Zar und Zimmermann von Albert Lortzing
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Albert Lorzing
23. Oktober 1801 in Berlin
21. Januar 1851 in Berlin
Albert Lortzing wurde als Sohn von Schauspielern geboren und stand schon als Kind selbst auf der Bühne. Er erlernte das Theaterhandwerk von der Pike auf und schrieb eine Librettis für seine Opern selbst.
Nach Wanderjahren und Stationen in Detmold wirkte er am Leipziger Stadttheater sowie als Kapellmeister am Theater an der Wien. Mit der Theaterpaxis und den Kenntnissen, die er sich als Sänger, Librettist und Schauspieler erworben hatte, wurde Lortzing der Schöpfer der komischen Oper mit Sprechtexten und teilweise sozialkritischen Untertönen, deren typisch deutsche Thematik und gemütlicher Humor einer Verbreitung im Ausland im Wege standen. Heute sind seine Werke fast nur noch an kleineren Bühen anzutreffen, doch kein anderer deutscher Opernkomponist durfte ähnlich viele "Evergreens" der Opernwunschkonzerte verfaßt haben, wie der allseits wirkungssichere Lortzing.
Trotz seiner großen Erfolge verstarb er völlig verarmt in Berlin.
Unter seinen Opern habe ich die wohl berühmteste herausgesuch.
Zar und Zimmermann.
Um was geht es in der Oper:
Albert Lortzings komische Oper Zar und Zimmermann ist eine große Verwechslungskomödie im niederländischen Ort Saardam im Jahr 1608.
Zar Peter I. von Russland arbeitet inkognito als einfacher Zimmermannsgeselle unter dem Namen Peter Michaelow in einer holländischen Schiffswerft, um das Handwerk zu erlernen.
Auf derselben Werft arbeitet der russische Deserteur Peter Iwanow. Weil beide denselben Vornamen haben entsteht die erste Verwirrung,
Gesandte aus England und Frankreich sind nach Saardam gekommen, um Geheimverträge mit dem russischen Zaren abzuschließen, wissen aber nicht, wie er aussieht.
Dem inkompetenten Bürgermeister van Beet ist es zu verdanken, dass er Peter Iwanow fälschlicherweise für den echten Zaren hält.
Nach vielen Verwicklungen, Eifersüchteleien, es geht ja auch um die Nichte des Bürgermeisters und diplomatischen Turbulenzen gibt der echte Zar seine wahre Identität rechtzeitig preis. Er schließt Verträge ab, reist zurück nach Russland und sorgt dafür, dass Peter Iwanow seine geliebte Marie heiraten darf.
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Das Sujet, die Studienreise von Zar Peter dem Großen in Westeuropa 1697/98 ist historisch belegt (er hielt sich 1697 sieben Tage in Zaandam auf) und war mehrfach Gegenstand von Opern und Schauspielen. Direktes Vorbild für Lortzing war die französische Komödie Le bourgmestre de Saardam ou Les deux Pierres von Mélesville, Merle und Boirie (1818), deren deutscher Barbeitung von Georg Römer, der in Detmold mehrfach den Chateauneuf gespielt hatte, außerdem kannte er
Karl-August von Lichtensteins Oper Frauenwert oder Der Kaiser als Zimmermann.
Das Thema hatten u.a. Pierre Grétry (Pierre le Grand, 1790), Joseph Weigl (Die Jugendjahre Peters des Großen) und Donizetti (II Borgomastro di Saardam, 1827) schon aufgegriffen. Bis auf den 3. Akt und die Einfügung der Szene mit der Einübung der Huldigungskantate:
Den hohen Herrscher würdig zu empfangen,
hielt sich Lortzing weitgehend an die Vorlage, bereicherte sie aber als versierter Theaterpraktiker durch komödiantische Szenen.
Gottlob Frick wurde übrigens in Ölbronn geborgen und starb in Mühlacker,
HIER habe ich sein Haus schon angeradelt.
Zar und Zimmermann, in dessen Uraufführung Lortzing den Peter Iwanow, seine Mutter die Witwe Browe sangen, setzte sich erst mit der Berliner Erstaufführung 1839 durch und hielt sich bis heute im deutschen Repertoire. Das Zarenlied
Sonst spielt´ich mit Zepter, mit Krone und Stern,
auf den Text seines Freundes Philipp Reger, errang schnell volkstümliche Berühmtheit.
In den 16 Musiknummern steht Lortzing sowohl dem deutschen Singspiel
Maries Ariette aus dem 1. Akt
Die Eifersucht ist eine Plage
Sextett im 2. Akt
Zum Werk, das wir beginnen
Lebe wohl, mein flandisch Mädchen
O sancta Justitia
im 1. Akt bleibende Erfolge der deutschen volkstümlichen Oper.
Die Huldigungskantate, der
Holzschuhtanz
Ich mag diese Oper sehr sehr gerne.
Quellen. Knaurs Opernführer Fath, Würz










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