Mein Motto: NO RISK NO FUN!
Das Bauhaus in Dessau ist Bestandteil unserer Kulturlandschaft, ist auch weiter zu fördern und zu unterstützen.
*Ulrich Siegmund*
Demokratie heißt nicht Massenherrschaft, sondern Aufbau, Sicherung, Bewährung der selbstgewählten Autoritäten.
*Theodor Heuss*
Leute, die keinen Krieg erlebt haben, wohl aber selbst Krieg führen oder provozieren, wissen nicht, was sie Furchtbares anrichten.
*Helmut Schmidt*
Wer die Grünen wählt, der wird sich später mal bitterste Vorwürfe machen. *Helmut Schmidt*
Freiheit statt Sozialismus *Franz Josef Strauß*
Halbdackel ist im Schwäbischen komischerweise die Steigerung von Dackel.
*Rolf-Bernhard Essig*
Wenn jemand ein Dackel ist, dann ist der nicht besonders geschickt und eher ein bisschen dümmlich. Aber ein Halbdackel ist ein echter Blödmann!
*Rolf-Bernhard Essig*
Vor dem Tor!
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Vor dem Tor
Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick;
Im Tale grünet Hoffnungsglück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
Zog sich in rauhe Berge zurück.
Von dorther sendet er, fliehend, nur
Ohnmächtige Schauer kornigen Eises
In Streifen über die grünende Flur;
Aber die Sonne duldet kein Weißes,
Überall regt sich Bildung und Streben,
Alles will sie mit Farben beleben;
Doch an Blumen fehlt's im Revier
Sie nimmt geputzte Menschen dafür.
Kehre dich um, von diesen Höhen
Nach der Stadt zurückzusehen.
Aus dem hohlen finstern Tor
Dringt ein buntes Gewimmel hervor.
Jeder sonnt sich heute so gern.
Sie feiern die Auferstehung des Herrn,
Denn sie sind selber auferstanden,
Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,
Aus Handwerks- und Gewerbesbanden,
Aus dem Druck von Giebeln und Dächern,
Aus der Straßen quetschender Enge,
Aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht
Sind sie alle ans Licht gebracht.
Sieh nur, sieh! wie behend sich die Menge
Durch die Gärten und Felder zerschlägt,
Wie der Fluß, in Breit und Länge
So manchen lustigen Nachen bewegt,
Und bis zum Sinken überladen
Entfernt sich dieser letzte Kahn.
Selbst von des Berges fernen Pfaden
Blinken uns farbige Kleider an.
Ich höre schon des Dorfs Getümmel,
Hier ist des Volkes wahrer Himmel,
Zufrieden jauchzet groß und klein:
Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein!


Wer kennt ihn nicht den Osterspaziergang aus dem 1. Teil von Goethes Faust. "Vor dem Tor".
Faust erinnert sich an die Gefühle, die das Osterfest in seiner Jugend bei ihm ausgelöst haben. Gemeinsam mit Wagner begibt er sich am Ostertage vor das Tor, so dass die Szene oft auch als "Osterspaziergang" bekannt ist.
Faust fühlt sich angesichts des bunten Treibens "vor dem Tor" sichtlich wohl:
"Hier bin ich Mensch, hier darf ich´s sein".
Wagner ist ein Schüler von Faust und bewundert ihn ob seines großen Wissens. Er möchte das Wissensniveau von Faust erreichen, um dafür bewundert zu werden.
"In dieser Kunst möchte ich was profitieren, denn heutzutage wirkt das viel."
Faust ist genau das Gegenteil von Wagner, er hat sein Leben lang geforscht, studiert und gehört zu den gelehrten Männern seiner Zeit. Er achtet alle Menschen, ob nun einfach oder aber studierte. Alle sind bei ihm sehr beliebt. Faust ist immer auf der Suche nach dem Sinn des Lebens und des Menschseins.
"Dass ich erkenne, was die Welt im Innersten zusammenhält."
Er ist sehr der Natur verbunden und freut sich auf den Frühling, betrachtet die Dinge mit dem ihm eigenen Gefühl. Er will alles verstehen und lehnt Bewunderung ab, deshalb lebt er sehr zurückgezogen. Nachdem er alles irdische Wissen sich angeeignet hat, will er sein Wissen mit Magie erweitern und gerät dabei an Mefistofele (Teufel).
Ich habe lange gebraucht, um den Faust zu verstehen. Sehr lange, aber heute ist mir sehr vieles viel klarer als damals, als ich mich in der Schule damit "herumschlagen" mußte.
Damals in der Schule fand ich das immer ganz schön blöd, hier interpretieren zu müssen.
Diesen Auftritt von Faust hat der Komponist Arrigo Boito ganz besonders in seiner Oper Mefistofele festgehalten. Diese Arie ist ganz besonders schön, weil Faust auch hier den Frühling begrüßt.
Diese Oper nimmt das Stuttgarter Opernhaus als Neuinszenierung in ihr Programm und ich hoffe, dass ich für die Premiere Karten bekomme, wenn nicht, dann eben zu einem späteren Zeitpunkt.
Dai campi dai Prati.
Ich weiß, Oper ist nicht für Jeden, aber ich liebe die Oper und die Klassik sehr.

Ich habe dir hier eine Aufnahme mit Mario del Monaco einem ganz großen Opernsänger der 50er und 60er Jahre. Er war der Star in meiner Kindheit, wenn ich mit meinem Bruder Opernmusik hören durfte.
Dai campi, dai prati
Che innonda la notte,
Dai queti sentier
Ritorno e di pace,
Di calma profonda
Son pieno, di sacro mister.
Le torve passioni del core
S'assonnano in placido oblio,
Mi ferve soltanto
L'amore dell'uomo!
L'amore di Dio!
Ah! Dai campi, dai prati
Ritorno e verso all'Evangel
Mi sento attratto,
M'accingo a meditar.
Deutsche Übersetzung:
Von Feldern bis Wiesen
Verlassen hab' ich Feld und Auen,
Die eine tiefe Nacht bedeckt,
Mit ahnungsvollem heil'gem Grauen
In uns die bessre Seele weckt.
Entschlafen, sind nun wilde Triebe,
Mit jedem ungestümen Thun;
Es reget sich die Menschenliebe,
Die Liebe Gottes regt sich nun.
Ach, wenn in unsrer engen Zelle
Die Lampe freundlich wieder brennt,
Dann wird's in unserm Busen helle,
Im Herzen, das sich selber kennt.
Vernunft fängt wieder an zu sprechen
Und Hoffnung wieder an zu blühn;
Man sehnt sich nach des Lebens Bächen,
Ach! nach des Lebens Quelle hin.
Mit dem Faust hat Goethe eine Tragödie geschrieben, die aber soviele ganz besondere Zitate enthält,
die wir oft anwenden, ohne zu wissen, woher sie kommen.
"Das ist des Pudels Kern"
"Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube"
Es gibt noch viel mehr, im Faust zu lesen ist immer wieder ganz interessant und das wird niemals alt.
Der Frühlingsbeginn sorgt für Hochgefühle und das hat Dichter und Komponisten zu wundervollen Werken inspiriert. So manches Gedicht aus der Schulzeit bleibt ewig in meiner Erinnerung. Aber vom Faust kenne ich wenig, ich mag es ein bisschen einfacher.
AntwortenLöschenVielen Dank für die überschwänglichen Zeilen, die den Frühling vortrefflich beschreiben.
Liebe Grüße von Ingrid, der Pfälzerin
Das ist halt Poesie und ich mag das sehr.
LöschenLieben Gruß Eva
Guten Morgen Eva,
AntwortenLöschenFrühlingsbeginn vermittelt mir Aufbruchstimmung und erwartungsvolles Erwachen der Natur, das von vielen Dichtern und Komponisten beeindruckend "vertont" wurde. Auch dein Frühlingspost zeigt das wunderbar und wird durch deine feinen Bilder begleitet. Den Faust hast du mir nochmal näher gebracht ... danke dafür.
Hab einen schönen Mittwoch, Marita
Guten Morgen Eva,
AntwortenLöschenwas für ein Post mit so schönen Bilder, wie immer bei dir.
Sind die Magnolien schon so weit.
Ich bin gerade auf dem Weg ins Büro und möchte dir
lieben Dank sagen für den Faust.
Hab einen schönen Tag, lieben Gruß Veronka.
Liebe Eva,
AntwortenLöschenDeine herrlichen Fotos der Frühlingsblüher sind ganz bezaubernd und vergrößern unsere Vorfreude auf die neue Blüte des Jahres 2019.
Oh ja, Faust ist unvergänglich und auch heute noch in aller Munde!
Einen angenehmen Mittwoch wünsche ich Dir,
herzlichst moni
Was für wunderschöne Bilder Du heute wieder zeigst... Ein Traum. Wir haben am Wochenende die erste blühende Hyazinthe entdeckt... Genieß Deinen Tag!
AntwortenLöschenGuten Morgen Eva,
AntwortenLöschenso früh schon so erbauliche Lebensweisheiten aus dem Faust ist eine erfrischende Dusche.
Ja, da kommen Erinnerungen an die Schulzeit auf. Ich mochte schon immer gerne Gedichte aufsagen, mit viel Betonung und großen Gefühlen, dabei hatte ich nur unseren Lehrer imitieren wollen, so wurde ich die Gedichtaufsagerin, irgendwie hat mir das dann selber gut gefallen. Den Osterspaziergang liebe ich besonders, man kann da die einzelnen Stadionen des Frühlings sehr gut verfolgen und sieht förmlich die einzelnen beschriebenen Dinge vor dem geistigen Auge zum Leben auferstehen, super gemacht. Der Faust soll ja in Staufen, hier bei uns um die Ecke, auch einmal gewesen sein. Die Staufener sind stolz darauf und nennen ihre Stadt die "Fauststadt" und machen damit Geld. Allerdings ist Staufen auch noch durch etwas anderem berühmt geworden, etwas Negatives, bei Bohrungen sind sie auf eine Gipsader gestoßen, die sich durch Wasser aufgeschwämmt hat und teilweise die Häuser angehoben hat, so sind an vielen Häusern Risse entstanden und das Rathaus sogar als nicht mehr zu benutzen erklärt haben.
Ich habe mich über dein Gedicht mit den vielen schönen Frühlingsbildern sehr gefreut.
Liebe Grüße und einen sonnigen Tag
wünscht dir Edith
Die Bilder sind ja großartig :) Wir sind gerade im 5 Sterne Hotel Meraner Land und da hier soviel Natur in der Umgebung ist, merken wir selbst, wie die Blüten hier sprießen und gedeihen. Schön, dass es hier wieder los geht :)
AntwortenLöschenLiebe Grüße
Liebe Eva,
AntwortenLöschenwer kennt ihn nicht, Goethes Osterspaziergang?
Herzlichen Dank für die wunderbaren Frühlingsbilder!
Ich wünsche Dir einen zauberhaften Tag!
♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥
Ja, wenn ich deine Bilder so betrachte ist bei dir der Frühling bereits ein bisschen durchs Tor geschlüpft..
AntwortenLöschenMorgengruss von Ayka, die heute wohl etwas häuslich sein wird - denn eine grosse Kaltfront mit Sturm ist angesagt
Liebe Eva,
AntwortenLöschenes fehlt nicht viel und die Magnolien blühen. Wieder sehr schöne Bilder mit Textunterlegung von Dir.
LG Bernhard
Was für ein schöner Beitrag über den Frühlingsbeginn mit allem drum und dran, von der Musik über die Literatur bis zur Botanik.
AntwortenLöschenLiebe Grüße
Andrea