Maria Lichtmess und eine leckere Kirschtorte
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Heute ist der 2. Februar und ab heute werden die Tage spürbar länger, das ist oftmals um eine ganze Stunde im Vergleich zur Wintersonnwende.
Eine Bauernregel besagt:
Ist's zu Lichtmess mild und rein, wird's ein langer Winter sein. Wenn es aber stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit“
Nein, ich will nicht, dass es heute stürmt und schneit.'
Ich setze mich heute auf mein feines und schönes Rad, das mir soviel Spass macht,
was es alles hat und kann, erfasse ich erst so nach und nach.
Der 2. Februar ist traditionell das Ende der Weihnachtszeit und gilt als Wendepunkt, an dem das Licht zunimmt und die Abenddämmerung später einsetzt, was auch den Beginn der Frühlingsboten anzeigt.
Nachtrag: 8:19 Uhr
Ich glaube der Frühling ist nicht mehr weit, es schneit.
Grrrrrr!
Doch der Begriff Lichtmess kommt nicht vom längeren Tageslicht.
Am Lichtmesstag werden Kerzen gesegnet. "Candlemas" heisst das Fest auf Englisch und auf Französisch "Chandeleur". Dieser Brauch geht auf eine Lichterprozession zurück, die schon zu der Römerzeit stattgefunen hat.
Lichtmess heißt auch Darstellung des Herrn. Aus dem Lukasevangelium wird vorgetragen, dass Maria erst 40 Tage nach dessen Geburt Jesus in den Tempel bringt.
Das entspricht einer Bestimmung aus dem Alten Testament. Seit dem Auszug aus Ägypten unter Moses gehört der erstgeborene Sohn Gott. Die Eltern müssen ihr Kind deshalb in den Tempel bringen und Gott vorstellen und ihn gleichzeitig gegen eine Opfergabe auslösen.
Genau das macht Maria und hier im Tempel trifft sie auf den greisen Simeon und die Prophetin Hanna, die über ihr Kind aussagen, dass es der lang erwartete Retter sei.
Diese Gelegenheit nützt Maria, um auch ein Reinigungsopfer darzubringen, das eine Frau 40 Tage nach der Geburt eines Buben vorgeschrieben war.
Dazu bringt sie zwei Tauben mit in den Tempel.
Maria spielt in dieser Erzählung eine wichtige Rolle und das Fest ist deshalb nach ihr benannt.
Maria Lichtmess. Hier wird daran erinnert, dass Jesus Christus als Jude zum Volk Israels gehört, aus dem der Messias, der Retter kommt.
Dieser ist, wie Simeon im Tempel verkündet, "ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für Gottes Volk Israel" (LK 2,32).
Es ist der Gedanke, dass mit Jesus das Licht zur Erleuchtung der Welt kommt und somit die Verbindung zur Lichtsymbolik und zur Kerzenweihe am Fest Mara Lichtmess.
Ich erinnere mich gerne an das Bild in der Kilianskirche in Heilbronn, das vorne am Altar in einer Nische hängt und das mich schon als Kind, als ich mit der Oma die Kilianskirche besucht habe, immer wieder beeindruckt.
Hier begegnet der blinde Simeon zum ersten Male dem Jesuskind.
Beschrieben habe ich das einmal in einem Post
https://schwabenfrau.blogspot.com/2023/12/heilbronn-3-teil.html
"Eine Israelitin galt nach der Geburt eines Kindes eine gewisse Zeit als rituell unrein. Am Ende ihrer Reinigungszeit musste sie ein Brandopfer darbringen. So wurden alle daran erinnert, dass durch die Geburt unvollkommenes, sündiges Leben weitergegeben worden war. Jesus war allerdings vollkommen und heilig (Lukas 1:35). Dennoch hielten sich Maria und Joseph an das Gesetz und brachten Jesus zum Tempel, als die Zeit des Reinigungsopfers gekommen war (Lukas 2:22).
Auf dem Tempelgelände kommt ein alter Mann zu Maria und Josef.
Sein Name ist Simeon, er wußte von Jehova, dass er nicht sterben würde, bevor er den verheißenen Messias gesehen hat.
An diesem Tag wird Simeon vom Heiligen Geist zum Tempel geführt, wo er auf Maria und Josef mit Jesus trifft.
Simeon nimmt Jesus in den Arm und dankt Gott
„Jetzt, Souveräner Herr, entlässt du deinen Sklaven in Frieden, entsprechend deiner Erklärung. Denn meine Augen haben das Mittel zur Rettung gesehen, für das du gesorgt hast, damit es für alle Völker sichtbar ist: ein Licht, um den Schleier von den Völkern wegzunehmen, und Herrlichkeit für dein Volk Israel“ (Lukas 2:29-32)
Er segnet Maria und Josef und sagt zu Maria
ihr Sohn sei „dazu bestimmt, in Israel viele fallen und wieder aufstehen zu lassen“. Außerdem werde Kummer sie wie ein langes Schwert durchbohren (Lukas 2:34).
Es kommt noch Jemand in den Tempel. Es ist Anna, eine 84jährige Prophetin, die im Tempel nie fehlt. Sie dankt Gott und erzählt allen, die ihr zuhören wollen von Jesus."
Komisch bei dem einen heisst die Prophetin Hanna und bei dem anderen Anna, wobei es sich sicherlich um dieselbe Prophetin handelt.
Ich hatte heute eine ehemalige Schulfreundin zu Besuch, mit der ich auch bei Gelegenheit eine Radtour machen möchte. Wann, das wissen wir noch nicht, da sie ihr Pedelec noch nicht lange hat und auch etwas Probleme damit hat.
Bevor ich dann mit ihr eine größere Tour machen, muß ich schon wissen, "was sie mit dem Pedelec so drauf hat."
Also habe ich wieder mal meine berühmt berüchtigte Kirschtorte serviert.
Sie schmeckt wunderbar und ist wirklich eine Augenweide.
Wie gehts es:
Für den Teig
4 Eier
120 g Zucker
100 g Mehl
30 g Backkakao
1/2 Teelöffel Backpulver
Für die Füllung:
600 g Sahne
2 Pck Sahnesteif
2 Pck Vanillezucker
150 g Zartbitter Sokoraspeln
1 Glas Sauerkirschen
Für die Glasur und die Dekoration
350 ml Kirschsaft aus dem Glas
2 Pck roten Tortenguss
3 EL Zucker
100 g Zartbitter Schokoraspeln
Zubereitung:
Eine Springform am Boden mit Backpapier auslegen.
Ringsherum auch am Rand mit Butter einfetten.
Den Backofen auf 200 Grad Ober- und Unterhitze einfetten.
Eier trennen. Eiweiß steif schlagen. Dabei 120 g Zucker nach und nach zugeben und aufschlagen bis ein schöner glänzender Eischnee entsteht. Dann das Eigelb mit einem Löffel oder einem Teigschaber unterheben.
Mehl, Backpulver und den Kakao sieben und nach und nach unter die Eimasse heben.
Den Teig in die Kuchenform geben und im Backofen ca. 30 Minuten je nach Ofen backen. Eventuell die Stäbchenprobe machen.
Wenn der Kuchen gebacken ist, ihn gut auskühlen lassen und einmal durchschneiden und einen Tortenring um den Kuchen spannen.
Für die Creme die Sahne mit Sahnesteif und dem Vanillezucker steif schlagen. Dann die Schokoraspeln unter die Sahne mischen.
Die Kirschen aus dem Glas nehmen und abgießen und den Kirschaft zurückbehalten.
Die Creme ca. 1/4 auf den Kuchenboden geben und verstreichen, dann die Kirschen drauf verteilen. Zwei Drittel der Creme dann über den Kirschen verteilen.
Den Deckel drauf setzen und den Rest der Creme verteilen.
Die Torte kalt stellen, ca. 2 Stunden.
Kirschsaft, Tortenguss und Zucker vermengen und kurz aufkochen lassen, umrühren nicht vergessen. Die Mischung etwas abkühlen lassen und auf den Kuchen geben und verteilen.
Nicht zu lange mit der Mischung warten, sonst wird sie zu fest und dann geht das Verteilen nicht mehr.
Den Kuchen nochmals kalt stellen.
Den Tortenring entfernen und ringsrum nochmals am Rand mit den Schokoraspeln verzieren.
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Im Moment sieht es noch etwas duster aus, aber ab 10.00 Uhr soll die Sonne herauskommen. Ich bin mal gespannt, aber es sieht im Moment fürs Radeln nicht gut aus.
Neee das wird nix, es schneit. Grrrrr!!!
Na, dann wird eben geputzt, Bad und WC sind eh dran.
Ich putze übrigens gerne, bin eben eine schwäbische Hausfrau.















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