Kloster Hirsau und Calw 2. TEil
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In meinem letzten Post habe ich von meiner Regenradtour berichtet und bin dann bis zum Kloster Hirsau gekommen.
Heute kommt der letzte Teil, das Kloster Hirsau, das wir ja schon mal vor Jahren auf einer anderen Tour besichtigt haben und auch Calw.
Das Kloster Hirsau, eigentlich St. Peter und Paul war eine bedeutende Benediktinerabtei in Hirsau im Schwarzwald.
Im pfälzischen Erfolgekrieg wurde die Anlage 1692 von französischen Truppen unter General Melac niedergebrannt.
Wer hier Informationen braucht schaut bei Wiki. Ich finde die Anlage sehr interessant.
Ich werde nochmals hier hinradeln und mir dann aber ganz bestimmte Objekte heraussuchen. Fertig wird man mit dieser Anlage nie. Aber man kann ja immer wieder kommen.
Ich bin jedesmal beeindruckt, was wir alles hier in Baden-Württemberg haben, das reicht mir und mit meinem Rädle und dem Zug kann ich das alles erreichen.
1508-1516 an Stelle eines schriftlich überlieferten romanischen Vorgängerbaues neu aufgeführt. Seit dem 18. Jahrhundert Pfarrkirche der Ev. Kirchengemeinde Hirsau. 1888-1892 restauriert. Westfassade, Gewölbe und Innenausstattung in historischer Auffassung entsprechend der Zeit.
Der Innenraum der Marienkirche beeindruckt schon alleine durch die Fenster von Wolf-Dieter Kohler.

Sehr schön das Auferstehungsfenster
Was ich in Calw sehen wollte, ist
Das Dörtenbachsche Wohnhaus und das Schlössle.
Im Jahr 1850 kaufte der Calwer Industrielle, Finanzier und Politiker Johann Georg Dörtenbach (1795-1870) den damals noch frei stehenden Gebäudekomplex, das heutige Wohngebäude Hirsauer Wiesenweg 4-8. Anfang des 19. Jahrhunderts war es von Georg Friedrich Zahn als Leinenfabrik errichtet worden. Dörtenbach nutze es als abgelegenen Wohnsitz, in dem er sich von seinen zahlreichen Aufgaben erholen konnte. Johann Georg Dörtenbach war wohl einer der einflussreichsten Calwer im 19. Jahrhundert. Aus einer seit dem frühen 17. Jahrhundert hier ansässigen, wirtschaftlich sehr erfolgreichen Familie stammend, trat er früh in die väterliche Firma ein. Als Unternehmer und Investor engagierte er sich in zahlreichen Projekten der beginnenden Industriealisierung in Württemberg. Auch vertrat er seine Heimatstadt als Abgeordneter im Stuttgarter Landtag. Die wirtschaftliche Entwicklung Calws lag ihm vorrangig am Herzen. Besonders für den Bau der Eisenbahnlinie von Stuttgart nach Calw setzte er sich mit großem Nachdruck ein.
Nur wenige Schritte von dem noch heute als Wohnhaus genutzten ehemaligen Dörtenbachschen Anwesen befindet sich die im Volksmund aus offensichtlichen Gründen als Schlössle bezeichnete Villa, die Anfang des 20. Jahrhundert von dem Calwer Deckenfabrikanten Gustav Heinrich Wagner erbaut wurde.
Sie beeindruckt durch die Verwendung mittelalterlicher Bauformen und deren Verbindung mit Elementen des Jugendstils. Das Landesdenkmalamt bezeichnet das Gebäude als "gelungenes Beispiel einer großbürgerlichen Villa im historischen Stil um die Wende des 19. zum 20. Jahrhunderts".
Quelle: Stadt Calw
Jugendstil mein Liebling, ich war begeistert. Eine Frau putzte gerade die Fenster und freute sich mit mir. Sie darf in diesem Haus wohnen und ich es bewundern.
Der Calwer Marktplatz mit dem Brunnen.
Fränkisches Fachwerk 1694 erbait. 1851 zweitälteste Porzellanfabrik (1751-1756) der Familien Zahn und Dörtenbach.
Calw ist eine schöne Fachwerk-Stadt und auch die Geburtsstadt von Hermann Hesse.
Ich denke ihn kennt man, vor allem auch seinen Steppenwolf und noch soviele andere literarische Kostbarkeiten.
Wir haben in der Schule die Erzählung von Hesse "Unterm Rad" gelesen.
Es ist eine Erzählung, in der Hermann Hesse auch seine Erlebnisse verarbeitet (nicht direkt) in diesem Roman den Tod seines Freundes.
Hesse schildert hier auch seine Erlebnisse in der Klosterschule von Maulbronn.
Eigentlich wuchs Hesse wohlbehütet in Calw auf.
Auf der Höri baute er mit seine Frau Mia ein Haus und bewirtschaftete einen Garten.
Eine Ehe, die wohl nicht ganz einfach war, da Hesse immer mehr Auslandsreisen unternommen hat und Mia vereinsamte.
Aber davon dann demnächst. Ich besuche demnächst das Haus von Hesse und von Dix im Hemmenhofen auf der Höri am Bodensee.
Beim Hesse-Haus in Gaienhofen war ich schon mal mit dem Rad, als ich am Bodensee urlaubte.
Hier in diesem Haus Marktplatz 6, kam am Montag dem 2. Juli 1877, um 18:30 Uhr in der Wohnung im zweiten Stock Hermann Hesse zur Welt.
Das damalige Wohn- und Geschäftshaus des Kolonialwarenhändlers Emil Dreiß wird 1882 zur Textilhandlung Traugott Schuler, später zur Textilhandlung Friedrich Daur. Heute ist darin das Modehaus Schaber.
Aber so kam ich eben in den Regen.
Interessant ist
Hier bei diesem Link zu Else Conz, kann man noch viele interessant Calwer Frauen
kennenlernen.
Schon interessant.
Natürlich hat Calw noch viel mehr, ich hätte gerne noch mehr fotografiert.
Aber die dunklen Wolken usw. usw. ABER, ich komme ja wieder, denn es lohnt sich.
Vor Jahren war hier auch die Landesgartenschau. Da habe ich sogar noch Bilder.
So, das war nun der letzte Teil der Tour.
Morgen werden der Freund und ich eine etwas kleinere Tour zu einem Denkmal unternehmen und am Sonntag gibt es ein super Wetter, da werde ich schon wieder früh um 7.00 Uhr mit dem Zug und meinem Rad unterwegs sein.
Hoffen wir, dass alles so klappt und nicht zuviele Leute unterwegs sind.
Da wir ja noch immer April haben und ich meine Touren mit dem Rad noch in den April bringen möchte, kommt meine Monatscollage erst am 30. April, dem Geburtstag meines Vaters. 1901 wurde er geboren und er wäre heute 124 Jahre alt.
Leider ist er schon mit 75 Jahren gestorben.
Die Haft in Torgau mit großem psychischen Terror durch die Nazi hat hier sehr viel ausgemacht.
Ich denke immer wieder an meinen Baba.









































Kommentare:
AntwortenLöschenIn Calw war ich mal vor sehr langer Zeit mit befreundeten Kommilitonen, danke für das Erinnern. Das eigentliche Ziel war damals Hermann Hesse, aber ich weiß noch, wie schön ich den Ort selbst fand. Das Kloster erinnert mich an Kloster Altzella, auch ein sehr schöner Ort. Komm gut in den Mai. Liebe Grüße.
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