Marktbrunnen Durlach
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Auf meiner Fahrradtour von Bruchsal über den Michaelsberg usw.,
bin ich ja auch durch Durlach gefahren.
Durlach ist der größte Stadtteil von Karlsruhe und liegt am Ausgang des Pfinztales, im Osten von Karlsruhe.
Es gibt dort natürlich auch sehr viel zu sehen, was durchaus auch interessant ist, aber wenn man halt eine Tour fährt, die nicht gerade kurz ist, kann man nicht alles anschauen, aber das kommt noch, so wie Bruchsal auch.
Ich hatte ein ganz besonderes Ziel und zwar den Marktbrunnen, da ich aber wieder mal an einem Dienstag unterwegs war, war wieder Markt in Durlach, so konnte ich den Brunnen nicht so fotografieren, wie ich wollte, aber das kommt auch noch.
Allerdings habe ich die nächsten zwei Monate kein Deutschlandticket mehr und ich habe durchgerechnet, was ich voraussichtlich mit dem Zug fahren werde, das lohnt sich nicht. Denn auch mit dem Radeln wird es ja weniger, wenngleich ich natürlich auf das Rad möchte, aber es wird wohl die ganzen zwei Wochen regnen.
Aber ich bin mit meiner Kilometerzahl auch mehr als zufrieden.
Und ich kann mich auch ohne Rad beschäftigen, ich laufe sehr viel.
Zudem bastele ich recht viel für Weihnachten und habe ja auch einen Pulli angefangen zu stricken.
Nun aber zum Marktbrunnen, hier hat mich eine Frau gefragt, warum ich den so fotografiere, er gefällt ihr gar nicht und schon gar nicht das Bordell, da hat der Brunnen schon einiges an Aufsehen erregt.
Aus dem Jahr 1862 stammt der achteckige Brunnentrog aus Gusseisen. In dessen Mitte steht ein ca. zwei Meter hohes rechteckiges Podest. Auf diesem Podest befinden sich vier Wasserspeier, die den Brunnen mit Wasser versorgen.
Auf der anderen Seite, die war leider zugeparkt, befindet sich ein Wappen, das die Zahl 1862 aufweist und die mit dem badischen Wappen geteilt wird.
1992 wurde der Brunnen umgestaltet und es wurde ein schmaler und spitz zulaufender Baldachin auf das Podest gesetzt. Auf diesem Baldachin steht ein nacktes Paar, das sich umarmt.
Acht Tiergruppen stehen auf den Ecken des Brunnens.
Das sind immer zwei Stück, weiblich und männlich.
Igel, Hasen, Raben, Ratten, Fledermäuse, Eulen und auch eine Gruppe von Kröten, sowie ein Hahn und eine Henne. Sie alle werben umeinander
Gusstafeln sind auch an den anderen Ecken angebracht, die die Geschichte Durlachs beschreiben.
Der alte, steinerne Marktbrunnen wurde 1862 abgebrochen, er stand zu nahe an der Hauptstraße und war dem Verkehr, der immer weiter zugenommen hat, im Wege.
Seit 1567 befand sich eine Ritterfigur auf dem Brunnen und viele Durlacher hielten es für eine Darstelluing des "Karle mit der Tasch"
Eine Kopie dieser Figur kann man heute am Rathaus sehen, wenn nicht gerade Markt ist, das Original steht aber im Pfinzgaumuseum, hier kann man Karlsruher Stadtgeschichte erleben. Ist auch was für einen Regentag.
Den Brunnen, der 1862 errichtet wurde, schmückte ebenfalls ein gusseisener Aufsatz, dieser wurde im Jahr 1925 von einem angetrunkenen Mann zerstört.
Ansätze, den Brunnen wieder zu gestalten, wurden nicht umgesetzt.
Der heutige Brunnen wurde von Klaus Ringwald als "Lebensbrunnen" gestaltet und 1992 eingeweiht.
Die Durlacher waren über diesen Brunnen nicht glücklich und er wurde "Liebensbrunnen" genannt.
Es gibt immer wieder Leute, die eben Zerstörungswut haben, wenn ihnen manches nicht passt, so wurden 2008 beide Eulen aus der Verankerung gerissen und gestohlen.
Eine Kopie dieser Eulen war nicht mehr möglich, weil die Gussform wohl nicht mehr existierte. Diese Eulen wurden neu gemacht.
Die beiden Raben wurden im Jahr 2011 mutwillig abgerissen, der eine Rabe wurde in den Brunnen geworfen, beide Raben konnten aber wieder befestigt werden.
Um das Bordell geht es
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