ist, gelesen zu werden.
    Liebe Grüße
    Jutta

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  4. Liebe Eva,
    bei euch gibt es also Wasserbüffel wie schön, sie halten sicher die Landschaft natürlich sauber und kurz. Das Kleine sieht ja lustig aus. Bei uns im nahegelegenen Tiergehege "Mundenhof" haben wir Bisons, das ist auch die Sensation, wir gehen dort sehr gerne hin, das Gehege ist sehr weitläufig und man gewinnt den Eindruck, den Tieren geht es gut.
    Ich wünsche dir einen schönen Feiertag, sicher bist du auf Achse mit dem Rad,
    liebe Grüße
    Edith

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  5. Wenn die Tiere früher am Bodensee lebten, dann handelt es sich wohl um eine heimische Tierart. Ich selber kenne die Wasserbüffel nur aus Afrika. Toll, wenn man ihnen nun eine zweite Ansiedlung gewährt.
    Wie man an den Blättern sieht, hält der Herbst nun Einzug und die Quittenbäume sind wahrlich ein Hingucker.

    Liebe Feiertagsgrüße
    Arti

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  6. Wasserbüffel - das ist toll. Und es ist auch glücklich, dass Margots Schwangerschaft gut verlaufen ist und die Kleine gesund und glücklich ist. Natürlich habe ich Wasserbüffel noch nie gesehen. Schöne Tiere. Das Quittengelee muss lecker schmecken, weil es so schön ausieht! Viele Grüsse, riitta

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  7. Liebe Eva,
    es ist nicht so einfach, Tiere wieder anzusiedeln. Es bedarf viel Fachwissen und vor allem macht es viel Arbeit und Mühe, aber es lohnt sich. Ich habe schon einige Beiträge über neue Wasserbüffel-Anlagen gesehen und die Besitzer sind immer mit vollem Einsatz dabei.
    Ja, dieses Jahr gibt es wieder reichlich Quitten. Dein Gelee sieht traumhaft aus und ist sicher super lecker.
    Schönen restlichen Feiertag und liebe Grüße
    moni

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  8. Hallo liebe Eva,

    toll sehen Deine Bilder von den Wasserbüffeln aus und schön, das es Menschen gibt, die sich die Zeit nehmen diese hübschen Tiere wieder artgerecht anzusiedeln. Ach ja, Quittengelee mag ich auch sehr gerne nur gibt es hier keine Quittenbäume mehr. Ich muss mal im Hofladen schauen, ich kann mich erinnern, dass dort letztes Jahr welche zum Kauf angeboten wurden.

    Liebe Grüße
    Burgi

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  9. Liebe Eva,
    ich freue mich sehr über die Fotos von den Wasserbüffeln. Zum Glück ist der Kleine gesund und munter auf die Welt gekommen. Das sind sehr schöne Tiere. Es muss eine Freude sein sie zu beobachten.
    Dein Quittengelee sieht sehr lecker aus. Deine Bekannte wird sich sehr darüber freuen.
    Liebe Grüße vom Emma und Lotte Frauchen

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  10. wie schön dass es da bei euch eine Herde Wasserbüffel gibt
    und der Kleine ist soo süß
    es gibt ja einige Höfe die die Büfffel haben und auch züchten
    da kam immer so eine Serie im Fernsehen die das zeigte
    die habe ich gerne angeschaut

    die Quittenbäume tragen ja prächtig
    und dein Gelee sieht sehr gut aus ..
    aber im Gelierzucker ist eigentlich keine Chemie
    (es sei denn man bezeichnet Sorbinsäure so)
    da sind die Pektine von Äpfeln drin die besser gelieren lassen und Zitronensäure
    aber wenn es auch so geliert ist es ja ok

    liebe Grüße
    Rosi

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  11. Ach wie schnuselig, ein Wasserbüfffel Kälbchen, toll hast du sie gefunden, wir treffen sie an und an in Naturschutzgebieten wo sie "berufstätig" sind , denn sie eignen sich sehr für die Landschaftspflege. Deine Quittenpoduktin schein gut zu gelingen.
    Grüsse von Ayka

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  12. Das Gelee schaut lecker aus, aber ich kann mir beim besten Willen nicht die rötliche Farbe erklären.

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    1. Liebe Sachsenrose,
      diese Farbe kommt davon, weil ich kein Gelierzucker nehme und das Gelee mindestens
      eine Stunde köcheln lasse.
      auf 1/2 Liter Saft 400 Gramm Zucker. So muß Quittengelee einfach aussehen und
      bei mir und meinen Bekannten tut es das auch.
      Liebe Grüße Eva

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