Geislingen an der Steige 3. Teil
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Es gibt ja noch viel mehr zu sehen und mir hat diese Stadt sehr gut gefallen.
Ich komme auf jeden Fall wieder, wenn die Sonne scheint und es wärmer ist, denn die Burg und den Turm möchte ich schon nochmals in der Sonne sehen.
Nebel ist auch schön, aber Sonne noch mehr.
Gegenüber diesem Gebäude stand das Hotel zur Post. Von diesem hielten täglich zweimal Postkutschen, aus Ulm und Stuttgart. Junge Mädchen warteten hier mit Körben, die mit Bein- und Elfenbeinwaren gefüllt waren. Sie verkauften diese Waren mit sehr viel Geschick und auch Hartnäckigkeit an die Reisenden.
Hier ist auch der Forellenbrunnen.
Im Erdgeschoss befand sich der Kornmarkt, später die Schranne und bis in die jüngste Zeit die Markthalle. Das Alte Rathaus ist der älteste öffentliche Bau der Stadt. In fünf Bau- bzw. Umbauphasen gewann das Gebäude die heutige Gestalt.
Im Eckturm wurde im Zuge des Ausbaus der Fußgängerzone ein Glockenspiel eingebaut. Die Melodien allgemein bekannter Volkslieder sind von der Jahreszeit abhängig und werden variiert.
Im Wochenturnus wechseln weitere Melodien. Im Alten Rathaus sind jetzt das Standesamt sowie die Geschäftsstelle des Südmährischen Landschaftsrates mit dem Treffpunkt Südmähren untergebracht.
Ich freue mich, wenn ich die Stadt wieder besuche und das Glockspiel dann mal hören darf.
Urkundlich wurde es 1380 erwähnt und es bestand aus zwei rechtwinklig aneinanderstoßende Flügel, von denen einer vorzeitig abgebrochen wurde.
Das Stadtschoß war 1396 - 1635 Sitz der ulmischen Vögte. Von 1635 - 1810 war es Sitz des Visierers (Eichmeister) und Umgelters (Steuereinzieher), 1810 - 1995 Kameral- bzw. Finanzamt. Heute sind technische Ämter der Stadt untergebracht.
Die beiden vorgesetzten Seitenflügel - über Rundbögen auf gedrungenen Säulen gestützt - geben dem zurückgesetzten Eingangsbereich der Frontseite einen festungsartigen Charakter, der durch die wenigen und sparsamen Schmuckelemente sachliche Nüchternheit ausstrahlt.
Als Abschluss der rechteckig angelegten, stauferzeitlichen Stadt „Giselingen“, stand hier das nördliche innere Stadttor, der „Köffitturm“
Bei den Wappen muß ich passen, ich wollte hier noch im Rathaus nachfragen, habe aber niemand ans Telefon bekommen und auch eine Mail von mir dorthin ist noch nicht beantwortet.
Es ist das ehemalige Gerberhaus, das aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts stammt.
Es steht am Übergang zur dreiecksförmigen unteren Vorstadt, die im 14. Jahrhundert - mit einer Stadtmauer umgeben - in die Kernstadt integriert wurde.
Rot- und Weißgerberzunft hatten sich in der flussabwärts gelegenen Vorstadt Geislingens etabliert.
Bis zum 18. Jahrhundert konnten Gerber, Tuchmacher und Seiler als Nutzer des Gebäudes nachgewiesen werden.
Umbauten aus dem 16. und 17. Jahrhundert lassen die alamanische Holzbauweise teilweise erkennen.
Ich frage mich, warum man dieses Gebäude nicht renoviert. Entweder, es lohnt sich nimmer, da auch von der Baustubstanz nicht mehr zu erhalten, oder das Geld fehlt. Das braucht man eben auch hier für andere Dinge, die bekannt sind. Da bleibt das Haus eben auf der Strecke.
Aber das hier ist ein wahrer Schandfleck.
Hier hat mich das Glück verlassen und es fing an zu regnen, so habe ich das wunderschöne Kornschreiberhaus nicht so gut fotografieren können.
Aber ich komm ja wieder, entweder mit oder ohne Rad.
Das Kornschreiberhaus ist das älteste Gebäude in Geislingen und auch des gesamten Landkreises Göppingen.
1397 wurde es über einem Gewölbekeller erbaut. Das Dach wurde, wie bei den meisten Gebäuden der Stadt mit Stroh abgedeckt. 1503 wurde auf Wunsch der kaiserlichen Stadtschreiber ein Fenstererker in der verbohlen Stube eingebaut.
1800 wurde hier der Zeichenlehrer Eduard Mauch geboren, der auch am Weiterbau des Ulmer Münsters beteiligt war und von dem der Altar in der Stadtkirche stammt von dem ich berichtet habe.
Es ist ein sehr sehr hübsches Haus, hier hat man sich viel Mühe gegeben, denn
1989 wurde das Gebäude, das abrissgefährdet war vom Ehepaar Stahl erworben und 1990/91 systematisch abgetragen und unter Verwendung originaler Hölzer wieder in den Originalzustand versetzt.
Alle Achtung.
Als letztes zeige ich noch hier den Alten Bau.
Um 1445 von der Reichsstadt Ulm als achtstöckiger Fruchtkasten errichtet
und bis heute eines der größten Fachwerkhäuser Deutschlands.
Der
Alte Bau steht exemplarisch für die alamannische oder gotische
Holzbauweise des 15. und 16. Jahrhunderts in Südwestdeutschland. Das
Bauprinzip beruht auf einem Stockwerksbau als Ständerkonstruktion mit
Verblattung zur Aussteifung und Giebelvorkragung.
Ende des 16. Jahrhunderts wurde die nordwestliche Traufseite vollständig umgebaut.
Seit 1923 in städtischem Besitz, beherbergt der Alte Bau das Geislinger Stadtmuseum und die städtische Galerie, die bei der letzten Renovierung 1985 im Erdgeschoss eingerichtet wurde.
Es gibt aber noch viel mehr in Geislingen, aber wie ich geschrieben hab, das kommt noch.
Das Jahr hat ja gerade erst angefangen.
Es sollte halt auch sonniger sein.
Quelle: Stadt Geislingen an der Steige
Geislingen von der Burg bis zum Alten Bau
























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