Die Begriffe vereinfachen, ist die erste Tat aller Diktatoren "Erich Maria Remarque*

Ich dachte immer, jeder Mensch ist gegen den Krieg, bis ich heraus fand, dass es welche gibt, die nicht hingehen müssen. *Erich Maria Remarque*
Das Alter hat zwei große Vorteile: Die Zähne tun nicht mehr weh und man hört nicht mehr all das dumme Zeug, das ringsum gesagt wird. *Georg Bernhard Shaw*
Für eine Frau ist Schönheit unbedingt wichtiger als Intelligenz, denn für Männer ist Sehen leichter als Denken. *Lil Dagover*

Man soll Frauen nichts erklären, man soll handeln. *Erich Maria Remarque*

Ein kommunistisches System erkennt man daran, dass es die Kriminellen verschont und den politischen Gegner kriminalisiert. *Alexander Solschenizyn*

Nicht das Beginnen wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten. *Siena*

Eine Jugendsünde ist, wenn man jung ist und es verpasst. *Erich Maria Remarque*

Die Glücklichen sind neugierig. *Friedrich Nietzsche*

Die verkaufte Braut, Prodaná nevěsta von Bedřich Smetana

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Ludwig van Beethoven war der berühmteste Gehörlose der Welt. Ein bedeutender Komponist, dessen bekannteste Symphonie wohl jeder gehört hat. Nur Beethoven hat sie nie gehört. 

Er war aber nicht der einzige, der gehörlos war und wunderbare Musik geschrieben hat. 

Auch Bedřich Smetana, der am 2. März 1824 in Böhmen zur Welt kam, hat sein berühmtes Stück die Moldau nie hören können. 

Über die Moldau habe ich schon mal berichtet. 

Die Taubheit Smetanas stellt sich in wenigen Monaten ein. Er hörte nur noch ein Pfeifen und hat tatsächlich in sein Streichquartett Nr. 1 (aus meinem Leben) dieses Pfeifen hineinkomponiert. Die Violine spielt hier ein sehr hohes "e"  im vierten Satz. Über diesen "e" Ton schreibt Smetana:

"Er enthält jenes schicksalsschwere Pfeifen in den höchsten Tönen, das im Jahr 1874 in meinen Ohren entstand und meine beginnende Taubheit anmeldete. Dieses kleine Spiel erlaubte ich mir, weil darin mein Schicksal verborgen liegt." 

 "Ich habe zeitweise verlegte Ohren und manchmal dreht sich mir der Kopf!", schreibt Smetana in sein Tagebuch. 

Er suchte verschiedene Ärzte in großen Städten auf, die ihm Gewaltkuren verschrieben, aber nichts half. 

Woher kam nun diese Taubheit von Smetana?

Man hat lange darüber spekuliert. Heute sagt man, dass Smetana Syphilis hatte. 

War zu dieser Zeit keine Seltenheit, viele Berühmtheiten hatten Syphilis. 
Das kam wohl daher, weil man des öfteren Sex hatte, wo auch immer.
Kronprinz Rudolf von Österreich hatte ja seine Frau Stephanie damit angesteckt, die danach keine Kinder mehr bekommen konnte.

HIER habe ich davon berichtet. 

Da nun heute wieder Samstag ist, möchte ich wieder mit der Musik am Samstag fortfahren und zwar mit der Oper "Die verkaufte Braut" 

Die Handlung dieser Oper kann man 
HIER lesen.

Ich habe die Oper noch nie gesehen, selbst im Fernsehen nicht, aber ich gucke ja schon lange nicht mehr fern und habe auch kein Fernsehprogramm. 


Nun aber zu dieser wunderbaren Oper "Die verkaufte Braut". 


 

Nach dem Erfolg seiner Brandenburger in Böhmen 1866, mit denen Smetana auch einen vom Grafen Harrach ausgelobten Wettbewerb für eine "wahrhaft nationale" Oper gewonnen hatte, wurde die Verkaufte Braut nur wenige Monate später und vor halbleerem Haus ein Mißerfolg. Es ist oft geäußert worden, Smetana habe mit dieser komischen Oper dem Vorwurf des Wagnerismus, der ihn nach den Brandenburgern gemacht wurde, begegnen wollen. Tatsächlich war Die verkaufte Braut aber bereits in den Jahren nach 1863, noch vor der ersten Aufführung der Brandenburger, entstanden. Das anfangs als Operette bezeichnete Werk basiert auf Sabinas Erzählung Der ewige Bräutigam, einer idealen Vorlage zu einer amüsanten, volkstümlich-realistischen Dorfgeschichte. 

Seine musikalischen Vorbilder fand Smetana nicht bei den Buffo-Opern der Italiener oder den französischen Operascomiques, sondern im gemütvollen Ton eines Nicolai und Lortzing sowie bei Mozart. Ein erster musikalischer Höhepunkt ist die unabhängig von der Oper entstandene Ouvertüre, eine sinfonisch empfundene brillante Verbindung von kontrapunktischem Fugato und folkloristisch entworfenen Tanzmelodien. 


Alle volksliedhaft empfundenen Melodien sind übrigens Smetanas Erfindung, keine Übernahmen von Volksmusikweisen. Wann wurden in einer Buffo-Oper je alle Figuren so hinreißend erfaßt: der geschwätzige und bramabasierende Heiratsvermittler Kezal, der einfältige, stotternd-plappernde Wenzel, die schlaue und tief empfindende Marie und der unkomplizierte, überlegen handelnde Hans. Neben den Arien, deren Ausdrucksvielfalt von Wenzelns kunstvoll auskomponiertem Stottern bis zu Maries elegisch-schmerzvoller Liebesenttäuschung (Mein Liebestraum) reichen, den Duetten von Marie / Wenzel rührendem 

Ich würd´Euch zärtlich lieben 

bis zu dem durch den Polkarhythmus aufgeladenen Zank-Duett Marie / Hans

Ein Dickkopf bist du


stehen die Ensembles und Chöre im Vordergrund;

das Terzett 

Er ist richtig,


 das Sextett des 3. Aktes, eines der gelungensten Beispiel der gesamten Literatur, 


der Hymnus auf das Bier oder die schiere Lebensfreude zum Beginn der Oper.

 Seht am Strauch die Knospen spingen. 
Chor der Landleute


 

Die ursprünglich als 2aktige Oper mit Sprechtexten geschriebene Braut fand in ihrer Umformung in 3 Akte mit Rezitativen ihre endgültige Form. Die erste Aufführung in deutscher Sprache fand am 2.4.1893 im Wiener Theater an der Wien statt (Übersetzung von Paul Kalbeck)

Es gibt auch noch einen Film 
Die verkaufte Braut von Max Ophüls von 1932


 

 

Auch sehr schön, da weiß ich eine, die hat Dukaten. 

Znám jednu dívku, ta má dukáty"



 

Das Libretto der Braut schreib Karel Sabina

Karel Sabina geboren 29.12.1813 in Prag - 9.11.1877 ebenda, entstammte dem Prager Kleinbürgertum. Karel Sabina war ein revolutionärer Dichter des Tschechischen Vormärz und wurde 1849 von den Österreichern verhaftet und zum Tode verurteilt, doch begnadigt und 1857 amnestiert. Weiterhin war er als Journalist und Schriftsteller tätig und wurde später als Spitzel der Österreicher verdächtigt (man entfernte seinen Namen von den Plakaten der verkauften Braut) und starb geächtet in Armut. Für Smetana hat er auch den Text für die Brandenburgern in Böhmen geschrieben. 

Die Brandenburger in Böhmen.

Tschechisch Braniboři v Čechách ist die erste Oper von Smetana und wurde von 1862-1863 komponiert. 
Es ist ein dreiaktiges Werk und ein historisches Drama. Es handelt von der Besetzung Prags durch brandenburgische Truppen um 1279.

Die Brandenburger gewannen einen Wettbewerb für die erste nationale tschechische Oper und diese wurde 1866 uraufgeführt.
  

Quelle: Fath und Würz, Opernführer Reclams 
Deutschlandfunk



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