Mich zu hassen, macht dich auch nicht hübscher, Schätzchen, denn aus ´ma Scheißhafa wird nie a Suppaschüssel. *Schwäbische Weisheit*
Vor a bees Gosch ka mr ned nastanda. *Schwäbische Weisheit*
Diejenigen, die zu klug sind, sich in der Politik zu engagieren, werden dadurch bestraft, dass sie von Leuten regiert werden die dümmer sind, als sie. *Platon*
Halbdackel ist im Schwäbischen komischerweise die Steigerung von Dackel. *Rolf-Bernhard Essig*
Wenn jemand ein Dackel ist, dann ist der nicht besonders geschickt und eher ein bisschen dümmlich. Aber ein Halbdackel ist ein echter Blödmann! *Rolf-Bernhard Essig*
Wer die Grünen wählt, der wird sich später mal bitterste Vorwürfe machen. *Helmut Schmidt*

Netzfund

Wir haben früher bei Regen draußen gespielt, aber manche sind bei Hagel rausgegangen und die wählen heute GRÜN!

Der Waran in der Stuttgarter Wilhelma

 Werbung

 

Eva schritt durch das historische Maurische Landhaus der Wilhelma, umgeben von der feuchtwarmen Luft des Terrariums. Die prächtigen Fliesen und die üppigen tropischen Pflanzen ließen die Stuttgarter Außenwelt augenblicklich verblassen. Eigentlich war sie gekommen, um die Menschenaffen oder die Erdmännchen zu sehen, doch ein unscheinbares Schild zog sie magisch an.
Sie trat an eine große Glasscheibe. Dahinter lag, halb im Schatten eines mächtigen Urwaldstammes, ein riesiges Tier.
Eva hielt den Atem an. Auf einem flachen, von Wärmelampen erhitzten Stein ruhte ein Waran. Seine Haut war von einem tiefen, erdigen Braun, gemustert mit Schuppen, die wie ein uralter Panzer wirkten. Er rührte sich nicht. Seine schweren Lider waren halb geschlossen, und doch ging von ihm eine ungezähmte, fast ehrfurchtgebietende Kraft aus.

 
In diesem Moment war es für Eva kein einfaches Zootier mehr. Das Wesen vor ihr war ein Drache aus der Urzeit.
Ihre Gedanken reisten Millionen von Jahren zurück, in eine Epoche, in der die Erde noch wild, ungezähmt und von gigantischen Echsen beherrscht war. Sie stellte sich vor, wie dieser braune Koloss durch dichte, prähistorische Farbwälder streifte, während über ihm Flugsaurier den Himmel verdunkelten. Er war ein lebendes Fossil, ein Überlebender, der den Untergang der Dinosaurier und den Aufstieg der Menschheit einfach verschlafen zu haben schien. Er brauchte keine Flügel und kein Feuer speiendes Maul, seine bloße, majestätische Präsenz reichte aus, um den Mythos der Drachen real werden zu lassen.
Plötzlich bewegte sich das Tier. Langsam hob der Waran den massiven Kopf. Seine gespaltene, helle Zunge schnellte für den Bruchteil einer Sekunde hervor, um die Luft zu prüfen. Dann drehte er den Kopf und blickte durch das Glas direkt in Evas Augen.
Sein Blick war kühl, unergründlich und unendlich alt. In seinen dunklen Augen spiegelte sich nicht die Wilhelma von heute, sondern die ungezähmte Wildnis einer längst vergangenen Welt. Eva spürte ein leichtes Frösteln auf den Armen, gemischt mit einer tiefen Faszination. Für einen winzigen Augenblick waren die Jahrtausende zwischen ihnen wie weggewischt.
Nach einer gefühlten Ewigkeit senkte der Drache den Kopf wieder auf den warmen Stein und schloss die Augen. Eva trat langsam von der Scheibe zurück, ein Lächeln auf den Lippen. Sie hatte heute nicht nur einen Zoo besucht – sie hatte eine Reise in die Urzeit gemacht.
 

Kommentare

Kommentar veröffentlichen

Laut DSGVO bin ich verpflichtet, Sie darauf hinzuweisen, was mit Ihren Daten passiert, die Sie hier in den Kommentarfeldern hinterlassen. Bitte beachten Sie dazu die
Datenschutzhinweise, die Sie oben in der Startseite finden.

Kommentare, die nichts mit dem jeweiligen Post zu tun haben, lasse ich nicht mehr zu.
Auch so lapidare Kommentare, die dazu dienen, dass man die Seite des Kommentators anklickt "wie ich war schon lange nicht mehr hier" lasse ich ebenfalls nicht mehr zu, weil des koin Kommentar isch, sondern a Mischt."
Mir wäre das wirklich zu blöd, sowas zu schreiben.