Solange der Nagellack nicht trocken ist, ist eine Frau wehrlos. *Burt Reynolds*
Ich muß doch die Bemerkung machen, daß die schönen lange nicht so gefährlich sind wie die häßlichen. Denn jene sind gewohnt, daß man ihnen den Hof macht, letztere aber machen jedem Manne die Kur und gewinnen dadurch einen großen Anhang. *Heinrich Heine*
„Tragödie ist eine Nahaufnahme; Komödie, eine Totale.“ *Buster Keaton*
Halbdackel ist im Schwäbischen komischerweise die Steigerung von Dackel. *Rolf-Bernhard Essig*
Wenn jemand ein Dackel ist, dann ist der nicht besonders geschickt und eher ein bisschen dümmlich. Aber ein Halbdackel ist ein echter Blödmann! *Rolf-Bernhard Essig*

Tour zum Pomeranzengarten, zum Rappenhof und über die Solituderennstrecke und das Krummbachtal

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Zum Pomeranzengarten in Leonberg wollte ich schon lange wieder mal, denn dort gefällt es mir und die Geschichte vom Pomeranzengarten ist auch interessant.
 Württembergische Geschichte, die ich - nicht zuletzt durch meine Touren - auch besser kennenlerne und wie die Verbindungen zu manchen Königshäusern entstanden sind. So hat ja Württemberg einige russische Großfürstinnen als Königinnen.

Den Pomeranzengarten hat Sybilla von Anhalt mit Heinrich Schickhardt zusammen angelegt.

Was ich auch mitbekommen habe, dass ein Sohn von Sybilla bei der Schlacht von Wimpfen gefallen ist. Herzog Magnus von Württemberg.  

Genau habe ich die Geschichte des Pomeranzengarten hier verfasst.

Da die Tour in den Pomeranzengarten nach Leonberg nicht so weit ist, habe ich die Tour etwas weitläufiger geplant. 

Zuerst konnte ich am Ufer der Enz - der Radweg führt dann hier an die Glems -,
einen Storch ausmachen, der flog aber gleich davon.
Schade.  So habe ich ihn noch erwischen können.


Dann ging es erst mal durch das Leudelsbachtal an der Glems entlang, weil ich dort nach Schmetterlingen schauen wollte, die dort immer sind. Aber, an dem Tag war es so windig und am Teich mit den Gelbbauchunken ist mir eine Gruppe von Schülern samt Lehrerin begegnet, die hier eine Exkursion gemacht haben. 

Es scheint mir, dass die Gelbbauchunken nicht so bekannt sind, denn die Schüler haben immer von Fröschen geredet, nein, das sind Unken und zwar Gelbbauchunken. Als Schullektüre habe ich ihnen meinen Post empfohlen.  


 
Nun ja Frau Lehrerin, wenn schon, dann sollte man doch wissen, was man hier macht. 

So schön fand ich die Schnecken, die hier in den fast leeren Tümpeln herumgeschlichen sind. 



Die Geschichte vom Schneckenkönig gibt es aber noch hier.
 Klar hat es mich gefreut, wie die Schüler die Geschichte vom Tigerschnegel gehört haben.

Dass man zwischen Nacktschnecken und Gehäuseschnecken unterscheidet ist ja bekannt. Meist findet man aber die Gehäuse von Schnirkelschnecken und die gehören zu den Weinbergschnecken mit den hübschen Streifen auf dem Haus. 

Wenn man mal Schneckenhäuser gesammelt hat, sollte man sie genau anschauen. 
Auf die Mündung kommt es an, ist sie am Schneckenhaus weiß oder schwarz.

Garten- und Schnirkelschnecken haben eine weiße oder helle Mündung.
Eine schwarze oder dunkle Mündung haben Schwarzmündige Bänderschnecken, die auch Hain-Schnirkelschnecke genannt werden.

Eine Streifenwanze wollte aber auch noch mit auf das Bild. 


 An der Glems entlang bin ich dann in Richtung Pomeranzengarten gefahren und da erwartete mich doch einiges. Der Garten ist schon eine Wucht und ich kann jedem empfehlen, ihn mal anzusehen. Man kann diesen Garten auch mit den öffentlichen Verkehrsmittel besuchen. S-Bahnstation Leonberg, dann den Bahnhof verlassen und gleich links die Straße hinunter, dort sieht man dann sogleich das Schloß Leonberg und ein Schild deutet auf Pomeranzengarten. Mit dem Auto gehts auch, aber da kenne ich mich nicht - und will es auch nicht - aus. 

Schön die Pomeranzen, gell. Wenn man hier sitzt, gibt es eine ganz mediterane Stimmung.







Rhizinus




Wunderschöne Nachtkerzen


Dass ich sie hier am Brandkraut - zwar nicht so scharf - entdeckt habe, ist reiner Zufall. Als ich das Bild am Bildschirm gesehen habe, war ich doch überrascht.
Hier handelt es sich wohl um die Rotbeinige Baumwanze. Aber ich bin mir nicht sicher. 

 


Sodele, mein Weg führte mich durch meine alte Heimat in den Ramtel in Leonberg, den habe ich aber heute nicht besucht, denn ich wollte ja weiter und zwar bin ich dann die Alte Ramtelstraße in Richtung Rappenhof gefahren. 

Nähres zum Rappenhof gibt es hier.
Die Vergangenheit holt mich immer wieder ein. Ich habe von 1962 bis 1971 in Leonberg im Ramtel im neu erbauten Haus meiner Eltern gewohnt und bin dort auch in das Gymnasium gegangen, das habe ich mir auch angeschaut. Ist halt auch in die Jahre gekommen. Inzwischen gibt es auch noch ein zweites Gymnasium. 

Damals meinte ein Lehrer, ich sollte doch das Reiten erlernen und somit war ich dann mit dem Lehrer und einigen Schülern 1964 auf dem Rappenhof. Aber ich habs nicht mit Pferden, seit ich mal als Kind von einem in die Hand gebissen wurde. Ich mag sie von weitem aber sonst, eher nicht. 
Somit war das auch erledigt, aber komisch ist es schon nach so vielen Jahren wieder hierher zu kommen. 

Übrigens hat man hier eine wundervolle Aussicht, leider auch wie immer etwas diesig. 

Naja und ein kleiner Segelflieger sagt mir auch guten Tag.  

Das ist Goldpfeil, ein ganz ganz lieber Junge. Ich versuche ja immer meine Scheu vor Pferden zu überwinden, es gelingt mir immer mehr, aber reiten eher nicht.
Ich möchte die Gegend aber mit dem Rad noch mehr erkunden.









Auf einem wunderbaren Weg durch den Wald steil abwärts ging es dann über die Solitude-Rennstrecke in Richtung Krummbachtal. 

Vielleicht kennt der eine oder andere die frühere Solitude-Rennstrecke?
Es war immer eine ganz besondere Sache, wenn wir mit Sack und Pack uns dort hiedergelassen haben und das Rennen verfolgt haben. Wie das damals abgesichert war, war schon sehr gefährlich. Das ging heute nicht mehr. Die Strecke besser auszubauen, hätte zuviel Geld gekostet. 

Aber auf dieser Solitude-Rennstrecke sind tolle Rennfahrer in der Formel 1 gefahren. Das waren noch Zeiten. 

Mein Schwarm war Joakim Bonnier, ein toller Mann und Schwede. Leider ist er
1972 in Le Mans verunglickt.
Übrigens gibt es hier auch einen Film "Le Mans" mit Steve MacQueen.
Diesen Film habe ich 4 mal im Kino angeschaut, so begeistert war ich.

Ich war damals ein richtiger Rennfahrerfan, ist heute nicht mehr so.
Aber auch von Jim Clark war ich ein Fan. Leider auch tödlich verunglückt.
 Aber gegen Joakim kam er bei mir nicht an. So ein bildschöner Mann, finde ich übrigens heute noch. Ich mag Männer mit Bart, mein Freund hat auch einen und mein Sohn.

Es gibt ein Buch über Jim Clark, jeder Rennfahrerfan sollte es gelesen haben. 

Jenseits von Schnell



Auch interessant ist der Start- und Zielturm im Mahdental.
Er steht unter Denkmalschutz und wird gerade renoviert. 


Weiter ging es das Krummbachtal hinauf, da bin ich zwar schon oft gefahren, mit dem Freund und da geht einem dann doch viel durch die Lappen.
So habe ich festgestellt, dass es hier einen Steinbruch gibt. Den muß ich mir mal genauer ansehen, wenn ich mal wandern gehe. 

Einmal im Jahr gibt es auch das
https://www.solitude-revival.org/
Mal sehen, vielleicht schaffe ich das nächstes Jahr.

Geil!!!



 

Der Steinbruch im Krummbachtal befindet sich zwischen der Gerlinger Schillerhöhe und dem Mahdental unweit des Naturfreundehaus im Krummbachtal
Geschichte: Der Steinbruch im Krummbachtal gilt als geologisch ziemlich interessant, da hier eine geologische Formation nach oben drückt, was sehr eindrücklich zu erkennen ist. Etwas unscheinbar auf dem Bild, aber bei näherer Betrachtung sehr sehenswert, ist der eingefrorene Wasserfall.
Hier wurde früher aus schwach gebundenem Stubensandstein (km4) Sand gewonnen. Die gestörte Schichtlagerung zeigt sich besonders deutlich am Nordrand, wo auch zwei 105° streichende und entgegengesetzt fallende Verwerfungen angeschnitten sind. Der Aufschluss befindet sich im südöstlichen Bereich der Leonberger Bruchzone, dem NW-Teil des Fildergrabensystems.
Die Gerlinger Steinbrüche wurden im 19. Jahrhundert zu einer wichtigen Erwerbsquelle. Wie schon Agnes Maisch geschrieben hat: Gerlinger Steine waren sehr gefragt. Gerlingen war reich an Steinen. Die Steine lagen nicht in Brocken auf den Feldern wie beispielsweise auf der Schwäbischen Alb, sondern waren in mächtigen Lagern im Forchenrain und im unteren Krummbachtal zu finden. Wann genau in Gerlingen mit dem Steinbrechen begonnen wurde, ist nicht bekannt. 1762 wird im Gerichtsprotokoll eine „Liefferung von 16.000 Schuh Platten auf die Statt-Mauer zu Ludwigsburg“ erwähnt.
Die große Zeit der Steinbruchbesitzer begann mit dem Bau der Eisenbahnlinie von Stuttgart nach Ludwigsburg. Einer der Steinbruchbesitzer war Christoph Schweizer, er war auch einer der erfolgreichsten. Er war der Erste, der in der Christophstraße ein Haus gebaut und auch die benachbarten Grundstücke aufgekauft hatte. Die Straße trägt noch heute seinen Namen. Gerlingen wurde auch für Stuttgart, das in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts einen großen Bauboom erlebte, zu einem wichtigen Steinlieferanten. Im Stuttgarter Westen wurden ganze Straßenzüge sowie auch das Stuttgarter Marienhospital mit Steinen aus Gerlingen gebaut. Der Transport der teilweise riesigen Steine war damals äußerst schwierig. So wurde 1882 ein aus dem Steinbruch der Gebrüder Johannes und Gottfried Schweizer stammender Sandsteinquader auf einem von 6 Pferden gezogenen Steinwagen vom Mahdental aus über Leonberg bis zu seinem Bestimmungsort nach Stuttgart-Gaisburg gebracht. Die Mahdental-straße – der direkte Weg – wurde erst 1926 gebaut. Selbst ein Stein für die Gerlinger Kelter musste über Leonberg nach Gerlingen gezogen werden, denn auch die Krummbachtalstraße wurde erst später geplant.
In den Steinbrüchen war immer noch ein weiterer selbstständiger Unternehmer tätig: um die benötigten Werkzeuge zu schärfen und zu reparieren, war eine Feldschmiede in Betrieb.
Mit dem Aufkommen von Ziegelsteinen, Zement und Beton im Baugewerbe waren die ge-hauenen Natursteine nicht mehr gefragt. Die Anzahl der Steinbruchbetriebe in Gerlingen ging rasch zurück. Als die Steinbruchbetreiber 1911 von der Berufsgenossenschaft auf „ge-sundheitliche Maßnahmen bezüglich Tuberkulose“ aufmerksam gemacht wurden, berichtete das Gerlinger Schultheißenamt: „Die Steinbruch-Industrie ist wegen Unrentabilität nahezu ganz eingestellt.“ In den Fünfzigerjahren hat dann der letzte Steinhauer, Wilhelm Fauser, aufgegeben.
Quelle: Stadtarchiv, Gerlingen und Geotope


 



Wenn man hier dann endlich oben ist, begrüßt einen das Schloß Solitude und eine sehr schöne Aussicht in die Ferne, leider auch mal wieder diesig. 

Man sieht vielleicht auch die Solitudeallee über die ich auch schon berichtet habe.
Die Geschichte ist die, dass man früher vom Schloß Solitude direkt zum Schloß Ludwigsburg eine Straße gebaut hat. Diese Straße wurde mit Salz bestreut und man konnte so von der Solitude aus mit dem Schlitten direkt zum Schloß fahren.
Wenn man bedenkt, was Salz damals gekostet hat???

Aber die Herrschaften waren damals auch nicht anders, als heute.


 

Wenn ich dort am Schloß bin, besuche ich auch immer wieder den kleinen Friedhof, in dem ganz bekannte Personlichkeiten begraben sind. 
Hier werden nur ganz bestimmt Leute begraben und es ist etwas Besonderes. 

Hier liegt z.B. John Cranko, dem hier seines Todestages gedacht wurde.

Ja, auch meine Dozentin an der Kunstakademie in Stuttgart. 
Frau Herta Maria Witzemann, war eine ganz ganz besondere Frau und
In
nenarchitektin. 

Wir unterhalten uns immer und gedenken der anderen Zeiten. 





 Die Heimfahrt erfolgte wie immer auch über die Solitudeallee und
hier war ich wieder mal ganz angetan von den Wolken, den Feldern und den Sonnenblumen.





Ich weiß, es ist ein Roman, aber der Neffe prüft ja gerade, ob er nicht doch ein Buch von den Posts veröffentlichen soll. Er ist im Moment in Schweden in einem Haus mit See in Urlaub und kann sich das ja mal alles anlesen.
Vielleicht bleibt er auch in Schweden, er überlegt.


Zusammenfassung

Tour am 20. 07. 2023
84,0 Kilometer
1.901 Höhenmeter
950 Climb
950 Downhill
Fahrzeit: 4,5 Stunden
Gesamtkalorien 2.700 KCAL
Wetter: 18 Grad
Luftfeuchtigkeit: 63 %




 

Kommentare

  1. Hallo Eva,
    viel hast du erradelt und wenn's gefällt ist man ja öfters dort und es gibt immer etwas Neues zu entdecken.
    Ach, ja einem Autofahrer konnte ich auch noch nie weiterhelfen, meistens ist es so, da kann ich nur den Fußweg beschreiben oder eben mit den Bus.

    Vor Pferden habe ich auch ein wenig Scheu, wenn schon mal eins entgegen kommt, obwohl der Besitzer das Pferd führt.

    Sahra Wagenknecht und evtl ihre neue Partei wäre sehr gut wählbar. Wenn man aber an die letzten Jahre denkt, oder wie man sie bezeichnet hat, als sie mit Alice Schwarzer das Manifest für Frieden ins Leben gerufen hat. Sie ist aufjedenfall unbequem.
    Ach, muss ja doch wieder schreiben: und dann ist sie ja auch noch ungespritzt und gehörte zu den "unsolidarischen Impfgegner und Idioten "🙈🙉🙊.


    Eva, auch dieser Kommentar kann Fehler enthalten 😉.

    Mein Bügeleisen wartet nun, dir wünsche ich eine schöne Restwoche.

    Viele Grüße
    Hannelore

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    1. Ich mußte gerade lachen, weil ich einem Blog gelesen habe, Da konnte die Bloggerin auch nicht dass und das unterscheiden. Hummel hat das ja mal geschrieben, dass das wohl eine Volkslegasthenie ist.
      Das merkt komischerweise Keiner, oder doch.
      Ich habe gerade gebügelt und bin jetzt fertig, nachdem ich einen neuen Ständer an mein Rad gemacht habe, denn ich will ja am Donnerstag von einer Stadt aus ins bayerische radeln, in der ich letzte Woche gewesen bin.
      Von dort aus wird es dann mehrere Touren geben.
      Ich habe jetzt keinen Fehler bei dir entdeckt. Ich bei mir auch nicht. Bei mir sind es Tippfehler, ich schreibe manchmal zu schnell und sehe das dann auch nicht.
      Jetzt mache ich noch meine Posts für morgen fertig und am Donnerstag muß ich ganz früh raus, denn das gibt eine große Tour, wenn es so klappt, wie ich es mir vorstelle.
      Übrigens soll es eine der schönsten Städte Deutschlands sein und das fast vor meiner Haustür und mit Zug und Rad prima zu erreichen.
      Liebe Grüße Eva, die hierzu kein Auto braucht.
      Liebe Grüße Eva

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    2. Lapsus sollte heißen:
      "weil ich in einem Post gelesen habe".
      LG Eva

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Mir wäre das wirklich zu blöd, sowas zu schreiben.