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Für gewöhnlich handelt es sich bei Traumfrauen um eine optische Täuschung. *Peter Ustinov*

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Neujahrskonzert des Stuttgarter Staatsorchester

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  Gestern haben wir noch etwas Aufräumarbeiten vom Grillfest an Silvester geleistet, aber da waren schon vorher recht fleißige Hände am Werk gewesen und viel gabs nicht mehr zu tun.

Grund für ein wenig Geselligkeit und auch per Livestream einen Blick nach Wien zum dortigen Neujahrskonzert im Musikvereinsaal.

Früher haben wir das immer angeschaut, aber es hat - vielleicht liegt es auch am Alter - an Glanz verloren. Mit den bekannten Dirigenten Lorin Mazel und vor allem Leopold Stokowski, der wie Johann Strauß das Orchester immer mit der Geige begleitete, hat es mich nicht begeistert. 

Natürlich haben wir für morgen eine Radtour ausgemacht, wir hoffen, dass es nicht regnet. Sie wird uns in den Enzkreis führen. Na, dann wollen wir mal schauen.  



Dafür begeisterte mich das Staatsorchester an der Stuttgarter Oper viel mehr. 
Das war ein musikalisches Großereignis.
Voll besetztes Haus, ich hatte leider in der 1. Reihe nur noch den Platz 30 rechts bekommen, was aber absolut nicht schlimm war, denn hier geht es ja um die Musik und das Gute an diesem Platz ist, dass man die Beine ausstecken kann, denn hier gehts dann gleich zur Türe hinaus ins Foyer. 

Allerdings möchte ich bei einer Oper hier nicht sitzen, man sitzt halt am Rand.  Aber hier muß ich sagen, es war super, vor allem meiner langen Beine wegen 

Geboten wurde eine Fahrt mit dem "Orient Express" wer kennt ihn nicht, diesen legendären Zug, Der Orient-Express hatte ein ganzes Netzwerk über Europa gespannt. Es gab mit Istanbul und Bukarest bzw. Constanta am Schwarzen Meer auch verschiedene Zielbahnhöfe Hier nahmen wir gestern die Strecke von Paris nach Bukarest. 


 

Der Dirigent Roland Kluttig, er zeigte volle Leistung und fuhr den "Orient Express" mit einer Anzahl wunderbarer Musiker von Paris bis Bukarest. Toll, wie er seine Musiker führte. Einfach genial und auch die Solisten des Orchesters, ich kanns wieder nur bestätigen, das Stuttgarter Staatsorchester war ja auch zu recht, mehrmals bestes Orchester. 

Die Reise begann mit Debussys Fétes, hier wird das Publikum mit Henry Duparks L’Invitation au Voyage von Charles Baudelaire eingeladen. 

Fétes ist eine nächtliche Musik. Hier wird der Eindruck vermittelt, als würde man zum Bahnhof Gare de l’Est gehen, hier startete der Orient Express. 




Charles Baudelaire erzählt in diesem Gedicht von einer Reise und beschwört eine Atmosphäre heraus, die durchaus in diesem Zug geherrscht haben könnte.
Die Sopranistin, Esther Dierkes, die zum festen Bestandteil der Stuttgart Oper gehört trug dieses Gedicht musikalisch, wie auf einer Klangwolke schwebend vor. 

Wunderbar. 



Der Zug startet.
Arthur Honegger (neben mir saß ein Ehepaar, das sich wohl mit all dem nicht vorher befasst hatte, und der Mann meinte: Ich wußte gar nicht, dass DER auch Musik geschrieben hat." Die Frau an seiner Seite mit Maske, klärte ihn auf) vertonte in Pacific 231 die Fahrt mit einer Pacific-Dampflokomotive. 

Die Pacific-Dampflokomotive gehörte vor 100 Jahren zu den modernsten und leistungsstärksten Lokomotiven und beförderte auch den Orient-Express.
Honegger muß man mögen, aber dieses Stück ist schon mit seiner abstrakten rhythmischen Studie hörenswert. Der Rhythmus wird immer dichter und schneller. Anschließend kommt es zu einer Vollbremsung und einer Verlangsamung der Bewegung. 



Die Fahrt geht nun nach Wien. Hier hören wir Franz Schuberts Zwischenaktmusik
Nr. 5 aus dem Schauspiel Rosamunde 



Mit Johannes Brahms und Johann Strauss geht die Fahrt dann weiter nach Ungarn. 

Die beiden Komponisten Johannes Brahms und Johann Strauss sind häufig nach Budapest gereist, vermutlich auch mit dem Orient Express.


Es handelt sich bei der Musik der Ungarischen Tänze und bei Strauss`Csardas um geniale anverwandelte Folklore, keineswegs aber u authendische Folklore.

Csardas Johann Strauss (Sohn )


 Dann gibts es eine Pause von 30 Minuten, in der man sich mit den Besuchern unterhalten, oder eben durch die Oper flanieren kann und die sehr chic gekleideten Damen und Herren bewundern kann. 

Ja, mir wurde auch gesagt, dass ich sehr chic aussehe. Lach, hatte mich auch ordentlich in Schale geworfen, es war ja auch ein besonderes Ereignis, das neue Jahr so zu beginnen. 

Nach der Pause durften wir die Tänze aus Galanta von Zoltan Kodaly hören.
Hier brilliert die Klarinette.

 


 Esther Dierkes sang die Arie aus der Csardasfürstin von Emmerich Kalman

"Heia, heia!"

Hier mit Anna Netrebko, ich mag sie sehr. 
Leider hat Esther Dierkes sie zu sehr kopiert, was mir nicht gefallen hat. Stimmlich war Esther Dierken aber absolut gleichwertig. 


Zum Schluß sind wir in Rumänien.
Hier kommt George Enescus Rumänische Rhapsodie Nr. 1. 

Es ist ein Meisterwerk und sie ist sensationell.
Man kann auch den Einfluß der französischen Musik erkennen. Enescu war oft zwischen Bukarest und Paris unterwegs. Es gibt in diesem Stück Momente, man glaubt hier Charles Ives zu erkennen.
Hier meint man, dass verschiedene Dorfkapellen gleichzeig spielen und krachen dann aufeinander. Enescu ist einer der größten Komponisten, leider nicht so bekannt. Schade. 


 

Mit einigen Zugaben, weil der Beifall der Zuschauer nicht enden wollte, es war eine Stimmung, die kann ich hier nicht beschreiben, ging der Abend dann zu Ende. 

Esther Dierkes sang noch aus Guiditta  von Lehar das Lied, 

"Meine Lippen die küssen so heiß!"

Leider auch nur eine Kopie von Anna Netrebko, sie bekam einen weißen Rosenstrauß, den sie dann - wie die Netrebko - an die Herren im Publikum verteilte und genauso tanzte.
Ein wenig komisch, wenn einem nichts anderes einfällt.



Ein toller Abend mit einem grandiosen Orchester.
Ich freue mich nun auf den Nußknacker im Januar und auf weitere Opern, die am Staatstheater aufgeführt werden.
Mein Platz ist immer in der 1. Reihe, das ist ein Genuß, den ich so nicht wiedergeben kann und sein Geld wert, jeder Cent. 

Den Spielplan der Stuttgarter Oper gibt es HIER.


Heute gibt es hier in der Wohnung einiges zu tun und nach Bietigheim in die Bücherei muß ich auch noch.




Alles Fotos mit dem Handy





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