"Moni, Du bisch dia neddeschde ond schenschde Frau, dia wo i je droffa han!" "Ha Du Haipfler, Du willsch mi bloß ens Bedd griaga!" "Gugg a, gescheid bisch au no!"
"Du Babba, wo ischn des Deng zom Grombira schäla?" "Ha, dia isch doch grad zom eikaufa ganga!"
Wenn ich meinen Purzelbaum machen kann, was ficht die Politik mich an. *Eduard Mörike*

Wolfskind

 Werbung

 

Beim Aufräumen habe ich wieder dieses Buch gefunden, das ich schon vor Jahren gelesen habe.

"Wolfskind".

Es ist die Geschichte von Lisbeth Otto.



 

Ingeborg Jakobs hat dieses Buch 1994 geschrieben, sie hat die damals 72jährige Lisbeth Otto bei Dreharbeiten in  Rußland kennengelernt 

Ostpreußen 1945. Auf der Flucht vor der Roten Armee verliert die siebenjährige Liesabeth Otto Mutter und Geschwister. Allein irrt sie durch die Wälder und gerät auf der Suche nach Nahrung und Unterkunft ins benachbarte Baltikum. Unter unfassbaren Entbehrungen schlägt sie sich jahrelang durch, völlig auf sich gestellt, stets auf der Hut vor sowjetischen Häschern. Ein erschütterndes Schicksal, zugleich ein Panorama deutsch-sowjetischer Nachkriegsgeschichte. Tausende Kinder verlieren in den Nachkriegswirren in Ostpreußen ihre Eltern und bleiben allein zurück - die »Wolfskinder«. Auch die kleine Liesabeth übernachtet in Scheunen oder unter Brücken, gelegentlich findet sie bei Bauern Unterschlupf. Doch niemand will sich ihrer annehmen. Man hetzt die Hunde auf sie, von den einheimischen Kindern wird sie bei Hitler- Spielen gequält, als Achtjährige vergewaltigt. Als sie mit fünfzehn beim Klauen erwischt wird, landet sie in den Straflagern des Gulag. Nach der Entlassung beginnt eine Odyssee durch die Sowjetunion. Doch die Hoffnung, eines Tages ihre Familie wiederzufinden, gibt sie nie auf. Liesabeth Otto, heute 72 Jahre alt, hat ihre Lebensgeschichte der ZDF-Journalistin Ingeborg Jacobs erzählt, deren Dokumentarfilm über das einstige Wolfskind mit überwältigender Resonanz im ZDF und auf ARTE ausgestrahlt und mit dem World Television Award ausgezeichnet wurde. Nun folgt das Buch, die ergreifende Geschichte eines Kindes, das allen Schicksalsschlägen zum Trotz nie seinen  Lebensmut verliert.

Es ist unglaublich, was dieser "Führer" für Leid in die Welt gesetzt hat, das geht noch bis in unsere Zeit.

Ja, ich weiss, die Russen zogen durchs Land, ABER, die Deutschen haben auch in Russland Verbrechen begangen und da ist der Hass besonders groß.

Das Buch ist nichts für Menschen, die die sogenannte "leichte Kost" mit gutem Ende bevorzugen. Aber das lese ich eh nicht.

Die Dokumentation lohnt sich auch, sie anzuschauen.

https://www.youtube.com/watch?v=CJgqPcKTtls

 

Kommentare

  1. Als Jugendliche habe ich ein Buch von Gudrun Pausewang gelesen, das die Flucht einer Familie mit dem Leiterwagen beschreibt. Ich weiss nicht, ob die Geschichte autobiographis ist. Sie ist mir eingefahren! Mit den Schüler lese ich gerne die Geschichte Lauf Junge Lauf. Es ist die gleiche Geschicht wie das Wolfskind. Nur geht es um einen jüdischen Jungen aus dem Warschauer Ghetto, der entkommt, aber seine Mutter nicht mehr findet und dann herum irrt. Er wird nicht vergewaltigt, verliert aber einen Arm, weil ihn der Arzt nicht operieren will. Auch er verliert nie den Mut, hat seine Geschichte aber erst als Erwachsener einem Professor erzählt, der sie dann aufgeschrieben hat.

    Man kann nur Frieden wollen!

    Liebe Grüsse von Regula

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen

Laut DSGVO bin ich verpflichtet, Sie darauf hinzuweisen, was mit Ihren Daten passiert, die Sie hier in den Kommentarfeldern hinterlassen. Bitte beachten Sie dazu die
Datenschutzhinweise, die Sie oben in der Startseite finden.

Kommentare, die nichts mit dem jeweiligen Post zu tun haben, lasse ich nicht mehr zu.
Auch so lapidare Kommentare, die dazu dienen, dass man die Seite des Kommentators anklickt "wie ich war schon lange nicht mehr hier" lasse ich ebenfalls nicht mehr zu.