Bruddelkammer
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Ich war gestern nun im Stuttgarter Rathaus um mir die Ermittlung von Peter Weiss anzusehen.
Übrigens, das Stuttgarter Rathaus mag außen nicht so schön aussehen, ist ja auch im Stil des Brutalismus gebaut.
Ich habe damals, als ich an der Kunstakademie war, über diesen Baustil, der in Stuttgart oft vertreten ist, erfahren.
Innen ist das Rathaus sehr informativ gestaltet, am meisten hat mir das große Gemälde von Willi Baumeister gefallen. Fotografiert habe ich es nicht, weil es so groß ist, dass ich es mit dem Handy nicht hätte erfassen können.
Es gab auch eine kleine Diskussion und hier habe ich wieder feststellen müssen, dass viele Menschen gar nicht mehr wissen, was hier geschehen ist und alles in einen Topf werfen.
Einen als Nazi bezeichnen und die Zusammenhänge gar nicht mehr erfassen können, bzw. keine Ahnung von der Zeit haben.
Auch hier wieder gehört, dass sich die Leute immer noch an der Meinung der öffentlich rechtlichen Medien orientieren.
Ich habe mich - auch in der Schule - mit diesem Thema mehr als befasst und ich hatte auch einen Vater, der wegen Wehrkraftzersetzung in Festungshaft war und das Todesurteil in der Tasche hatte. Ich habe in meinem Blog schon darüber geschrieben.
Das Theaterstück war gut inszeniert. Richter und Angeklagte, Opfer kamen zu Wort, aber für mich war es eben so, wer hier damals 1963 (ich war 14 Jahre alt) diese Prozesse (zusammen mit einem Vater) verfolgt hat, für den war das Schauspiel nichts neues mehr.
Es gibt auch einen Boger und die berüchtigte Boger-Schaukel in Auschwitz.
Ich habe mich mit diesem Menschen befasst und auch Spruchkammerakten eingesehen. In Zuffenhausen geboren und in Bietigheim gestorben.
Ich setze hier keinen Link, das kann sich Jeder selbst zusammensuchen, wenn er will.
Mich erschreckt es immer wieder, wenn manche so tun, als wüssten sie Bescheid. Ist aber nicht so.
Ich habe mir das Schauspiel etwas anders vorgestellt.
Mich hat auch gewundert, dass die Menschen nicht wissen, wer Boger war, wer Globke war und und und. Aber sie wissen Bescheid, geschweige denn sie waren auch nur einmal in einem Konzentrationslager.
Übrigens "egal" ist 88 und
gleichgültig, einerlei.
Wird meiner Ansicht nach viel zu oft verwendet.
Eines noch, bevor man hier mit Steinen wirft und das wurde auch gesagt.
Man weiss nie, wie man damals "mitgemacht" hätte.
Ich denke hier immer wieder an Corona.
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Etwas anderes:
Es fällt mir vermehrt auf, dass die Leute sich nicht waschen, ihre Kleidung nicht lüften usw. usw.
Das war gestern so und auch am Sonntag in den Meistersingern, über die ich noch berichten werde.
Insbesondere die älteren Menschen, bei Männern und auch Frauen riechen.
Es ist der Altersgeruch, der durch 2-Nonenal, so ca. ab 40 Jahren verstärkt produziert wird.
Es ist ein fettiger, grasiger oder auch muffiger Duft, der durch den Abbau von Omega-7-Fettsäuren auf der Haut entsteht.
Die Haut wird trockener, dünner und produziert weniger Sekrete, was die Zusammensetzung des Körpergeruches verändert.
Entscheidend ist auch das Lebensumfeld: Muffiger Geruch kann auch von alten Möbeln, Teppichen oder Tapeten auf Kleidung und Haut übergehen.
Auch Medikamente können den Körper- und Uringeruch beeinflussen.
Man kann aber etwas dagegen tun, das muß nicht das Duschen jeden Tag sein. Man kann sich auch gut waschen und die Kleidung lüften, etwas mehr die Kleidung waschen und auch auf gute Haupflege achten.
Aber auch, wenn es kalt ist, die Wohnung mindestens 3 x am Tag ca. 5 Minuten lüften.
Aus manchen Wohnungen kommt, auch hier bei uns, ein Geruch. Ich kann inzwischen feststellen, wo der Geruch aus den jeweiligen Wohnungen herkommt.
Vor allen Dingen sitzt in mancher Kleidung der Essensgeruch vom Nachmittag oder Vortag.
Ich verstehe es tatsächlich nicht und bewundere Ärzte, Krankenschwestern und das Pflegepersonal, wie sie das aushalten.
Ich habe in der Nachbarschaftshilfe auch einige Menschen betreut, aber so gerochen haben sie nie.
Es liegt wirklich am Lüften und an der Pflege.
Auch meine Schwester riecht nicht und mein Schwager hat auch nie gerochen, da hat schon meine Schwester dafür gesorgt, die so empfindlich im Bezug auf Geruch ist, wie ich.
Je älter ich werde, umsomehr stinkt mir tatsächlich der Geruch von manchen Menschen.
Rauch, Döner, Frittenbude usw.
Auch morgens liegt in den Bahnen ein gewisser Schlafzimmergeruch.
Muffig und ungelüftet.
Die S-Bahn-Fahrt verlief nach Stuttgart recht gut aber auf der
Fahrt nach Hause stiegen zwei junge Männer ein, die Nationalität erspare ich mir zu schreiben. Sie belästigten eine junge Frau, die war aber so keck und setzte sich woanders hin.
Dann waren die jungen Männer auch zufrieden.
Aber es ist schon eine Herausforderung, so ab 22.00 Uhr in Stuttgart durch die Anlagen und vor allem durch die Unterführung am Bahnhof zu gehen.
Bild:
Geneigter Frauenkopf von Wilhelm Lehmbruck
Steinguss
Museum Wiesbaden
Darüber schreibe ich noch.










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