Frida Kahlo in Baden-Baden
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Die Musik am Samstag entfällt heute.
Frida Kahlo in Baden-Baden.
Baden-Baden gehört zu den Städten, die ich Lieblingsstadt nenne.
Wie oft war ich jetzt schon dort? Diese Stadt bietet sovieles und nicht nur das Frieder Burda Museum, das ich demnächst im Rahmen einer Ausstellung wieder besuchen werde.
Nein, es gibt ein ganz feines Museum
Liebe, Leid, Leidenschaft.
Schon lange wollte ich in dieses Museum, aber immer, wenn ich in Baden-Baden war, war das Museum geschlossen, oder aber ich war zu spät dran, denn hier muß man Zeit mitbringen um alles anzusehen.
Am Mittwoch letzter Woche bin ich mit dem Zug wieder nach Baden-Baden gefahren. Der Zug fährt immer um die gleiche Uhrzeit. Hier ist die Verbindung richtig gut, auch wenn ich in Baden-Baden warten muß, bis die Museen geöffnet werden. Gleich beim Bahnhof ist ein Bäcker, da gibt es ein prima Frühstück, da freue ich mich immer während der ganzen Zugfahrt drauf.
ES ist das Frida Kahlo-Museum.
Ein Buch von Hayden Herrera über Frida habe ich vor langer Zeit gelesen und es steht auch noch in meinem Bücherschrank.
Es gibt sicherlich viele Bücher über Frida Kahlo, aber dieses hier finde ich wohl am besten.
Auf meinem alten Blog habe ich das alles mal vorgestellt.
Das Buch über die Fiestas der Frida Kahlo mit Kochrezepten werde ich bei Gelegenheit separat vorstellen.
Es ist schon uralt und man bekommt es wohl nur noch antiquarisch.
Wann ich auf diese Künstlerin aufmerksam geworden bin, kann ich nicht mehr sagen, das ist mit Sicherheit schon über 40 Jahre her.
Fridas Leben und ihre Bilder ziehen viele Generationen in ihren Bann.
Sie hatte zahlreiche Affären u.a. mit Leo Trotzki u.a.
Diego Rivera ihr Ehemann und mexikanischer Künstler, war untreu und betrog sie sogar mit ihrer eigenen Schwester.
Nun, der Leo Trotzki der hatte aber tatsächlich etwas, was mir auch gefallen hätte.
HIER
Aber das dann im Laufe des Posts.
Geboren wurde Frida Kahlo am 6. Juli 1907 in Coyoacán.
Auch eine Geschichte, es lohnt sich diese Frau kennenzulernen.
Frida erzählt in Baden-Baden.
In Stuttgart läuft ja zur Zeit die immersive Show von Frida Kahlo.
Ich bin nicht so der Typ für solche Shows, habe aber van Gogh gesehen
und den Tutenchamun.
Wer sich aber ein wenig mit Malerei auskennt und die Geschichte von diesen Malern kennt, dann ist das nicht so das, was man hat, wenn man die originalen Bilder ansieht. Aber eher dann wie man es eben möchte.
Obwohl die Bilder in Baden-Baden zwar Originale sind. Aber nicht von Frida Kahlo, dazu aber weiter unten.
Die immersive Show ist gut gemacht und vielleicht für Leute etwas, die diverse Maler nicht kennen, so sagte mir ein Besucher der Ausstellung in Baden-Baden. Seine Frau und er waren von der immersiven Show begeistert.
Ich werde mir das ersparen. Wie ich mir auch den Monet erspart habe, den schaue ich mir demnächst in einem Museum mit Frau Gruha an.
Das Frida Kahlo Museum in Baden-Baden, ich bin immer noch begeistert.
Die Frida Kahlo Gemälde in der Ausstellung vom Kunstmuseum Gehrke-Remund sind lizenzierte Repliken. Das Kunstmuseum Gehrke-Remund in Baden-Baden ist das einzige Museum weltweit, das die Genehmigung vom Staat Mexiko erhalten hat, alle Werke von Frida Kahlo replizieren zu lassen.
Jede Replik wurde von Meisterkünstlern handgemalt, deren Identität und eigene Werke im letzten Raum des Museums zu sehen ist.
Wer diese Künstler sind, das wird auch im Museum und in einem extra Raum gezeigt. Auch wieder ein Grund, dorthin zu gehen.
Auch gibt es in einem separaten Raum einen Bericht über Frida Kahlo und jede Menge Bildbände und Bücher, also man kann sich in diesem Museum schon aufhalten.
Beeindruckend.
Es ist ein ganz besonderes Museum in Baden-Baden.
Vom Bahnhof in Baden-Baden führt ein kleiner Weg direkt zum Museum im Stadtteil Oos. Ich bin mit Bus und Bahn wieder über Karlsruhe nach Baden-Baden gefahren. Gut 4 x umsteigen, aber es hat sich gelohnt und es lohnt sich immer wieder. Die Zugfahrt war kurzweilig und ich habe während der Fahrt Musik gehört und gelesen und geschwätzt, nett wars. Die Zeit ging herum, wie im Fluge. Nur es war ziemlich voll in dem Zug, Bauarbeiten, aber dennoch recht unterhaltsam.
Nach Baden-Baden gehe ich immer wieder und in der nächsten Zeit mache ich auch hierhin eine Radtour. falls es endlich mal zu regnen aufhört.
HIER die Website des Kunstmuseum. Das lohnt sich wirklich und es ist alles so liebevoll gemacht und es gibt mexikanischen Schmuck im Stil von Frida Kahlo. Ich habe mir zwei Paar Ohrringe und einen Ring gekauft.
Der Schmuck kommt aus Mexiko und wird dort gefertigt.
Die goldenen Ohrringe werde ich am Sonntag zu den Meistersingern tragen.
Freu!
Der Schmuck, den ich nicht fotografiert habe und den man kaufen kann, ist gewaltig. Ein Stück schöner, als das andere. Ketten, Ohrringe, Armreifen, Broschen und und und. Man kommt aus dem Aaaaaa und Ooooo nicht mehr heraus. Alles im Stil von Frida Kahlo.
Ich bin ein Fan von großen Ohrringe.
Der Chef persönlich begrüßt die Besucher und es ist eine freundliche und sehr entspannende Atmosphäre.
Wunderschön!
Fotografieren darf man nur mit Handy. Das hat rechtliche Gründe.
Ich wußte gar nicht, dass ich doch so recht gut mit dem Handy umgehen kann. Bin doch zufrieden mit den Bilder, aber ich hatte meine Camera doch mitgeschleppt. Grrr!
Ich kann das Museum nur empfehlen. Man bekommt ein kleines Heftchen, dort wird alles genau erklärt und man sollte Zeit mitbringen, es gibt soviel zu sehen und zu lesen. Das Heftchen muß man aber wieder zurückgeben.
Frida erzählt und erklärt hier fast jedes Foto und jedes Bild, alle sind nummeriert und man braucht Zeit, wenn man das alles lesen und ansehen möchte. Ich war fünf Stunden dort und mir war nie langweilig und es hat sich gelohnt. Ich habe mir auch Notizen gemacht.
Teilweise weiss ich noch etwas zu den Bildern, aber einiges habe ich nicht aufgeschrieben und dann vergessen.
Unverkennbar ist Fridas Monobraue, das machte sie zu einer feministischen Ikone.
Was ist eine Monobraue? Augenbrauen werden dann als Monobraue bezeichnet, wenn beide Augenbrauen zwischen den Augen zusammengewachsen sind. Die Hautregion zwischen den Augenbrauen nennt sich Glabella. Daher heißt die Monobraue in Fachkreisen auch Glabella-Defizit-Syndrom oder Synophrys.
Frida im Samtkleid mit einem tiefen V-Ausschnitt und geheimnisvollen Augen. Ihre Mutter hätte das nie erlaubt, sich so zu zeigen.
Aber sie wollte ihren Freund Alejandro beeindrucken, als er wieder aus Europa zurückgekommen ist, waren sie wieder ein Paar. "Wir blieben gute Freunde für unser ganzes Leben", meint Frida.
Alejandro war am 17. September 1925 mit im Bus, als das Unglück mit der Eisenstange passierte, der Fridas ganzes Leben verändert sollte.
Ihm ist nichts passiert.
Als Frida dieses Selbstbildnis malte, wurde sie von den Malern der italienischen Renaissance beeinflusst, und sie schrieb Alejandro:
"Ich hoffe, dass Du meinen kleinen Botticelli magst".
Auf der Rückseite des Gemäldes in Deutsch steht:
"Für Alex, Frida Kahlo, im Alter von 17, September 1926, Coyoacán - heute ist es immer noch".
So sah Frida aus, als sie das Bild gemalt hat.
Hier muß ich passen, wer auf diesen Bildern ist, weiß ich nicht mehr.
Ich denke man kann die Bilder auch im Internet finden.
Fridas Schrank, den sie in ihrem Schlafzimmer hatte und den sie als Puppenhaus benutzte.
Auf dem Schrank zwei Uhren, die Frida in der Stadt Puebla anfertigen hat lassen. Auf der ersten steht geschrieben
"1939 September, die Stunden waren gebrochen",
das ist die Zeit als Diego mir mitteilte, dass er die Scheidung wollte. Auf der zweiten Uhr steht: "8. Dezember 1940 um elf Uhr, San Francisco Kalifornien", das ist der Tag und die Uhrzeit, an dem Diego und ich wieder geheiratet haben.
Auf dem oberen Foto Frida, man meint sie hätte eine Puppe im Arm, wenn man näher hinschaut, sieht man, dass es ein Gartenzwerg ist.
Unteres Bild
Frida wurde mit einem offenen Rücken geboren (Spina bifida) und im Alter von sechs Jahren hatte sie Kinderlähmung. Das rechte Bein blieb kürzer und dünner und die Schulkameraden hänselten Frida immer, "Frida Holzbein".
Das rechte Bein von Frida war immer beeinträchtigt und wurde ein Jahr vor ihrem Tode amputiert.
Auf dem Bild Schwester Christina und ihre beste Freundin Isabel Campos. Frida versteckte ihr rechtes Bein immer hinter dem linken Bein.
Mädchen aus guten Familien trugen zu dieser Zeit immer konservative Kleider, die von der europäischen Mode beeiflusst wurde. Fridas Mutter war trotz Revolution immer darauf bedacht, dass die Mädchen richtig gekleidet waren.
Frida und Diego wie sie es sah, als sie geheiratet hatten. Das Größenverhältnis stimmt.
Sie hat sich so klein gemalt, dass man meinen könnte, sie hätte keinen festen Boden unter den Füßen. Gekleidet ist Frida mit einem traditionellen mexikanischen Kleid.
Sie hat sich klein gemalt mit kleinen Füßen man meint Frida schwebt und Diego. Er ist das Gegenteil dazu, der große Maler, der fest auf dem Boden steht.
Das Banner am oberen Ende des Bildes sagt: "Hier siehst du uns, mich, Frieda Kahlo, mit meinem geliebten Ehemann Diego Rivera. Ich habe dieses Porträt in der schönen Stadt San Francisco, Kalifornien, für unseren Freund Herrn Albert Bender gemalt, und es war im April des Jahres 1931".
Hier schreibt Frida immer noch ihren Namen in der deutschen Schreibweise "Frieda".
Diego Rivera, von ihm sagte Fridas Vater, dass er aussieht, wie ein
"dicker, fetter, fetter Brueghel". Die Mutter von Frida war gegen diese Heirat. Nicht nur weil Diego 21 Jahre älter war als Frida, nicht nur weil er Atheist und Kommunist war, nicht nur, weil er schon zweimal geschieden war und bereits 3 Kinder aus früheren Beziehungen hatte, sondern auch, weil er ein berüchtigter Weiberheld war.
Zum Verständnis muß man sagen Diego Rivera war ein großer mexikanischer Künstler.
Kurz nach der Hochzeit mit Frida kehrte Diego wieder zurück zu seinem gewohnten Lebenswandel und hatte zahlreiche Affären.
Reiche amerikanische Touristinnen hatten eine Liste von Dingen, die in Mexiko zu tun waren, wie z.B. die Maya-Pyramiden besuchen, Silberschmuck kaufen, mit Diego Rivera schlafen, Teotihuacan besuchen usw.
Ich weiss tatsächlich nicht, was Frida an diesem ekelhaften, hässlichen und fetten Kerl gefunden hat und ihn noch gleich zweimal geheiratet hat.
Aber vielleicht hatte er doch etwas, ein Mann muß ja bekanntlich nicht immer schön sein.
Ich stelle mir - egal was eine Person auch ist - sie immer nackt vor und dann wirkt sie in meinen Augen gar nicht mehr so.
Aber Frida hatte auch zahlreiche Affären, so ist das nicht.
Später änderte sich das, aber da hatte Frida mehrere Fehlgeburten.
Frida und Diego waren ein glamouröses Paar und wurden in der New Yorker High Society herumgereicht. Diego war der Star. Bei der Diego-Rivera-Sonderausstellung 1930 im MOMA trägt Frida ein elegantes europäisches Abendkleid und Spitzenhandschuhe. Sie fühlte sich mit dieser Kleidung nur fehl am Platz. Von diesem Tag an beschloß sie nur noch mexikanische Kleider zu tragen. Sie suchte nach ihrer eigenen Identität, doch sollte es noch 10 Jahre dauern, bis sie diese gefunden hatte.
Ein abgrund hässlicher Mann ist dieser Diego und so fett.
Frida Kahlo malt dieses Bild 1932, als sie gerade eine Fehlgeburt in Detroit erlitten hatte. Es markiert einen Wendepunkt in ihrem persönlichen und künstlerischen Leben.
Sie setzt sich mit Mutterschaft, Abstammung und Identität auseinander. Dieses Gemälde ist eines der persönlichsten ihrer Karriere. Das Bild vermischt das Intime mit dem Sakralen und verstößt damit gegen die künstlerischen und religiösen Normen seiner Zeit.
Das Bild zeigt eine Frau, die mit gespreizten Beinen in einem Bett liegt und Frida zur Welt bringt. Der Körper der Frau ist mit einem weißen Tuch bedeckt, so dass nur ihre Beine, ihr Unterleib und das Kind, das mit blutigem Kopf aus der Vagina heraustritt, zu sehen sind. An der Wand hängt ein Gemälde der schmerzensreichen Jungfrau, das die religiöse und tragische Dimension der Szene verstärkt. Ein kahler Raum, das Bett ist massiv, und es herrscht eine drückende Atmosphäre, die die physische und psychische Gewalt der dargestellten Erfahrung zeigt.
Das Gemälde gehört heute dem Popstar Madonna, die darüber behauptet:
"wer dieses Bild nicht mag, kann nicht mein Freund sein."
Kurz nach der Ankunft von Leo Trotzki kamen sich Frida und er näher und sie begannen eine Liebesbeziehung. Sie dauerte über den Sommer 1937.
Selbstbildnis gewidmet Leon Trotzky für seine Geburtstag am 7. November 1937.
Auf dem Bild hält Frida einen Zettel in der Hand:
"Für Leon Trotzky, mit all meiner Liebe, widme ich diese Malerei am 7. November 1937. Frida Kahlo in San Angel, Mexiko".
Das Selbstporträt ist in warmen und weichen Formen gehalten. Trotzky bewahrte es in seinem Arbeitszimmer auf. Nachträglich erfuhr Diego von dieser Affäre und er war so wütend, dass Trotzki das Blaue Haus verlassen mußte.
Trotzki verlor durch diesen Auszug den Schutz der Armee und wurde am
21. August 1940 in seinem neuen Haus ermordet.
Hier gibt es einen guten Film mit Alain Delon.
Ein unglaublich guter Film, den ich schon sehr oft gesehen habe.
Die zwei Fridas
Dieser Baumwollponcho von Frida ist fast vollständig mit Kreuzstich-Stickerei bedeckt.
(La Mesa Herida)
und es ist bis heute unbekannt, wo es verblieben ist.
Der verwundete Tisch wird oft mit dem Letzten Abendmahl von Leonardo da Vinci verglichen, das war aber nicht die Absicht von Frida.
Es ist ein beeindruckendes Gemälde,
aber die Beschreibung dazu kann ich hier nicht schreiben, es ist zu viel, aber sehr emotional.
Der Tisch blutet, wie Frida nach der Scheidung.
Hier kann ich sie absolut nicht verstehen.
Sie tat so, als würde es ihr nichts ausmachen, aber sie malte ihn im "Selbstbildnis als Tehuana. Diegos Miniatur-Porträt auf ihrer Stirn zeigt ihre abhängige Liebe zu ihm.
Frida war eine Gefangene der Liebe zu Diego und konnte dem nicht entkommen. Ihre Worte!
Frida und Nickolas Muray.
Ich denke mal, der große kräftige auf Fridas rechter Schulter vom Betrachter aus gesehen.
Hier ein Bild von Frida mit Nickolas. Bewundernd sieht Nickolas Frida an. Sie schaut stolz in die Kamera und trägt eine Bluse mit sehr aufwändigen Stickereien.
Diego und Frida teilten sich manchmal auch dieselbe Geliebte.
Paulette Goddart zum Beispiel
usw.

Übrigens in einer Ausstellung soviele Gemälde von Frida Kahlo zu sehen, ist fast unmöglich, dies ist nur mit Repliken hier in dieser Ausstellung möglich.
Sie hat ihre langen Haare, die Diego sehr geliebt hatte, abgeschnitten. Die Haarsträhnen liegen auf dem Fußboden verstreut. Man meint, dass sie ein eigenes Leben haben.
Es war eine Anspielung auf Diego den sie liebevoll "sapo" (Kröte) nannte.
Als das Blaue Haus zu einem Museum wurde, lag die Urne auf dem Bett, bedeckt mit der Totenmaske von Frida und einem Rebozo (mexikanischer Schal).
Ich denke, das war es jetzt erst einmal. Ich habe noch viel mehr, aber das wird dann selbst mir zuviel. Es ist auch sehr zeitaufwändig zu berichten, aber nur so lerne ich etwas. Wem das nicht passt, der darf auf meinen Blog nicht kommen.
Am besten man mietet sich in einem Hotel ein, oder fährt so wie ich ab und an mit dem Zug nach Baden-Baden. Mir macht es Spass.
Johannes Brahms und noch vieles mehr.
Der Besuch dieser Stadt hat mir z.B. Johannes Brahms, dessen Musik ich immer etwas in den Hintergrund gestellt habe, näher gebracht.
HIER
Hayden Herera, Frida Kahlo
Mexikanische Feste, die Fiestas der Frida Kahlo












































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