Mich zu hassen, macht dich auch nicht hübscher, Schätzchen.
Opportunisten sind Spezialisten im Umgang mit wechselnden Windrichtungen. *Thom Renzie*
Opportunist = Ein Jenachdemer. *Wilhelm Busch*
Opportunisten sind Leute, die schon heute die Windrichtung von übermorgen kennen. *Sir Alec Guinness*
Halbdackel ist im Schwäbischen komischerweise die Steigerung von Dackel. *Rolf-Bernhard Essig*
Wenn jemand ein Dackel ist, dann ist der nicht besonders geschickt und eher ein bisschen dümmlich. Aber ein Halbdackel ist ein echter Blödmann! *Rolf-Bernhard Essig*
Wer die Grünen wählt, der wird sich später mal bitterste Vorwürfe machen. *Helmut Schmidt*
Danser sur un vulcan *Lateinische Redewendung*

Ein Amerikaner in Paris von George Gershwin (1898-1937)


 Ich wollte ursprünglich heute in meinem Musikpost einen französischen Komponisten vorstellen, habe ich dann aber doch für George Gershwin entschlossen. 

Das kam so, ich habe mit meiner Schwester heute über eine Ausstellung diskutiert, die ich im Herbst/Winter besuchen werde und da kam dann die Sprache auf den Amerikaner in Paris. 

Welche Ausstellung das ist, das wird dann ein neuer Post.

Ich war heute nochmals im Breuningerland, weil ich vergessen habe, heute in der Früh in die Apotheke zu gehen und mein Schilddrüsenpräparat zu holen. 

Sowas, wie heute habe ich im Breuningerland in Ludwigsburg noch nie erlebt.
Kein Parkplatz war frei, die Fahrer in den Autos suchten und suchten, das ist gut für das Klima, wenn man hier immer wieder im Kreis herumfährt. Ich hatte Glück und bekam sofort einen Parkplatz, sonst wäre ich wieder nach Hause gefahren ohne Tabletten halt, aber das wäre auch nicht soo schlimm. 

Ja, das Breuningerland ist klimatisiert und da wurde heute ein großer Umsatz gemacht. Kein Platz in den Cafes war mehr frei. Unglaublich, ich habe aber dennoch - habe ja nur einen Platz gebraucht - einen Platz bekommen und der Eiscafe war mir sicher. Aber ich war froh, hier wieder rauszukommen. Im Auto hatte ich dann 42 Grad, bin ich froh, dass ich einen Tiefgaragenplatz habe. Das gibt es nur 28 Grad. 
Die Leute haben Kühlung gesucht. 
Aber soviele Menschen, das war schon heftig. 




Nun beginnen wir aber mit dem Amerikaner in Paris.

Über die Komposition "Ein Amerikaner in Paris" sagte Gershwin einmal:

"Mein Vorhaben war es, die Eindrücke eines amerikanischen Besuchers in Paris wiederzugeben, während er durch die Stadt bummelt, der verschiedenen Stadtgeräuschen lauscht und die französische Atmosphäre in sich aufnimmt. 

George Gershwin mochte es, Klavier zu spielen. Viele Stunden verbrachte er am Klavier, komponierend und auch improvisierend  Daneben spielte er gerne seine letzten Kompositionen in Arrangements für Klaviere, wobei unter anderem Oscar Levant oder Kay Swift seine Partner waren. 

Alle seine Konzert-Kompositionen wurden in Arrangements für zwei Klaviere veröffentlicht.


 


Zur Geschichte dieser Komposition.

Während des zweiten Paris-Besuches im Jahr 1926 kam George Gershwin erstmals auf die Idee, ein reines Orchesterwerk, ohne das sonst übliche Solo-Klavier zu schreiben. Er wohnte im Heim der Freunde Mabel und Robert Schirmer, und hier komponierte er das vertraute Einleitungsthema (das sogenannte "Walking Theme" und legte dann noch den Titel "An American in Paris" fest. 


 


Dann jedoch kam er nicht weiter. Von dem "Walking Theme" sagte er "Es ist so vollständig, in sich selbst, ich weiß nicht, wie es weitergehen kann." 

 Kurze Zeit später kaufte er sich einige französische Taxi-Hörner in der an der Avenue de la Grande Arme gelegenen Geschäften für Teile gebrauchter Autos und diese Hörner inspirierten ihn zu einem zweiten Thema. 

Gegen Ende des Jahres 1927 wandte sich Gershwin wieder seinem Konzertstück zu, als er ein drittes Thema einfügte, das aus einer nicht benutzten Tanzweise bestand, das Fred Astaire in "Funny Face" darbieten sollte. 


Im Januar begann er ernsthaft mit der Arbeit an dem Werk und erstellte aus den vorangegangenen Skizzen eine Partitur für zwei Klaviere. Es war Gershwins übliche Arbeitsweise, ein abgeschlossenes Arrangement für zwei Klaviere zu erstellen, auf die er dann seine Orchestrierung aufbaute.

Eine weitere Reise nach Europa war geplant, ausgedehnter dieses Mal und er hoffte, wieder von der Pariser Atmosphäre inspiriert zu werden und mit weniger Ablenkung arbeiten zu können, als dies in New York möglich war. 

Neun Tage später, nach einem Aufenthalt in England traf der 29jährige Komponist am 25. März in Paris ein, begleitet von seinem Bruder und Texter Ira, seiner Schwester Frances und seiner Schwägerin Leonore. Mit offenen Armen wurde Geshwin von der musikalischen und gesellschaftlichen Elite der Stadt empfangen und er verbrachte viel Zeit bei verschwenderisch ausgerichteten Essen und auf Mitternachtspartys, während der er die Gäste oft stundenlang am Klavier unterhielt. 

George Gershwin live
aus Girl Crazy

I got Rhythm (1931)




Er war aber selbstverständlich auch in der Lage, seine Arbeit voranzubringen. 

Um Ira zu zitieren: 

"Er schrieb den Blues-Abschnitt und baute das Material weiter aus, während wir im April und Mai 1928 im Hotel Majestic und später im Raphael waren."

Reisen nach Berlin und Wien schlossen sich an und nach der Rückkehr nach New York Mitte Juni, stellte er am 1. August die Partitur für zwei Klaviere fertig 

Bevor die dreieinhalbmonatige Fleißarbeit der Orchestrierung begann, entschloß sich Gershwin das Stück so zu kürzen, dass "An American in Paris" bei der Uraufführung am 13. Dezember 1928 fast fünf Minuten kürzer war, als geplant. 

Zu Beginn des Jahres 1929 war der American fertig zur Veröffentlichung. Statt aber seiner üblichen Praxis zu folgen, eine Fassung für zwei Klaviere von seinen Konzertstücken drucken zu lassen, bat Gershwin in diesem Fall seinen langjährigen Freund und musikalischen Mitarbeiter Wiliam Daly, das Werk stattdessen für Solo-Klavier umzuschreiben. Nachdem dieses geschehen war, machte er seinem Verleger das originale Manuskript für zwei Klaviere zum Geschenk, mit der Widmung 

"An Max Dreyfus der selbst nach 12 Jahren als mein Verleger, noch immer mein lieber Freund ist.
Von seinem treuen Verehrer
George Gershwin 1929"

Ich mag diesen Komponisten sehr, der auch die Oper Porgy and Bess geschrieben hat und noch viiieeel mehr. 

 Ein Amerikaner in Paris ist auch ein Spielfilm aus dem Jahr 1951 von Vincente Minnelli. 

Leslie Caron und Gene Kelly
Ein Amerikaner in Paris




Ein Amerikaner in Paris,
ganzes Werk.



Ich habe es schon so oft gehört und bin immer wieder begeistert. 


Der Sänger Prince, fühlte sich von ca. 55 Songs u.a. Lullabay von George Gershwin inspiriert. 


Morgen noch einen Tag mit Hitze, dann ist das hoffentlich vorbei . 


Quelle: George Gershwin "Im Spiegel seiner Zeit"
von Edward Jablonski
Michael Feinstein



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