Die Begriffe vereinfachen, ist die erste Tat aller Diktatoren "Erich Maria Remarque*

Ich dachte immer, jeder Mensch ist gegen den Krieg, bis ich heraus fand, dass es welche gibt, die nicht hingehen müssen. *Erich Maria Remarque*
Das Alter hat zwei große Vorteile: Die Zähne tun nicht mehr weh und man hört nicht mehr all das dumme Zeug, das ringsum gesagt wird. *Georg Bernhard Shaw*
Für eine Frau ist Schönheit unbedingt wichtiger als Intelligenz, denn für Männer ist Sehen leichter als Denken. *Lil Dagover*

Man soll Frauen nichts erklären, man soll handeln. *Erich Maria Remarque*

Ein kommunistisches System erkennt man daran, dass es die Kriminellen verschont und den politischen Gegner kriminalisiert. *Alexander Solschenizyn*

Nicht das Beginnen wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten. *Siena*

Eine Jugendsünde ist, wenn man jung ist und es verpasst. *Erich Maria Remarque*

Die Glücklichen sind neugierig. *Friedrich Nietzsche*

Mit den Kollegen nach Schwetzingen 3. Teil

 

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Heute folgt nun der 3. Teil des Besuches von Schloß Schwetzingen. 

Sicherlich gibt es noch einen oder einen anderen Post vom Schloß, denn der Tag war sehr sehr schön, aber auch anstrengend, denn wir haben sehr vieles gesehen, aber auch vieles gar nicht. 

Für diesen Schloßgarten braucht man ein paar Tage und ich bin mir sicher, ich komme wieder.

Mit der Bahn ist es gar nicht mal so schwer, Schwetzingen zu erreichen. Man braucht dazu kein Auto. 

Allerdings kommt es auch darauf an, wo man wohnt.
Für mich ist es nicht schwer zu erreichen, zweimal umsteigen und gut ist.
Von Bíetigheim-Bissingen bis Karlsruhe und dann mit der S-Bahn nach Schwetzingen. Das ist kein großes Problem, es dauert halt eine Weile ca. 2 1/2 Stunden, da muß man früh aufstehen. Da ich aber eine Lerche und keine Eule bin, fällt mir das Aufstehen nicht schwer. Hatte ich noch nie Probleme damit, allerdings gibt es in meiner Familie nur Langschläfer und da hatten die ein Problem.

Mir gefällt das aber, denn so kann ich gewisse Streckenabschnitte sehen, die ich schon mit dem Rad gefahren bin.


Warum ich mir diesen Schloßgarten und das Schloß ansehen wollte, war auch der Umstand, dass ich vor einem Jahr im September von Bruchsal aus nach Schwetzingen geradelt bin und da auch unterwegs viel gesehen habe. 

Mein Wunsch war, diese künstlich angelegte Wasserleitung zu sehen und als ich das von außen gesehen habe, wuchs mein Wunsch, das alles auch mal anzusehen, was hier hinter dem Zaun sich befindet. 

Die Radtour von Bruchsal nach Schwetzingen findet man

HIER 

Den 1. Teil vom Besuch

HIER

den 2. Teil 

HIER  

Aufgehört habe ich im letzten Post mit dem Merkurtempel. 

Nun geht es weiter zur Orangerie.

 Die Orangerie wurde zunächst zwischen 1718 und 1728 als Alte Orangerie errichtet. Nach deren Abriss ließ Carl Theodor 1748 das nördliche Zirkelgebäude als Winterquartier für die exotischen Pflanzen erbauen. Nicolas de Pigage baute dann zwischen 1761 und 1763 die heutige Neue Orangerie, vor der ein großer Orangeriegarten angelegt wurde. 

Die Alte Orangerie 




 Viele exotischen Pflanzen gelangten im 18. Jahrhundert durch den englischen Handelsverkehr nach Europa. Die exotischen Pflanzen und ihre Präsentation galten in fürstlichen Kreisen als Statussymbol. Hier wurden weder Kosten noch Mühen gescheut, um diese Pflanzen in Europa heimisch zu machen.
Um diese Pflanzen überwintern zu können, erbaute man diese beheizten Orangerien als Überwinterungsorte. Das Volk mußte zahlen, damit das alles hier so geschehen konnte. 

Die Neue Orangerie 

 






Über 2.000 Kübelpflanzen fanden in der Orangerie in Schwetzingen ihren Platz.
Von Orangen- und Granatapfelbäumen, bis hin zu Dattelpalmen, Agaven und Kaffeebäumen wurde in Schwetzingen alles was exotisch möglich war, für die "besseren" Herrschaft angebaut. Dass dieses sehr teuer und mit hohem Aufwand verbunden war, hatte man ja sein Volk.

Die heutige Nutzung der Orangerie. Hier befindet sich ein sehr nettes und sehr gutes Restaurant mit moderaten Preisen. Für mich immer schwierig, ich war ja der einzige Vegetarier bei fast 15 Leuten, fand aber dennoch etwas. Der Kaffee und der Kuchen war auch nicht zu verachten. 

In der Orangerie kann man auch eine Dauerausstellung und die Geschichte der Orangerie sowie Pflanzen und Gewächse ansehen. Es befindet sich noch ein Lapidarium auf der rechten Seite, hier kann man die Originalfiguren aus dem Schlossgarten an einem geschützten Platz ansehen. 



Was mich sehr beeindruckt hat, ist der Apollotempel.

Schade ist, dass die Besichtigung der jeweiligen Tempel nicht im Programm war. Aber ich fahre hier im Sommer mit dem Zug gewissssss nochmals her. 

Der Apollotempel ist eines der wenigen erhaltenen barocken Gartentheatern. Er beinhaltet sechs Sphinxen des flämischen Bildhauers Anton von Verschaffelt, die er 1773 fertigte. Diese Sphinxen "bewachen" den tiefer gelegenen Zuschauerraum. Damals zierte eine aufwändig gestaltete Holzgitterarchitektur die leicht ansteigende Bühne. Heute wird sie von Heckenkulissen umsäumt. 

Carl Theodor war damals krank und als er genesen war, hat man hier 1775 die eigens für diesen Anlass, die für das Gartentheater komponierte Oper "L’Arcadia conservata“aufgeführt.

Muß das schön gewesen sein. Ich mag das so sehr und das hätte mir auch gefallen.
Ach jaaa, wäre gerne auch so eine Gespielin gewesen. DAS hätte mir gefallen.
:-)))))))


Der Apollotempel erhebt sich über einem künstlichen Felsen und ist ein kleiner Rundtempel. Geweiht ist er Apollo, dem Gott des Lichtes und der schönen Künste.  Im Innenraum wacht der lyraspielende Gott und überwacht das Geschehen zu seinen Fußen. 

Zu erreichen ist er wohl über ein Netz von unregelmäßigen Treppenstufen, schade, ich möchte mir das aber auch nochmals ansehen.
Sie sollen die Menschen aus der Dunkelheit zu ihm ans Licht führen. 

Schön durchdacht und die Aussicht von dort muß wundervoll sein. Geschaffen wurde der Apollotempel natürlich wieder von Nicolas de Pigage.






Das Badhaus,

hier ist es leider von hinten aufgenommen, ich hatte nicht die Zeit, es von vorne zu fotografieren und zu besuchen, weil ich etwas anderes noch sehen wollte, das kommt dann als nächstes. 

Das Badhaus ist sowas, wie ein kleines Lustschlösschen im Garten und so benutzte Carl Theodor es auch. Er hatte im Schloß keine Privatsphäre und konnte hier unter Ausschluß der Öffentlichkeit seinen Neigungen nachgehen. Wieder beauftragte er Nicolas de Pigage mit dem Bau dieses Lustschlosses. In der Zeit von Carl Theodor war dieses Schlösschen umsäumt und abgeschirmt hinter Hecken.

Wer schon mal in Versailles in Frankreich war, kennt sicherlich das Schlösschen Trianon, das im dortigen Schloßpark liegt, es war das Lustschlösschen von Marie Antoinette von Frankreich. Ich habe es mal besucht, damals war es allerdings noch nicht so gepflegt wie heute. Nach vierjähriger Bauzeit war das Badhaus 1772 vollendet. Interessant ist, dass das Badhaus im Verhältnis zum Hauptschloss in der gleichen Position liegt, wie das Trianon zum Schloss Versailles. 




 Hier in der Mitte steht ein schöner Uhu, in seinen Fänger hält er einen frischen Fasan, den er gefangen hat. Die Vögel sind unterschiedlich gestaltet und machen dadurch deutlich, was sie davon halten. Denn das ist eine Untat im Vogelreich und durch das Wasser, das die Vögel speien, machen sie ihren Zorn über diese Untat deutlich. 
Wenn man hier vorbeigeht, dann spürt man den Reiz, der hiervon ausgeht.
Auch interessant ist, läuft man unter den wasserspeienden Vögeln hindurch, sieht man, dass das Wasser von oben nach unten läuft. Es ergibt sich eine umgekehrt Fontäne. Hier wird auch eine Geschichte aus der Antike erzählt. 

Es ist eine Fabel nach dem griechischen Dichter Aesop. 

HIER

Der Uhu sei der einzige Vogel, der seine Artgenossen tötet.
Da Vorbild befindet sich wieder in Versailles.
Hier gab es ursprünglich 39 Tierfabeln. Von den 32 Vögeln sich heute leider nur noch 20 erhalten. 




 Hier hinten befindet sich auch das Ende der Welt. Ist aber nichts Besonderes und da komme ich ein anderes Mal drauf zurück.

Die Tierfabel von Aesop
Dieser Dichter hat auch in seinen Fabeln einige bekannte Sprichwörter, die man auch heute noch benützt, ohne zu wissen, wo sie herkommen:

Zum Beispiel:
"sich mit fremden Federn schmücken"

Eine ganz bekannte Fabel mochte ich als Kind sehr gerne.

Die Landmaus und die Stadtmaus.
Hier kommt man dann zum Schluß, dass man zufrieden und glücklich sein soll, mit dem was man hat. Wenn man zuviel hat, läuft man ständig Gefahr, dass einem etwas passiert.

Ich habe ein schönes Büchlein mit Fabeln von Aesop, es lohnt sich immer wieder hier mal reinzuschauen. 

Zu dieser Zeit, als wir im Schloßgarten waren, habe dort die Magnolien geblüht und zwar wieder so wunderschön. Was ich noch nie gesehen habe, sind gelbe Magnolien, die mußte ich natürlich fotografieren. 



 

Dann gehts gleich weiter und deshalb bin ich ja hauptsächlich auch in Schwetzingen gewesen, die Tour, die wir hier mit dem Bus gemacht haben, hatte ich vorgeschlagen.  

Warum, ich wollte die Ruine des römischen Wasserkastells sehen, die ich letztes Jahr auf meiner Radtour nur von außen betrachten durften. 

Die Tour mit dem Rad war damals im Herbst auch wunderbar. Ich habe sovieles gesehen, auch die Düne im Schwetzinger Hardt. 

HIER 

Sowas ist mir 1001 mal lieber, als irgendwo in der Welt herumzureisen. 
Es gibt sovieles hier, was ich beradelt mit dem Zug erreichen möchte. 

Ich lebe auch den Umweltschutz, gell!

Vorher geht man aber dann noch am Tempel der Waldbotanik vorbei. 



 

Auch hier war Nicolas de Pigage beauftragt die künstliche Ruine des Römischen Wasserkastells mit angeschlossenem Aquädukt 1779 bis 1780 zu erstellen. 
Vorbild war Italien und es soll als Symbol für die Vergänglichkeit erinnern. 

Das Wasserkastell verbindet den angeschlossenen Aquädukt mit dem unteren Wasserwerk.

Hier leistete Pigage ganze Arbeit, indem er die Wasserversorgung für die Teiche und Brunnen des Schloßgartens sicherte. 
Er kanalisierte den Leimbach und baute von 1771 bis 1774 sechs Staustufen. Er verlegte den Fluss durch den Garten und errichtete zwei Wasserwerke. Das Römische Wasserkastell erhielt sein Wasser vom Unteren Wasserwerk, das heute nicht mehr in Funktion ist, es wird mit Pumpen versorgt. Im unteren Wasserwerk findet der Leimbach schließlich seinen Weg in sein früheres Bachbett zurück. 

Schon genial dieser Pigage. Darauf komme ich aber noch zurück. 

Diese Ruine kann man auch betreten, aber man muß aufpassen, dass man nicht hinfällt. 


 







 

















Die Bäume in der Allee im Schloßgarten sind gestutzte Lindenbäume, sie sind in der Zwischenzeit jetzt sicherlich grün. 

Aber ich komme wieder, keine Sorge.
Nur nicht gerade in den Ferien und nicht an Sonn- und Feiertagen, da steppt der Bär.



Es folgt noch ein 4. und ein 5. Teil, der auch sehr interessant ist. 

Quellen: 

Stadt Schwetzingen
Schloß Schwetzingen
Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg
Schloßführerin in Schwetzingen, die das alles super gemacht hat.

 

Kommentare

  1. Hallo Eva,
    ein Leben ohne Auto ist machbar, besonders wenn man verkehrsgünstig wohnt.
    Wir kennen es gar nicht anders und sehr viele Ziele sind zu erreichen.
    Es kann länger dauern, durch Umstiegzeiten oder Verspätungen 😉.
    Dann besucht man die Städte eben öfters.
    L.G.
    Hannelore

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    1. Natürlich ist es machbar, warum denn nicht.
      Ich richte mich schon einmal drauf ein. Natürlich ist es bequemer, wenn man ein Auto in der Garage stehen hat.
      Eine Bekannte meiner Schwester ist 89 Jahre alt und fährt immer noch Auto, sie kann kaum gehen, geschweige den Kopf herumdrehen und nach rückwärts schauen. Dafür hat sie ja einen Rückspiegel. Da finde ich so schlimm und unverantwortlich und warum der Gesetzgeber hier nichts macht, ist mir auch nicht verständlich.
      Große Strecken fahre ich schon lange nicht mehr mit dem Auto, das steht die ganze Woche in der Garage. Ich benutze es nur noch zum Einkaufen. Eine Tankfüllung reicht mit so ca. 4 - 5 Monate.
      Da ist mein Fahrrad schon teuerer.
      Auto bedeutet Freiheit meinen sie, naja, das habe ich mit meinem Rad auch.
      Meine Schwester hat ihren Führerschein schon längst zurückgegeben, das finde ich sehr verantwortungsvoll.
      Wenn ich sehe, was alles für Leute auf den Straßen fahre, dann wundere ich mich, dass ich als Radler noch lebe.
      Hüte dich vor den Kennzeichen Heilbronn und Pforzheim.
      Liebe Grüße Eva, die heute zum Frisör geht.

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