Die Begriffe vereinfachen, ist die erste Tat aller Diktatoren "Erich Maria Remarque*

Ich dachte immer, jeder Mensch ist gegen den Krieg, bis ich heraus fand, dass es welche gibt, die nicht hingehen müssen. *Erich Maria Remarque*
Das Alter hat zwei große Vorteile: Die Zähne tun nicht mehr weh und man hört nicht mehr all das dumme Zeug, das ringsum gesagt wird. *Georg Bernhard Shaw*
Für eine Frau ist Schönheit unbedingt wichtiger als Intelligenz, denn für Männer ist Sehen leichter als Denken. *Lil Dagover*

Man soll Frauen nichts erklären, man soll handeln. *Erich Maria Remarque*

Ein kommunistisches System erkennt man daran, dass es die Kriminellen verschont und den politischen Gegner kriminalisiert. *Alexander Solschenizyn*

Nicht das Beginnen wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten. *Siena*

Eine Jugendsünde ist, wenn man jung ist und es verpasst. *Erich Maria Remarque*

Die Glücklichen sind neugierig. *Friedrich Nietzsche*

Saure Kartoffelrädle

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Die Schwaben gelten als sparsames Völkchen, deren Wohlstand hauptsächlich darauf zurückgeht, "dass ses Geld zusammahaldet".
Ob das immer und im ganzen Schwabenland richtig ist, lässt sich nicht sagen. Eines ist jedoch sicher.

Die schwäbische Küche ist sparsam. Sie zeichnet sich durch Einfachheit und Bodenständigkeit aus. Doch wir alle wissen ja: 


Weniger ist mehr - ganz besonders beim Kochen! Und darin liegt vermutlich auch der besondere Reiz der schwäbischen Küche. 

Die bekanntesten schwäbischen Gerichte sind sicherlich Maultaschen, Linsen und Spätzle, Gaisburger Marsch, Kässpätzle oder Flädlessuppe. 

Als Beilagen sind Spätzle, Knöpfle, Schupfnudeln, Sauerkraut und Kartoffelsalat charakteristisch.

Die Menge an Grundzutaten und deren Weiterverarbeitung ist übersichtlich und einfach.



Die Gründe dafür gehen auf das mühsame Leben der Bauern zurück, die sich mit wenigen Feldfrüchten der kargen Böden zufrieden geben mussten. Kartoffeln, Getreide, Hülsenfrüchte und genügsame Kohlgewächse. Zwar konne man sich durch die Hühnerhaltung mit Eiern versorgen, jedoch war die Verfügbarkeit von Fleisch sehr begrenzt. Viehzucht, Milchwirtschaft und ein umfangreicher Obstanbau waren aufgrund der klimatischen Bedingungen nur in wenigen Gegenden möglich. Außerdem brauche man die Kühe und Ochsen für die Arbeit auf dem Feld. 

Was dann noch an Zutaten übrig bleibt, bildet noch heute die Grundlage für die schwäbische Küche. Hülsenfrüchte wie insbesondere Linsen, Teigwaren wie Spätzle, Knöpfle, Maultaschen oder Schupfnudeln, für den langen Winter haltbar gemachtes Gemüse wie z.B. Sauerkraut und einige Gerichte, die aus Innereien zubereitet werden, wie z.B. Leberspätzle. Die wichtigsten Zutaten und die typisch schwäbischen Zubereitungsformen werde ich immer wieder vorstellen.

Essig wird bei vielen Gerichten verwendet und wurde vermutlich als Ersatz für den aromatisierenden Wein in die schwäbische Küche eingeführt. Für die Zubereitung von Linsen ist Essig eine wesentliche Zutat, da er die schwer verdaulichen Linsen leichter bekömmlich macht. Der säuerliche Geschmack ist für schwäbische Linsengerichte charakteristisch und gibt ihnen eine besondere Note. So manch einer würzt auch die bereits auf Tellern angerichteten Linsen mit Essig noch einmal kräftig nach. Die Indivituellen Vorstellungen über die zugesetzte Menge Essig sind sehr unterschiedlich, sodass mit dem Salz und dem Pfefferstreuer ebenso die Essigflasche mit auf den Tisch gestellt wird - auch wenn der Schwabe sagt: "Jeder Dropfa Essig koschtet an Tropfa Bluat!" 

Auch Saure Kartoffelrädle sowie der typische schwäbische Kartoffelsalat werden mit Essig gewürzt. Er gibt dem Kartoffelsalat einen angenehmen säuerlichen Geschmack und rundet ihn harmonisch ab. Letztendlich landet bei schwäbischen Gerichten spätestens mit der Salatsoße immer etwas Essig auf dem Teller.

Heute sind Saure Kartoffelrädle angesagt.
Das ist ein vegetarisches Gericht, das ich besonders gerne esse. Da kann man natürlich auch Saitenwürstchen dazu essen. Ich bevorzuge hier eher einen Gurkensalat. 





Saure Kartoffelrädle

750 g festkochende Kartoffeln
1 TL Kümmel
2 Zwiebeln
40 g Schweineschmalz, ich nehme hier normalen Butter
1 EL Weizenmehl
500 ml Fleischbrühe, ich nehme hier ersatzweise Gemüsebrühe
1 Lorbeerblatt
2 Gewürznelken
1 EL mittelscharfer Senf
3 EL Essig
50 ml trockener Rotwein
Zucker
Pfeffer und Salz 


Die Kartoffeln schälen und in Wasser mit Kümmel und Salz gar kochen. 

Die Zwiebeln abziehen und fein würfeln. Das Schweineschmalz in einem Topf erhitzen, die Zwiebeln darin anbraten, mit dem Mehl bestreuen und mit der Brühe aufgießen. Das Lorbeerblatt und die Nelken dazugeben und die Soße ca. 10 Minuten köcheln, danach das Lorbeerblatt und die Nelken entfernen. Die Soße nun mit dem Senf, dem Essig, dem Rotwein, Salz, Pfeffer und Zucker würzen. 

Die heißen Kartoffeln in dicke Scheiben schneiden, auf Tellern anrichten und mit der Soße übergießen. Dazu passen Saitenwürstchen.

 

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