Gottes schönste Gabe ist und bleibt der Schwabe
Denn es ist nicht genug, einen guten Kopf zu haben; die Hauptsache ist, ihn richtig anzuwenden. *René Descartes*

Magnolienblüte in der Stuttgarter Wilhelma

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 Am Donnerstag letzter Woche war ich in der Stuttgarter Wilhelma. 

Ich war im Magnolienhain und wollte mal schauen, wie weit die Magnolien sind. 

Einige Blüten der Magnolien waren noch nicht soweit geöffnet und andere waren noch ganz zu. Aber es gab auch welche, die schon geöffnet waren, nur diese Blütenpracht, wie ich sie damals erlebt habe, das sieht man halt nur einmal. 

HIER

Aber ich wollte das auch mal sehen, wie es aussieht, wenn die Blüten noch nicht ganz offen sind. 

Am Donnerstag war ich so gegen 9:00 Uhr in der Wilhema und - es war recht frisch und die Sonne kam nur zögerlich hervor  - wenig  Leute waren dort, aber nicht nennenswert, so konnte ich ganz bequem die Kamelien anschauen, das ist immer und immer wieder ein Genuß, davon berichte ich noch.

Aber es gab auch noch andere Dinge. heute zeige ich den Magnolienhain mit den gerade sich öffnenden Magnolien. 







 

Die Bahn streikte ja und ich dachte, dass ich das mal ausprobiere, wenn ich mit dem Gelben Zug von Bietigheim aus fahre. Mit dem Auto bin ich also in das Parkhaus gefahren und habe mein Auto dort abgestellt und der Gelbe Zug kam fahrplanmäßig.

Leider dachte ich nicht daran, dass die Rosensteinbrücke gesperrt ist, sie ist schon lange baufällig, aber da hat man nichts gemacht und jetzt ist sie gesperrt, sie wird abgerissen und eine neue Brücke wird gebaut.
Ich habe das neulich schon gesehen, als ich mit dem Freund eine Stuttgart Tour gemacht habe. 

Oupps, wie fahre ich jetzt, ein freundlicher Herr sagte mir dann, wie ich vom  Bahnhof aus mit der Straßenbahn fahren kann. Die U 6 bis zur Haltestelle Prag und dann in die U 13 umsteigen und dort dann bis zur Haltestelle Rosensteinbrücke fahren und von hier kann man bequem über die Straße gehen und ist dann bald am Kartenhäuschen der Wilhelma. Die Haltestelle Wilhelma gibt es nicht mehr. Klar kann man auch mit dem Auto kommen, aber ich habe ein Deutschland Ticket und da nütze ich das auch. 

Ausserdem habe ich mir die Erlebniskarte für die Region gekauft, sie kostet 69 Euro und man kann sehr viel machen. Das werde ich ausnützen, allerdings geht das - pro Eintritt - immer nur ein Mal. 



Einer der zwei Eckpavillions als Aussichtspunkte im Maurischen Stil, die 1844 entstanden sind.


Diese Magnolienblüte hat wohl etwas Frost abbekommen, schade.







Die Wilhelma hat sich jedenfalls gelohnt, die ist mit in der Karte dabei und außerdem auch eine Netzkarte für die Straßenbahnen usw. Allerdings brauche ich das nicht, denn ich habe ja das Deutschland Ticket. Außerdem ist das Blühende Barock auch dabei, da möchte ich dieses Jahr auch wieder hin.
Wie ich das alles zeitlich schaffen soll, keine Ahnung.
Ich bin überlastet. Ich weiß, warum ich keinen Garten habe und auch keinen möchte.







 

Lachen mußte ich, dass ich mit meinen Werken aus meiner Schreinerlehre hier konfrontiert werde. Die Schreinerei Wenzler aus Ditzingen, bei der ich damals gerade eine Lehre absolvierte, hatten einen Großauftrag Pagholzbänke für das Raubtierhaus zu bauen und zu montieren. Das war so 1968 und diese Bänke sind immer noch da. Das ist halt Qualität, kann sein, aber Pagholz hält halt auch. Die Schreinerei hieß Wenzler in Ditzingen und war an der Stuttgarter Straße. Ich fahr hier oft mit dem Rad vorbei.

Ist schon lustig, ich habe daran gar nicht mehr gedacht.
Es gibt diese Schreinerei heute nicht mehr und was auch den Gebrüdern Wenzler geworden ist, weiß ich nicht mehr.

Mein damaliger Meister war übrigens der erste Feuerwehrkomandant der FF Ditzingen und damals hatte man noch keine so kleinen Funkgeräte, sondern, wenn es Alarm gab, schellten zwei große Glocken, die in der Werkstatt hingen.
Das hörte man dann meilenweit.
Das war damals mein erster Kontakt zur Feuerwehr und der ist bis heute geblieben.

Pagholz ist ein Kunstharzpressholz und entwickelte sich aus dem seit 1915 bekannten Pressvollholz. Pagholz ist unverwüstlich und deshalb hat man hier wohl dieses Holz für die Bänke im Raubtierhaus gewählt.
Die Bänke waren ordentlich schwer und ich mußte damals ordentlich schleppen. 

Es gibt sogar eine Firma mit den Namen Pagholz, die machen richtig gute Dinge, aber auch sehr teuer. 

HIER 

Übrigens, wer mal im Leonberger Krankenhaus war, kann auch hier meine Werke sehen, falls es die Teakholzwände noch gibt, hinter denen die Istallationen sind, die habe ich zusammen mit anderen Lehrlingen nach dem Furnieren geschliffen und mit Teakholz eingeölt. Ich kann heute kein Teakholzöl mehr riechen.
Zudem haben wir auch diese Blumenregale in den Zimmer gemacht. Das war ein System wie heute bei IKEA die Malmregale. Der Architekt damals hat sich schon was dabei gedacht. Aber, ob es die Blumenregale in den Zimmern noch gibt, das weiß ich nicht. Als meine Mutter vor vielen Jahren im  Leonberger Krankenhaus behandelt wurde, war alles noch dort. Aber das ist auch sehr lange her.

Ich mag zwar keine Tier in Gefangenschaft und habe das auch am schwarzen Puma im Raubtierhaus bemerkt, der ständig im Kreis herumgelaufen ist. Das ist ein Zeichen von Hospitalismus. Beobachtet habe ich das schon bei vielen Tieren.

Mich hat ein älterer Herr ins Raubtierhaus geschleppt, er wollte mir einen Senior zeigen, der von einem anderen Zoo gekommen ist und hier seinen Lebensabend verbringen darf. Normalerweise gehe ich hier nicht rein, ebensowenig wie zu den Menschenaffen. Ich finde es furchtbar, diese schönen Tiere durch eine Glasscheibe in ihrem Privatleben beobachten zu können. Es ist nicht meins.
Ich denke da immer an den Film "Planet der Affen",

Aber davon dann beim nächsten Post. 

Über den Magnolienhain, der damals in voller Blüte stand, habe ich
HIER
geschrieben. 

Wenn manche auch über Stuttgart den Kopf schütteln, es ist im Moment halt mit Stuttgart 21 wirklich kompliziert und die Wege sind inzwischen schon recht lange geworden, um von der Bahn zur Straßenbahn zu kommen. Aber das geht vorbei und ich denke, dass das eine feine Sache werden wird.
In ein paar Jahren spricht hier keiner mehr drüber.

Übrigens vom 29.März bis zum 1. April 2024 kann man die Baustelle besichtigen. Da gibt es den Tag der offenen Baustelle.

Ich bin zwar an Ostern beschäftigt, werde mir aber die Zeit nehmen und mir das mal ansehen. Es ist sicherlich interessant und wer Stuttgart nicht mag, der bleibt halt weg. Soviel Geschichte, wie Stuttgart hat, haben sehr wenige Städte.

Hier mein letzter Besuch im Magnolienhain, das war aber damals ein wunderbares Wetter und es waren dementsprechend viele Menschen vor Ort.

Ich übernehme jetzt mal den Text aus dem Post, den ich damals geschrieben habe. 

Sie sind so schön. Magnolienblüten öffnen die Herzen und lassen fast keinen kalt. Sie sehen aus wie Gebilde aus Porzellan, stehen aber am Ast robust und zart. Leider auch zu zart für manche Nacht. Das ist der Moment, vor dem sich Magnolien-Liebhaber fürchten: den Kälteeinbruch, er rafft die Pracht dahin. 
Aus den weißen, roten und purpurnen Riesenblüten wird  ein braunes Etwas, das viele ins Grübeln geraten lassen.

Der Kaiser von China soll auch der Schönheit der vollblütigen Gehölze erlegen sein. In der Tang-Dynastie (ca. 600-900) wurden Magnolien als Tempelbäume geschätzt. Der Kaiser hatte die Blütenblätter der weißen Yulan-Magnolie zum "Fressen" gerne. Diese Sorte gilt als Eltern-Teil der bei Gartenbesitzern beliebten Tulpen-Magnolie. 
Allerdings erreichten erst um das Jahr 1780 herum die asiatischen Magnolien Europa. 

Diese Gehölze mit dem dramatisch hübschen Blumen bevölkern schon seit rund 100 Millionen Jahren die Erde. In dieser Kreide genannten Zeitspanne (vor 145 bis 65 Millionen Jahren) war das Klima angenehm mild. 
So erschienen in der Oberkreide die ersten bedecktsamigen Blütenpflanzen auf der Bildfläche und gesellten sich zu den schon lange wachsenden Nacktsamern wie Nadelgehölzen und Ginkgos. Die Eiszeit vertrieb vor ca. 2,5 Millionen Jahren etliche Arten aus unserer Region, daraunter auch die Magnolien. In Asien und Amerika fand sie aber Gegenden, in denen sie die Kaltzeit überdauern konnte.  
Stammesgeschichtlich gesehen sind Magnolien eine uralte Gruppe der bedecktsamigen Pflanzen. Sie können das schlecht verbergen, denn der Fachmann erkennt die Urtümlichkeit an den Blüten. Ein Blütenmerkmal ist die wirtelige Anordnung der Staubblätter und Stempel. 
 
So und das ist die Magnolienblüte in der Stuttgarter Wilhema, die man so fast nirgends bekommt. 
 
Quelle Wilhelma Stuttgart

"Magnolienhain

"Der größte Magnolienhain Europas nördlich der Alpen befindet sich im Maurischen Garten und umfasst etwa 70 Bäume. Zur Blütezeit der Bäume - abhängig von der Länge der Winterkälte beginnt sie ungefähr Ende März – versinkt der Garten in ein Meer aus tausenden Magnolienblüten. Die Farben reichen von reinweiß über zartrosa bis purpurrot. Noch ein gutes Dutzend alter Magnolien aus der Zeit von
König Wilhelm I. schmücken den Garten. Zu erkennen sind diese historischen Bäume an ihrer eigenwilligen Form: die Äste neigen bis auf den Boden und stützen sich dort quasi ab.

Einen schönen Kontrast zu den rosafarbigen Blüten bildet das satte Dunkelgrün der Eiben. Durch den Schnitt der Gärtner haben sie eine kompakte Säulenform bekommen. Auch die Eiben sind schon von den Angestellten des Königs angepflanzt und geschnitten worden - genauso wie die Sammlung von 80 Strauchpfingstrosen am oberen Rand des Magnolienhains. Sie machen das Bild komplett und diesen Ort im Frühjahr für die Besucher zu einem unvergleichlichen Erlebnis."

Die Magnolien haben alle Schilder am Baum, wie sei heißen, woher sie kommen und wann sie gepflanzt wurden. Das war mir aber zu aufwändig zu fotografieren. 
Was auch zu erwähnen wäre, es wird viel gerichtet und gebaut, manches ist abgesperrt. Ich denke aber, dass das zur Hauptsaison alles gerichtet sein wird.

Zu den Eintrittspreisen und der Route kann man sich
HIER erkundigen. 

 
Zu Wilhelma werde ich jetzt noch ein paar Posts schreiben, denn es ist schon eine sehr schöne und auch weitläufige Anlage. Ich bin an diesem Tag
fast 20 Kilometer insgesamt gelaufen

Das Maurische Landhaus ist eine ehemalige Sommerresident von König Wilhelm I. Das Landhaus, erbaut von Hofarchitekt Ludwig von Zanth, wurde 1846 ebenfalls im maurischen Stil erbaut. 
Es dient heute als Gewächshaus und beheimatet exotische Vögel, die mich aber nicht interessierten. 
Ich war mal mit einer Bekannten in diesem Haus und durch das ganze Vogelgezwitschere meinte sie: "Ohh, da wird man ja von allen Seiten bevögelt!" 

Ein Gang durch die Gewächshäuser lohnt sich, da gibt es wunderbare Pflanzen. 








Die Skulpturen in der Wilhelma sind alle bis auf eine einzige (HIER) von Alfred Güldenstein. Über ihn habe ich auch schon so viel berichtet.
Er schuf auch Skulpturen für die Villa Berg in Stuttgart und HIER


Da ist auch der Fruchtstand einer Magnolie dabei.
 https://www.die-magnolie.de/botanik/Magnolie-Frucht.php

Die habe ich damals in der Wilhlema gefunden und mit nach Hause genommen.


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