Headerbild: Gelbe Felder bei Mundelsheim
Viel zuviel Wert auf die Meinung anderer zu legen ist ein allgemein herrschender Irrwahn. *Arthur Schopenhauer*
Der Vorteil der Klugheit besteht darin, dass man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger. *Kurt Tucholsky*

Man soll Frauen nichts erklären, man soll handeln. *Erich Maria Remarque*

Ein kommunistisches System erkennt man daran, dass es die Kriminellen verschont und den politischen Gegner kriminalisiert. *Alexander Solschenizyn*

Lieber aus ganzem Holz eine Feindschaft, als eine geleimte Freundschaft! *Friedrich Nietzsche*

Dumme Frauen werden mit gescheiten Männern fertig, aber es bedarf einer klugen Frau, um einen Dummkopf zu lenken. *Rudyard Kipling*

Die Glücklichen sind neugierig. *Friedrich Nietzsche*

St. Martin in Flehingen

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Ich bin am Donnerstag letzter Woche eine ordentliche Tour geradelt. Dass sie so lang werden wird, habe ich nicht gedacht, aber ich habe soviele Umleitungen fahren müssen, dass über 100 Kilometer dabei herausgekommen sind. 

Klar hätte ich von bestimmten Bahnhöfen mit dem Zug nach Hause fahren können, aber das wollte ich nicht, denn ich teste ja immer noch mein Rad und eigentlich müßte ich mit dem Strom nicht mehr sparen, mach ich aber dennoch und ich habe wieder 50 % mit nach Hause gebracht. 

Bei über 100 Kilometer und einigen Höhenmetern schon ordentlich. Das  Rad mit diesem Motor ist auch klasse. 
Ich habe es gestern gemerkt, diese Tour steckt mir immer noch in den Knochen.

Nun ja, auch das Alter geht an mir nicht spurlos vorbei. Finde mal Jemand, außer unserer Radgruppe, der im Alter von 76 Jahren noch soviel radelt. 

Aber ich hoffe am Dienstag wieder auf Tour gehen zu können. Für mich ist es immer wieder interessant, was es alles in unserem Ländle zu sehen gibt. 
Aber die Tour war schon sehr gut und das Beste kommt dann noch.

Die Tour zeige ich morgen, aber da ich soviel fotografiert habe und es schon einiges zu sehen gab, zeige ich heute die Kirche St. Martin in Flehingen. 
Es wird dennoch sehr viel und auch viele Bilder sind zu sehen. 

Ich war vor Jahren schon mal dort, denn Flehingen liegt auf dem Kraichradweg, davon aber morgen. 

Jetzt möchte ich aber diese Kirche zeigen, die zwar nicht geschlossen war, da habe ich mich schon gefreut, zu früh - aber mit einem Eisentor gesichert, nicht zugänglich. 

Dennoch hat mir die Kirche sehr gut gefallen, vor allem da hier auch der Jugendstil zum Tragen kommt. 

Beeindruckt hat mich die Deckenmalerei und auch die Inschrift:

Schütze unser Vaterland.  
Ja, aber ich glaube es ist schon zu spät. 

 








St. Martin ist eine römisch-katholische Kirche, die von 1911 bis 1913  im neoromanischen Stil
errichtet wurde und unter Denkmalschutz steht. 

Graf Wolff von Metternich erklärte die Kirche zur Simultankirche  
also für beide Konfessionen. 

Gefallen hat mir auch diese Osterkrone oder auch Osterglocke vor der Kirche. 

Der Brauch der Osterkrone oder Osterglocke stammt ursprünglich aus der Fränkischen Schweiz, wird aber seit vielen Jahren auch bei uns gelebt. Oft werden auch Brunnen mit bunten Eiern und Girlanden geschmückt. Der Brauch stammt aus einer Zeit, als öffentliche Brunnen noch eine große Bedeutung im Alltag hatten. Es heißt, dass das Wasser, das an Ostern geschöpft wird, eine besonders hohe Heil- und Segenskraft besitzt.  


St. Martin und sein Baukomplex setzt einen monumentaler Akzent im Ortsbild Flehingens. Die Anlage bildet ein hervorragend überliefertes Zeugnis der Reform- und Jugendstilarchitektur. 

 St. Martin ist ein sehr wichtiges Werk im Schaffen des Architekten Johannes Schroth (1859-1923), der sich seit 1905 dem Jugendstil bzw. der Reformarchitektur zuwandte. 

Das Innere von St. Martin überrascht durch eine großartige weite Halle von drei Schiffen, die mit dem Kuppelgewölbe des Langhauses Vorbilder des badischen Kirchenbaus um die Mitte des 19. Jahrhunderts aufgreift und sich durch die reiche Ausmalung von Franz Schilling (1879-1964) sowie durch Altäre bzw. Skulpturen von dem bedeutenden Bildhauer Emil Sutor (1888-1974) auszeichnet.  
Wer hätte gedacht, dass von ihm das weltberühmte Bambi-Reh ist. 


Ich kannte Emil Sutor von der Frankfurter Frauensfriedenskirche, aber das Fenster werde ich mir sicherlich am Donnerstag nochmals ansehen und er war auch Mitglied in der NSDAP, wie viele Politiker, die in einer Partei Karriere gemacht haben, auch. 





Es gibt hier auch das Kaiserliche Postamt. 
Das wollte ich ja auch sehen, weil ich ein Stück des Kaiserlichen Postweges geradelt bin. 

Das Kaiserliche Postamt ist ein Amts- und Wohnhaus mit Garten und Resten einer historischen Einfriedung. Es ist ein zweigeschossiger Massivbau mit hohem Kellersockel, Fachwerkkniestock und Zwerchhaus. Satteldach mit einseitigem Halbwalm, Sockel und Erdgeschoß mit teils bossierten Sandsteinquadern verkleidet. Das Obergeschoß verputzt mit Eckquaderung, hier Vorhangbogenfenster, traufseitig Waffel mit Reichsadler, im Nordgiebel Bildfelder, giebelseitige Erschließung, bauzeitliches Türblatt.

Wer gerade in diesem Sektor mal gearbeitet hat, findet das interessant.  

Das im Auftrag des Posthalters Pfleger errichtete kaiserliche Postamt ist ein Beispiel für die Architektur des späten Historismus, wobei u.a. das Türblatt zeitgenossische Jugendstilmotive zeigt. 
Der Fachwerkkniestock unterstreicht den ländlichen Charakter des Bauwerkes. Die Stilformen sind im weitesten Sinne altdeutsch, d.h. bedienen sich in zeittypischer Weise an Motiven der deutschen Spätgotik und Frührenaissance. Ein Wappen an der Traufseite verweist auf die Funktion als Postamt, in dessen Obergeschoß der Posthalter auch seine Wohnung hatte. 

Deshalb umfasst das Anwesen auch einen eigenen Garten. Das Gebäude ist Zeugnis der Post- und Ortsgeschichte. 

Der Architekt war G. Betzll. 

  

Quelle: Ortsgeschichte Flehingen

 Wir hatten heute Spargel, das war lecker, das Rezept kommt am Dienstag. Ist halt Arbeit, ich mache das aber sehr gerne.  

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