Welch triste Epoche, in der es leichter ist, ein Atom zu zertrümmern, als ein Vorurteil. *Albert Einstein*
Gottes schönste Gabe ist und bleibt der Schwabe
Wenn ich meinen Purzelbaum machen kann, was ficht die Politik mich an. *Eduard Mörike*

Von Herrenberg über Böblingen nach Hause

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Mit der S-Bahn bin ich an einem Mittwoch nach Herrenberg gefahren. Das war absolut nichts schlimmes, auch nach 9 Uhr morgens nicht. 

In Bietigheim am Bahnhof bin ich eingestiegen und habe sogar einen Radplatz bekommen, das klappt schon, wenn man zeitig dran ist und nach 9 Uhr muß man ja auch nichts extra für das Rad bezahlen. 

Am Bahnhof in Stuttgart umgestiegen und dort in die S-Bahn nach Herrenberg eingestiegen, das war auch ganz leicht und der Zug lotterleer. 

Es dauert eben eine Weile, bis man in Herrenberg ist, aber das ist eben so und so war ich dann nach 10.00 Uhr in Herrenberg. 

Zu Herrenberg schreibe ich mal einen extra Post, es ist aber eine hübsche Stadt mit viel zu sehen und vor allem hat Herrenberg einen schönen Skulpturenpfad. 

Eine Skulptur von Peter Link "Pendelschlag"  habe ich ja schon gezeigt. 

HIER  

Das alles hatte ich ja schon einmal gemacht und - ich habs ja schon geschrieben - die falsche SD Karte benützt, die eine Macke hatte. 

Was solls, es war ja nicht umsonst, denn ich habe die Tour nochmals gemacht und hier wurden es dann zwei Touren.

Die andere Tour folgt noch.

Ich bin noch ein wenig in Herrenberg herumgelaufen und habe auch mein Rad zur Kirche oben hinaufgeschoben. 

 


Ein Neidkopf



Ich weiß jetzt nicht, ob dieses Haus unter Denkmalschutz steht, wenn  ja, dann hat einer ganz gehörig geschlafen. Die Fenster meine ich. Grausam, wie man ein Haus so verschandeln kann.





Die Stiftskirche in Herrenberg, die war geschlossen, machte später auf, da war ich aber schon woanders. 
Die Stiftskirche rückt jedes Jahr ein wenig weiter ins Tal.

Die seit Jahrhunderten bekannten Bauschäden an der Stiftskirche in Herrenberg sind bedingt durch die Überlastung der Gipskeuperschichten auf der exponierten Bergnase; der ganze 80 m hohe Hang wurde von den Bewegungen erfaßt. An der Kirche und anderen Bauwerken lassen sich die Bewegungen ablesen und messen; der zeitliche Ablauf läßt sich aus der Baugeschichte ermitteln. Die Verformungen erfolgen an Schicht- und Kluftflächen der als Schluffsteine anzusprechenden Keupermergel. Die Auslaugung des 30 m unter der Kirche lagernden Grundgipses hat noch kaum eingesetzt; dagegen haben im Jahr 1733 schlagartig im tiefer liegenden Auslaugungsgebiet der Altstadt von Herrenberg eingetretene Dolineneinbrüche verstärkte Hangbewegungen eingeleitet. Die jetzt beginnenden felsmechanischen Untersuchungen sollen weitere Unterlagen für die endgültige Sicherung des gefährdeten historischen Bauwerks erbringen. 

Hier stand der Herrenberger Altar, heute befindet sich in der Kirche eine Kopie im Kleinformat. 



Dann gings auf den Radschnellweg in Richtung Böblingen. Er war noch nicht so befahren, aber ich denke, gegen später radeln hier sehr viele Leute. 

Am Hang blühen so schöne Blumen, was mich störte ist, dass hier die Autos neben dem Radschnellweg fahren und das nicht wenige.

Barbatas
 


 
 
Hier wächst der Meerrettich. 



Löwenmäulchen


Jede Menge Mohn



Bei der letzten Tour, die ich hier auch geradelt bin, bin ich noch am Vogelnest von Mathias Schweikle
vorbeigefahren. 

Was ich dieses Mal auch gemacht habe, das Vogelnest habe ich aber auch schon mehrfach besucht und immer wieder kann man etwas anderes im Nest sehen. 
Jetzt ein Kücken. 
Das Vogelnest entstand im Jahr 2014 und ich finde es immer wieder schön anzusehen. Es gehört zum Skulpturenpfad, der sich auch durch den Kreis Böblingen zieht, davon aber dann im nächsten Post. 
Das Vogelnest sieht man auch von der Autobahn in Richtung Bodensee. 
 
 



 
Das letzte Mal war ich noch in Mauren, aber das habe ich dieses Mal nicht gemacht, weil es sich nicht so sehr lohnt und ich war ja auch hier schon mal. 
 
 
Mein Fahrt ging dann in Richtung Böblingen, denn hier steht am Oberen See eine neue Skulptur von Peter Lenk "Bauernkrieg".
Die Skulptur wurde am 9.5.2025 enthüllt und ich wäre dabei gewesen, wenn nicht am nächsten Tag ein Familienfest gewesen wäre. 



 


Der Klerus wird dick und fett.



Hinrichtung des Grafen Helfenstein.
 

Die Hinrichtung des Jäcklein Rohrbach.


 
 
Man bekommt - ich zumindest bekomme - hier nicht genug, man kann soviele entdecken. 
 
Es lohnt sich tatsächlich das alles anzusehen. Die Skulptur befindet sich am Oberen See in Böblingen und ich hätte nicht gedacht, dass es hier so schön ist. 
In einem Cafe habe ich einen Latte und einen Eisbecher gegessen. Lecker!
 
Zum allgemeinen Verständnis habe ich noch eine Beschreibung, die man neben der Skulptur sehen kann, eingefügt. 
 
Der Bauernjörg sitzt ganz ober auf der Skulptur mit Geldsäckel usw. 
 
Gezeigt wird auch wie der Klerus sich hier benimmt, das Volk ist arm und die Kirche lebt gut. 
Man ist halt, was man isst. 





 Wildgänse gabs hier und die Familie zeigte mir recht wohlgesonnen ihre Babys.
 






Ein schöner Weg führte mich nach Magstadt. 
 

 
Dort blieb ich an diesem Haus hängen, ich habe Passanten gefragt, was damit passiert. Keiner weiß so recht, was Sache ist.  Aber interessant ist es schon, ich wäre gerne reingegangen, aber "Betreten verboten". 
 





Noch ein paar schöne Ansichten von Magstadt.
 
Das alte Schulhaus erbaut 1782, erbaut als Gasthof zum Hirsch. 
 

 
 
Die imposante Kirche, die dem Heiligen Georg geweiht ist.
War leider geschlossen. 


 

 

Der Bau der spätgotischen Wehrkirche wurde 1490 begonnen und 1511 fertiggestellt. Sie war mit einem dreifachen Mauerring umgeben.

Die Vorgängerkirche war dem Heiligen Georg geweiht. 

Die heutige Kirche wurde im Jahr 1511 vermutlich entweder auf den Namen der Maria geweiht oder bereits auf „Johannes den Täufer“. 

Sie wird jedenfalls seit langem „Johannes-Täufer-Kirche“ genannt. Eine Darstellung von Johannes dem Täufer ist auf dem Schlussstein im Chorgewölbe direkt über dem heutigen Altar zu sehen, ergänzt von vier weitere Schlusssteine mit den Heiligen drei Königen und Maria mit dem Jesuskind. 

Der achteckige Taufstein aus Sandstein ist so alt wie die Kirche und zeigt als Besonderheit die 7 katholischen Sakramente und auf der 8. Seite einen Engel, der das württembergische Wappen hält. 

Im  Jahr 1534 wurde die Kirche evangelisch.

1785/86 baute die Gemeinde an der Kirchhofmauer eine besondere Hütte für die Feuerspritze und die Feuereimer samt dem übrigen Gerät. Um 1850 wurde das kleine Gebäude zum Gemeindebackhaus umgebaut.

Richtung Leonberg komme ich immer gerne am Silbersee im Stadteil Silberberg in Leonberg vorbei. Das krabbelte etwas auf der Erde und siehe da, eine Passantin hob ihr Handy an die Raupe und was war es:
 
Ein Weidenbohrer
 

 
Schon von weitem hörte ich ein Froschkonzert, das war auch gigantisch. 
 
Zwischen den Gewöhnlichen Tannenwedeln machten die Frösche ein Konzert, es war total schön. Ich konnte mich fast nicht mehr trennen. 
 








 Ich konnte mich nicht entschließen, wie ich heimfahren sollte. 

Zuerst bin ich ein wenig auf dem Glemsmühlenweg bis Ditzingen gefahren, weil ich über Möglingen nach Hause fahren wollte. 
 
 

Habe es dann aber gelassen, weil ich zu faul war und habe die einfachere Variante über den Glemsmühlenweg genommen. 

Da habe ich dann wieder mal den Inkarnatklee gesehen, den kenne ich schon aus den Anfangszeiten meiner Bloggerei aus dem Jahr 2012, seither ist er aber auch bekannter geworden. 


 




 

Dann gabs noch ein wenig Rhododenron, der wunderschön im Garten einer Bekannten hier blüht. 

Morgen radele ich zu einer schönen Jugendstilvilla mit Garten.
Ich habe heute mit dem Besitzer ausgemacht, dass ich, wenn er zuhause ist, in das Gebäude gehen darf. 

Ich hoffe, ich komme rechtzeitig dort an, weil ich mit dem Zug dorthin fahre und dann zurück nach Hause radeln werde. 

Ich hoffe das Wetter ist entsprechend. 


Zusammenfassung
Tour am 14. Mai 2025
77 Kilometer
1.522 Höhenmeter
682 Climb
840 Downhill
4 Stunden Fahrzeit
2.300 Gesamtkalorien
Wetter: 17 Grad sonnig
44 % Luftfeuchtigkeit
Luftqualität: 2
 



Kommentare

  1. Guten Morgen Eva,
    das Vogelnest ist ja schön.
    Der Neidkopf gefällt mir auch.
    Diese Gänsemutter war sehr nett, das du sie gut fotografieren konntest, die kleinen sind immer so putzig.
    Schönes Wochenende, bei uns regnet es ein wenig.
    Das muss ja auch mal sein.
    L.G.
    Hannelore

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    1. Ich hatte heute auf meiner Tour, einen sehr sehr starken Gegenwind und der war extrem frisch.
      Aber sonst alles gut und auch mit dem Zug hat alles geklappt.
      LG Eva

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