Flug Westküste Amerika

Glück ist, wenn das Pech die anderen trifft. *Horaz* -

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Pedelectour über Freudenstadt, entlang der Murg über die Alexanderschanze, ein Stück Schwarzwaldhochstraße und zurück nach Freudenstadt

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Wir fahren sehr wenig mit dem Auto, die meisten Ziele erradeln wir uns.

Nur, wenn es so wie bei dieser Tour der Fall ist, nehmen wird das Auto mit dem genialen Fahrradträger.

Wünschen würde ich mir mal einen oder auch zwei autofreien Sonntage im Monat, ich würde zu gerne mal auf der Autobahn radeln.

Weil wir zu den meisten Zielen eben meistens mit dem Hin- und Rückweg doch fast zwei bis drei Stunden brauchen, sind die Radtouren kürzer, aber dennoch sehr interessant.

Ich zur Zeit dabei, die Radler und meinen Freund so zu bearbeiten, dass man auch mit der S-Bahn oder dem Zug fahren kann und dann das ganze etwas anders planen kann.

Mir würden solche Radtouren besser gefallen, aber die Radler und mein Freund mögen den Zug oder die S-Bahn nicht wegen der Masken.

Ich habe gelegentlich mal eine Tour von Lauda-Königshofen (hierhin mit dem Zug und über Weikersheim bis nach Möckmühl, hier wieder mit dem Zug nach Hause )  vor. Im Sommer ist es mir egal, wenn es später werden sollte.

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Nun aber zu dieser Tour.
Mit dem Auto sind wir von Stuttgart-Feuerbach aus nach Freudenstadt im Schwarzwald gefahren, weil wir dort einen ganz tollen Parkplatz gefunden haben, der zeitlich nicht beschränkt ist und vor allem nix koschded.

Die Tour begann in Freudenstadt, wo wir den Marktplatz besuchten.
Der Marktplatz in Freudenstadt wurde 1599 nach den Plänen von Baumeister Heinrich Schickhardt gebaut. Wer meinen Blog liest, dem ist dieser Baumeister kein Unbekannter. 

Zum Beispiel Schloß Leonberg, hier.


Interessant ist, dass der Marktplatz der größte umbaute Marktplatz in Deutschland ist und 219 x 216 Meter mißt und einem Mühlebrettspiel nachempfunden wurde.
Geplant wurde auf dem Markplatz ein großes Residenzschloss anzulegen. 

Beeindruckend sind die 50 Wasserfontänen die auf einer Wasserebene sprudeln.
Der Slogan "Renaissance und Lebensfreude" von Freudenstadt kommt hier zum Ausdruck.
Bei den Wasserfontänen sieht man auch die Venus, die aus Bronze besteht und von dem Freudenstädter Bildhauer David Fahrner 1954 geschaffen wurde. 



 Man hat mir gesagt, dass sie auch "Hypotheken Venus" genannt wird, weil der Wiederaufbau der Stadt

(Freudenstadt wurde am frühen Nachmittag des 16. April 1945, als französische Truppen Freudenstadt unter Beschuss nahmen, in ein Flammenmehr verwandelt.
649 Gebäude, darunter auch die Stadtkirche, brannten nieder, 64 Freudenstädter Bürger verloren ihr Leben.),
 
Auszug aus dem Artikel des Schwarzwälder Boten:

Die darauffolgenden Tage verübten die Truppen schwerste Übergriffe auf die Bevölkerung in Form von Plünderungen, Vergewaltigungen und Brandstiftungen. Die Übergriffe dauerten mehrere Tage an, da neue Truppen, die durch Freudenstadt zogen, es den ersten Einheiten gleichtaten.

Kriegsverbrecher!


mit erheblichen Schulden verbunden war.

Auf dem Marktplatz befindet sich auch die Stadtkirche, die auch von Heinrich Schickhardt gebaut wurde.
Information hier

 

Ebenfalls eine reiche Geschichte hat der Neptunbrunnen, der
1763 von Jakob Reich gebaut wurde und aus Buntsandstein ist.

Quelle und Info hier


 

Naja, ich wäre gerne noch ein wenig geblieben und hätte mir die schönen Arkaden die nach italienischen Vorbild von Schickhardt geschaffen wurden, angesehen, aber wir machen ja eine Radtour und keine Besichtigungstour, das muß eben auch einsehen. Wir haben aber wirklich genug gesehen und gelernt und auch das Fotomachen kam nicht zu kurz, wenn die Mannen auch die Augen verdrehen.

Weiter ging es nach Friedrichstal, hier haben wir wieder die

Gewöhnliche Pestwurz

gesehen. Aber warte ab, wir haben die Pestwurz auf einer weiteren Radtour im Schwarzwald nochmals in einer anderen Form gesehen. 

Auf einer Tour im Schwarzwald letztes Jahr haben wir die
Pestwurz zum ersten Male gesehen. Ich finde es schon spannend, was man so alles findet.

https://schwabenfrau.blogspot.com/2021/05/die-gewohnliche-pestwurz-und-der.html




Es geht dort durch den Wald und wunderschöne Waldwege mit kleinen Bächlein an denen die Sumpfdotterblumen blühen. 






Friedrichstal ist das "Tal der Hämmer". Hier wurden 1761 mit der Hammerschmiede die Grundsteine für die Königlich Württembergischen Hüttenwerke gelegt.
Man konnte das Hämmern der Arbeiter durch das ganze Tal hören, woher es auch seinen Namen hat. Die transmissionsgetriebenen Hämmer wurden zur Herstellung von Sensen eingesetzt. 

Leider war das Museum geschlossen, so konnte man nur von außen fotografieren und reinsehen. 










Es ging ein Stück auf dem Murgtalradweg in Richtung Baiersbronn, Mitteltal, Obertal, immer schön aber stetig den Weg nach Oben. Tja, da ich eben nie weiß, wie weit der Weg noch ist, fahre ich eben nur in der 2. bzw. 3. Stufe.
Wenn ich meinen Freund frage, "wie lange noch?" meint er immer "gleich bzw. bald sind wir oben!". Manchmal frage ich mich, "wie lange ist bald oder gleich?"
;-))))))




Am Wege immer wieder die Gewöhnliche Pestwurz.




 

Auf dem Weg nach oben hatten wir eine traumhaft schöne Aussicht und wir wurden für die Mühe und die Schafferei auch belohnt, wir fanden dann Zuflucht im gleichnamigen Hotel, das eine wunderschöne Terrasse hat und wir die Sonne, Kaffee und Kuchen genossen haben. 

Hier 

Dann ging es noch ein Stück weiter neben der Schwarzwaldhochstraße in Richtung Alexanderschanze. 

Dieses Hotel und Restaurant war mal in den 1950ern und auch 1960ern, das Hotel im Platze aber wie so alles hat es seine besten Zeiten hinter sich. 

Zum Schluß war es nur noch ein einfaches Wanderheim und zuletzt stellte der Besitzer 2015 das Hotel in Kniebis ein. Das Gebäude ist denkmalgeschützt und wurde vom Land Baden-Württemberg gekauft, seither steht es leer.  




Dann kam nochmals eine wunderschöne Stecke durch den Wald in Richtung
Baiersbronn Elbachseeblick.


l

Meine Güte, was ist das schön und was ist das für eine wunderbare Aussicht.
Ich bin immer noch sowas von begeistert, was wir hier für wunderbare Landstriche haben.

Unten liegt der Ellbachsee. Hier gibt es eine interessante Information
zu diesem See.







Im August 2013 wurde die aus Douglasienholz errichtete Aussichtsplattform eröffnet. Circa 10 Meter über dem Waldboden bietet sich ein wunderschöner Ausblick über den Ellbachsee und die umgebende Landschaft.

Hier am rechten Rand die Strecke (Bild unten), rechts den Berg hoch, da sind wir zur Zuflucht geradelt. 



 


Da wird es einem doch warum ums Herz, oder? Aber erwandern möchte ich mir diese Stecke nicht, das Radeln ist schon einfacher,sehen kann man ebenso viel und man hat einen erheblich weiteren Radius.

Weiter ging es über Kniebis, wo wir interwegs auch noch recht interessante Dinge und noch einen See (Fischereisee) gesehen haben,







 wieder zurück nach Freudenstadt zum Parkplatz.

Das war nicht mal so eine lange Tour, sie war nicht einfach, aber total interessant und sehr schön. Ich brauche nicht nach Weißderkuckuck wohin zu fahren. Wir haben hier in Baden-Württemberg so schöne Ecken, man muß sie nur finden und mit dem Rad ist das eine feine Sache.  

Was ich oft schade bei Wanderungen oder Radtouren in Blogs finde, dass absolut keine Tourenbeschreibungen dabei sind. Mich würde das schon interessieren.

Solch einen Post zu erstellen, das ist viel Zeit und Arbeit, aber es macht mir auch Spass, denn so erarbeite ich mir die Tour nochmals.

Ich danke meinem Freund, der diese Tour ausgearbeitet hat. Klasse gemacht.  

 Morgen kommt die letzte Tour im April, die wir geradelt sind. Auch wieder interessant für uns, dann ist der April vorbei und es kommen die Touren im Mai.

Im April bin ich 575,6 Kilometer geradelt. Ob ich das im Mai wohl auch schaffe?
Schaun mer mal und dann kommt ja der Radelurlaub, wie ich mich drauf freue.
Übrigens, auf der Karte kann man sehen, was es im Schwarzwald Berge hat.
Geradeaus kann Jeder fahren, aber etwas anspruchsvoller ist es doch hin und wieder einen Berg hochzuradeln und mit einem Pedelec dürfte das doch kein Problem sein

Tour am 21,04.2022
48,5 Kilometer
1.359 Höhenmeter
684 Climb
675 Downhill
Fahrzeit: 3,00 Stunden
Wetter: 10 Grad
Luftfeuchtigkeit 47 %

 

Kommentare

  1. Guten Morgen Eva,
    im Moment komme ich nur dazu deine Berichte quer zu lesen und die Bilder zu betrachten. Danke dafür alles zusammen zu stellen und ja, das merke ich ebenfalls, dass das Bloggen von meiner eingeschränkten Zeit einiges frisst. Wird sicher auch mal besser und da gibt es halt momentan bei mir Posts-to-go. ;-)
    Lieben Gruß von Marita

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    1. Das ist richtig, Bloggen kostet Zeit, aber ich nehme mir diese Zeit. Bin ja Rentnerin und mein Tagesgeschäft kann ich trotzdem noch erledigen.
      Ich gucke so gut wie gar nicht mehr fern. Serien und dergleichen sind für mich eh noch nie etwas gewesen und so höre ich meine Opernmusik und schreibe abends meine Posts.
      Eigentlich könnte ich den Fernseher entsorgen.
      Ganz liebe Grüße Eva

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    2. Mmmhhh, auf der anderen Seite muß man ja nicht bloggen, wenn man keine Zeit hat. Ein schöner Bericht liebe Eva, ich freue mich immer wieder über deine Berichte und erlebe sie mit.
      Man muß sich wirkich nicht beklagen, wenn man keine Zeit hat und dann noch bloggt. Ich verstehe das nicht.
      Ich muß immer lachen, wenn ich was von den Terminkalendern lese:
      „Manche halten einen ausgefüllten Terminkalender für ein ausgefülltes Leben.“ (Gerhard Uhlenbruck)
      Jaaa und dann immer wieder, das sman keine Zeit hat und sooooviel Arbeit.
      Dann sitzt man vor dem Fernseher und glotzt die Serien an, die nix taugen.
      Liebe Grüße Melitta
      Liebe Grüße Melitta

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  2. Guten Morgen,
    eine sehr schöne Tour habt ihr unternommen und ich finde dass diese Gegend sehr schön ist. Vor einigen Jahren war ich in Baiersbronn in Urlaub und von dort aus Touren gemacht.
    Ja du hast recht, so Berichte sind nicht in 5 Minuten erledigt.
    Einen schönen Tag
    Gruß
    Hannelore



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