Die Begriffe vereinfachen, ist die erste Tat aller Diktatoren "Erich Maria Remarque*

Ich dachte immer, jeder Mensch ist gegen den Krieg, bis ich heraus fand, dass es welche gibt, die nicht hingehen müssen. *Erich Maria Remarque*
Das Alter hat zwei große Vorteile: Die Zähne tun nicht mehr weh und man hört nicht mehr all das dumme Zeug, das ringsum gesagt wird. *Georg Bernhard Shaw*
Für eine Frau ist Schönheit unbedingt wichtiger als Intelligenz, denn für Männer ist Sehen leichter als Denken. *Lil Dagover*

Man soll Frauen nichts erklären, man soll handeln. *Erich Maria Remarque*

Ein kommunistisches System erkennt man daran, dass es die Kriminellen verschont und den politischen Gegner kriminalisiert. *Alexander Solschenizyn*

Nicht das Beginnen wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten. *Siena*

Eine Jugendsünde ist, wenn man jung ist und es verpasst. *Erich Maria Remarque*

Die Glücklichen sind neugierig. *Friedrich Nietzsche*

Tour zum Grunbacher Wasserfall und noch mehr

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Ein paar Tage später habe ich meine Tour, die ich so nicht nicht fortführen konnte, wiederholt. Dieses Mal aber von der anderen Seite.

Ich wollte ja diese Tour komplett mit dem Rad auf dem Remstalwanderweg machen, das geht aber nicht.

HIER  

Was ein Wanderweg ist und der nicht ohne, das habe ich gemerkt, als ich dann am Grunbacher Wasserfall war. 

Vielleicht ist er nicht so spektakulär, aber es ist schon ein Erlebnis, vor allem, wenn man ihn mit dem Rad besuchen möchte, weil das nicht geht.

Doch, bis zu einem gewissen Grad schon, aber dann ist es selbst für Wanderer nicht ohne und es gab zunächst auch eine Enttäuschung. 

Aber davon dann im Post. 

 Mein Tour sollte mich an diesem Tag nach Grunbach zu dem Wasserfall führen. 

Grunbach ist ein Ortsteil der Gemeinde Remshalden im Rems-Murr-Kreis. 

Wikipedia meint dazu:

Grunbach liegt beidseits des hier westwärts fließenden Flusses am Ufer, auf dem Talgrund und auf den Hängen des unteren Tals der Rems, die auf unter 235 m ü. NHN die Gemarkung verlässt. Der höchste Punkt der überwiegend rechtsremsischen Gemarkung ganz im Norden am oberen bewaldeten Abfall der Buocher Höhe erreicht über 471 m ü. NHN, ihr Ostrand folgt dem Lauf des Zehntbachs, der westliche teils dem des Gundelsbachs. Durch den alten Ortskern läuft dazwischen von dieser kleinen Hochebene der namengebende Grunbach. Der obere Bebauungsrand reicht heute bis fast auf 300 m ü. NHN, die alte Kirche am rechten Grunbachhang steht auf 271 m ü. NHN, große Teile der neueren Ortsbebauung liegen auch in der recht flachen rechten Remsaue auf Höhen um 240 m ü. NHN. Links des Flusses liegt ein Gewerbegebiet in der Aue und darüber eine kleinere Wohnbebauungszone neuerer Zeit am Hang. 

Da ich ja auch meist einen kleinen Anfahrtsweg habe, um an das Ziel zu kommen, habe ich mich, da es werktag war, entschlossen durch den Favoritepark zu radeln und von dort über die Zugwiesen nach Remseck. 

Natürlich waren im Favoritepark wieder die Mufflons unterwegs und ein junges Mufflon, die kennen mich schon, hat sich streicheln lassen und war richtig zutraulich. Ich habe schon öfters so ein Mufflon gestreichelt, das ist ein ganz besonderes Gefühl und so ein feines Fell. 

Das Mufflon war aber auch sehr neugierig und interessierte sich sehr für meine Pedale am Rad, da ich vorher mit den Schuhen in der Hundesch... gewesen bin.
Ich verstehe es nicht, wenn man seinen Hund überall hinsch... lässt. 

Aber es gibt diese tollen Hundebesitzer, sonst würde hier keine Sch.... liegen. 




Auch durch die Zugwiesen zu fahren ist immer wieder schön und auch jedes Mal anders. 

An diesem Tag waren die Reiher unterwegs und  vergnügten sich mit den Schwänen. Leider waren sie zu weit weg und sind auch gleich wieder weggeflogen. Aber ich habe ja schon so oft Reiher fotografiert.


In den Zugwiesen  ist seit 2022 diese Stele, die auf die Menschen hinweist, die dort getötet worden sind und Widerstandskämpfer waren. 

Es ist die Website dieser Organisation und ich finde es schon sehr interessant.

https://mahn-denk-mal-lb.de/ 

Es ist eine Erinnerung an die Männer, die in Ludwigsburg von der NS-Militärjustiz ermordet worden sind. Die Tafeln mit Namen, die hier zu sehen sind, stehen stellvertretend für alle Menschen, die hier in dieser Anlage getötet worden sind. 

"Halt dei Gosch, sonscht kommsch nach Poppenweiler!" 
Das war damals die Aussage, wenn man seinen Mund nicht gehalten hat.
Das Schießtal liegt auf der Gemarkung Poppenweiler, das zu Ludwigsburg gehört. 







Ich finde es gut, wenn man solche Mahnmale errichtet, aber machen andere Länder das auch, wenn sie gegen das Völkerrecht verstoßen??

Wir Deutschen stehen zu unserer Geschichte und ich frage mich, warum die Menschen, die sich Deutschlands schämen, nicht das Land verlassen. 

Da habe ich neulich einen Post gelesen, dass sie auf ihr Land nicht stolz ist, ich frage mich, was tut sie denn dann in Deutschland und warum leben hier soviele Menschen anderer Nationalitäten, wenn Deutschland so ein schlimmes Land ist?
Ich halte keinen, dem es hier nicht gefällt.

An diesem Tag wehte wieder der Wind und es war recht frisch, aber bei schönem Wetter kann jeder radeln, vor allem sind da nicht soviele Leute unterwegs, wie gestern auch. Sonntagsradler auf jeden Fall, war recht schlimm. 

Es ging eine Weile am Remstalradweg entlang und da begegnete mir eine Radlergruppe mit lauter älteren Herren (70-80) herum, die gerade eine Pause Sie fragten mich, wohin ich wollte, ich sagte, dass ich nach Grunbach zu den Wasserfällen möchte. Noch nie gehört, naja, man kann ja nicht alles wissen.
Sie wollten nach Affalterbach, ob ich nicht nach Affalterbach mit wollte, in die Besenwirtschaft, zum Schweinbauchessen.
Urgssss!
Na gut, sollen sie und ihren Schweinebauch essen.
Sie hatten lieber etwas mehr trainieren sollen, denn den Bauch hatten sie schon.
Naja, mehr geht ja immer.





 

Ich hatte die Tour etwas verrückt - das gebe ich zu - geplant und bin so eine Weile im Kreis herum geradelt. Ist nicht schlimm, gibt Kilometer. 

An Waiblingen ging es vorbei und dann landete ich wieder ein Stück auf dem Remstalradweg und kam auch an der Häckermühle mit der Steinscheuer in Großheppach vorbei.





Info gibt es hier, man kommt hier auch vorbei, wenn man den Remstalradweg in Richtung Schwäbisch Gmünd bzw. in die andere Richtung fährt. 

In Großheppach war ich auch schon auf einer Tour und habe auch hier 
einen Post geschrieben, interessant ist die Skulptur von
Fritz Nuss, welches historische Ereignis sich hier zugetragen hat. 

Hier

Es ist schon komisch, wenn man so mit dem Rad fährt und denkt, dass es jetzt doch nicht mehr lange dauern kann und doch werden da zwei oder drei Kilometer zur Ewigkeit. Als ich in Grunbach angekommen bin, war zuerst mal eine Baustelle mit einem großen Loch, also bin ich ein Umleitung gefahren.

Die schöne Dionysuskirche habe ich mir von außen angeschaut, das Tor war abgeschlossen, also dann eben nicht.

Da wäre ich schon gerne reingegangen, aber mal sehen, vielleicht gibts mal wieder einen Termin dort. Aber im Moment steht mir der Sinn nicht danach, obwohl ich die Kirche schon interessant finde.
Um die Kirche jede Menge Autos, die dort parkten. Unglaublich:

HIER 


Sodele und dann gings den Berg hoch und wie. 

Während ich so vor mich hingeradelt bin, kamen mir von oben Autos entgegen, von unten herauf, die mich ohne Abstand überholten usw. usw.
Ich bin mal gespannt, wenn mich einer vom Rad herunterholt.
Unglaublich, allerdings waren das alles Autos mit WN=Waiblinger Kennzeichen. 

Fast am Ziel kam mir ein Rennradler entgegen, den ich nach den Wasserfällen gefragt habe. Er sage mir, dass es gleich nach 200 Metern rein geht, aber die Wasserfälle sind gesperrt wegen Astbruch. 

Naja, ich habs trotzdem versucht und tatsächlich, es gab schon ein Schild und eine Absperrung. Schon enttäuscht, aber ich habe mein Rad abgestellt und bin doch reingeschlüpft und ja, es ist nicht ohne Grund gesperrt. Also Wandern ist da nicht drin und mit dem Rad schon gar nicht. 








Die Steinstufen sind glitschig und ich habs dann gelassen und bin brav zum Rad zurückgekehrt. 

Wer hier nicht trittfest ist und auch nicht mal auf dem Bauch robben kann, der lässt es sein und dreckig wird man auf jeden Fall. Aber, wie ich schon mal geschrieben habe, es gibt Leute, die machen die größten Bergtouren und sehen danach aus, wie aus dem Ei gepellt. Ich glaubs gleich.

Vach Grunbach, das auch einige vorzuweisen hat, mache ich ein anderes Mal eine Tour. Es lohnt sich schon.

Zum Grunbacher Wasserfall oder den Wasserfällen gibt es hier einen schönes Video.
Dadurch bin ich zu diesem Wasserfall gekommen.



 Man hat hier sogar eine Schlucht, durch die der Grunbach führt.


Hier sieht man mein Rad vor dem Baum stehen, ich mußte unter dem Baum durchrobben, um zum Wasserfall zu gelangen. 

Was mein Rädle schon alles mitgemacht hat, ist schon unglaublich, deshalb bin ich ihm auch dankbar und fahre es, bis es nicht mehr geht, Es wird dieses Jahr im Juni drei Jahre alt und hat 17.000 Kilometer, bis jetzt.  

Auch sehr schön, der Gasthof "Zum Hirsch" in Remshalden. Er ist der älteste Gasthof im Remstal. 

Man futtert dort sehr gut. Allerdings kommen die Vegetarier wieder nicht so gut weg.

HIER

 


 Die Tour ging dann auf die Höhe und der Ausblick auf das Remstal war überrwältigend.

Hier in der Nähe war ich auch schon öfters und habe ein Stück von dem Lehrpfad gesehen. 

HIER  

Ich wollte zu verschiedenen Stationen und zwar auch zu der Station von Paul Gerhardt. 




Lobet den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat.
(Psalm 103,2)

 Paul Gerhardt ist der bekannteste lutherische Lieddichter, der Herzenskönig des Evangelischen Gesangbuches.  

Geboren wurde er am 12. März 1607 im damals sächsischen Gräfenhainichen bei Wittemberg. In der Gastwirtschaft seiner Eltern lernte er eine bodenständige, klare Sprache, die auch nach 400 Jahren die Menschen immer wieder anspricht.
Mit 15 Jahren war er Vollwaise geworden und kam auf die Fürstenschule nach Grimma. Sein Theologiestudium absolvierte er in Wittemberg. Als Hauslehrer in Berlin begegnete er dem Kantor Johann Crüger, der als "Entdecker und Erwecker" Paul Gerhardts gilt. Paul Gerhard war zu bescheiden, seine Texte zu publizieren, doch im Gewand der Crüger´schen Melodien haben sie das Licht der Öffentlichkeit und die Herzen der Menschen erreicht. Paul Gerhardt lebte zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Die größte Katastrophe der Deutschen Geschichte hat sein Liederschaffen nachhaltig geprägt. Als Pfarrer in Mittenwalde, Berlin und Lübben erlebte er das entsetzliche Elend der Menschen. Auch er selbst hatte schweres ertragen. Seine Frau Anna Maria wurde ihm bereits nach 13-jähriger Ehe durch den Tod entrissen. Von den fünf Kinder ist es nur ein Sohn, der das Kindesalter überlebt hat. Die Not seiner Zeit hätte Paul Gerhardt eher zum Schreien, als zum Singen bringen können. Dennoch findet er im Blick auf den gekreuzigten und auferstandenen Christus immer wieder die Kraft, Gott zu loben.
Paul Gerhardt war der Sohn eines Bierbrauers und hat im Alltag wohl eher den Gerstensaft getrunken. Die Region, in der er gelebt hat, war keine Weingegend. Dennoch besingt er "Wein" und "Most" in seinen Liedern. Sie sind für ihn biblische Heilsgaben des verheißenen Landes, ein wohlschmeckendes Zeichen Gottes in schweren Zeiten, in dem bekannten Sommerlied "Geh aus, mein Herz, und suche Freud", ermutigt er die Sorgenden, hinaus zu gehen in die Schöpfung und durch die Betrachtung der Wunder Gottes Trost zu finden. Mit seinem Text öffnet er uns die Augen für die "Gewalt" des wachsenden Weizens, die stärker ist, als die Macht des Krieges und für die "Kraft" des "süßen Weinstocks", die lieblicher ist, als die Bitterkeit des Verzagens. Der Summstein, den Ludwig Heeß hier gestaltet hat, lädt uns ein, den Kopf auszustrecken und sich ein Lied ins Herz zu singen.

 



Ich singe öfters, auch wenn radle, allerdings hat meine Stimme gelitten, seit ich nicht mehr im Chor singe. Sie wird halt nicht mehr geschult. 

Vielleicht eines von Paul Gerhardt? 

Geh aus, mein herz, und suche Freud
in dieser schönen Sommerzeit
an deines Gottes Gaben;
schau an der schönen Gärten Zeir
und siehe, wie sie mir und dir
sich ausgeschmücket haben. 

Ich mag dieses Lied, seit ich es zum ersten Mal in der Schule gesungen habe. 

Künstlerische Gestaltung der Skulptur Mirjam Weber-Hagenmaier
Summstein, Steinskulptur: Ludwig Heeß, Schnait
Platz: Stadt Weinstadt.
Paten: Familie Rainer und Mechthild Köpf

Übrigens:
Es ist was dran:
"Wo man singt, da lass dich ruhig nieder,
böse Menschen haben keine Lieder!" 

Was man bei diesem Rundweg auch sehen kann, ist die Burg Beutelsbach, an der bin ich vorbeigefahren, habe sie aber auch schon besucht. Es ist die Geschichte des Armen Konrads.
Man begegnet ihm in dieser Gegend immer wieder, es ist ein sogenannter Remstalrebell, der grausam hingerichtet wurde. 

HIER

HIER  

Der Arme Konrad war eine Widerstandbewegung um den Gaispeter, der sich gegen die Verschwendungssucht des Herzog Ulrichs von Württemberg aufgelehnt hat. 
Tja, so ist es, Politik eben, die Großen geben das Geld aus, für was auch immer und die Kleinen müssen dafür bluten.

Vorbei gings auch an den drei Riesen, die bei einer Rebflurbereinigung gefunden und an diesem Platz aufgestellt wurden. 

Hier lernte ich ein nettes älteres Ehepaar auf ihren Fahrrädern kennen, die sich in dieser Gegend so gar nicht ausgekannt haben, weil sie von Holland aus mit dem Wohnmobil hierher gefahren sind und irgendwo in Beutelsbach geparkt haben.




 

Hier gibt es auch einen Film dazu.


Das Programm im Remstalkino ist immer wieder wunderbar, wie das Remstal selbst auch. 

Das Remstalkino, dort lernte ich eine Lehrerin mit ihren Kindern kennen. 






 

Aber es gibt hier oben noch mehr zu sehen. 

Die Kalebstraube

Wir sind in ein Land gekommen, in dem Milch und Honig fließen und das sind seine Früchte.

40 Jahre lang dauerte die Wanderung des Volkes Isreel durch die Wüste Sinai, ein Weg aus der Sklaverei in die Freiheit. Eigentlich wäre die Entfernung von Ägypten nach Israel in wenigen Monaten zu bewältigen gewesen. Die außerordentliche Länge der Wanderzeit hatte einen pädagogischen Zweck:

Gottes Volk sollte lernen, wie sein Herr es durch schwierige Zeiten hindurchführt und dass es sich lohnt, auf Gott zu vertrauen.

Die Kalebstraube, die man hier sieht, erinnert an eine Erzählung, in der die israelitischen Wüstenwanderer schon einen kleinen Vorgeschmack auf das versprochene Ziel, das verheißene Land Kanaan, erleben durften. Aus der Wüste heraus schickte Mose zwölf Kundschafter aus, die die Region erkunden sollten, darunter auch einen Mann namens Kaleb.

Der Erkundungsrundgang dauerte 40 Tage. 

Als sie zurückkamen, brachten sie eine Weintraube mit, die so groß war, dass sie von zwei Männern auf einer Stange getragen werden mußte. 

Die Kundschafter schilderten die Gegend in den hellsten Farben. Es sei ein Land, in dem "Milch und Honig fließen". Die meisten Kundschafter waren allerdings skeptisch, dass sie jemals in diesem Land leben würden. Kaleb jedoch, dessen Gottvertrauen
in der Bibel immer wieder gelobt wird, war überzeugt, dass Gottes  Plan zu seinem Ziel gelangt. Darum hat sie auch ihrem Platz bei der jährlichen Beutelsbacher Kirbe. Das Traditionsfest zum Ende der Traubenlese ist gleichzeitig ein Übergangsritus der örtlichen Jugend ins Erwachsenenleben.
Die 18-jährigen Frauen und Männer des "grünen Kirbejahrgangs" stellen aus vielen Einzelteilen eine übergroße Kirbetraube her, die sie am Kirbesonntag feierlich vor dem Rathaus aufhängen. Damit verbinden sie ihre Dankbarkeit, in dieser gesegneten, wohlhabenden Region leben zu dürfen.
Uns zeigt der herrliche Ausblick, der sich von hier oben erschließt, nicht tatsächlich:
Vor uns liegt ein verheißenes Land, fast ein kleines Paradies? Der frühere Ulmer Oberbürgermeister Ivo Gönner stellte bei einem Weinstadtbesuch fest:

"Das Remstal muß bei einem liebevollen Wimpernschlag des Schöpfers entstanden sein."

Platz: Stadt Weinstadt
Künstlerische Gestaltung der Skulptur: Bernhard Dippon
Paten: Familie Bernhard und Inge Dippon. 




Noah pflanzte als erster einen Weinberg

Im alten Testament wird folgendes berichtet:

Schon kurze Zeit nach der Erschaffung der Welt "reute" es Gott, die Menschen erschaffen zu haben. Statt die Erde zu "bebauen und zu bewahren", wie Gott ihnen am Anfang aufgetragen hatte, waren sie von einem "bösen Herzen" getrieben. Sie zerstörten die Gaben des Himmels. Sie waren undankbar und gottlos geworden. Deswegen sollte eine Sintflut die Menschheit wegspülen. Doch Noah vertraute Gott. Er lebte untadelig und fand Gnade vor den Augen des Herrn. Er und seine Familie und von jeder Tierart ein Paar sollten gerettet werden. Noah sollte eine Arche bauen, ein steuerloses, hölzernes Schiff, um darin die verheerende Flutkatastrophe sicher zu überleben. Nachdem das Schlimmste überstanden war, landete die Arche auf dem Berg Ararat, nahe dem Kaukasusgebirge. Von dort aus breitete sich nach der Sintflug das neue Leben wieder aus. 

Als der Regenbogen, Gottes Bundeszeichen, am Himmel erschien, brachte Noah seinem Schöpfer zuallererst ein Dankopfer dar. Dann machte er sich daran, als Ackermann den Arbeitsauftrag Gottes umzusetzen. Die Bibel berichtet, dass er nun den ersten Weinberg der Weltgeschichte angelegt habe. Dazu brauchte er Geduld, denn die Setzlinge tragen erst im dritten Jahre ihre ersten Trauben. Noah war von dem leckeren Ernteergebnis buchstäblich erschlagen. Der vergorene Rebensaft fand seinen Gefallen und es wird berichtet, dass er nicht nur viel, sondern zuviel getrunken hatte. Er lag mit einem Rausch splitternackt im Zelt. Wie ehrlich doch die Bibel mit ihren Helden umgegangen ist. Auch nach der Sintflug sind wir keine perfekten Menschen, sondern bleiben verführbare Sünder.  Was vom Menschen erschaffen wurde, kann zum Übel werden, wenn er das Maß verliert. In der Bibel gibt es rund 500 Stellen, in denen das Wort "Wein" genannt wird. Es wird einerseits als köstliche Erquickung gelobt, als stimmungshebend und gesundheitsförderlich beschrieben, aber auch auf seine zerstörerische Kraft hingewiesen.
In den Sprüchen Salomons werden die Erfahrungen Noahs auf den Punkt gebracht:

"Sieh den Wein nicht an, wie er so rot ist und im Glase so schön steht. Er geht glatt ein, aber danach beißt er wie eine Schlinge und sticht wie eine Otter. Da werden deine Augen seltsame Dinge sehen, und dein Herz wird Verkehrtes reden, und du wirst sein wie einer, der mitten im Meer schläft, und wie einer, der schäft oben im Mastkorb." (Spr. 23,31-34) 

Künstlerische Gestaltung der Skulptur: Bernhard Dippon
Paten und Platz: Familie Bernhard und Inge Dippon



Von dort oben gibt es nach unten eine rasante Abfahrt, nun ja, wo es raufgeht, geht es eben auch wieder runter und da kann man sein Rad laufen lassen.

Da erreicht man schon mal so 40 Stundenkilometer, aber immer die Bremse bereithalten. Es macht Spass und ich habe mich früher immer vor solche Abfahrten gefürchtet, aber durch die breiten Reifen und das extrem gute Rad, habe ich hier keine Probleme mehr. 

 In Beutelsbach angekommen, das auch zu Weinstadt gehört, habe ich noch ein paar schöne Häuser fotografiert. 

In der Schönbühlstraße steht dieses Haus, das von 1580/1660 ist.
Ich war ja im Amt mit dem Denkmalschutz betraut und finde das immer recht interessant. 



Der traufständige Kernbau wurde 1660 mit dem giebelständigen Anbau zur Straße hin stattlich erweitert, der zweite Bauherr war damals der reichste Beutelsbacher Bürger, Martin Halm. 


Burghaldenstraße 1

16. Jahrhundert

Einst Pfleghof des Ulmer Spital. Vom historischen Gebäude stehen heute nur noch die Fassaden. 


Hier in Beutelsbach kann man wandeln, wandern und spazieren gehen, es ist schon eine nette Gemeinde mit viel Geschichte auch um den Armen Konrad, über ihn und Beutelsbach habe ich ja in den o.g. Links berichtet. 




Im Stiftshof gibt es ebenfalls sehr viel zu sehen.

1649, 1686 und älter ist der ehemalige Pfleghof des Stiftes Stuttgart. 



 

Nach der weitgehenden Zerstörung im 30-jährigen Krieg wurde der Pfleghof unter Beibehaltung der Keller wieder aufgebaut.;
für die Orts- und Landesgeschichte ist er ein wichtiger herrschaftlicher Baukomplex; im 19. Jahrhundert Kameralamt, 1940 erster Sitz der Remstalkellerei.

Heute Kulturzentrum mit Gymnastikhalle
Hauzs der Jugendarbeit
Jazzclub Armer Konrad
Kernzeitbetreuung, Kommunales Kino
Kunstschule Unteres Remstal
Musikschule Unteres Remstal
Stiftskeller

Im Hof stehen noch Skulpturen von Fritz Nuss, über den ich hier auf meinem Blog auch schon oft berichtet habe. 

Sehr interessant ist auch der Skulpturenpfad in Strümpfelbach.
HIER 

Flötenspielerin von 1957



und die Liegende von 1960.




Leider können es manche Leute nicht lassen, die Skulpturen vollzuschmieren. 

Von hier aus fuhr ich dann direkt auf den Remstalradweg, den ich jetzt schon auswendig kenne, nach Hause.

Unterwegs bei Waiblingen wurde schon tüchtig trainiert. 


War ein ausgiebiger Post mir viel  Arbeit, die ich aber gerne gemacht habe, denn nur so lerne ich mein Ländle weiter kennen.

Es folgen noch einige Radtouren, denn 1.200 Kilometer bis jetzt kommen ja nicht von ungefähr. 

Die Tour fand am Faschingsdienstag statt, da waren andere narred, aber viele auch nicht, so wie ich. 


Zusammenstellung
Tour am  13. Februar 2024
80 Kilometer
2.310 Höhenmeter
1.155 Climb
1.155 Downhill
Fahrzeit 4,5 Stunden
Gesamtkalorien  2.700 KCAL
Wetter: 11 Grad
Luftfeuchtigkeit 56 %



Ich bin morgen unterwegs und hoffe, dass ich am Mittwoch einen weiteren Radpost zeigen kann. Hier setze ich meine Tour, vom 49. Breitgrad über Pforzheim fort. 

Meine "Wanderung" durch das Leudelsbachtal möchte ich auch noch zeigen, dann ist schon wieder Donnerstag. Die Zeit geht herum, wie im Fluge.



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