Seien Sie vorsichtig mit Gesundheitsbüchern – Sie können an einem Druckfehler sterben. *Mark Twain*

Die Begriffe vereinfachen, ist die erste Tat aller Diktatoren "Erich Maria Remarque*

Ich dachte immer, jeder Mensch ist gegen den Krieg, bis ich heraus fand, dass es welche gibt, die nicht hingehen müssen. *Erich Maria Remarque*
Demokratie, das ist die Kunst, sich an die Stelle des Volkes zu setzen und ihm feierlich in seinem Namen, aber zum Vorteil einiger guter Hirten, die Wolle abzuscheren. *Romain Rolland*
Ohne Grundsätze leben, oder in den Fesseln verderblicher Grundsätze durchs Leben rasseln, ist eine gleich erbärmliche Existenz.*Daniel Christian Schubart"

Man soll Frauen nichts erklären, man soll handeln. *Erich Maria Remarque*

Ein kommunistisches System erkennt man daran, dass es die Kriminellen verschont und den politischen Gegner kriminalisiert. *Alexander Solschenizyn*

Nicht das Beginnen wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten. *Siena*

Eine Jugendsünde ist, wenn man jung ist und es verpasst. *Erich Maria Remarque*

Die Glücklichen sind neugierig. *Friedrich Nietzsche*

Eva ruft Petrus wegen Frühlingswetter an 2. Teil

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 Den 1. Teil der Geschichte findet man HIER 

Die drei Tage waren wie ein Geschenk gewesen. Eva hatte jeden Moment genutzt, war morgens losgefahren, hatte mittags in der Sonne gepicknickt, abends den letzten goldroten Streifen am Himmel verfolgt. 


 

Doch am vierten Morgen hing der Himmel wieder voller Watte.

Eva trank ihren Kaffee, sah zum Fenster hinaus und lächelte. Kein Schimpfen heute. Sie schuldete Petrus schließlich etwas. 

Sie suchte in ihrer Tasche nach dem Handy - und dann zögerte sie. 

Sollte man ihn einfach so wieder belästigen? Der hat sicher Wichtigeres zu tun, als mein Privatwetter. 

Sie stellte die Tasse weg. Griff doch zum Telefon. 

Es klingelte Einmal. Zweimal. 

"Petrus?"

"Ach Eva-Maria", seine Stimme klang fast erfreut. "Schon wieder am Fenster?"

"Nein, nein", sagte sie schnell. "Ich wollte mich nur bedanken. Die drei Tage waren wunderbar. Ich bin jeden Tag geradelt, auch den Kastanienweg, wie sie gesagt haben."



Eine kleine Pause. Dann: "Das ist nett. Das sagen mir nicht viele". 

Eva hörte das Rascheln von Papier im Hintergrund. Vielleicht Wolkenkarten. Vielleicht Wetterberichte.

"Ich habe ein Foto gemacht", sagte sie. "Vom Kastanienweg. Mit den Knospen. Soll ich es ihnen schicken?"

"Ja." Kurz und fast ein bisschen verlegen . "Ja, das würde ich gerne sehen."

Sie schickte das Foto per Mail aber es kam keine Antwort. 
Als sie aber wieder zum Fenster sah, war die Wolkendecke ein bisschen dünner. Ein winziger Flecken Blau, direkt über dem Stadtpark. 

Eva lächelte. 

Am Abend klingelte das Telefon. Petrus stand auf dem Display. 

Sie nahm sofort ab. 

"Eva-Maria", sagte er. Kein Brummen diesmal. "Ich habe mir das Foto angesehen. Sie haben recht. Es wird Zeit".

"Wofür?"

"Für richtigen Frühling". Wieder dieses Rascheln, dann etwas fester:  Ab übermorgen lasse ich die Wolkendecke reißverschlussmäßig öffnen. Temperaturen steigend. Kirschblüte in einer Woche, hält bis Mai, wenn nichts dazwischenkommt. 

Eva stockte der Atem. "Und Mallorca?"

"Ach, die", sagte Petrus. "Die haben doch immer schönes Wetter. Sollen sie mal ein wenig Regen nehmen. "Tut denen gut."

Sie mußte lachen. 

"Und Eva-Maria?"

"Jaaa?"

Falls du wieder mal den Kastanienweg fahren solltest, ganz am Ende, da steht eine alte Linde. Sie blüht dieses Jahr besonders früh. Die kannst du dann von mir grüßen. 

"Mach ich", sagte Eva leise. "Versprochen" 


 

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Die linden Lüfte sind erwacht,
sie säuseln und wehen Tag und Nacht,
sie schaffen an allen Enden.
O frischer Duft, o neuer Klang!
Nun, armes Herze, sei nicht bang!
Nun muß sich alles, alles wenden.

Die Welt wird schöner mit jedem Tag,
man weiß nicht, was noch werden mag,
das Blühen will nicht enden.
Es blüht das fernste, tiefste Tal:
nun, armes Herz, vergiß der Qual!
Nun muß sich alles, alles wenden!

*Ludwig Uhland*