Seien Sie vorsichtig mit Gesundheitsbüchern – Sie können an einem Druckfehler sterben. *Mark Twain*

Als Dyonys aufhörte, ein Tyrann zu sein, Da ward er ein Schulmeisterlein. *Daniel Christian Schubart

Ein unbarmherziges Schicksal will es, daß die letzte Gruppe, die Ärmsten unter den Männern, auch noch von den am wenigsten attraktiven Frauen ausgebeutet wird. *Esther Villar*
Demokratie, das ist die Kunst, sich an die Stelle des Volkes zu setzen und ihm feierlich in seinem Namen, aber zum Vorteil einiger guter Hirten, die Wolle abzuscheren. *Romain Rolland*
Ohne Grundsätze leben, oder in den Fesseln verderblicher Grundsätze durchs Leben rasseln, ist eine gleich erbärmliche Existenz.*Daniel Christian Schubart"

Kein Mensch war ohne Grund in deinem Leben. Der eine war ein Geschenk. Der andere eine Lektion.

Ein kommunistisches System erkennt man daran, dass es die Kriminellen verschont und den politischen Gegner kriminalisiert. *Alexander Solschenizyn*

Nicht das Beginnen wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten. *Siena*

Für gewöhnlich handelt es sich bei Traumfrauen um eine optische Täuschung. *Peter Ustinov*

Die Glücklichen sind neugierig. *Friedrich Nietzsche*

Eva ruft Petrus wegen Frühlingswetter an, 1. Teil

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Eva lehnte die Stirn an das kalte Fenster. 

Draußen ein Gemisch aus Regen und Schnee, grau, nass, endlos. 
Sie seufzte.

"Schon wieder", schimpfte sie leise. "Wann wird es endlich Frühling?"

Die Tropfen zersprangen an der Scheibe, der Schnee schmolz, sobald er das triste Pflaster berührte. Nichts blieb. Eva schloss die Augen. 

Und dann fiel ihr Petrus ein. 

Sie hatte seine Nummer nicht eingespeichert - die hatte man ja nicht einfach so - aber sie wusste sie auswendig. 

Einmal hatte sie ihn vor zwei Jahren erwischt, als der April einfach nicht in die Gänge kam. Und dann nochmals im letzten Herbst, als der Nebel sich wochenlang nicht vertreiben ließ.

 Petrus war überraschend umgänglich, ein bisschen brummelig vielleicht, aber, wenn man höflich fragte, dann half er auch sehr gerne. 

Eva zückte ihr Handy. Die graue Welt draußen schien ihr zuzusehen. Sie drückte auf "Anruf". 

Es klingelte dreimal. 

"Ja, hallooo?" eine tiefe Stimme, etwas heiser.

"Petrus? Hier ist Eva. Eva-Maria. Wir haben schon mal telefoniert  - wegen des Aprils vor zwei Jahren?"

"Ach, Eva-Maria, du bist doch die mit dem Namen der Sündenmutter und der heiligen Jungfrau? Wieder mal unzufrieden mit der Aussicht?"

Eva lächelte. "Es regnet und schneit gleichzeitig. Ich will nur Fahrrad fahren. Ist das zuviel verlangt?" 

Petrus bummelte nachdenklich. 
"Fahrrad. Ja, das hatten wir doch beim letzten Mal auch. Willst du wieder die Runde durch den Stadtpark?" 

 "Jaaa, Genau die und ein bisschen mehr."

"Hmmm, ich hab grad hier ein stabiles Hoch in der Warteschleife. Eigentlich für Mallorca reserviert, aber die können auch noch eine Woche warten." 


Es raschelte. 

"Sagen wir: Ab morgen früh, sieben Uhr, blauer Himmel. Zehn Grad. Trocken. Drei Tage lang. Reicht das?"

Eva strahlte. "Das wäre soooo schön und wunderbar."

Gut, gut, dann machen wird das so. Und grüß mir den Kastanienweg, da bin ich früher auch gerne gelaufen."

Bevor Eva sich noch bedanken konnte, hatte Petrus aufgelegt. 

Eva sah wieder hinaus. Es regnete noch, der Schnee fiel noch - aber irgendwie war das Licht schon heller.

Am nächsten Morgen weckte sie gleißende Sonne. Der Himmel war makellos blau, die Pfützen spiegelten die Dächer, und als Eva auf das Rad stieg, war die Luft kühl, aber klar. 

Sie fuhr los. Durch den Stadtpark, den Kastanienweg entlang, die Zweige noch kahl, aber die Knospen prall. Der Fahrtwind zerrte an ihrer Jacke, und Eva lachte.

Endlich!!!!  

 Den 2. Teil gibt es am Freitag.

 

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Robert Schumanns „Frühlingssinfonie“ ist seine Sinfonie Nr. 1 in B-Dur, op 38. 
 Sie wurde 1841 komponiert und entstand in einem Schaffensrausch innerhalb von nur vier Tagen, angeregt durch ein Gedicht von Adolph Böttger (schade, dass er in der Versenkung verschwunden ist) sowie die glückliche Ehe mit Clara Wieck. Sie gilt als sein sinfonischer Durchbruch.
 
 
Frühlingsgedicht
 
Du Geist der Wolke, trüb und schwer
Fliegst drohend über Land und Meer,
Dein grauer Schleier deckt im Nu
Des Himmels klares Auge zu,
Dein Nebel wallt herauf von fern
Und Nacht verhüllt der Liebe Stern:
Du Geist der Wolke, trüb und feucht,
Was hast Du all mein Glück verscheucht,
Was rufst Du Tränen ins Gesicht
Und Schatten in der Seele Licht?
O wende, wende Deinen Lauf ­
Im Tale blüht der Frühling auf!
 
 
Adolf Böttger
 
 
Sie ist wunderschön - ich habe sie heute im Zug gehört - und sie hat mich zu dieser Geschichte inspiriert. 

Ich beschäftige mich gerade mit den Romantikern. 
Die habe ich seither kaum beachtet. 
 Leider! 
 

 
 
 


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