Mein Motto: NO RISK NO FUN!
Je älter ich werde, umso mehr verstehe ich, warum Katzen mitten im Gespräch einfach weggehen. *Unbekannt*
Katzen sind die rücksichtsvollsten und aufmerksamsten Gesellschafter, die man sich wünschen kann. *Pablo Picasso*
Ich bin ein Katzenfan und ich hätte gerne eine Katze, doch ist mir hier doch meine Wohnung wichtiger. Deshalb habe ich keine, aber ich mag Katzen und fast jede Katze kommt unterwegs zu mir, wenn ich sie locke und sie schmeicheln mir um die Beine. Es ist ein so schönes Gefühl. *Eveline Heyden*
A Schwob wird erscht mit 40 gscheit, an andrer net in Ewigkeit *Schwäbisches Sprichwort*
Halbdackel ist im Schwäbischen komischerweise die Steigerung von Dackel. *Rolf-Bernhard Essig*
Wenn jemand ein Dackel ist, dann ist der nicht besonders geschickt und eher ein bisschen dümmlich. Aber ein Halbdackel ist ein echter Blödmann! *Rolf-Bernhard Essig*

Dimitri Schostakowitsch, Suiten für Jazzorchester Nr. 1 und 2

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Ich habe ja schon zwei Posts über Musik von Dimitri Schostakowitsch geschrieben und heute kommen die Jazz-Suiten 1 und 2. 

Die Jazz-Suite 1 ist vielleicht nicht so bekannt,
dafür aber sicherlich der Sekundenwalzer und der 2.Jazz-Suite.

1930  lernte Schostakowitsch den berühmten und populären sowjetischen Jazzmusiker Leonid Utjossow und sein Ensemble "TeeJazz" kennen.
Dieses Orchester spielte eine bunte Mischung, die Jedoch zum großen Teil nicht aus Jazz, sondern eher als leichte Unterhaltungsmusik zu charakterisieren wäre. 

Schostakowitsch war von Utjossow positiv beeindruckt und er hielt ihn für den bedeutendsten lebenden Künstler der Sowjetunion. 

1931 schrieb Schostakowitsch auf eine Bitte von Utjossow und Isaak Dunajewskj, er war Verfasser volkstümlicher Lieder und Märsche, die Musik für eine Revue mit dem Titel "Der bedingt Ermordete". 

Diese Bühnenschau war eine unerhörte Mischung aus frecher Satire und zeitkritischer Propaganda und wurde erwartungsgemäß bald abgesetzt. Die Aufführung löste einen Skandal aus. 

Schostakowitschs Komposition verband strahlende Ausgelassenheit mit scharfer Parodie. Wie seine Filmmusik nutzte er auch dieses Werk als "Laboratorium". Er nutzte es zum Ausarbeiten musikalischer Ideen für seine ernsteren Kompositionen. Er sah aber dennoch davon ab, in dieses Werk Jazzelemente einzubringen. 

Einige Jahre später  begann Schostakowitsch dann ganz bewußt im "Jazz-Stil" zu schreiben. 1934 erklärte er sich zur Mitarbeit in einer Jazz-Komposition bereit. Zielsetzung war es hier, den sowjetischen Jazz von populärer "Kaffeehausmusik" auf ein gekonntes Niveau zu bringen.

In Leningrad (St. Petersburg) wurde ein Wettbewerb ausgerichtet und Schostakowitsch komponierte, um anderen Musikern Mut zu machen, die dreisätzige  Suite für "Jazzorchester Nr. 1" 

Es folgte 1938 seine "2 Suite für Jazzorchester", die er auf Wunsch des neu gegründeten Staatlichen Jazzorchesters und seines Dirigenten Viktor Knuschewtzky schrieb.

Beide Suiten zeichnen sich durch Schostakowitschs brilliante und gewitzte Orchestrierung aus, doch die Musik entspricht eher nicht dem gängigen Jazzbegriff. Statt dessen frischt Schostakowitsch mit einem leichten Musikstils auf, den er bereits in seiner Film- und Bühnenmusik erprobt hate. 

Während der 1. Suite eher den Überschwang und die Dekadenz der 20er Jahre widerspiegelt,

 


 

 ist die 2. Suite im Wien eines Johann Strauß verwurzelt und hat den Blick auf die Rote Armee gerichtet. 


 Der 2. Teil enthält den allseits sicherlich bekannten Sekundenwalzer.
Aber man sollte schon die beiden Suiten anhören, denn die Suiten sind hörenswert. 

 



Wünsche schönes Wochenende.



Kommentare

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Kommentare, die nichts mit dem jeweiligen Post zu tun haben, lasse ich nicht mehr zu.
Auch so lapidare Kommentare, die dazu dienen, dass man die Seite des Kommentators anklickt, wie "ich war schon lange nicht mehr hier" lasse ich ebenfalls nicht mehr zu, weil des koin Kommentar isch, sondern a Mischt."
Mir wäre das wirklich zu blöd, sowas zu schreiben.