Halbdackel ist im Schwäbischen komischerweise die Steigerung von Dackel. *Rolf-Bernhard Essig*
Wenn jemand ein Dackel ist, dann ist der nicht besonders geschickt und eher ein bisschen dümmlich. Aber ein Halbdackel ist ein echter Blödmann! *Rolf-Bernhard Essig*
Auch im Ägyptischen gab es natürlich Flüche. Aber dass Grabräuber beschimpft oder mit einem Fluch belegt wurden, das gab es in dieser Art gar nicht. *Rolf-Bernhard Essig*
Wenn ich meinen Purzelbaum machen kann, was ficht die Politik mich an. *Eduard Mörike*

Kurze Radtour am Samstag und ein Trail

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 Mitte Februar setzte ich mich nach dem Einkaufen auf das Rad und machte eine kleine Tour, damit ich etwas Bewegung hatte. 

War in den Weinbergen am Neckar und habe die Kornellkirsche blühen gesehen. 



 

Klar auch von unten ein Blick auf das Königshäusle, wo ich mich auch immer wieder aufhalte. Denn hier ist die Sonneneinstrahlung so gut, dass hier der Wein sehr gut sein soll.

Keine Ahnung, ich trinke keinen. 

Mein Ziel war der Fürstenstand, der sich im Bietigheimer Forst befindet und der auch einen
S1/S2-Trail beinhaltet. 

Der Weg war doch recht schmutzig und glitschig, aber da muß man durch und auch der Trail an sich nicht mal so schlimm, es ging halt rauf und runter über Wurzeln und dergleichen mehr. Das ist ja der Sinn von solchen Trails.

Was der Fürstenstand ist, kann man ja an dem Schild selbst lesen.
Das Wetter war nicht gut und so auch die Aussicht von der Aussichtskanzel auf die Kammgarnspinnerei nicht gut. 


 Graf Üxküll von Gyllenbrand, ein Nachfahre dieses Erbauers war auch ein Widerstandkämpfer des 20.Juli 1944 und wurde in Berlin Plötzensee hingerichtet.






 

Dann versperrte mir dieser Baumstamm mit Schanze den Weg. Grrr, kein Durchommen im Dickicht und was ich hier gesehen habe, wie die Biker drüberhüpfen, das habe ich mir nicht getraut.
Ich habe gewartet, bis der Weg frei war und dann bin ich mit dem Fahrrad und der Schiebehilfe am Rad  drübergelaufen. War eine Schinderei aber es ging.

Hinüber


und drüben hinunter


Manche fahren ja Fahrrad im Sundichshäs. Das mache ich nicht, ich habe da extra Kleidung, denn ich sehe meist ganz schlimm aus. Ich ziehe den Dreck magisch an. 




 

Der Weg abwärts war dann auch ein absoluter Höhepunkt. Ich  muß da noch noch einiges lernen, wenn ich sehe, wie hier die Buba ond die Mädla über den Abhang hinunterfahren, dann kann ich nur gucken.

Ich bin auch hintergefahren, habe aber mit beiden Händen schon gebremst. Das gibt dann bald wieder neue Bremsbeläge, aber das ist eben bei einem Trail so, da muß man eben bremsen und den Hintern über den Sattel heben und auf den Pedalen stehen. 

Mir macht das richtig Spaß und passiert ist auch nichts. 

Ich habe noch einen Abstecher zur Krautschüssel gemacht. Sie ist ein Naturdenkmal.



Die Krautschüssel ist eine Doline und mit Wasser gefüllt, über das sich mit der Zeit eine grüne Schicht gebildet hat, die zur Zeit mit dürren Blättern belegt ist.

Sie ist eingezäunt, damit niemand hineinfällt. Ich muß das mal von oben fotografieren, da muß ich auf einen Baum klettern, dazu hatte ich aber an diesem Tag keine Lust mehr.

Durch diese grüne Schicht hat sie den Namen Krautschüssel bekommen. Baden darf und kann man dort nicht, doch der Wert dieses Minisees liegt woanders. 

Im Bietigheimer Forst gibt es mehrere Dolinen. Doline stammt aus dem slawischen und bezeichnet eine schüsselförmige Senke von rundem oder elliptischem Grundriß im Karstgebirge.

Die Krautschüssel hat zwei Besonderheiten.
Karstgebiete sind dadurch gekennzeichnet, dass der Untergrund aus verkarstungsfähigem, das heißt relativ leicht löslichem Gestein besteht. Hier in der Region ist es der Muschelkalk. Durch diese Wasserlöslichkeit können sich Höhlen bilden und bricht nun die Decke ein, entsteht eine sogenannte Doline, wie hier die Krautschüssel.

Die andere Besonderheit besteht darin, dass von der Krautschüssel sternenförmig acht kerzengerade Wege wegführen, wie die Strahlen der Sonne.   

Dann gings über Bietigheim und die Siedlung Sand, über sie berichte ich auch noch, weiter. Unterwegs habe ich noch beim Bauern Bässler und seinen Kühen Halt gemacht.
Der Enkel geht dort immer wieder gerne mit der Oma hin und die Kühe sind total schön. Im Moment gibt es ja junge Kälber, die aber alle - da männlich - in der Mast landen und im Kochtopf. Naja!




 

Interessant sind die Halsbänder der Kühe, da habe ich mich mal schlau gemacht und habe mal die Website der Firma Lely aufgemacht, weil mich das interessiert hat. 

Genial, wie die Kühe ihr Futter bekommen, das geschieht alles vollautomatisch und sie futtern nie zuviel und nie zu wenig.
Das fasziniert mich schon. 

https://www.lely.com/de/losungen/futtern/

Dann gings noch über die Krokuswiese nach Hause. Hier bin ich auch immer wieder gerne und wollte eigentlich meine Lenskugel mitnehmen, die habe ich aber zuhause vergessen.
Nicht so schlimm, nehme sie heute mit. 







 

Radtour am 18.02.2023
45 Kilometer
1.144 Höhenmeter
572 Climb
572 Downhill
2 Stnden
Wetter. 12 Grad
Luftfeuchtigkeit. 71 %

Draußen kommt schon die Sonne hervor, also nix wie gleich auf das Rad.
Das gibt heute wieder eine länger Tour.

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