Welch triste Epoche, in der es leichter ist, ein Atom zu zertrümmern, als ein Vorurteil. *Albert Einstein*
Gottes schönste Gabe ist und bleibt der Schwabe
Wenn ich meinen Purzelbaum machen kann, was ficht die Politik mich an. *Eduard Mörike*

Pendelschlag

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Mit dem Rad war ich neulich in Herrenberg, um von dort eine Tour zu radeln. 

Es war der Anfang einer Tour, die ich im Mai geradelt bin, aber die Bilder von dieser Tour leider irgendwie versaubeutelt habe. Die SD Karte gab die Bilder nicht mehr her, weil sie beschädigt war. 

Aber ich habe die Tour, allerdings etwas anders nochmals gemacht und dabei gleichzeitig noch einiges andere mitgenommen. 

Zum Pendelschlag.

War für mich ein gefundenes Fressen, denn ich mag ja die Kunst von Peter Lenk und ich bin damit noch lange nicht am Ende.  

Den ganzen Pendelschlag zu fotografieren ist fast unmöglich, überall steht leider etwas im Wege, ein Autos oder ein Papierkorb oder Menschen usw. Die haben sich gewundert, wie man das fotografieren kann und sind dann noch extra dazugestanden. Manche Leute sind schon großartig.

Zudem stand an dem Morgen, an dem ich dort war, die Sonne so ungeschickt, dass das  zum Teil Gegenlichtaufnahmen sind. Aber ich habs so in etwa doch hingebracht. Vielleicht gehe ich hier nochmals zu Fuß her, denn Herrenberg ist schon sehr schön, vor allem die Läden, in denen man etwas kaufen kann, sind so liebevoll hergerichtet, dass man da schon in Versuchung gerät. Ich hatte mein Rad dabei, war in Radlerkleidung und so ging das gottseidank gut, sonst hätte ich wohl die ganzen Läden leergekauft. 

;-)))))

 


Pendelschlag 2000 "Jerg Ratgeb", "Köche und ein Mops"

Zusammenarbeit mti Hellmuth Ehrath (Pendel) und Peter Link (Figuren).

Den Herrenberger Altar von Jerg Ratgeb kann man in der Stuttgarter Staatsgalerie bestaunen, was ich natürlich schon gemacht habe. 

HIER  

Dieser Altar ist in jeder Weise beeindruckend und dann noch die Geschichte um Jerg Ratgeb. Aber das alles findet man im oben angegebenen Post.

 Die Figuren sind leider, sie wurden ja im Jahr 2000 hier enthüllt, leider sehr verwittert und bemoost, schade. Vielleicht soll es so sein, oder aber man hat kein Geld hier mal etwas zu tun. Zudem kam noch das Gegenlicht dazu.

Die auf dem Sockel des Pendelschlags befestigten Figuren aus der Herrenberger Geschichte - Jerg Ratgeb und sein Henker  - bieten keineswegs ein Bild blutrünstigen Entsetzens, wie man es anlässlich einer Hinrichtung durch Vierteilen eigentlich erwarten dürfte. 

Da historische Szenario wird hier vielmehr verschlüsselt dargestellt: 

Die Figur des Jerg Ratgeb hängt in einem mannsgroßen Metallrahmen, an den sie sich klammert, während der Vollstrecker nicht etwa eine Klinge, sondern ein Geflügel schwingt. Es ist das Sinnbild für den Bauernstand.












 Im Gegensatz zu Jerg Ratgeb, der ja schon seit mehreren Jahrhunderten tot ist, handelt es sich bei den anderen Personen um Köche (sie sollen das Volk im Jahr 2000 darstellen), sieben an der Zahl, die lendenbeschürzt, den Kochlöffel stolz auf der Schulter, ums Werk herum marschieren. Nur ihre Köpfe sind in natürlicher Größe.

Der Mops, der dem Zug voranschreitet, wird mit einem Kinderlied erklärt:

"Ein Mops kam in die Küche" heißt es 
"und stahl dem Koch ein Ei..."
  was tödlich für den Mops endet. 

So schrieb der Gäubote am 2. Januar 2001 über das Denkmal. 

Der Herrenberger Köche-Stammtisch sammelte Geld für das Denkmal

"Pendelschlag"

 













 

Jerg Ratgeb der den Herrenberger Altar für die Schloßkirche geschaffen hat, wurde für seine Beteiligung am Bauernaufstand 1526 gevierteilt. Der Rahmen soll das darstellen. Im Rahmen sieht man, wie Ratgeb seinen Häscher abwehrt. 

Das Labyrinth symbolisiert den verschlungenen und durch viele Irrtümer führenden Lebensweg
- "vita nortra error“-



Eine Plakette, die am Werk angebracht ist, sagt aus: 
"Pendelschlag 2000"
Plastisches Ensemble 

Homage an Johann Andreae, Jerg Ratgeb, Heinrich und Wilhelm Schickhardt.
Persönlichkeiten aus der Geschichte Herrenbergs. 

Pendel, Kreis und Säule und das begehbare Labyrinth (das wird leider als Papierkorb benützt) sind Zitate aus dem Weltbild Adreaes und der Schickhardts.

Genau zur Jahreswende 2000 wurde das Pendel in Gang gesetzt.

Peter Lenk, *1947 in Nürnberg, Studium an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. 

 Helmut Ehrath, *1938 in Oberndorf am Neckar, +2008 in Herrenberg,
Schüler von Daudert und Henninger an der Staatlichen Akademie Stuttgart. 

Wenn man so liest, wieviele Künstler aus der Kunstakademie in Stuttgart hervorgegangen sind, das ist schon beachtlich und auch einige Künstler in der Zeit, als ich mich dort herumgeplagt habe, wenn ich das gewußt hätte, WER hier studiert, hätte ich mir bestimmt ein Kunstwerk schenken lassen. 

;-))))))

Morgen geht es dann mit der Radtour weiter und morgen gibt es auch eine wieder eine etwas größere Radtour. Ich sehe aber gerade, dass es morgen regnen soll.
Dieses Jahr ist es halt so und bei 90 % Regen muß ich dann auch nicht aufs Rad, es gibt hier noch einiges, was ich auch bei Regen machen kann. 

Ich war gestern in der Synagoge in Stuttgart, es gibt wenige Bilder, aber das war schon mehr als interessant.


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