Seien Sie vorsichtig mit Gesundheitsbüchern – Sie können an einem Druckfehler sterben. *Mark Twain*

Als Dyonys aufhörte, ein Tyrann zu sein, Da ward er ein Schulmeisterlein. *Daniel Christian Schubart

Ein unbarmherziges Schicksal will es, daß die letzte Gruppe, die Ärmsten unter den Männern, auch noch von den am wenigsten attraktiven Frauen ausgebeutet wird. *Esther Villar*
Demokratie, das ist die Kunst, sich an die Stelle des Volkes zu setzen und ihm feierlich in seinem Namen, aber zum Vorteil einiger guter Hirten, die Wolle abzuscheren. *Romain Rolland*
Ohne Grundsätze leben, oder in den Fesseln verderblicher Grundsätze durchs Leben rasseln, ist eine gleich erbärmliche Existenz.*Daniel Christian Schubart"

Kein Mensch war ohne Grund in deinem Leben. Der eine war ein Geschenk. Der andere eine Lektion.

Ein kommunistisches System erkennt man daran, dass es die Kriminellen verschont und den politischen Gegner kriminalisiert. *Alexander Solschenizyn*

Nicht das Beginnen wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten. *Siena*

Für gewöhnlich handelt es sich bei Traumfrauen um eine optische Täuschung. *Peter Ustinov*

Die Glücklichen sind neugierig. *Friedrich Nietzsche*

Frida Kahlo in Baden-Baden

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 Die Musik am Samstag entfällt heute. 

 

Frida Kahlo in Baden-Baden. 

Baden-Baden gehört zu den Städten, die ich Lieblingsstadt nenne. 
Wie oft war ich jetzt schon dort? Diese Stadt bietet sovieles und nicht nur das Frieder Burda Museum, das ich demnächst im Rahmen einer Ausstellung wieder besuchen werde. 

Nein, es gibt ein ganz feines Museum 
Liebe, Leid, Leidenschaft.

Schon lange wollte ich in dieses Museum, aber immer, wenn ich in Baden-Baden war, war das Museum geschlossen, oder aber ich war zu spät dran, denn hier muß man Zeit mitbringen um alles anzusehen.  

Am Mittwoch letzter Woche bin ich mit dem Zug wieder nach Baden-Baden gefahren. Der Zug fährt immer um die gleiche Uhrzeit. Hier ist die Verbindung richtig gut, auch wenn ich in Baden-Baden warten muß, bis die Museen geöffnet werden. Gleich beim Bahnhof ist ein Bäcker, da gibt es ein prima Frühstück, da freue ich mich immer während der ganzen Zugfahrt drauf.  

ES ist das Frida Kahlo-Museum.  

Ein Buch von Hayden Herrera über Frida habe ich vor langer Zeit gelesen und es steht auch noch in meinem Bücherschrank.  

Es gibt sicherlich viele Bücher über Frida Kahlo, aber dieses hier finde ich wohl am besten. 



Auch habe ich ein schönes Buch von ihrem Haus in Mexiko mit schönen Kochrezepten. 
Auf meinem alten Blog habe ich das alles mal vorgestellt. 





Das Buch über die Fiestas der Frida Kahlo mit Kochrezepten werde ich bei Gelegenheit separat vorstellen.  

 
Es ist schon uralt und man bekommt es wohl nur noch antiquarisch. 
 
 

Wann ich auf diese Künstlerin aufmerksam geworden bin, kann ich nicht mehr sagen, das ist mit Sicherheit schon über 40 Jahre her.

Fridas Leben und ihre Bilder ziehen viele Generationen in ihren Bann.  

 Sie hatte zahlreiche Affären u.a. mit Leo Trotzki u.a. 
Diego Rivera ihr Ehemann und mexikanischer Künstler, war untreu und betrog sie sogar mit ihrer eigenen Schwester. 

Nun, der Leo Trotzki der hatte aber tatsächlich etwas, was mir auch gefallen hätte. 

HIER 

Aber das dann im Laufe des Posts.   

Geboren wurde Frida Kahlo am 6. Juli 1907 in Coyoacán.  
Auch eine Geschichte, es lohnt sich diese Frau kennenzulernen. 

Frida erzählt in Baden-Baden. 

 


In Stuttgart läuft ja zur Zeit die immersive Show von Frida Kahlo. 

Ich bin nicht so der Typ für solche Shows, habe aber van Gogh gesehen  
und den Tutenchamun

Wer sich aber ein wenig mit Malerei auskennt und die Geschichte von diesen Malern kennt, dann ist das nicht so das, was man hat, wenn man die originalen Bilder ansieht. Aber eher dann wie man es eben möchte. 


Obwohl die Bilder in Baden-Baden zwar Originale sind. Aber nicht von Frida Kahlo, dazu aber weiter unten. 

Die immersive Show ist gut gemacht und vielleicht für Leute etwas, die diverse Maler nicht kennen, so sagte mir ein Besucher der Ausstellung in Baden-Baden. Seine Frau und er waren von der immersiven Show begeistert. 

Ich werde mir das ersparen. Wie ich mir auch den Monet erspart habe, den schaue ich mir demnächst in einem Museum mit Frau Gruha an. 

Das Frida Kahlo Museum in Baden-Baden, ich bin immer noch begeistert. 

INFO 


Die Frida Kahlo Gemälde in der Ausstellung vom Kunstmuseum Gehrke-Remund sind lizenzierte Repliken. Das Kunstmuseum Gehrke-Remund in Baden-Baden ist das einzige Museum weltweit, das die Genehmigung vom Staat Mexiko erhalten hat, alle Werke von Frida Kahlo replizieren zu lassen. 

Jede Replik wurde von Meisterkünstlern handgemalt, deren Identität und eigene Werke im letzten Raum des Museums zu sehen ist. 

Wer diese Künstler sind, das wird auch im Museum und in einem extra Raum gezeigt. Auch wieder ein Grund, dorthin zu gehen.  

Auch gibt es in einem separaten Raum einen Bericht über Frida Kahlo und jede Menge Bildbände und Bücher, also man kann sich in diesem Museum schon aufhalten.  

Beeindruckend.  

Es ist ein ganz besonderes Museum in Baden-Baden. 
Vom Bahnhof in Baden-Baden führt ein kleiner Weg direkt zum Museum im Stadtteil Oos. Ich bin mit Bus und Bahn wieder über Karlsruhe nach Baden-Baden gefahren. Gut 4 x umsteigen, aber es hat sich gelohnt und es lohnt sich immer wieder. Die Zugfahrt war kurzweilig und ich habe während der Fahrt Musik gehört und gelesen und geschwätzt, nett wars. Die Zeit ging herum, wie im Fluge. Nur es war ziemlich voll in dem Zug, Bauarbeiten, aber dennoch recht unterhaltsam. 

Nach Baden-Baden gehe ich immer wieder und in der nächsten Zeit mache ich auch hierhin eine Radtour. falls es endlich mal zu regnen aufhört. 

HIER die Website des Kunstmuseum. Das lohnt sich wirklich und es ist alles so liebevoll gemacht und es gibt mexikanischen Schmuck im Stil von Frida Kahlo. Ich habe mir zwei Paar Ohrringe und einen Ring gekauft.
Der Schmuck kommt aus Mexiko und wird dort gefertigt. 

Die goldenen Ohrringe werde ich am Sonntag zu den Meistersingern tragen. 
Freu! 


 Was ich immer gleich bei Ohrringen verliere sind die Teile mit denen man die Ohrringen hinten am Ohr festmachen kann. Deshalb habe ich hier einen anderen Teil. Ich habe dieserhalb schon soviele Ohrringe verloren. Weshalb ich meine Hochzeitsohrringe gar nicht mehr trage, die sind zu kostbar. 

Der Schmuck, den ich nicht fotografiert habe und den man kaufen kann, ist gewaltig. Ein Stück schöner, als das andere. Ketten, Ohrringe, Armreifen, Broschen und und und. Man kommt aus dem Aaaaaa und Ooooo nicht mehr heraus. Alles im Stil von Frida Kahlo. 
Ich bin ein Fan von großen Ohrringe. 

Der Chef persönlich begrüßt die Besucher und es ist eine freundliche und sehr entspannende Atmosphäre.  

Wunderschön!  


Fotografieren darf man nur mit Handy. Das hat rechtliche Gründe. 
Ich wußte gar nicht, dass ich doch so recht gut mit dem Handy umgehen kann. Bin doch zufrieden mit den Bilder, aber ich hatte meine Camera doch mitgeschleppt. Grrr!

Ich kann das Museum nur empfehlen. Man bekommt ein kleines Heftchen, dort wird alles genau erklärt und man sollte Zeit mitbringen, es gibt soviel zu sehen und zu lesen. Das Heftchen muß man aber wieder zurückgeben. 
Frida erzählt und erklärt hier fast jedes Foto und jedes Bild, alle sind nummeriert und man braucht Zeit, wenn man das alles lesen und ansehen möchte. Ich war fünf Stunden dort und mir war nie langweilig und es hat sich gelohnt. Ich habe mir auch Notizen gemacht. 

Teilweise weiss ich noch etwas zu den Bildern, aber einiges habe ich nicht aufgeschrieben und dann vergessen.  

Unverkennbar ist Fridas Monobraue, das machte sie zu einer feministischen Ikone.  

Was ist eine Monobraue? Augenbrauen werden dann als Monobraue bezeichnet, wenn beide Augenbrauen zwischen den Augen zusammengewachsen sind. Die Hautregion zwischen den Augenbrauen nennt sich Glabella. Daher heißt die Monobraue in Fachkreisen auch Glabella-Defizit-Syndrom oder Synophrys. 



Frida im Samtkleid mit einem tiefen V-Ausschnitt und geheimnisvollen Augen. Ihre Mutter hätte das nie erlaubt, sich so zu zeigen. 

Aber sie wollte ihren Freund Alejandro beeindrucken, als er wieder aus Europa zurückgekommen ist, waren sie wieder ein Paar. "Wir blieben gute Freunde für unser ganzes Leben", meint Frida. 

Alejandro war am 17. September 1925 mit im Bus, als das Unglück mit der Eisenstange passierte, der Fridas ganzes Leben verändert sollte.  
Ihm ist nichts passiert. 

Als Frida dieses Selbstbildnis malte, wurde sie von den Malern der italienischen Renaissance beeinflusst, und sie schrieb Alejandro:

"Ich hoffe, dass Du meinen kleinen Botticelli magst". 

Tatsächlich wurde sie vom italienischen Maler Bronzino inspiriert, der das Porträt von Eleonora von Toledo 1543 gemalt hat. 

Auf der Rückseite des Gemäldes in Deutsch steht: 
"Für Alex, Frida Kahlo, im Alter von 17, September 1926, Coyoacán - heute ist es immer noch". 

So sah Frida aus, als sie das Bild gemalt hat. 


 

Hier muß ich passen, wer auf diesen Bildern ist, weiß ich nicht mehr.  
Ich denke man kann die Bilder auch im Internet finden. 

 

Fridas Schrank, den sie in ihrem Schlafzimmer hatte und den sie als Puppenhaus benutzte. 

Auf dem Schrank zwei Uhren, die Frida in der Stadt Puebla anfertigen hat lassen. Auf der ersten steht geschrieben

"1939 September, die Stunden waren gebrochen", 
 

das ist die Zeit als Diego mir mitteilte, dass er die Scheidung wollte. Auf der zweiten Uhr steht: "8. Dezember 1940 um elf Uhr, San Francisco Kalifornien", das ist der Tag und die Uhrzeit, an dem Diego und ich wieder geheiratet haben. 

 

 

Auf dem oberen Foto Frida, man meint sie hätte eine Puppe im Arm, wenn man näher hinschaut, sieht man, dass es ein Gartenzwerg ist. 

Unteres Bild

Frida wurde mit einem offenen Rücken geboren (Spina bifida) und im Alter von sechs Jahren hatte sie Kinderlähmung. Das rechte Bein blieb kürzer und dünner und die Schulkameraden hänselten Frida immer, "Frida Holzbein". 

Das rechte Bein von Frida war immer beeinträchtigt und wurde ein Jahr vor ihrem Tode amputiert. 

Auf dem Bild Schwester Christina und ihre beste Freundin Isabel Campos. Frida versteckte ihr rechtes Bein immer hinter dem linken Bein. 

Mädchen aus guten Familien trugen zu dieser Zeit immer konservative Kleider, die von der europäischen Mode beeiflusst wurde. Fridas Mutter war trotz Revolution immer darauf bedacht, dass die Mädchen richtig gekleidet waren.  

 

 Frida und Diego wie sie es sah, als sie geheiratet hatten. Das Größenverhältnis stimmt. 

Sie hat sich so klein gemalt, dass man meinen könnte, sie hätte keinen festen Boden unter den Füßen. Gekleidet ist Frida mit einem traditionellen mexikanischen Kleid. 

Sie hat sich klein gemalt mit kleinen Füßen man meint Frida schwebt und Diego. Er ist das Gegenteil dazu, der große Maler, der fest auf dem Boden steht.  

Das Banner am oberen Ende des Bildes sagt: "Hier siehst du uns, mich, Frieda Kahlo, mit meinem geliebten Ehemann Diego Rivera. Ich habe dieses Porträt in der schönen Stadt San Francisco, Kalifornien, für unseren Freund Herrn Albert Bender gemalt, und es war im April des Jahres 1931".

Hier schreibt Frida immer noch ihren Namen in der deutschen Schreibweise "Frieda". 

Diego Rivera, von ihm sagte Fridas Vater, dass er aussieht, wie ein 

"dicker, fetter, fetter Brueghel". Die Mutter von Frida war gegen diese Heirat. Nicht nur weil Diego 21 Jahre älter war als Frida, nicht nur weil er Atheist und  Kommunist war, nicht nur, weil er schon zweimal geschieden war und bereits 3 Kinder aus früheren Beziehungen hatte, sondern auch, weil er ein berüchtigter Weiberheld war. 

Zum Verständnis muß man sagen Diego Rivera war ein großer mexikanischer Künstler.  

Kurz nach der Hochzeit mit Frida kehrte Diego wieder zurück zu seinem gewohnten Lebenswandel und hatte zahlreiche Affären. 

Reiche amerikanische Touristinnen hatten eine Liste von Dingen, die in Mexiko zu tun waren, wie z.B. die Maya-Pyramiden besuchen, Silberschmuck kaufen, mit Diego Rivera schlafen, Teotihuacan besuchen usw. 

Ich weiss tatsächlich nicht, was Frida an diesem ekelhaften, hässlichen und fetten Kerl gefunden hat und ihn noch gleich zweimal geheiratet hat. 
Aber vielleicht hatte er doch etwas, ein Mann muß ja bekanntlich nicht immer schön sein. 

Ich stelle mir - egal was eine Person auch ist - sie immer nackt vor und dann wirkt sie in meinen Augen gar nicht mehr so.  

Aber Frida hatte auch zahlreiche Affären, so ist das nicht. 



1929 heiratete sie Diego, sie trat in die Kommunistische Partei ein und hatte ihre erste Abtreibung.  Diego hatte 3 Kinder und wollte keine Kinder mehr. 
Später änderte sich das, aber da hatte Frida mehrere Fehlgeburten. 


Selbstporträt, mit kurzen Haaren, einer europäischen Bluse, vorgezogenen Schultern und der Blick von Fridas Augen zeigt, dass sie inzwischen weiß, wie ihr zukünftiges Leben mit Diego aussehen wird. Diego war nur sich selbst, treu, größer als das Leben, arbeitswütig. Frida wußte das allerdings schon vorher, aber das bereits in den ersten Monaten ihrer Ehe erleben zu müssen hat sie doch sehr verletzt.

Frida und Diego waren ein glamouröses Paar und wurden in der New Yorker High Society herumgereicht. Diego war der Star. Bei der Diego-Rivera-Sonderausstellung 1930 im MOMA trägt Frida ein elegantes europäisches Abendkleid und Spitzenhandschuhe. Sie fühlte sich mit dieser Kleidung nur fehl am Platz. Von diesem Tag an beschloß sie nur noch mexikanische Kleider zu tragen. Sie suchte nach ihrer eigenen Identität, doch sollte es noch 10 Jahre dauern, bis sie diese gefunden hatte. 


Gebrauchsgeschirr im Hause Kahlo


Frida war 154 cm groß. Die Kleidung, von Frida, die gezeigt wird, entspricht ihrer Größe. 


 

Ein abgrund hässlicher Mann ist dieser Diego und so fett. 

 

Frida Kahlo malt dieses Bild 1932, als sie gerade eine Fehlgeburt in Detroit erlitten hatte. Es markiert einen Wendepunkt in ihrem persönlichen und künstlerischen Leben. 

Sie setzt sich mit Mutterschaft, Abstammung und Identität auseinander. Dieses Gemälde ist eines der persönlichsten ihrer Karriere. Das Bild vermischt das Intime mit dem Sakralen und verstößt damit gegen die künstlerischen und religiösen Normen seiner Zeit.  

Das Bild zeigt eine Frau, die mit gespreizten Beinen in einem Bett liegt und Frida zur Welt bringt. Der Körper der Frau ist mit einem weißen Tuch bedeckt, so dass nur ihre Beine, ihr Unterleib und das Kind, das mit blutigem Kopf aus der Vagina heraustritt, zu sehen sind. An der Wand hängt ein Gemälde der schmerzensreichen Jungfrau, das die religiöse und tragische Dimension der Szene verstärkt. Ein kahler Raum, das Bett ist massiv, und es herrscht eine drückende Atmosphäre, die die physische und psychische Gewalt der dargestellten Erfahrung zeigt. 

Das Gemälde gehört heute dem Popstar Madonna, die darüber behauptet: 

"wer dieses Bild nicht mag, kann nicht mein Freund sein." 

Kurz nach der Ankunft von Leo Trotzki kamen sich Frida und er näher und sie begannen eine Liebesbeziehung. Sie dauerte über den Sommer 1937. 
Selbstbildnis gewidmet Leon Trotzky für seine Geburtstag am 7. November 1937.

Auf dem Bild hält Frida einen Zettel in der Hand:

 

"Für Leon Trotzky, mit all meiner Liebe, widme ich diese Malerei am 7. November 1937. Frida Kahlo in San Angel, Mexiko". 

Das Selbstporträt ist in warmen und weichen Formen gehalten. Trotzky bewahrte es in seinem Arbeitszimmer auf. Nachträglich erfuhr Diego von dieser Affäre und er war so wütend, dass Trotzki das Blaue Haus verlassen mußte. 

Trotzki verlor durch diesen Auszug den Schutz der Armee und wurde am 
21. August 1940 in seinem neuen Haus ermordet. 

Hier gibt es einen guten Film mit Alain Delon.

Das Mädchen und der Mörder von 1972 unter der Regie von Joseph Losey. Alain Delon spielt den Mörder Frank Jacson, Richard Burton als Trotzky und Romy Schneider dessen Sekretärin Gita Samuels.  

Ein unglaublich guter Film, den ich schon sehr oft gesehen habe.  


Kleidungsstück und im Hintergrund 
Die zwei Fridas

 

Die zwei Fridas
 
Das Gemälde zeigt die verschiedenen Persönlichkeiten von Frida. Auf der rechten Seite die Frida, die von Diego geliebt wurde, das ist sie, die mexikanische Frida mit einer blauen Tehuana Bluse.  Sie hält in der Hand ein kleines Bild von Diego im Alter von vier Jahren. Auf der linken Seite sieht man die europäische Frida in einem spitzenartigen weißen Brautkleid, so wie es ihre Mutter an ihrem Hochzeitstag trug. Das Herz der europäischen Frida ist gebrochen. Das der mexikanischen Frida ist kraftvoll und intakt. 
Von diesem Bild gibt es nochmals eine Replik, die im Frida Kahlo Museum in Coyoacán zu sehen ist. 
So gibt es von diesem Bild zwei Repliken, die eine in Mexiko und eine in Baden-Baden.  

Dieser Baumwollponcho von Frida ist fast vollständig mit Kreuzstich-Stickerei bedeckt. 


Der verwundete Tisch
(La Mesa Herida)
Es ist das größte Gemälde, das Frida je gemalt hat. 
Frida malte es unter Zeitdruck im Januar 1940 während der ersten Wochen der Scheidung von Diego. 
 Das Gemälde war für die Internationale Surrealisten-Ausstellung in der Galeria de Arte Mexicano in Mexiko-Stadt. 

Der verwundete Tisch wurde noch in den USA und Europa gezeigt. 
Auf dem Weg zu einer Ausstellung in Moskau verschwand das Bild 1955 
und es ist bis heute unbekannt, wo es verblieben ist. 
 
Frida ist auf diesem Bild von einigen Gestalten umgeben, die jeweils den Aspekt ihrer emotionalen Situation darstellen. 
Frida schaut den Betrachter direkt an und trägt ihr typisches Tehuana-Kleid. 
 
Der verwundete Tisch wird oft mit dem Letzten Abendmahl von Leonardo da Vinci verglichen, das war aber nicht die Absicht von Frida. 

Es ist ein beeindruckendes Gemälde,
aber die Beschreibung dazu kann ich hier nicht schreiben, es ist zu viel, aber sehr emotional. 

Jedenfalls kann man daraus lesen, dass Frida blutende Wunden hatte. 
Der Tisch blutet, wie Frida nach der Scheidung.  


 

Auch nach der zweiten Heirat mit Diego blieb er ein Frauenheld.
Hier kann ich sie absolut nicht verstehen. 

Sie tat so, als würde es ihr nichts ausmachen, aber sie malte ihn im "Selbstbildnis als Tehuana. Diegos Miniatur-Porträt auf ihrer Stirn zeigt ihre abhängige Liebe zu ihm. 

Frida trägt den traditionellen Theuana-Spitzenkopfschmuck, den Diego so mochte.  
Frida war eine Gefangene der Liebe zu Diego und konnte dem nicht entkommen. Ihre Worte!


Neben den Bildern, den Möbeln zeigt die Ausstellung immer wieder auch Kleider von Frida, das ist alles mit soviel Engagement und Liebe gemacht, dass man nur staunen kann. 
 

Ich und meine Papageien
 

 
 
Frida und Diego waren wieder verheiratet, dennoch führten sie ein getrenntes Leben. Sie malte gewöhnliche Dinge im Haus. Tiere, Blumen, Gegenstände und Papageien. 
Es sind aber keine gewöhlichen Haustiere, nein hier sind die Papageien zwei Liebespaare. 
Diego und Paulette Goddart, die Frau von Charlie Chaplin 
und
Frida und Nickolas Muray. 
 
Man kann raten, welcher Papagei Diego ist.  
Ich denke mal, der große kräftige auf Fridas rechter Schulter vom Betrachter aus gesehen. 


Nickolas Muray war ein amerikanischer Fotograf ungarischer Abstammung. 

Hier ein Bild von Frida mit Nickolas. Bewundernd sieht Nickolas Frida an. Sie schaut stolz in die Kamera und trägt eine Bluse mit sehr aufwändigen Stickereien. 

Diego und Frida teilten sich manchmal auch dieselbe Geliebte. 
Paulette Goddart zum Beispiel 
Emmy Lou Packard, eine amerkanische Wandmalerin
usw. 
Der letzte Liebhaber war Josep Bartoli.  
 







Übrigens in einer Ausstellung soviele Gemälde von Frida Kahlo zu sehen, ist fast unmöglich, dies ist nur mit Repliken hier in dieser Ausstellung möglich.
 
Selbstbildnis mit geschnittenem Haar.
 
Es war das erste Selbstbildnis nach der Scheidung von Diego.
Anstatt den weiblichen Kleidern, die sie bei Selbstbildnissen trägt, trägt sie hier einen Männeranzug. Es ist einer von Diego, er ist ihr zu groß.  
Sie hat ihre langen Haare, die Diego sehr geliebt hatte, abgeschnitten. Die Haarsträhnen liegen auf dem Fußboden verstreut. Man meint, dass sie ein eigenes Leben haben. 
 
Auf dem Bild steht ein Vers, der auf den Grund dieser Selbstverstümmelung hinweist. 
 
"Sieh, wenn ich dich liebte, war es für deine Haare, jetzt bist du kahl, ich liebe dich nicht mehr".
 
Doch dieses Mal hatte Frida ihre Haare nicht abgeschnitten. Sie hatte sie nur so gemalt. Sie lernte unabhängig zu leben und sie mochte auch ihre langen Haare.  
 
 

 
Frida hatte 30 Operationen hinter sich, ihr Lebensstil als Künstlerin und ihre emotionalen Schmerzen hatten ihren Tribut gefordert, der durch die vielen Operationen vernarbt und verwundet wurde. 
 
In den letzten zwei Jahren ihres Lebens war sie hauptsächlich an das Bett oder in den Rollstuhl gefesselt. Aber auch dort hat sie sich immer mit den besten Tehuana-Blusen gekleidet. Ein Jahr vor ihrem Tod wurde ihr der linke Unterschenkel amputiert. 
 
 
 
 Sie wollte immer wunderbar aussehen. 
Bevor Frida starb, ging sie zu ihrem letzten Stilleben-Gemälde, tauchte den Pinsel in die rote Farbe und schrieb ihren Namen und 
"Coyoacán 1954 Mexiko" auf eine Wassermelone des Gemäldes.
Dann schrieb sie in Großbuchstaben das Motto ihrer Kunst und ihres legendären Lebens:
 
VIVA LA VIDA

 (es lebe das Leben) 
 
Sie hat ihr Leben in vollen Zügen gelebt. Ein schönes gefährliches Leben. 
 


 
 
Frida starb am 13. Juli 1954 in ihrem Blauen Haus. 

Sie wurde eingeäschert. Die Asche wurde zuerst in einer Urne aus Ton aufbewahrt, welches die Form eines Frosches hatte. 
Es war eine Anspielung auf Diego den sie liebevoll "sapo" (Kröte) nannte. 

Als das Blaue Haus zu einem Museum wurde, lag die Urne auf dem Bett, bedeckt mit der Totenmaske von Frida und einem Rebozo (mexikanischer Schal). 

Aber man hatte Angst, dass die Urne zerbrechen würde und hat sie an einem geheimen Ort gebracht. Aber das ist ein Geheimnis, das ich mit Frida teilen möchte und wenn man das Blaue Haus besucht, kann man eine Nische sehen, in der die Urne eingemauert ist.  
 
Ich danke Frau Dr. Mariella C..Remund und Herrn Gehrke für dieses wundervolle Museum. 
Es lohnt sich wirklich, denn es gibt dort noch viel viel mehr  zu sehen und zu erfahren.   


Ich denke, das war es jetzt erst einmal. Ich habe noch viel mehr, aber das wird dann selbst mir zuviel. Es ist auch sehr zeitaufwändig zu berichten, aber nur so lerne ich etwas. Wem das nicht passt, der darf auf meinen Blog nicht kommen. 
Ich habe allerdings noch einige Bilder, die zeige ich als Tagesbilder bei Gelegenheit.  

 
Man sollte sich dieses Museum unbedingt einmal ansehen und dann auch Baden-Baden erkunden. Da gibt es soviel und vor allem auch das Frieder Burda Haus, in dem es wieder eine schöne Ausstellung gibt. 
Am besten man mietet sich in einem Hotel ein, oder fährt so wie ich ab und an mit dem Zug nach Baden-Baden. Mir macht es Spass. 
 
Baden-Baden hat eine schöne Burg und noch vieles mehr. 
Es lohnt sich und ich bin mit Sicherheit bald wieder dort. 
Es ist auch eine Musikstadt Hector Berlioz, Clara Schumann und 
Johannes Brahms und noch vieles mehr. 

Der Besuch dieser Stadt hat mir z.B. Johannes Brahms, dessen Musik ich immer etwas in den Hintergrund gestellt habe, näher gebracht.  
  
Wenn man mehr über Baden-Baden wissen möchte.  

HIER  
 
Den Film kann man bei Youtube ausleihen.
 
Viva la Vida
 

Die Bilder sind alle mit dem iphone 14 Pro gemacht. Ich versuche weiterhin dieses Smartphone zu benützen, es ist auch leichter, als immer die Camera mitzuschleppen. 
 
 


Quellen:
Frida Kahlo Museum Baden-Baden, Frau Dr. Mariella C..Remund
Hayden Herera, Frida Kahlo
Mexikanische Feste, die Fiestas der Frida Kahlo 


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