Gottes schönste Gabe ist und bleibt der Schwabe
Denn es ist nicht genug, einen guten Kopf zu haben; die Hauptsache ist, ihn richtig anzuwenden. *René Descartes*

Tour nach Heilbronn, Jüdische Friedhöfe, Botanischer Obstbotanischen Garten und Ziegeleipark

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Nach langer Zeit wollte ich mal wieder in den Obstbotanischen Garten in Heilbronn. 

Ich war schon zweimal dort, mir hats immer gute gefallen, doch dieses Mal war ich etwas enttäuscht. 

Irgendwie wirkte dieses Mal der Garten etwas ungepflegt, ich kann mich auch täuschen, weil die Obstbäume schon verblüht waren. 

Was immer wieder schön ist, sind die alten Gartenhäuschen und die Obstbäume, wenn sie blühen, das habe ich dieses Mal versäumt. 

Geradelt bin ich wie immer durch das Schozach- Bottwartal, das ist schöner, als der komische Neckartalradweg, zudem ist der ja immer noch zwischen Talheim und Lauffen gesperrt. 

Berichtet habe ich über den Obstbotanischen Garten 

HIER und HIER  

Dort sind auch die vielen Gartenhäuschen beschrieben, die sehr nett anzusehen sind. 

Unterwegs kam ich dann wieder am Jüdischen Friedhof 
Heilbronn-Sontheim vorbei, der eine interessante Geschichte hat. 

Auch davon  habe ich schon berichtet und vor allem, was es mit den Zeichen auf den Grabsteinen zu tun hat. 

HIER, das ist interessant, zu sehen, was die Zeichen auf den Grabsteinen so bedeuten.  

Vor 1842 wurden die Toten der jüdischen Gemeinde Sontheim auf dem jüdischen Friedhof Affaltrach beigesetzt. Von 1841 bis 1844 wurde dann der Sontheimer Friedhof als Gemeinschaftsfriedhof für die Jüdischen Gemeinden Sontheim, Talheim und Horkheim im Gewann Schozach angelegt.  

Auch den jüdischen Friedhof in Affaltrach habe ich schon mit dem Rad besucht, auch HIER lohnt sich ein Klick.  

 Ich habe dieses Mal, als ich hier am Jüdischen Friedhof vorbeigeradelt bin, nur einen kleinen Blick hineingeworfen. Vor dem Friedhof steht eine kleine Bank und hier - das ist mir schon einige Male aufgefallen - hat jemand seinen Müll hinterlassen. Ich sehe sowas nicht zum ersten Mal. 

Ich finde jüdische Friedhöfe, von den ich schon einige besucht habe, immer sehr interessant, vor allem, wenn man die Zeichen auch deuten kann. Da habe ich mal eine Führung mitgemacht. 

Zwischen  Marbach und Heilbronn fuhr ja einst die Bottwartalbahn und das damalige Bahnhöfle ist heute eine nette Gartenwirtschaft. 


 

 Auch davon habe ich schon so oft berichtet
HIER 

 Der Himmel war so schön und ja doch, ich fühlte mich beobachtet, der Große Bruder war allgegenwärtig. 

Jüdischer Friedhof Sontheim 
  




Die Leute sind nicht fähig ihren Abfall bzw. die Hundescheisse im Plastiksack mit nach Hause zu nehmen. Das Zeug werfen sie in den Papierkorb und man ahnen, wie das stinkt, wenn die Sonne drauf scheint. 
Ich verstehe das von den Hundebesitzern nicht. 


 Über Horkheim gehts dann weiter in Richtung Obstbotanischer Garten. 

Der Botanische Garten ist schon etwas Besonderes. 


 

Immer wieder begeistern mich die hübschen Gartenhäuschen und vor allem der Tempel, beschrieben habe ich sie oben im Link. 










 


Man entdeckt immer wieder auch neue Pflanzen. 
Das ist die falsche Alraunwurzel.










Im Gegensatz zu Bartnelken haben Barbatas, Bartlilien, doch einen Bart. 




Fakellilie, ich sage immer Raketenblumen. 





An diesem Gartenhäuschen gibt es sogar eine Befördungsmöglichkeit. 






Sodele, dieser Garten befindet sich im Breitenloch und die danebenliegende Straße nach oben führt auf dem Wartberg auf dem ich auch schon herumgeradelt bin. 
Wo war ich denn nur noch nicht?
 
Gut, daneben befindet sich auch der jüdische Friedhof Heilbronn, der immer geschlossen ist. Man kann den Schlüssel aber bei der Stadt Heilbronn abholen. 
Ja, an diesem Sonntag versammelten sich viele Menschen um das Eingangstor und ich habe den Leiter dieser Führung gefragt, ob ich nicht ein paar Aufnahmen machen darf. 
Er lud mich auch ein, die Führung mitzumachen, aber ich mußte ja wieder nach Hause radeln und einiges noch mitnehmen. 
Fand ich aber sehr nett von ihm. Aber ich habe ein paar Grabsteine fotografiert. 
Ein sehr schöner und auch sehenswerter jüdischer Friedhof. 
 
 




Hier hat sich der Guide schon mal eine Zeichnung der ehemaligen Synagoge in Heilbronn zurechtgelegt, die in der Reichskristallnacht zerstört wurde. 
Heute ist an der Stelle, an der die Synagoge stand, eine Skulptur von Bettina Bürkle aufgestellt. Diese Skulptur soll die heruntergefallene Kuppel einer Synagoge symbolisieren.
 
Berichtet habe ich HIER  






 Nachdem ich dies alles gesehen und verarbeitet hatte, bin ich in Richtung Stadt geradelt, denn ich wollte über Nordheim nach Hause radeln. 
 
In Heilbronn am Hafenmarktturm steht u.a. diese Skulptur, an der ich schon öfters vorbeigeradelt bin. 
 





 

Hier in der Stadt herrschte Hochbetrieb, die Straßencafes waren gut besetzt und ich konnte den Turm nicht richtig fotografieren. Aber ich bin ja immer wieder mal in Heilbronn. 

Die hier gezeigte Skulptur stellt das Ehrenmahl für die an der Trümmerräumung beteiligten Frauen und Männer. Die Bronzefiguren wurden von der Bildhauerin Bettina Grzimmek geschaffen. 

Der Hafenmarktturm ist ein beeindruckendes Zeugnis des ehemaligen Franziskanerklosters.
Die gotische Franziskanerkirche, 1314 geweiht, fiel 1688 den fliehenden französischen Truppen zum Opfer.
Dank der großzügigen Spenden der Heilbronner Bürger wurde der Turm zwischen 1698 und 1727 wieder aufgebaut und erinnert heute an die bewegte Geschichte der Stadt.

Täglich um 10:55 Uhr und 19:20 Uhr erklingen vom Turm fünf verschiedene Volksweisen, intoniert von einem Glockenspiel.

Sein Name stammt vom einstigen Töpfermarkt ab, der hier vom Mittelalter bis zum Zweiten Weltkrieg stattfand.

Denn im Schwäbischen bedeutet “Hafen” nichts anderes als “Topf”. 

An Hafe isch z.B. au an Nachttopf, an Nachthafa oder au an Milchhafa, 
Kochhafa, och schwäbisch isch oifach scheee
ond soooo treffend, manchmal schwer zu übersetzen. 
 
Heilbronn wurde ja im 2. Weltkrieg bis völlig zerstört. Da stand kein Stein mehr auf dem anderen. 

Meine Schwester erzählt mir immer wieder, wie man von Cleversulzbach aus sah, wie Heilbronn brannte. 
Der Himmel war blutrot. 

Die Oma sagte damals, als die ersten Christbäume gefallen sind.

"Jetzt gehts auf Heilbronn na!"
Das war am 4. Dezember 1944.
 
Was sind Christbäume? 

HIER  
 

HIER habe ich davon berichtet.  

Auch Heilbronn, Stuttgart, Darmstadt und viele andere Städte waren schön und viele Menschen sind gestorben. Ich werde immer ein wenig traurig, wenn man immer "nur" Dresden anführt.  

Meine Schwester kann sich so gut daran erinnern. Sie war damals 9 Jahre alt. 
Sie kann sich an vieles aus dieser Zeit erinnern. 
Gut war aber auch, dass die Menschen in Cleverich und in den anderen Dörfern zusammengehalten haben. Das haben die aber auch meinem Opa zu verdanken, den ich nie kennengelernt habe. 
 
Allerdings - so meine Schwester - mochte der Opa keine Kinder und schon gar nicht die, seiner Tochter, die mochte er auch nicht. 
 
Man muß sich nicht wundern, warum Menschen so werden, wie sie werden. Das hat vieles mit der Kindheit zu tun. 
 
Nun aber geht es weiter. 
 
Ich hatte die Tour über das ehemalige Gartenschaugelände geplant und bin dort auch geradelt, es war ordentlich besucht und bei einem Bäcker habe ich dann einen Kaffee getrunken und eine Erdbeerschnitte verschnabuliert. 
 
Der Neckarbogen und das habe ich auch zum ersten Mal gesehen, ohhh Schreck. 
Aber man entdeckt selbst in Heilbronn immer etwas, was man noch nicht wahrgenommen hat. Diese Fähre. 
 
Der Neckarbogen ist ein zentrales städtebauliches Projekt, das im Rahmen der Bundesgartenschau 2019 initiiert wurde. 
 
 

Bei dieser Fähre auf dem Bundesgartenschaugelände 2019 in Heilbronn handelt es sich um die ehemalige Haßmersheimer Fähre, die als schwimmende Veranstaltungsbühne, bekannt als "Fährlebühne" diente. 

Die Fähre war jahrzehntelang im Einsatz, um den Neckar bei Haßmersheim zu üerqueren und wurde 2014 außer Dienst gestellt. 

Auf der Bundesgartenschau 2019 wurde sie auf dem Altneckar hier, als schwimmende Plattform für kulturelle Veranstaltungen, Lesungen und Konzerte genutzt.  

 



 Der Ziegeleipark in Heilbronn lag auch noch auf meiner Route. 
Ich hatte ihn schon einmal besucht, vor Jahren und fand in damals recht schön, weil es auch hier einiges zu sehen gibt. 
 
 
Ein paar Nilgänse waren hier zu Gast und ich bin dann über den Ziegeleipark und Nordheim nach Lauffen am Neckar geradelt. 
Mir ist aber auch aufgefallen, da wo Nilgänse sind, gibt es keine anderen Wassertiere mehr. 
 
Wieder einmal haben die Leute den Abfall einfach liegen gelassen.  
 






Immer, wenn ich über Nordheim nach Hause radele, komme ich in Lauffen am Neckar vorbei. 
Dabei passiere ich auch das Hölderlinhaus und den Klosterhof, den ich auch immer besuche.
Das Hölderlinhaus habe ich vor Jahren schon mal besucht, da habe ich aber noch nicht gebloggt. Dazu werde ich sicherlich auch noch einen Bericht schreiben.  
 
Dort stehen auch diese beiden mächtigen Blutbuchen, von den ich immer wieder begeistert. Der Eingang zum Klosterhof ist immer mit vielen Rosenbüschen versehen. Schön sieht das aus. 
Wer in Lauffen zu Besuch ist, sollte sich das Hölderlinhaus ansehen.
 








 
 
Ich habe es schon oft geschrieben, Friedrich Hölderlin gehört neben Eduard Mörike zu meinen Lieblingen. 

Auch interessant, fast daneben die Skulptur
Hölderlin im Kreisverkehr von Peter Lenk. 
  
 

Zusammenfassung
Tour am 3. Mai 2026
82 Kilometer
1.176 Höhenmeter
586 Climb
590 Downhill
4,5 Stunden Fahrzeit
Aktivitätskalorien 1.551 KCAL
Wetter: 18 Grad, bedeckt
55 % Luftfeuchtigkeit
Luftqualität 2

Co2 Einsparung = 13,2 kg

Jaaa, meine Flow-App ist genial, die kann fast alles messen. 

 


Schade, dass das Wetter so umgeschlagen ist. Aber ich werde wohl am Wochenende wieder auf Tour gehen. 

Nächste Woche ist hier einiges geplant u.a. mein Rad muß in die Inspektion und ich bin nun froh, dass ich die Wertgarantie habe, damit bin ich hochzufrieden. Es lohnt sich, zumindest bei mir. 
 

Ich wünsche meinen Lesern einen schönen Tag. Heute kommt meine neue Kühl- und Gefrierkombination und heute mittag muß ich zum Orthopäden, zwecks meiner Bandscheibenvorfälle. 
Ich werde es überleben. 

 

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